Bin jetzt schon wie alleinerziehend :-(

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von traurig79 29.04.10 - 17:32 Uhr

Hallo zusammen,
wo fange ich bloß an, also mein Mann ist Gartenlandschaftsgärtner, hat einen Hauptjob wo er festangestellt ist und dann noch ein Nebengewerbe laufen mit seinen eigenen Kunden. Das Problem von meinem Mann er kann nie nein sagen, er nimmt viel zuviel Arbeit an. Er kommt meistens gegen 18 Uhr heim und geht dann wieder weg arbeiten und kommt dann oft erst gegen 21 Uhr nachhause früher war es die Ausnahme nur wird es jetzt langsam zur Gewohnheit.
Ich leide sehr darunter und auch unsere zwei Kinder unsere Tochter ist 5,5 Jahre und unser Sohn gerade 2 Jahre geworden. Unsere Tochter weint auch schon oft weil sie ihren Papa kaum noch sieht, es kam schon vor da hat sie ihn drei Tage gar nicht gesehen.
Das Hauptproblem ist mein Mann läßt nicht mit sich reden, seine Arbeit ist ihm das wichtigste hat er auch schon so zu mir gesagt. Wegen dem Geld ist es nicht, das er soviel arbeiten müßte das vorne weg.
Als ihm das gesagt habe mit Elena meinte er doch dann muß ich sie eben mit zum Arbeiten kommen, da bin ich ausgeflippt :-[.
Ich erkenne meinen Mann nicht wieder er ist so anders geworden so kalt. Auch zwischen uns ist es eiskalt geworden. Was mich noch mehr ärgert, er ist auch in einem Verein drin und wenn da eine Veranstaltung ist nimmt er sich Zeit aber für seine Familie nie.
Einzige Ausnahme ist der Sonntag nur da macht er oft auch noch zig andere Dinge nebenher anstatt sich mal richtig um die Kinder zu kümmern. Und ich finde es so scheinheilig wenn er Sonntag auf heile Familie machen will.
Und alles hängt an mir Kinder Haushalt da er ja immer weg ist, ich bin schon wie alleinerziehend :-(
Hat jemand ein paar Ideen ich denke nämlich schon über Trennung nach.
LG
Annika #schmoll

Beitrag von susi790 29.04.10 - 18:31 Uhr

Hallo Annika,

ich kann Dich verstehen. Mir geht es auch so. Mein Partner arbeitet rollende Woche, auch Wochenende. Wenn er mal Zeit hat, ist er entweder bei seinem Kumpel oder macht andere Dinge, wo man sich nicht sieht. Das Schlimme ist auch, dass Du keine Zeit grossartig für dich selbst hast. Mal ohne Kinder raus.
Kannst Ihm doch sagen, dass Du über Trennung nachdenkst, vielleicht geht ihm dann einmal ein Lichtlein auf. Aber dass seine Arbeit wichtiger ist als seine Familie macht mich sprachlos.

Fühl Dich gedrückt und getröstet.
LG

Beitrag von könnteichsein 29.04.10 - 19:19 Uhr

HAllo,

also ich dachte gerade ich hätte das gechrieben..Selbst die Arbeitszeiten unserer Männer stimmen überein.-).. ich bin zur ZEit auch so unglücklich und mein Sohn mag von meinem Mann gar nicht mehr in den Arm genommen werden usw.. er ist nur auf mich fixiert.. Ich bin auch schon völlig fertig..

Bei meinem Mann kommt noch dazu das er zusätzlich ab und an in der nacht arbeitet.. Ihm scheint es völlig wurscht zu sein das wir uns kaum noch sehen. anscheinend fehle ich ihm nicht..

ich habe auch kenen Tip hoffe aber hier kommen noch ein paar gute:-)

Beitrag von schwarzesetwas 29.04.10 - 21:47 Uhr

Das Beste draus machen, ist der einzige Rat, der mir nun einfällt.
Nimm ihm den Druck.
Lass ein wenig los.
Versuche einen Abend in der Woche mit ihm gemeinsam zu verbringen, vielleicht den Samstag - Elternabend sozusagen? Wo ihr vielleicht nen Glas Wein oder nen schönes Essen mit Reden verbringt!

