Mein Vater will sich selbstständig machen *Hilfe* (sehr lang)

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Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 18:06 Uhr

Hallo,

oh jeh, ich habe gerade ein, ähm, interessantes Gespräch mit meinem Vater gehabt.
Er will bei seiner Firma kündigen bzw sich kündigen lassen und dann ein Café aufmachen.
Er hat morgen schon Besichtigungstermine.

Kurz zur Vorgeschichte damit ihr euch ein Bild über die Situation machen könnt und wisst warum ich die Idee nicht so gut finde.

Meine Eltern hatten viele Schulden, Haus gekauft für viel zu viel Geld, die Vorbesitzerin hat Schimmel im Keller hinter riesigen Schränken versteckt, das ganze Haus war nass und nicht ansatzweise das wert was meine Eltern bezahlt haben. Die Frau hat aber so viele Gläubiger und eine PI sodass da keinGeld mehr zu holen ist. Dazu kamen viele Kleinkredite, es war nie was angespart und wenn was kaputt ging wurde ein Kredit aufgenommen.
Gott sei Dank hat mein Papa im Dezember im Lotto gewonnen. 82.000 Euro!
Davon haben sie alle offenen Schulden abgezahlt bis auf den Kredit vom Haus.
Mein Vater hat gesundheitliche Probleme. Er hatte schon etliche Bandscheibenvorfälle, Hörstürze. Seit 2007 ist er trockener Alkoholiker.
Er hat die letzten 20 Jahre nur harte Arbeit gemacht die auf seinen Rücken ging. Besser als ohne Job dazustehen mit drei Kindern. Jetzt ist er seit November krank geschrieben, war fünf Wochen in Kur die leider nichts gebracht hat.
Die Firma hat ihm einen Wechsel in eine andere Abteilung angeboten. Da bräuchte er keine körperlich schwere Arbeit mehr machen. Das will er aber nicht.

Mein Papa ist ein Mensch der spontan aus dem Bauch heraus entscheidet. Er kann nicht mit Geld umgehen. Wenn er welches hat wirft er es aus dem Fenster raus wo es nur geht. Von dem Lottogewinn wollte er eigentlich nur die Schulden abzahlen und den Rest ansparen, weil das Haus schön eingerichtet ist und auch sonst alles da ist was man braucht.
Was macht er stattdessen? Meine Geschwister bekommen für 2000 Euro neue PC´s mit Zubehör, er käuft sich einen Laptop der jetzt doch nur in der Ecke steht. Klamotten die niemand jemals anzieht liegen im Kleiderschrank, meiner Mama käuft er etlichen Schmuck obwohl sie nie welchen trägt und eine Allergie hat. Die Stühle die vor zwei Jahren angeschafft wurden sollen wieder ausgetauscht werden. Vor einem halben Jahr hat er sich einen Fernseher gekauft. Ein riesen Teil extra mit neuem Reseiver damit er HD TV schauen kann, der fliegt raus damit er sich einen noch größeren holen kann. So könnte ich ewig weiter erzählen.

Ich hab ihn gefragt wovon er ein Café bezahlen will.
Er sagt er hat noch ein bischen was vom Gewinn übrig (was eigentlich ins Haus fließen sollte zwecks Dach decken und Außenwände verputzen) außerdem gibt es ja vom Staat 15.000 Euro zinsfrei und zur Not nimmt er einen Kredit bei der Bank auf. Er sagt er braucht nicht viel. Müsse nur die Bestuhlung neu machen und eine Kaffeemaschine kaufen.
Er hat früher abwechselnd in Hotels, Restaurants und Kneipen gejobbt und meint nun er hat Ahnung von dem Job. Dass sich in den letzte 20 Jahren die Standarts und die Erwartungen geändert haben kapiert er einfach nicht. Zudem kosten die vermeintlichen Kleinigkeiten drumrum auch viel Geld. Alleine Teller, Besteck, Tassen, Tischwäsche, Kücheneinrichtung....
Das Objekt dass er haben möchte ist eine ehemalige Kneipe. Da kann man doch ganz stark von ausgehen, dass er erst mal die Theke rausreißen muss. Er meint, ach ich tapezier da einfach, streiche, lege Fließen rein und polier die Wcs auf Hochglanz.
Er denkt sich das alles so wie es früher in seinen dusteren Stammcafes und Kneipen ausgesehen hat. Ich hab ihm gesagt: Papa, es ist nicht mehr so wie früher, die Leute schauen als erstes hin wie es aussieht. Wenn du mit einem Cafe richtig Geld verdienen willst musst du auch die jungen Leute ansprechen. Das muss alles modern sein, hell und sauber. Wenn ich in einem Cafe auf Toilette gehe und die Klos und Kabinen aus den 70ern sind, Einheitstische und Metallstühle stehen und es drei Sorten Kaffee gibt gehe ich sicher nicht wieder hin. Denn nebenan ist Starbucks, die haben ne große Auswahl, moderene gemütliche Einrichtung und Klos die nicht aussehen wie aus dem Mittelalter.

