Die Beziehung macht mich krank...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von susi790 29.04.10 - 11:27 Uhr

Hallo Ihr Lieben.
Ich hoffe, Ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
Habe mein Freund 2003 kennen und lieben gelernt. Sind zu seinen Eltern ins Ausland gezogen, wo es angeblich mehr Arbeit gab, was nicht der Fall war....
Habe mich lange Zeit als angestellter Workaholic von seinem Vater rumkommandieren lassen, dass ein Verdienst da war. Die Arbeit war sehr hart, und ich bekam Gelenkschmerzen. Da ich nicht zum Arzt gehen sollte, aufgrund von fadenscheinigen Gründen, die sie mir einredeten,wurde eine Arthritis daraus. Man könnte sagen, unterlassene Hilfe....
Nach 3 Jahren sind wir wieder nach Deutschland gekommen, da das Verhältnis meinerseits zu seiner Familie ein Alptraum war und ich in dem fremden Land dem Selbstmord nahe stand. Hier angekommen dachte ich, endlich ein Leben ohne seine Eltern....weit gefehlt.
Sie hacken immernoch auf mir rum, weil ich den Sohn von ihnen weggenommen habe etc. Und ich mich nur anstelle blablabla. Nun haben wir 2 gemeinsame Kinder und ich kann nicht mehr. Aufgrund von meiner Krankheit und Schwangerschaftsurlaub bin ich seit Jahren daheim. Ich will endlich wieder arbeiten, doch schaffe ich das?
Die Schmerzen nehmen in der warmen Jahreszeit zu, so dass ich mich kaum anziehen kann.
Ich mache im inneren seine Familie dafür verantwortlich, und ich weiss nicht wieso. Sie schreiben vor wie wir was und wo zu machen haben.
Mein Partner belastet das sehr, doch er sagt nichts. Ich kann es nicht mehr ertragen, mich nicht mehr ertragen.
An manchen Tagen schweigen wir uns an. Das Problem ist, sein Vater ist unser Vermieter. Wenn wir nicht nach seiner Pfeife tanzen, müssen wir raus, obwohl er seine Miete immer pünktlich kriegt.
Schon mehrmals habe ich zu meinem Freund gesagt, dass ich ausziehen werde. Doch dann würde er als Bürge für dieses Haus ganz alleine dastehen, wenn die ihren Kredit nicht zahlen können. Einerseits will ich ein Leben ohne seine Eltern, um alles zu vergessen, andererseits kann ich meinen Partner nicht loslassen. Immerhin sind es seine Eltern, kann ich auch verstehen.
Ganz gereizt bin ich, wenn es mir wieder schlecht geht und die Vergangenheit schnellt durch den Kopf.Mich macht es rasend, ihn nervt es verständlicherweise. Doch ich kann nicht vergessen.
Ich hoffe, ihr seid zwischendurch nicht eingeschlafen, weil es doch bisl langgeworden ist.

Danke fürs lesen und danke für euren Rat

Beitrag von lichtchen67 29.04.10 - 11:42 Uhr

Wieso sind andere daran schuld, dass DU nicht zum Arzt gegangen bist? Du bist doch erwachsen #kratz

Vielleicht suchst Du Dir mal ärztliche/therapeutische Hilfe?

Und vielleicht mal umdenken, Du sagst Du machst seine Familie für alles verantwortlich... Du bist aber selber für Dein Leben verantwortlich. Ihr lasst euch von den Eltern reinreden, vorschreiben, macht euch von denen abhängig und wohnt auch noch in ihrem Haus - das ist nicht die Schuld der Eltern, ihr seid keine kinder mehr.

Lichtchen

Beitrag von gh1954 29.04.10 - 11:47 Uhr

>>>Wieso sind andere daran schuld, dass DU nicht zum Arzt gegangen bist?<<<

Das war auch mein Gedanke...dann nach Deutschland zurückziehen in eine Wohnung, die dem Schwiegervater "gehört" und wofür der Ehemann gebürgt hat?

TE: Die Situation ist verfahren. Bevor du Energie verschwendest, deine Schwiegereltern für alles verantwortlich zu machen, solltest du dir überlegen, wie du (mit Hilfe) aus dieser Situation herauskommst.

