BAB - ALGII?

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Beitrag von edelsteinchen08 29.04.10 - 19:15 Uhr

Hallo!

Meine, bzw. unsere Situation zu beschreiben ist nicht ganz so einfach. Aber ich versuche es so einfach, wie möglich zu schildern.

Also, ich wohne mit meinem Partner seit nicht ganz 2 Jahren zusammen. 2008 hat er eine Ausbildung als techn. Zeichner begonnen. (seine 1. Ausbildung) Da sein Lehrlingsgeld sehr bescheiden ist, haben wir, bzw er BAB beantrag. Dies wurde auch bewilligt. Was immer weniger wurde. Bis diese Jahr, nach dem Verlängerungsantrag das schreiben kam, das er gar nichts mehr bekommt, weil seine Eltern zu viel verdienen. Er ist 25. Bekomm diesen Monat noch 1 mal Kindergeld, da ihm das nachgezahlt wird - weil er Ziwi gemacht hat 10 Monate.

So das zu Ihm. NUn zu mir. Ich, gehe morgen den letzten Tag arbeiten :-(, weil mein Vertrag zum 30.04.2010 aufläuft. War dann 9 Monate als Buchhalterin beschäftig - und kein ganzes Jahr - und falle somit promt wieder ins ALG II rein.

Jetzt wird es noch etwas komplizierter. AM 15.05. gehe ich in den, wenn man das als ALG II-Empfänger überhaupt dann noch sagen kann, Mutterschutz. Mutterschaftsgeld steht mir ja schonmal nicht zu , da ich ja nicht bis zum 15.05. arbeiten gehe.

Jetzt, warum ich eigentlich schreiben.

Wir haben mit seinen Eltern - kein gutes Verhältnis - im haben keinen wirklichen Kontakt.

Mein Partner hat im Februar dann nach dem BAB-Ablehnungsbescheid einen Anrtrag auf Austockung durch ALG II beantragt. Heute kam die Ablehnung. Da auch Sie ja den berechnungsbogen von den Eltern haben wollten. Und logisch, warum jemandem Geld zahlen - wenn die Eltern mehr als genug verdienen. NUr versteht keiner. Das Wir von denen nichts bekommen.

Wie kann ich mich weiter verhalten. Erstmal in Widerspruch gehen und auf dringlichkeit in einem Sonderfall pledieren?

Ich weiß das unserer jetztige Situation nicht wirklich toll ist. Ich bin immer die, die sagt dsa das alles schon wird. ICh hab es ja nun auch gelernt "mit Geld umzugehen", durch meine Ausbildung. Aber so langsam bin ich mit meinem latein am Ende. Ich weiß nicht wie ich das alles schaffen soll.

Mein ALG II Antrag habe ich im März beantrag, wobei ich jetzt noch auf einen bescheid warten. :-( und ich ja eigentlich schon zum 01.05. das erste Geld bekommen müsste.

Ich will meinen Partner aber auch so weit es geht entlasten, da nun mal eine Ausbildung das A und O ist. Er hat ja auch "nur" noch ein Jahr. er hat seine Zwischnprüfung bestens bestanden, worauf ich so stolz bin und trotz allem - mir müssen doch von irgendwas leben:-(

Wer meint mich steinigen zu müssen, kann es gern tun. :-(

ICh wollt einfach nur wissen was ich noch machen kann


Liebe Grüße

edelsteinchen



Beitrag von altehippe 29.04.10 - 19:29 Uhr

hey nen schönen abend dir :-)
sag mal, habt ihr denn schon mit eurem sachbearbeiter/in das thema "schwiegereltern" besprochen?
kann mir vorstellen, wenn ihr das genau erklärt, dass kein kontakt besteht wird verständnis da sein. menschen die beim amt arbeiten sind ja in erste linie eines:menschen ;-)
allerdings kenn ich die rechtliche seite nicht wegen deinem freund und der unterhaltspflicht der eltern.
ich steh grad aber ein wenig auf dem schlauch, denn warum brauchst du zum 1 mai alg2? meinst du 1 juni?

Beitrag von edelsteinchen08 29.04.10 - 19:39 Uhr

man hatte uns gesagt, da wir uns ja einen termin geben lassen haben für den antrag - und das dort alles schon geschildert. und da meinte man zu uns - da müssen eben die eltern verklagen. Aber wer kann das denns chon - ich denke das macht nur noch mehr schaden, als das es hilft. Neine, da ich meinen L9ohn für den April schon ausgezahlt bekommen habe am 20. (mein jetztiger chef ist immer so flink mit dem gehalt zahlen) habe ich anspruch auf leistungen ab 01.05. beim ALG I wäre das erst einen monat später bzw. zum ende des Monats.

Beitrag von edelsteinchen08 29.04.10 - 19:54 Uhr

D. H. wir haben, trotz das uns der Bearbeiter keine Hoffungen gemacht hat, trotzdem einen Antrag gestellt und es versucht. Da wir auch gehofft haben, das es "menschliche" entscheidungen noch gibt:-(

Beitrag von altehippe 29.04.10 - 19:59 Uhr

ganz ehrlich? ich kann dir da nicht weiter helfen. bin nicht so im thema.
trotzdem wünsche ich euch alles gute und hilfreiche antworten. #liebdrueck

ansonsten solls bei der caritas leute geben, die sich mit sowas auskennen und auch unterstützen, glaub auch bei ämtergängen(?). einfach mal anrufen und fragen.

Beitrag von edelsteinchen08 29.04.10 - 20:01 Uhr

Danke, das wünsch ich dir auch.

