Gibt es hier Mamis, die komplett abpumpen???

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tuttifruttihh 29.04.10 - 20:08 Uhr

Hallo,

ich hatte vor ein paar Tagen schonmal geschrieben, dass es mit dem Stillen nicht so richtig klappen will. Ich möchte meiner Maus aber die wertvolle Muttermilch nicht vorenthalten und pumpe daher ab. Ich lege sie auch immer wieder an aber so richtig klappen tut es nicht, wir geben aber nicht auf und probieren es weiter. Bis es klappt werde ich viel pumpen müssen.

Sollte es nicht klappen mit dem Stillen, wäre es dann eine Möglichkeit komplett abzupumpen? Meint ihr, das wäre machbar? Im moment sind wir fast nur zuhause, da ist das kein Problem. Aber irgendwann sind wir bestimmt auch wieder länger aus dem Haus.

Gibt es jemanden, der komplett abpumpt und wenn ja, wie organisiert ihr Euch? Wie oft pumpt ihr, wie bewahrt ihr die Milch auf und habt ihr einen Milchvorrat angelegt? Wie macht ihr das unterwegs?

Ich hoffe, dass es mit dem Stillen doch noch klappt, aber es würde den Druck reduzieren, wenn ich wüsste, dass auch längerfristiges Abpumpen kein Problem wäre.

Vielleicht hat ja jemand Tipps für mich...

Lg Saskia mit Fiona (8 Tage)
http://buettnersbauchzwerg.soo-gross.de/home.html

Beitrag von haruka80 29.04.10 - 20:14 Uhr

Hallo!

Ich wünsch dir sehr, das es mit dem Stillen noch klappt, warst du mal bei ner Stillberaterin? Die sind super.

Ich habe komplett gepumpt, 3 Monate. Es war mega anstrengend.

Also: mein Sohn kam 3 Wo zu früh, Anpassungsprobleme, ITS, starke Gelbsucht, zu schwach um an der BRust zu trinken, nachher kannte er shcon die Flasche und ich bin komplett aufs Pumpen umgestiegen nach 2 Wochen.
Ich habe alle 4 Std gepumpt, auch nachts.
Dennoch hatte ich nie die erforderliche Menge an MIlch, mußte oft mal n bisschen Premilch zufüttern, später immer mehr, weil er halt immer mehr trank und ich in den Höchstzeiten 120ml rausbekam. Teilweise hab ich sogar alle 3 Std gepumpt, weil ich nach 2 monaten immer Probleme mit Milchstau hatte.
Wenn wir unterwegs waren, mußte ich die Pumpe entweder mitnehmen oder zusehen, das ich nach 3-4 Std wieder daheim war. Ich hab nen Flaschenwärmer mitgenommen wenn wir bei meinen Eltern z.B. waren oder bei FReunden um die Milch aufzuwärmen. Nen Vorrat anlegen ging nicht, dafür hatte ich einfach zu wenig Milch (linke Brust nur max 20ml)

Ich kann dir daher sagen, das es für mich eigentlich viel Stress war, ich wollte aber, das er MuMi bekommt, hatte nachher dann andauernd nen Milchstau, nen Pilz auf der Brust, nur noch Schmerzen und habe abgestillt:-(

L.G.

Haruka

Beitrag von colejoe 29.04.10 - 20:53 Uhr

Hallo Saskia,
wir pumpstillen seit 6,5 Monaten und noch kein Ende in Sicht. Ich habe einen 3 Jahre alten Sohn und der Kleine ist, wie gesagt 6,5 Monate. Hier, in USA, ist das Pumpstillen so normal wie Stillen oder Flaeschchen geben, da viele Frauen schnell nach der Geburt wieder in den Beruf zurueckgehen und dann eben abpumpen. Stillen ist eine Kopfsache und jeder, der mal ueber laengere Zeit gepumpt hat wird dir bestaetigen, dass Pumpen noch mehr Kopfsache ist. Wenn du dich darauf einlassen willst, wird es problemlos klappen. Wichtig ist, dass du in den ersten 3 Monaten regelmaessig pumpst, also etwa alle 3-4 Stunden. Danach kann man auch mal etwas flexibler sein. Es wird Tage geben, an denen du sehr leicht und schnell viel Milch pumpen kannst und es wird Tage geben, an denen die milch nicht so gut fliesst, das haengt hauptsaechlich von deinem Wohlbefinden und deinem Hormonspiegel ab. In der Regel trinken Babys zw 25 und 30 oz am Tag (also zw. 750 und 1000ml, grob gesagt), es gibt aber auch Babys die mehr oder weniger trinken. Mein Sohn ist ein Vieltrinker und trinkt um die 40 oz am Tag, das ist in etwa die Menge, die ich pumpe. Ich habe mir bislang keinen grossen Vorrat anlegen koennen, aber das war mir auch nicht wichtig. Die abgepumpte Milch kannst du bei Zimmertemperatur bis zu 10 Stunden stehenlassen und verfuettern, je nach Wetter. Im Kuehlschrank ist sie bis zu einer Woche haltbar im Eisfach bis zu 6 Monaten. Schaff dir eine Doppelpumpe an, am besten aus der Apo und pumpe mindestens 10 Minuten oder 2-3 Minuten nachdem der letzte Tropfen Milch geflossen ist. Entspann Dich, denke an Dein Baby, der Rest kommt von ganz alleine und das Pumpen wird dir irgendwann in Fleisch und Blut uebergehen. Ich persoenlich pumpstille auf ganz unkonventionelle Art. Ich pumpe 2-3 mal am Tag mit meiner PISA und ansonsten streiche ich mit der Hand aus. Das hat fuer mich mehrere Vorteile: bei zwei Kindern habe ich tagsueber keine Zeit mich hinzusetzen und zu pumpen. Das Ausstreichen mit der Hand geht schnell und ist ergiebig (ca. 100-180ml alle 2-3 Stunden) (erfordert aber auch ein wenig Uebung), ich muss danach nichts spuelen und kann es auch mal schnell im Auto oder auf einer Toilette machen. Wir sind oft bis zu 8 Stunden unterwegs, da waere es nur laestig mit einer Pumpe hantieren zu muessen. Es gibt Frauen, die pumpen fuer viel Milch nur 4mal am Tag. Ich neige leider zu Milchstau und muss daher alle 2-3 Stunden pumpen.
War das jetzt too much information? Wenn du noch fragen hast, kannst du dich gerne melden.
Aber, deine Maus ist noch sehr klein, mit einer guten Stillberaterin kriegst du sie sehr sicher zurueck an die Brust (Fingerfeeding, Brusternaehrungsset etc.).
Viel Erfolg,
colejoe

