Nackenfaltenmessung ja oder nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von daimon1980 29.04.10 - 15:33 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Habt ihr eine Nackenfaltenmessung vornehmen lassen oder nicht?
Ich habe jetzt mehrfach gehört, dass diese Untersuchung zu ungenau und eigentlich überflüssig ist und daher ja auch nicht von der Kasse übernommen wird.
Bin zum ersten Mal schwanger und mein FA ist zwar ein ganz lieber, hat aber den Ruf gerne mal unnütze Sachen zu verschreiben bzw. zu machen...
Hab einen Termin dafür für Montag und will meine ablehnende Haltung gut begründen können...

Vielen Dank für eure Meinung.
Daimon
SSW 10+6

Beitrag von stefika1982 29.04.10 - 15:42 Uhr

Hallo!

also ich habe die NFM am Dienstag machen lassen.
Meine FÄ hat eine gute halbe Stunde geschallt! Und eine Blutuntersuchung hat sich auch gemacht.

100% Sicherheit wirst du nie haben.
Aber dieser Test soll schon eine hohe aussagekräftige Wahrscheinlichkeit haben.

Meist wird die NFM auch den Frauen empfohle, die > 35 Jahre alt sind und in ihrer oder der Familie des Vaters bereits Auffälligkeiten oder gar auch Behinderungen gibt.

Man muss es selber wissen, was man tut.
Meine Freundin ist genauso weit wie ich und lässt es nicht machen, weil sie keiner Risikogruppe untergeordnet wird.

LG steffi
12+6

Beitrag von claerchen81 29.04.10 - 15:49 Uhr

Hallo,

du mußt dir überlegen, ob es Konsequenzen für dich hat.
Wir haben es jetzt in der 2. Schwangerschaft gemacht und ich habe es bereut, denn wir haben ein sehr unklares Ergebnis und jetzt viele Ängste. Meine Argumentation war, dass ich mich bei möglichen Behinderungen (durch das "gründliche" Schallen meines Arztes können auch andere Fehlbildungen früh identifiziert werden) besser darauf einstellen kann und das Leben mit einem behinderten Kind "vororganisieren" kann. Eine Abtreibung kommt für uns unter keinen Umständen in Frage.

Im nachhinein war dies ein Fehler. Jetzt besteht die Möglicheit einer sehr schweren Fehlbildung, es kann aber auch nur ein Fehler gewesen sein - und das Wissen bringt mir nichts außer vieler Sorgen.

Ich werde es nie wieder machen und kann es auch nur empfehlen, wenn ihr für euch ausschließt, ein behindertes Kind großzuziehen und insofern auch zu einer Abtreibung bereit seit.

Gruß,
Claerchen

Beitrag von nele27 29.04.10 - 15:56 Uhr

Für mich ist es ganz simpel ... ich lasse keine Untersuchungen machen, die Ergebnisse bringen könnten, die man nur mit einer Abtreibung "beheben" kann.

Also keine NFM.

Warum?

1. Ich möchte nicht den lieben Gott spielen und Herrscher über Leben und Tod sein
2. Die Ergebnisse sind nur Wahrscheinlichkeiten. Man weiß es hinterher also immer noch nicht.

Daher nehmen wir das Baby so, wie es raus kommt....

LG, Nele
11. SSW

Beitrag von maylu28 29.04.10 - 16:24 Uhr

Hallo Nele,

hab mich aus den gleichen Gründen dagegen entschlossen, war aber am Anfang auch verunsichert.

Wir nehmen was wir bekommen...

Alles Liebe,

Maylu

Beitrag von elmshorn 29.04.10 - 16:24 Uhr

ungenau eigentlich nicht ganz, klar...100% kann man nie irgendwas auschliessen, aber wenn dein Arzt es mit den richtigen Geräten macht, kann er vieles auch schon anhand der Nasenbeinlänge zb bestimmen.
Waren in einer Fachklinik, da meine Blutergebnisse nicht ganz stimmten, jedoch die Nackenfalte normal war.
In der Klinik konnten sie uns dann beruhigen.

Wir haben es aus dem Grund machen lassen, da ich schon 2 Fehlgeburten vorher hatte und keiner wusste genau warum.

Würdest du das Kind in jedemfall bekommen wollen, dann würd ich mir das Geld sparen...hätte ein negatives Ergebniss allerdings Konsequenten, worüber ihr ausführlich sprechen solltet, wär es mir das Geld wert und da solltet ihr euch auch nicht reinreden lassen!!



Lg Melli

Beitrag von wir3inrom 29.04.10 - 16:36 Uhr

Ich hab sie machen lassen und mir waren die Kosten egal.
Hab allerdings auch den Bluttest mit dazu machen lassen und mein FA hat außerdem eine extra Ausbildung in NF-Messung, weiß also, was er tut.

Wenn was auffällig gewesen wäre, dann hätte ich mich zumindest noch knappe 25 Wochen lang mit dem Gedanken "anfreunden" und nach Informationsmaterial, Selbsthilfegruppen, Adressen etc. suchen können.
Hätte ein Schockerlebnis bei der Geburt einfach nicht haben wollen, wo man sich dann auf einmal von jetzt auf gleich mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Es bleibt jedem selbst überlassen. Für mich war's wichtig.

LG aus Rom
Simone

Beitrag von juliableu 29.04.10 - 22:01 Uhr

das ist deine entscheidung!! außerdem mußt du dann wissen, was du machst, wenn das ergebnis schlecht ist. würdest du die SS abrechen oder eher nicht. wenn nicht, dann lass es sein. Kostet ne menge geld..
und altersmäßig gehörst du ja eh noch nicht in die "Gefahrengruppe"..

LG
Julia

Beitrag von daimon1980 30.04.10 - 08:53 Uhr

Hallo,

So, hab mich jetzt dagegen entschieden...würde aufgrund dieser Untersuchung eh nicht abtreiben wollen und in meinem Bekanntenkreis ist da einfach zuviel schiefgelaufen.
Ich möchte nicht für den Rest der SS mit Angst leben müssen um dann festzustellen, das da doch nichts war...

Vielen Dank für eure Meinungen!

LG,
Daimon