Ich weiß ganz sicher, dass er sich damit in die Scheiße reiten wird, aber nimmt ja auch keinen Rat an.
Ich sehe ihn in fünf Jahren bei Zwegat sitzen der ihn belabert das Cafe endlich an den Nagel zu hängen weil es keinen Gewinn macht.
Meine Mama arbeitet auf 400 Euro Basis, mein Papa hat einen Job der ihm sicher ist. Der Arbeitgeber ist so kulant,lässt ihn regelmäßig in Kur fahren, hat seinen Entzug damals unterstützt und gesagt, nimm die soviel Zeit du brauchst und komm erst wieder arbeiten wenn es dir wieder gut geht!
Sie sind bis auf die Rate fürs Haus Schuldenfrei. Ich bin schon lange ausgezogen, meine Geschwister sind 17 und 19. Da dauert es auch nicht mehr lange bis sie auf eigenen Beinen stehen. Mein Vater würde sich mit einer Existenzgründung alles kaputt machen.
Er hat eine sichere Rente, meine Mutter auch.
Als ich nachgefragt habe warum er gerade jetzt auf so eine Idee kommt wo er doch endlich alle Sorgen los ist, meinte er, er müsste etwas an seinem Leben ändern.

Mein Vater hat sich das in den Kopf gesetzt und wird sich sicher nicht mehr davon abbringen lassen. Ich würde ihm sehr gerne helfen, suche ja selber wieder Arbeit ab nächstes Jahr wenn der Zwerg in den Kiga kommt. Ich hab Erfahrung in dem Bereich, hab in zwei Hotels und einem Restaurant gearbeitet. Aber ich wohne 100km weit weg.
Was kann ich denn noch tun um ihn davon abzuhalten? Er springt mit dem Kopf voran in sein Verderben. Jetzt weiß ich wie sich Eltern fühlen, wenn ihre Kinder was ganz eindeutig falsches machen und man selber nichts tun kann als zuschauen und trösten wenn es soweit ist.
Gibt es eine Stelle an die sich Existenzgründer wenden könne, die einem gezielte Hilfe geben? Leute die meinem Papa evtl eher erklären können dass mit seinen Ideen ein Cafe nicht überleben wird?
Mir raucht echt der Schädel, mach mir riesen Sorgen um meinen Vater. Meine Mutter hält von dem ganzen auch nichts, aber er hört wirklich auf niemanden....

Danke fürs lesen, vllt hat ja jemand einen guten Rat für mich?

Liebe Grüße,
Sabrina

Beitrag von nisivogel2604 29.04.10 - 18:14 Uhr

Google mal nach einer Wirtschaftförderung in der nächstgrößeren Stadt. Die Beraten, sagen ob es realistisch ist oder nicht, gehen auch mit zu Besichtigungen, Baknterminen etc.

Ich habe da sehr kompetente Hilfe bekommen.

lg

Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 18:54 Uhr

Hallo,

ich habe auf der Homepage der Stadt in der er das Cafe eröffnen möchte unter Ansprechpartner das hier gefunden:

Magistrat der Stadt
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
Tel:

Ist das die richtige Anlaufstelle?
Muss ich ihn nur noch dazu bringen sich Hilfe zu holen. Er hat sich in den Kopf gesetzt das ganz alleine zu schaffen.