Beitrag von waffelchen 29.04.10 - 21:23 Uhr

Wow!
Respekt, ehrlich, das klingt unglaublich anstrengend

Beitrag von 4kinder 29.04.10 - 21:12 Uhr

Hab 10 Monate abgepumpt.

LG

Beitrag von jeannylie 30.04.10 - 10:23 Uhr

Hi,
ich kann Dir nur den Rat geben, es einmal mit einer Stillberaterin zu versuchen (googel mal "LaLecheLiga").
Ich habe meinen Sohn damals auch gestillt, aber irendwie hat es auch nicht geklappt. Er trank nicht richtig, ich hatte die Brustwarzen blutig und fing dann auch an zu pumpen, was erstmal eine Entlastung war. Ich glaube aber wenn man pumpt, dann muss man das auch sehr regelmäßig betreiben, was letztenendes den doppelten Aufwand erfordert. Nämlich pumpen und füttern.
Bei mir zumindest wurde die Milch dann weniger und ich bin nach ca. 4 Wochen auf die Flasche umgestiegen. Hat auch geklappt, und keine Frage das Kind ist groß geworden.
In dieser SS habe ich mir natürlich wieder Gedanken gemacht, wie das mit dem stillen so klappen wird. Da ich Zwillinge bekomme, habe ich mir Bücher bestellt (Zwillinge stillen bedarf ja noch ein bisschen mehr Aufklärung) und habe beim lesen festgestellt, dass ich bestimmt damals einfach auch sehr viele Fehler gemacht habe.
Das hätte besser klappen können. Ich werde auf jeden Fall auch Kontakt zu einer Stillberaterin oder Gruppe suchen, einfach weil es auf jedem Gebiet Profis gibt.
Wenn ich ein rechtliches Problem habe gehe ich ja auch zum Anwalt (ich hoffe Du weißt was ich meine :-) )

LG
Jeannylie

Beitrag von zaubergehilfin 30.04.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

hab vor 6 Jahren für meine Zwillinge 16 Wochen abgepumpt und beide damit satt beommen.

Eine Pumpe hatte ich aus der Apo. Medela Syphony oder so ähnlich. Die ist wirklich gut. Mein FA verschrieb sie mir damals.

Die Milch stand im Kühlschrank. Manchmal wurde sogar was eingefroren.

Unsere Zwillinge bekamen immer die Milch vom Abpumpen davor. Hab, glaub ich, alle 3 Stunden abgepumpt.

Wenn wir z. B. zu meinen Eltern gefahren sind, hab ich die Pumpe mitgeschleppt.

Ich hab jetzt eine 11 Wochen alte Tochter, die ich stille und manchmal Probleme mit dem Sattwerden habe, was ich vom Abpumpen her nicht kenne. Auch war sie mal erkältet und hat weniger getrunken. Natürlich wurde die Milch dann auch weniger. Kann beim Abpumpen nicht passieren.

LG

Beitrag von nashivadespina 30.04.10 - 15:03 Uhr

Wieso klappt es denn nicht?

Blutige Brustwarzen o.ä.? Ist normalerweise kein Grund das normale stillen aufgeben zu müssen.

eine stillberaterin kann dir helfen:

www.lalecheliga.de

abpumpen ist vieeeel anstrengender als das stillen selbst. du gehts auch das risiko ein, dass dein baby zu wenig abbekommt...denn durchs alleinige saugen nach bedarf an deiner brust ist die milchproduktion genau deinem baby angepasst.