Bei uns hat das ein wenig an Spannung rausgenommen - meiner ist auch nur weg, die Kinder sehen ihn nur kurz am Abend, wo er eh total kaputt ist. Am WE ist er auch arbeiten. :-(
Aber wir nehmen uns den Freitag Abend, wo wir einiges an Sachen klären und uns wieder näherkommen.

Lg,
SE

Beitrag von hanna1011 30.04.10 - 19:23 Uhr

Eine Alleinerziehende

- hat keinen Mann auf den Sie schimpfen kann
- hat keinen Mann der das Geld mit ihr teilt
- hat keinen Mann der sonntags auf heile Familie macht
- hat keinen Mann der die Sorge, die Pflege, ein Mahlzeit oä mit ihr teilt

Sie hat manchmal nichtmal familiäre Unterstützung, manchmal wohnt der Papa ganz weit weg, manchmal interessiert ihn sein eigenes Kind nichtmal aus der Distanz, meist hat sie monatlich recht wenig Geld, das sie sich hart erarbeiten muss - denn nicht alle Papas zahlen auch für ihre Kinder....geschweige für ihre Exfrau oder Freundin.

Man sollte sich generell keine Rollen auf den Leib schreiben, die man nicht tragen kann, weil man sie nicht kennt.

Mich kotzt genau diese Aussage nämlich total an.

Vielleicht gehste mal wieder mit dem Geld deines Mannes shoppen - auch was nettes für die Kinder oder so...oder ihr geht schwimmen, in den Tierpark oder sonstwohin (kann ich meiner Tochter nämlich seit langem nicht gönnen, trotz Arbeit).
Auch süß, dass du in schwarz schreibst - schämst dich doch ein wenig??

Beitrag von mysterya 30.04.10 - 21:48 Uhr

Man musst du frustriert sein ... Der Typ ist nicht für sie da. Ist man etwa nur mit nem Mann zusammen, damit er das Geld ranscheffelt. Das nenne ich ne moderne Form von Prostitution.

Und ich bin auch alleinerziehend und fühle mich null angegriffen von ihrem Post.

Und zu deinem Punkten:

Eine Alleinerziehende
- hat keinen Mann auf den Sie schimpfen kann

Doch ihren Ex. Oder ihren Freund, falls sie einen hat mit dem sie nicht fest zusammen lebt.

- hat keinen Mann der das Geld mit ihr teilt
Es gibt Unterhaltsregelungen bzw. Unterhaltsvorschuss, der zurück gezahlt wird. Ich bekomm selbst nur Unterhatsvorschuss, frustriert mich auch...aber so sehe ich das auch nicht. Immerhin bekommt die Kleine mal Geschenke oder Bücher.


- hat keinen Mann der sonntags auf heile Familie macht
Was ist daran gut, wenn die Beziehung im Arsch ist? Also dann brauch ich Sonntags auch keinen Möchtegernfamilienvater.

- hat keinen Mann der die Sorge, die Pflege, ein Mahlzeit oä mit ihr teilt

Also...mein Ex macht sich mehr Sorgen als ich, die Pflege übernimmt er an zwei Tagen die Woche Nachmittags...manchmal essen wir sogar zusammen mit der Kleinen, warum soll man sich auch immer nur zanken. Und selbst wenn...man kann doch auch nen Freund haben... Oder mit wem anders sowas teilen...Oma...oder so... Man schafft sich doch ein Netzwerk.

Ich hab mich vor der Trennung auch schon alleinerziehend gefühlt, wüsste auch nicht was daran falsch sein soll. Ich habe mich sogar alleinerziehend mit 2 Kindern gefühlt, obwohl ich nur eines hatte. Und wirklich alleinerziehend gings mir dann viel besser als mit Möchtegernmann.