Beitrag von nisivogel2604 29.04.10 - 21:58 Uhr

Ja, ich denke das ist das richtige. Ruf einfach mal an und frag da nach. ich hab recht schnell einen Termin bekommen.

lg

Beitrag von tagpfauenauge 29.04.10 - 18:24 Uhr

Hi,

so wie du deinen Vater schilderst, scheint er tatsächlich eine Art von Mensch zu sein, der denkt: Ach ja, das wird schon - irgendwie ging es ja immer.

Ich kenne solche auch.

Bauch- und gefühlsgesteuert und eben nicht mit dem Verstand. Manchmal ist das auch ganz gut so, aber eben nicht ausschließlich!

Mach doch mal mit deinem Vater eine schöne Tour durch die besten Cafés bei euch. Guckt euch die Bestuhlung an, die Karte, die Örtlichkeiten, das Publikum auch die Lage.

Und nicht nur eins oder zwei. Renn mit ihm den ganzen Nachmittag durch 15 Cafés. Danach frage ihn, bekommst du das besser hin?

Wenn er es nicht einsieht, besteht eine nicht zu behebende Beratungsresistenz. Da kann man nichts machen. Diese Mensch merken es erst, wenn sie mit der Nase im Dreck aufwachen.

In dem Fall musst du dir sagen, du hast es versucht, aber es ist eben sein Leben. Dich trifft keine Schuld.

vg


Beitrag von valerita 29.04.10 - 18:30 Uhr

hallo!

Das klingt alles nicht wirklich erbauend. So wie du es erklärst, kann man sich nicht wirklich Hoffnung machen....
Hat dein Papa gestern nicht die Folge von Peter Zwegat geschaut?
Bei uns in Österreich gibts die Wirtschaftskammer. Da werden die Pläne für die angehende Selbständigkeit durchgeschaut, und man wird sehr gut beraten.
Vielleicht gibts sowas ja in D auch

Wenn dein Papa seit 20 Jahren trocken ist.....und jetzt ein Cafe aufmachen will......wäre das meine erste Sorge. Dass das nicht funktionieren wird. Wenn er den ganzen Tag mit Alk in Kontakt ist, muss er seeeehr stark sein.

Kann denn deine Mutter nicht als Vormund einspringen?
Nicht, um ihn zu entwürdigen, oder ihm weh zu tun, aber das scheint mir doch eine Lösung für die finanziellen Ausschreitungen zu sein....Sagt deine Mutter was gegen seine Ausgaben?


Ich wünsch euch das allerbeste

lg

Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 18:52 Uhr

Hallo,

mein Vater ist erst seit 2007 trocken!
Meine Mutter sagt nichts gegen die Ausgaben, weil er sie einfach unterbuttert. In seinem Haus hat nur er was zu sagen und sonst niemand. Meine Mama traut sich schon ewig nicht mehr den Mund aufzumachen.
Würde sie versuchen als Vormund einzuspringen würde mein Vater wohl ausrasten. Er ist ein Choleriker, hat zwar schon nachgelassen seit der nicht mehr trinkt, aber das ist einfach in ihm drin.
Die Sache mit dem Alkohol ist auch sowas. Er sagt, er kann das. Er schafft es mit Alkohol zu arbeiten und anderen beim trinken zuzuschauen. Ob er das auch wirklich durchhalten würde... keine Ahnung.
Er denkt aber z.B. auch gar nicht dran, dass es auch andere Getränke als Kaffee geben muss, dass man auch was zu essen anbieten sollte und dass es Kaffeespezialitäten gibt die mit Alkohol gemacht werden. Er kennt Kaffee, Cappucino und Milchkaffee. Seit neuestem hat er den Espresso für sich entdeckt.
Er will auch keinen Bussinesplan schreiben. Er wusste nicht mal, dass es sowas gibt und das das bei Banken ein Kriterium für einen Kredit sein kann.
Er will das ganz alleine aufziehen, er bildet sich ein er hätte genug Lebenserfahrung und Wissen um das zu schaffen.

Das ist alles so kompliziert... :-(

Beitrag von echtjetzt 29.04.10 - 19:04 Uhr

Also um gegen Starbucks anzustinken braucht er wirklich gute Ideen.. Da is nix mit "ach, das wird schon".