Beitrag von gh1954 29.04.10 - 20:30 Uhr

>>>Aber wer kann das denns chon - ich denke das macht nur noch mehr schaden, als das es hilft.<<<



Wenn ihr ohne das Geld der Schwiegereltern klarkommt, müsst ihr sie nicht verklagen. Warum soll die Allgemeinheit einspringen, nur weil die Schwiegerletern ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, bzw euch das unangenehm ist, das einzufordern?

Beitrag von windsbraut69 30.04.10 - 13:56 Uhr

Doch, natürlich müßt Ihr den Rechtsweg beschreiten und könnt Euch nicht mit einem "wir zahlen nix" zufrieden geben!

LG

Beitrag von goldtaube 29.04.10 - 21:49 Uhr

<<Mein Partner hat im Februar dann nach dem BAB-Ablehnungsbescheid einen Anrtrag auf Austockung durch ALG II beantragt. Heute kam die Ablehnung. Da auch Sie ja den berechnungsbogen von den Eltern haben wollten. Und logisch, warum jemandem Geld zahlen - wenn die Eltern mehr als genug verdienen. NUr versteht keiner. Das Wir von denen nichts bekommen. <<

Selbst, wenn er nichts von seinen Eltern bekommt, während seiner Ausbildung, wird er kein ALG II bekommen. Wenn man in einer Ausbildung ist die dem Grunde nach förderungsfähig durch BAB ist (unabhängig davon ob man es tatsächlich bekommt oder nicht) gibt es kein ALG II.
Es reicht, dass er BAB bekommen könnte. Wird es aus Gründen wie von dir geschildert abgelehnt gibt es trotzdem kein ALG II. Die ARGE hat mit der Ablehnung recht.

Beitrag von goldtaube 30.04.10 - 14:08 Uhr

Zitat:
(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden. Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__7.html

Beitrag von aeni 29.04.10 - 23:28 Uhr

Es gibt, so leid es mir tut, keine andere Möglichkeit...entweder ihr verklagt seine Eltern auf Unterhalt...weil sie eben noch unterhaltspflichtig sind, solange er in der Ausbildung ist...oder ihr lebt von seinen Gehalt...

Ich würde euch auch nichts zahlen, wenn andere unterhaltspflichtige Personen da sind...

Ich weiß jetzt nicht, wie genau das ist...aber ich glaube mal gehört zu haben, dass seine Eltern dann aber drauf bestehen könnten, dass er wieder bei ihnen einzieht...weil sie müssten ja die Wohnung zahlen...
Und für dich sind sie ja nicht unterhaltspflichtig...aber für euer Kind widerrum schon...also solange ihr bzw dein Freund den Unterhalt für euer Kind nicht aufbringen kann...

LG

Beitrag von tinka85 30.04.10 - 21:46 Uhr

hallo,

ich kann leider zu deinem anliegen nichts sagen aber klinke mich gern ein.

ich beginne im august eine ausbildung. bin allerdings dann 24 ( werde im september 25) und bin verheiratet.

als ich vor einiger zeit die wirtschaftsschule besucht habe, bestand bafög-anspruch. wir lebten in der zeit echt am limit weil ich ja keinen alg 2-anspruch hatte.

aber wie wird es denn jetzt sein? nun bin ich verheiratet. zu meinen eltern besteht auch kein kontakt. nun muss ich bab beantragen. gibt es das für verheiratete überhaupt? dazu kommt die problematik, dass mein vater zwar super zahlen könnte aber er weigert sich auch nur einen cent für mich auszugeben. bafög musste er zahlen ( hatte einen sehr guten berater der sich super eingesetzt hat). ist bab denn auch von den eltern zu zahlen wie bafög? ich bin mir nicht sicher wann, aber mein vater soll wohl jetzt demnächst bald in rente gehen. dann wäre er ja eh durch damit. und meine mutter ? da wird nichts zu holen sein. sie ist so viel ich weiß obdachlos.

aber wenn es stimmt was geschrieben wurde, dass es für azubis kein alg2 gibt, was gibt es denn dann für ergänzende leistungen falls das geld nicht reichen sollte. erstrecht wenn es in meinem fall kein bab geben sollte

kann mich jemand aufklären ?

Beitrag von goldtaube 01.05.10 - 09:21 Uhr

Wenn die Ausbildung dem Grunde nach durch BAB gefördert werden kann, gibt es kein ALG II. Unabhängig davon ob man es tatsächlich bekommt oder nicht.

Zitat:
(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__7.html

Ausnahmen:
Zitat:
(6) Absatz 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,

1.
die auf Grund von § 2 Abs. 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung oder auf Grund von § 64 Abs. 1 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben oder
2.
deren Bedarf sich nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder nach § 66 Abs. 1 Satz 1 des Dritten Buches bemisst oder
3.
die eine Abendhauptschule, eine Abendrealschule oder ein Abendgymnasium besuchen, sofern sie aufgrund von § 10 Abs. 3 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__7.html

Die 1. Ausnahme wird bei dir wohl nicht zutreffen:
Zitat:
(1) Der Auszubildende wird bei einer beruflichen Ausbildung nur gefördert, wenn er

1.
außerhalb des Haushaltes der Eltern oder eines Elternteils wohnt und

...
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__64.html

Die 2. Ausnahme wohl auch nicht:
Zitat:
(1) Bei Unterbringung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wird bei einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der jeweils geltende Bedarf für Schüler nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes zugrunde gelegt.
Zitatende
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__66.html

Und die 3. Ausnahme auch nicht.

Es gibt also kein ALG II (dein Regelsatz + Anteil Miete + Anteil Heizkosten) für dich.
Wohl aber dein Mann würde seinen Anteil ALG II bekommen und euer Kind bzw. eure Kinder (sofern ihr welche habt), sofern ALG II Anspruch besteht.

Du musst deinen Anteil selber verdienen.

Für dich kommt Wohngeld in Frage, sofern du Anspruch drauf hast.