Die "Neue" überschreitet ihre Kompetenzen

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von siouxsqaw 29.04.10 - 20:01 Uhr

Hallo zusammen.

Ich arbeite in einem medizinischen Labor in der Mikrobiologie.
In 2 Wochen gehe ich in Urlaub und im Anschluss in den Mutterschutz.

Mein "Ersatz" hat am 1.4. angefangen, ist gelernte MTA, frisch von der Schule.
Was ja eigentlich gut ist, kann man sie doch formen und einarbeiten ohne dass sie sich groß umstellen muss.

Jetzt ist da aber ein Problem, das ich nicht so gut anzugehen weiß.

Sie kann alles, weiß alles, will alles und MACHT auch alles, v.a. ohne zu fragen.
Was ziemlich ungern gesehen ist, schließlich sind das Patientenproben und sie noch nicht befugt, damit selbstständig umzugehen.

Darüber hinaus ist sie sehr vorlaut, eckt mit ihrer pseudo-jovialen Art ziemlich an.

Ich habe ihr heute gesagt, dass ich nicht möchte dass sie ohne Aufsicht oder ohne Bescheid zu geben etwas macht, wo sie nicht befugt zu ist und ihr erklärt, dass es eben eine Einarbeitungszeit gibt, die wir dokumentieren und EINHALTEN müssen.

Darüber hinaus passieren ihr natürlich auch Fehler, das scheint sie aber nicht zu kratzen, außer die Kritik kommt von "oben".

Wobei die Abteilungsleitung sich aus Einarbeitung etc. heraushält, was ehrlich gesagt auch gut ist.

Wir möchten sie nicht in die Pfanne hauen aber ihr klarmachen dass sie sich halt an die Vorschriften halten muss und vielleicht ihre Meinung ein wenig mehr für sich behalten sollte.

Es geht mir darum dass ich nicht so genau weiß wie sie das aufnimmt und bräuchte ein paar Tipps wie ich das nett verpacke.

Ich bin eher geradeaus und direkt, deshalb wäre ich für den ein oder anderen einschlägigen Satz dankbar, der nicht so die Holzhammermethode darstellt ;-)

Danke,
SQ

Beitrag von altehippe 29.04.10 - 20:24 Uhr

hey du hast in zwei wochen urlaub#huepf

Beitrag von siouxsqaw 29.04.10 - 21:08 Uhr

#ole#ole#ole

Beitrag von galeia 29.04.10 - 20:42 Uhr

So wie du die Dame beschreibst, braucht sie deutliche Worte.

Ich selbst bin auch manchmal zu direkt, wenig diplomatisch. Wenn jemand mir diplomatisch etwas erklärt, ist es meist so, dass ich dieses "durch die BLume" nicht wirklich verstehe. Ich bin immer dankbar, wenn jemand deutliche Worte findet.

Offenbar ist sie schon darauf hingewiesen worden und schnallt es nicht. Also, sags ihr so, wie du es hier geschrieben hast.

LG H. #klee

Beitrag von siouxsqaw 29.04.10 - 21:12 Uhr

Hi.

Naja, ich will sie ja nicht verschrecken ;-)
Vielleicht drucke ich mir das aus und lese es ihr vor. . .

SQ

Beitrag von kati543 29.04.10 - 22:59 Uhr

Rede mit ihr und rede vorher mit deinen anderen Kollegen, so dass du auch in deren Namen redest.
Holzhammermethode ist die einzigste Methode, die hilft.

Beitrag von marion2 30.04.10 - 10:05 Uhr

Hallo,

sie arbeitet selbständig und eigeninitiativ?

Oh #schock wie schrecklich.

Sie ist jung, motiviert und hat noch keine Berufserfahrung.

Nimm ihr nicht die Motivation!

Der Rest kommt.

Gruß Marion

Beitrag von sassi31 30.04.10 - 13:25 Uhr

Nimms mir nicht übel, aber mich stört das "formen" in deinem Thread. Dadurch klingt der Rest irgendwie so, als müsse sie nach deiner Pfeife tanzen und als wäre selbständiges Arbeiten bei euch garnicht gefragt.

Sag ihr klipp und klar, was sie machen darf und was nicht und ob sie vorher fragen muss oder selbständig ran darf. Weise sie auf ihre Fehler hin und in dem Zusammenhang ggf. auch auf die Anweisungen, die sie befolgen muss. Und dann lass sie die Sachen machen, wie sie möchte. So lange das Endergebnis stimmt, ist doch alles ok.

Gruß
Sassi

Beitrag von woodgo 30.04.10 - 15:31 Uhr

Hallo,

ich finde, Du kommst vielleicht nicht damit zurecht, daß jemand Deinen Platz einnehmen soll, oder? So klingt es und Dein Text klingt überheblich, denn wenn jemand selbstständig arbeitet, ist das völlig in Ordung. Fehler sind dazu da, um aus Ihnen zu lernen. Ich finde, Du reagierst über.

LG

Beitrag von siouxsqaw 30.04.10 - 17:41 Uhr

Hallo allemal!

Dass sie selbsttändig arbeitet ist sehr gut und sogar wünschenswert.
Aber nicht mit Patientenproben, deren Untersuchung ihren bisherigen Aufgabenbereich nicht betreffen.

Wenn da was schiefläuft, müssen wir sehen wie wir an neue Proben kommen und je nachdem ist das nicht so einfach.

(Sie ist nur mein "Ersatz" in Anführungszeichen weil der eigentlich jemand ist, der schon länger dabei ist und sie quasi nachrückt.
Sie übernimmt aber nicht meine Aufgaben weil sie dafür einfach noch nicht die Erfahrung hat.)

Und das "formen" meinte ich so, dass sie halt noch nicht in einem anderen Betrieb, also ANDERS gearbeitet hat und nicht umdenken muss, so schneller lernen kann.

Und es ist nicht meine alleinige Meinung, das ganze Team ist der Ansicht.
Nur könne wir ja nicht mit 10 Mann auf sie drauf, deshalb sollte ich das machen.

Klar soweit?

Heute habe ich ganz ruhig mit ihr geredet, ihr erklärt dass sie gerne in andere Bereiche als den, wo sie gerade eingearbeitet wird reinschauen darf, aber nicht ohne zu fragen.

Dass die Arbeit beim zugucken leichter aussieht als sie tatsächlich beim selber machen ist, hat sie diese Woche schon gut alleine gelernt.

Danke für eure Antworten,
Gruß, SQ