Beitrag von susi790 29.04.10 - 12:02 Uhr

Hallo,

das Problem in dem Land war, dass sie schon immer dort gewohnt haben. Seine Schwester Physiotherapeutin war und alles lächerlich geredet hat. Wir hatten kein Einkommen, in einem Land was einem vorher wie ein >Schlaraffenland der Arbeit gerdet wurde. Dazu kam, dass wir nicht KV versichert waren. Deswegen sagten die, ich könne ohnehin nicht zum Arzt. Dann wurde ich dort schwanger, und siehr da.ohne KV ist man doch zum Arzt gekommen. Das war denen angeblich neu, obwohl es immer so war. Doch der Arzt konnte nichts mehr für mich tun. Wir sind in Deutschland erstmal in eine andere wohnung gezogen. Doch die war sehr verschimmelt und wir wohnten dort nicht lange.
Mein Partner wollte ein Haus kaufen, doch wir bekamen keinen Kredit. So wollte er seine Eltern als Bürge. Doch dann war es zum Kauf gekommen und es war alles umgekehrt.

Beitrag von lichtchen67 29.04.10 - 13:31 Uhr

Man kann immer auch alles umgekehrt sehen. Ihr seid in das Land gegangen, ihr habt euch offensichtlich nicht erkundigt, wie es dort mit Arbeit aussieht sondern blind vertraut, Du hast Dich nicht erkundigt, ob und wie Du ohne KV zum Arzt kommst (im Zweifel zurück nach Deutschland fliegen ;-)), ihr hättet euch eine andere nicht verschimmelte Wohnung suchen können. Wenn ihr keinen Kredit bekommen habt, wird auch das seinen Grund haben...

Nach wie vor gilt: Du bist für Dich verantwortlich, nicht die anderen.

Lichtchen

Beitrag von lisasimpson 29.04.10 - 13:45 Uhr

sehe ich genauso!

Beitrag von susi790 29.04.10 - 14:11 Uhr

Weise Worte :-)
Er ist ja auch dort aufgewachsen.Hätten wir doch mal die rosarote Brille abgenommen.
Mein Freund hat es ja auch mitbekommen, wie sie uns veräppelt haben, doch sagen tut er nichts. Er sitzt neben mir, verstummt, wenn seine Eltern mich runterputzen.
Schon alleine deswegen, weil ich meine grosse Tochter aus 1.Ehe nicht wieder in Urlaub lasse dort hin. Sie möchte nicht, gibt es denen gegenüber nicht zu.
Mein Freund sagt, dass er hinter mir steht. Ich habe den Eindruck, dass er solang hinter mir steht, bis seine Eltern da sind. Er traut sich nicht, seinem Vater contra zu geben.
Muttersöhnchen oder bekanntes Phänomen....keine Ahnung.
Ist schon traurig sowas

LG

Beitrag von öüäöüä 29.04.10 - 11:45 Uhr

Irgendwie fällt mir da nur der Spruch ein:
"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!"

LG

Beitrag von issy1 29.04.10 - 12:16 Uhr

oder ... " das Leben ist kein Ponnyhof "

Beitrag von ttr 29.04.10 - 12:48 Uhr

dann trenn dich doch, wenn es dich krank macht...probleme gibts

Beitrag von susi790 29.04.10 - 13:11 Uhr

Danke für die aufbauenden Worte.
Bin seit einiger Zeit schon in Therapie.
Doch wie heisst es, Liebe macht blind?
Ist vielleicht doch besser neu anzufangen.

Beitrag von angelaangela 29.04.10 - 22:45 Uhr

ich habe den Eindruck, du bist sehr tief verflochten in das Gefühl, dass andere dein Schicksal bestimmen. Das ist aber nicht so. "ich kann nicht weggehen" stimmt einfach nicht!

Beitrag von susi790 30.04.10 - 10:28 Uhr

Du hast Recht. Früher war ich ganz anders. Ich hab mich immer um andere gekümmert, aber nie um mich selbst. Seitdem sag ich nicht mehr immer ja, sondern auch mal nein und trete in viele Fettnäpfchen.
Ich muss endlich nach vorn schauen, obwohl es ziemlich schwierig ist
Schönes Wochenende