Sorry ist kein Tipp und hilft dir nicht weiter, aber mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 19:11 Uhr

Hallo,

ja, das war ein sehr doofer Vergleich, das ist mir schon klar. Ich wollte damit einfach sagen, dass die heutigen erfolgreichen Cafes einfach modern sein müssen.
Man muss ein gutes Konzept haben und wissen wie es bei der Konkurrenz läuft. Er will einfach eine alte Kneipe renovieren, Stühle und Tische rein, Klos putzen - fertig.
So läuft das nicht und das kapiert er nicht.
Ich werd noch mal versuchen ihn zu überreden dass er sich Hilfe holt und vllt wenigstens einen Kurs für Existenzgründer besucht.

Beitrag von echtjetzt 29.04.10 - 19:24 Uhr

Ach so, also ist nicht wirklich ein Starbucks um die Ecke? Ich hatte das wörtlich genommen. #freu

Ja, mach ihm das klar, sonst macht er womöglich echt einen riesen Fehler. #klee

Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 19:27 Uhr

Nein nein, kein Starbucks um die Ecke. In der Stadt in der das Cafe eröffnet werden soll gibt es glaube ich nicht mal einen Starbucks.
Das war so gemeint, dass es etliche andere gute Cafes gibt, da kann das von meinem Papa, wenn er es wirklich genau so nach seinen Vorstellungen macht, nicht mithalten.
Er kennt Starbucks und Co ja nicht mal. Er weiß nicht was man alles mit Kaffee machen kann usw

Beitrag von 444444444444444 29.04.10 - 19:42 Uhr

Hallo
Versuche doch mit ihm ein Kompromiss zu machen.
Das Haus wird abgezahlt so das nicht die Gefahr besteht es verkaufen zu müssen und dann darf er von mir aus sein Cafe aufmachen.

Hin oder Her mit er macht alles kaputt aber man lebt schliesslich nur einmal im Leben.

Du hast gesagt das du eine Arbeit suchst und ihm helfen könntest weil du dich damit Erfahrung hast. Mein Mann fährt jeden Tag 100 KM zu seiner Arbeit (bissel über eine Stunde) manchmal gehts halt nicht anders.

Beitrag von engelchen1989 29.04.10 - 20:30 Uhr

Das würde ich wirklich sehr gerne tun! Mein Mann hat bis letztes Jahr auch jeden Tag über 100km zur Arbeit gehabt. Ich kann aber wenn der Kleine im Kiga ist nicht den ganzen tag weg sein. Ich muss halbtags arbeiten und das funktioniert nicht wenn ich ewig unterwegs bin. Ich habe weder Auto noch Führerschein.
Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn er sich wenigstens von mir sagen lässt was wichtig ist, wie es heutzutage läuft usw. Aber für ihn bin ich die unwissende Tochter. Ich bin sein Kind, das heißt für ihn er git MIR die Anweisungen und ich habe die so zu nehmen. Wenn ich ihm einen Tipp gebe oder ihm meine Unterstützung anbiete nimmt er das nicht an und behauptet ich binnoch zu jung um Ahnung davon zu haben...

Beitrag von .elfe 29.04.10 - 19:56 Uhr

Ganz ehrlich?
Dein Vater ist alt genug, um selber zu entscheiden.
Das solltest Du akzeptieren.
LG

Beitrag von reethi 29.04.10 - 22:03 Uhr

Hallo!

Ich fürchte dass Du da wenig ausrichten kannst, wenn er sich schon so damit eingefahren hat...

Versuch es vielleicht noch einmal mit Argumenten evtl. wirklich mit einem unabhängigen Berater.
Wie stellt er sich dass den vor, wenn er eh schon gesundheitliche Probleme hat? Die werden durch ein Café mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, und viel körperlicher Arbeit nicht besser.
Und wie stellt er sich es vor mit der Krankenversicherung? Ich bin selbstständig und bekomme kein Krankengeld und außerdem kann ich mir krank sein nicht leisten, weil ich dann zumachen müsste. Nichts mehr mit in Kur fahren.

Ich kann Deine Sorgen gut verstehen. Evtl würde ich ihm die Pistole auf die Brust setzen mit Deiner Mutter zusammen. Sein Vorhaben geht nur wenn die Familie mitmacht. Und wenn Ihr Euch alle weigert-vielleicht wird er dann wach?

