Nicht qualifiziert genug als Spülhilfe..das tut weh

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Beitrag von dolby11 29.04.10 - 14:09 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich sag jetzt schonmal sorry für das Sinnlosposting...

Habe mich Anfang letzten Jahres nach acht Jahren Ehe von meinem Noch-Ehemann (Scheidung zieht sich hin) getrennt, bin alleinerziehend, meine Töchter sind 3 und 5.

Ich habe keine Ausbildung (nur schulischer Teil der Fachhochschulreife), habe aber bis zur Geburt meiner großen Tochter im Einzelhandel gearbeitet auch als Filialleitung.
Jetzt suche ich händeringend nach einem Festjob, habe von Mai 09 bis Nov 09 auf 100 Std. gearbeitet, jedoch fünf Tage vor Ablauf der sechsmonatigen Probezeit die Kündigung bekommen.
Arbeite seit Anfang Januar als Aushilfe, ist mir aber einfach zuwenig, denn ich möchte weg von Hartz4 (ich weiß, alleine wird´s schwierig, möchten aber nach der Scheidung, denke nächstes Jahr, mit meinem Freund zusammenziehen).
Ich bewerb mich wirklich auf alles was irgendwie geht von den Zeiten her. Hatte dann vorletzte Woche ein Probearbeiten in der Spülküche einer ReHa-Klinik.

Gestern die Absage: "Für diese Stelle haben sich mehrere qualifizierte Bewerber gemeldet. Wir haben uns entschieden, und es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen konnten."

Wusste nicht ob ich heulen oder lachen sollte. Das tut schon weh...

#blume Anika

Beitrag von xenotaph 29.04.10 - 14:14 Uhr

hmmm, da steht doch nicht, dass du nicht qualifiziert wärst, sondern dass es neben dir noch mehrere gab und sie sich für einen anderen entschieden haben.

kopf hoch !

LG

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 14:15 Uhr

Aber meine Bewerbung ist ja nichtmal berücksichtigt worden?!

Oder der werte Herr hat sich echt blöd ausgedrückt...

Beitrag von nick71 29.04.10 - 19:48 Uhr

Wahrscheinlich wurde jemand eingestellt, der schon als Spülhilfe gearbeitet und somit Erfahrung in dem Bereich hat. Dass das im Berufsleben so üblich ist, sollte eigentlich allgemein bekannt sein...also wirklich kein Grund, die Absage persönlich zu nehmen.

Beitrag von nusch 29.04.10 - 14:15 Uhr

Hallo Anika,

ich denke, hier darfst Du getrost lachen und annehmen, dass sich Leute beworben haben und bevorzugt wurden, die diesen Job schon häufiger/länger gemacht haben.

Du kannst es ja auch so sehen, dass Du überqualifiziert warst, denn von unterqualifiziert steht ja in dem Satz nichts. ;-)

Beitrag von dani.m. 29.04.10 - 14:25 Uhr

Genau! So würde ich das auch auslegen. Hatte ich bei meiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Erst kam so eine Absage, ein paar tage später hab ich zufällig den Chef getroffen, der meinte: "Du bist überqualifiziert, findest sicher bald was besseres, wir nehmen einen, der nicht so gute Chancen hat."

Beitrag von boncas 29.04.10 - 15:08 Uhr

"Du kannst es ja auch so sehen, dass Du überqualifiziert warst"

Ohne Ausbildung? #kratz

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 15:51 Uhr

Muß ich eine Ausbildung als Spülhilfe haben??

Ist man ohne Ausbildung gleich minderwertig??

Beitrag von boncas 29.04.10 - 16:14 Uhr

Bitte keine Polemik, ok? ;-)

Es ging mir nur darum, dass einer meinte, du könntest überqualifiziert sein. Auch wenn dich das pieksen mag - aber ganz nüchtern betrachtet: Ohne Ausbildung bist du eigentlich für nichts überqualifiziert.

Und für den Job als Spülhilfe bedarf es eigentlich keinerlei Qualifikation, so dass der Aspekt "Unter- oder Überqualifikation" bei deiner Absage sowieso keinerlei Relevanz hatte.

Ich drücke dir die Daumen, dass es mit einem anderen Job, mit dem ihr euch über Wasser halten könnt, bald klappt. #pro

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 18:41 Uhr

#danke

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 16:01 Uhr

....und das ich keine Ausbildung habe ist sicherlich mehr als blöd.

Das Leben kommt halt immer anders als man denkt #blume

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 15:59 Uhr

#danke #blume

Beitrag von king.with.deckchair 29.04.10 - 15:01 Uhr

Das ist doch nur ein allgemeiner Standardsatz und sagt nicht, dass du persönlich nicht qualifiziert bist. Sorry, bei allem Verständnis für die Enttäuschung: Wenn du dich derart reinsteigerst, ziehst du dich nur runter und dann klappt das mit dem Job erst Recht nicht.

