Was erwartet sie? Chemo + Strahlentherapie

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Beitrag von juliane1978 29.04.10 - 21:52 Uhr

Hallo,
bei meiner Schwiegermutter wurde Lungenkrebs festgestellt. Nicht operabel, da zu viele große Gefäße rundrum sind. Jetzt soll sie 7 Wochen lang Chemotherapie und Bestrahlungen bekommen. Ambulant. Was erwartet sie jetzt? Wie oft muß sie da irgendwo hin? Wie geht es ihr dabei?
Sie wohnt 30 km von uns entfernt alleine ohne Führerschein. Mein Mann das einzige Kind. Was kommt da jetzt auch auf uns zu? Wie oft müssen wir da fahren? Soll mein Mann die Zeit über zu ihr ziehen? Ist es besser sie kommt in der Zeit zu uns?
Danke schonmal im voraus für Euere Antworten.
LG,
Juliane

P.S. Betreffend das bei uns Einziehen: Sie würde das wahrscheinlich von sich aus sicher schon nicht wollen. Ausserdem würde es wahrscheinlich nicht gut enden. Z.B. würde ich ihr als erstes das Rauchen im Haus verbieten. Bei uns wird im Haus nicht geraucht, selbst mein Mann geht raus. Ich bin Nichtraucher und wir haben 2 kleine Kinder. Von meinem Mann hätte ich da sicher keine Unterstützung. Der würde nur sagen: Laß sie doch. Ist doch nicht lange. Sie ist doch schwerkrank. In ihrem Zimmer kann sie ja. usw. Aber lieber würde ich mit den Kindern ausziehen, als in einem verrauchten Haus zu wohnen. Oder bin ich da vielleicht zu egoistisch?

Beitrag von arkti 29.04.10 - 22:22 Uhr

Chemo und Bestrahlung sind kein Zuckerschlecken.
Wie es einem dabei geht kann niemand voraussagen, hängt ja auch von der Zusammensetzung der Chemo ab usw.

Fahren müsst ihr theoretisch gar nicht denn man kann einen Taxischein beantragen.

Beitrag von juliane1978 30.04.10 - 14:16 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort.
An Transportscheine für Taxi oder auch Krankenwagen hab ich auch schon gedacht, aber das darf ich gar nicht vorschlagen... Lieber fahren wir täglich 150 km.
Nun gut, lassen wir uns überraschen.
LG;
Juliane

Beitrag von bea20 29.04.10 - 22:43 Uhr

HUHU,

als erstes wird sie, denke ich mal, bestrahlt werden, um den Tumor zu verkleinern und dann die Chemo...
Jeder Mensch verträgt das anders, Neben wirkungen sind natürlich viele. Normalerweise ist die Bestrahlung täglich, wir fahren auch oft Patineten zum bestrahlen und das tgl. Bei der Chemo siehts wieder anders aus, die kann einmal i.d. Woche sein, oder tgl. Meistens ist das in ner Klinik, oder in ner Strahlen PX.
Wegen dem fahren, dass müßt ihr nicht machen. Sie soll sofort bei der KK anrufen und sich das genehmigen lassen. Dann braucht sie einen Transportschein, bei jeder Fahrt, den bekommt ihr in der Praxis, bzw. im KH. Der Sammeltransportschein wird nicht mehr anerkannt, schaut das ihr den nicht bekommt, sonst kanns passieren, ihr bekommt ne Privatrechnung...

BEI weiteren Fragen kannst du mich gerne anschreiben.

lg bea

PS: du bist doch auch im Rettungsdienst oder??

Beitrag von juliane1978 30.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort.
An Transportscheine hab ich auch schon gedacht, aber ich glaube nicht das sie bzw. auch mein Mann das will. Ich denke da zieh ich mir höchstens einen Schiefer ein, wenn ich das erwähne. Ausserdem denke ich ist das größere Problem, daß sie alleine zu Hause ist.
Ja, ich bin auch im Rettungsdienst, aber fahren tu ich nur ehrenamtlich. Vor den Kindern war ich am anderen Ende des Funkgerätes ;-) und jetzt bin ich in der Geschäftsstelle der ILS (Blöde Umstruckturierung zur ILS, mußte leider aufhören, da ich nicht weiß wie ich die Lehrgänge machen soll) . Und ich muß gestehn, ich hab zwar schon oft Krebspatienten gefahren, aber wirklich beschäftigt hab ich mich damit noch nie.
Naja, lassen wir es mal auf uns zukommen.
LG,
Juliane