Alles Gute!
Neddie


Beitrag von apfeltasche 30.04.10 - 09:41 Uhr

Sieht so aus das dein Vater eine neue beschäftigung braucht. Warum sucht er sich kein neue Hobby nach dem Arbeit und dort die Zeit investiert.
Vieleicht solltet ihr ih diese richtung lenken.

Und selbstständigkeit ist ein harte Nuss im heutigen Zeit. Das Geld was er gewonnen hat ,hat er schon teilweise ausgegeben. dammit hat er keine ersparnise mehr.Es reicht nicht das er nur eine Miete zahlen kann. Durch Gastronomie kommt jede menge noch dazu.
Wie; Getränke lieferant,GEZ,Gema,Versicherungen Geschäft,Steuerberster,Miete,eigener Krankenversicherung,Tägliche einkauf,und nicht vergessen denn grossen Bruder Finanzamt!Und eigener Rentenversicherung,bei selbstständigen ist das ziemlich hoch und wenn er ganichs einzahlt bekommt er auch nicht, größte fehler die man machen kann.
Und noch dazu kommt das er die schulden was jetzt er hat die auch zurückzahlen muss, plus Privat kosten.
Die monatlichen umkosten werden ihn auffressen ganz schnell,leider.
Dein Vater muss noch ausrechnen was die Monatlichen ausgaben er hat und wieviel muss er einnehmen im Monat und was wird übrig bleiben,am Ende Monats wird nicht übrig bleiben und er muss drauf zahlen.
Wie kann man nur sein sicheres Job wegschmeißen und blinden weg gehn. Kann ich nicht verstehen.

Beitrag von fritzeline 30.04.10 - 10:12 Uhr

Hi,
versuch mal Termine mit Beratern zu machen. Kannst mal bei der IHK nachfragen. ABER - die sind teilweise so drauf, dass sie den Leuten Mut machen, mir hat mal einer auf meine Frage , wie er denn ein positives Gutachten für ein völlig blöde Geschäftsidee erstellen konnte, gesagt "wir wollen ja niemandem Steine in den Weg legen" #klatsch (ist natürlich jetzt nur ein Einzelfall)

Ich denke, bei Gastronomie wird ihm so ziemlich jeder seriöse Berater sagen, dass er das mit seinen Vorstellungen vergessen kann. Auf dich (oder deine Mutter etc.) wird er bestimmt nicht hören. Aber was ein "Profi" dazu sagt wird ihn mit Sicherheit schon einigermaßen beeindrucken.

Viel Glück :-)

PS: Hört sich echt nach einem vorprogrammierten Reinfall an, btw.

Beitrag von engelchen1989 30.04.10 - 12:13 Uhr

Danke für eure vielen Antworten. Das bestötigt nur noch ein Mal mein Denken über seinen Plan.
Per Telefon erreiche ich leider nichts, er unterbricht mich, hört mir nicht zu. Nächstes Wochenende sehen wir uns und dann versuche ich mal mit ihm zu sprechen.
Die Rate die er für sein Haus abbezahlt liegt ja schon bei 800 Euro und gerade in den ersten Monaten muss man damit rechnen nicht genug einzunehmen. Man muss sich ja auch erst mal einen Kundenstamm aufbauen. Ich frage mich ernsthaft wie er das schaffen will.
Er sagt wenn seine Kumpels das können, kann er das schon lange. Ein Freund von ihm hat einen Headshop aufgemacht, ein anderer einen Handyladen (da wird meines Wissens nach aber nur Geld gewaschen...).
Ein Headshop ist aber schon noch was anderes als ein Café. In der Stadt in der das aufmachen möchte gibt es sicher 25 Cafés, noch viel mehr Bäcker mit Tischen und Restaurants die Kaffee und Kuchen anbieten.
Einen Headshop gibt es nur 1x und der nächste ist erst 30km weiter.

Dazu kommt noch, dass er ja auch irgendwie die Buchhaltung machen muss. Davon hat er gar keine Ahnung. Da müsste er sich jemanden für einstellen, sei es nur für 3 Stunden am Tag...

Ich werd versuchen ihn zu überreden zu einem Berater zu gehen der ihm evtl auch bei einem Business Plan hilft. Er hat ja nicht mal eine Ahnung davon was er da rein schreiben soll. Das kannte er nicht mal bevor ich ihn drauf angesprochen hab.