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 15:57 Uhr

Es gibt nunmal Tage, da zieht einen so etwas runter. Ich denke, die hat jeder von uns mal, oder??

Die Formulierung des Satzes fand ich nur unpassend. Sicher kann man das deuten wie man möchte, ich hab´s halt so gesehen.

Beitrag von king.with.deckchair 29.04.10 - 17:28 Uhr

Ich weiß, ich habe auch schon solche Absagen kassiert, auch für Stellen, für die ich absolut qualifiziert war. In einer stand dann noch zu allem Überfluss "oft gibt nur eine Kleinigkeit den Ausschlag für unsere Entscheidung", ganz toll. Darüber habe ich tagelang gegrübelt, von wegen was denn die Kleinigkeit gewesen sein könnte. Bis eine Kolelgin, die sich auf die gleiche Position beworben hatte, mir sagte, dass sie seit Tagen über diesen Satz nachgrübelt und ob der denn bei mir auch drin stehen würde...

Die Personaler denken entweder nicht gennug nach über ihre Formulierungen oder aber sie meinen es zu gut, wollen tröstende Worte finden und liefern damit dann Stoff zum Grübeln.

Ich kam immer am besten klar mit "Die Vielzahl der eingegangen Bewerbungen hat uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und wir bedauern ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigen können." Da weiß man dann "OK, die Konkurrenz war eben zu groß, Pech gehabt."

Lass den Kopf nicht hängen!

"habe aber bis zur Geburt meiner großen Tochter im Einzelhandel gearbeitet auch als Filialleitung."

Schlecker? Ich frage deswegen, weil die mich seinerzeit auch eingestgellt haben, als ich jung, allein erziehend und vor allem: ohne Ausbildung war...

So wie ich mitbekommen habe, sucht Rossmann, zumindest hier in der Gegend pausenlos nach Mitarbeitern, ebenso dm, beides IMHO sehr gute Arbeitgeber. Einer von beiden hat sogar ein recht gutes Jobportal auf seiner Website, bei dem man sich auch online bewerben kann, guck doch mal.

Letzter Tipp: Denk' mal über eine Qualifizierung nach, dein/e pAp in der ARGE kann dir da sicher weiterhelfen. Außerdem sind die Alleinerziehenden inzwischen verstärkt im Focus der ARGEN, man denkt sich allerorten alle möglichen Fördermöglichkeiten aus. Gut so, wie ich finde. Ich denke nämlich, dass du ohne Ausbildung und nur mit (Spül)hilfsjobs a) nicht von der ARGE wegkommst und b) angesichts deiner Vorbildung auf Dauer nicht glücklich wirst.

LG
Ch.
...die mit 28 noch eine Ausbildung gemacht hat, also nur Mut!

Beitrag von dolby11 29.04.10 - 18:38 Uhr

Danke für deine Worte.

Und zum Thema Qualifizierung über die Arge: Ich war die, die sich zu einer Umschulung durchboxen wollte, hatte gefragt, ob die Förderung der Umschulung evtl gestrichen wird, wenn ich mit meinem Freund zusammenziehe.

Es sieht momentan so aus, das den Bildungsträgern zuviel Geld gestrichen wurde, hier ist für mich in diesem Jahr keines mehr da :-( Also keine Umschulung.

Und nein: ich war im Textileinzelhandel. Bin da halt damals reingerutscht...

Beitrag von hummingbird 29.04.10 - 17:07 Uhr

BITTE nimm dir das nicht zu Herzen!
Das ist doch nur ein Standard-Spruch.

Wahrscheinlich haben sie einen mit Beziehungen genommen.

Beitrag von miss.c 29.04.10 - 18:19 Uhr

Hey dolby,

ich hatte mich vor einiger Zeit in einer Fabrik für Wurstwaren Verpackung beworben. Von denen bekam ich eine Absage.

Ich fragte mich dann allerdings auch, ob ich zu dämlich sei nen Vakumierer zu bedienen #cool

Schwamm drüber: Geht eine Tür zu, öffnet sich die nächste!

.. so ist es übrigens gerade #ole

Beitrag von vwpassat 29.04.10 - 19:55 Uhr

Das ist doch ein Standardsatz, der Dich gar nicht aufregen sollte.

Hab ich so oder ähnlich vor vielen Jahren auch schon in Händen gehalten.

Beitrag von manavgat 30.04.10 - 12:35 Uhr

Du hast die Absage nicht verstanden!

Einer der qualifizierten Bewerber warst Du. Sie können aber nicht jeden nehmen.

Es sagt nichts über Dich und Deine Fähigkeiten aus.

Gruß

Manavgat