Wie lange kann man sich krankschreiben lassen wegen Mobbing?

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Beitrag von mama-von-jonas 29.04.10 - 22:42 Uhr

Hallo,

ich habe im Büro eine unerträgliche Situation. Mobbing... Wer weiß von Euch, wie lange man sich krankschreiben lassen kann, bis man gekündigt werden kann? Kann man, während man krankgeschrieben ist, überhaupt gekündigt werden? Wie lange bekommt man trotz Krankschreibung das normale Gehalt weiter? Ab wann bekommt man weniger Gehalt und wieviel Prozent beträgt dieses dann?

Ich werde gemobbt und halte es nicht mehr aus. Habe mich jetzt dazu entschlossen, so schnell wie möglich zu kündigen, aber das geht natürlich nicht ohne eine neue Anstellung.

Auf jeden Fall gehe ich kaputt, wenn ich da weiterhin hingehen muss, bis ich eine Neuanstellung habe.

Habe bereits mehrere Bewerbungen verschickt.

Möchte am liebsten morgen schon in einer neuen Firma sitzen und arbeiten, aber ich weiß natürlich nicht, wie lange ich brauche, bis ich einen Vertrag bekomme.

DANKE!
Schöne Grüße
Lena

Beitrag von cora1969 29.04.10 - 22:53 Uhr

Hallo Lena,
volles Gehalt bei Krankheit gibt es 6 Wochen vom AG, wenn es die gleiche Krankheit ist, Krankengeld danach von der KK wird von der KK errechnet anhand deiner letzten Lohnabrechnung bzw. dein AG muss ein Formular ausfüllen, wieviel weiß ich nicht genau so ca. 80 %. Krankheit ist kein Kündigungsgrund, aber es kommt auch immer auf die Firmengröße an, in kleinen Firmen wenn der aUSFALL NICHT TRAGBAR IST; KANN WOHL AUCH BEI kRANKHEIT GEKÜNDIGT WERDEN1

Gute Nacht und viel Erfolg beim bewerben!!

aus Arbeitsverhätltnis raus sind die Chancen wohl besser als wenn du arbeitslos bis !

Cora

Beitrag von kathy1980 29.04.10 - 22:54 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur sagen, das du 6 Wochen lang deinen normalen Lohn bekommst, danach nur noch 67% Krankengeld.
Alle anderen Fragen beantwortet dir hoffentlich noch jemand.

Viel Glück bei der Jobsuche, ich drück dir die Daumen!

LG Kathy

Beitrag von jeannylie 30.04.10 - 16:30 Uhr

Sind Krankengeld nicht 80 % ?
Ich dachte 67 % sind Arbeitslosengeld wenn man ein Kind hat (sonst 60 %).. ?? #kratz

Beitrag von kati543 29.04.10 - 22:56 Uhr

Kann man, während man krankgeschrieben ist, überhaupt gekündigt werden?
Ja, nur eben nicht wegen der Krankheit.

Wie lange bekommt man trotz Krankschreibung das normale Gehalt weiter?
6 Wochen

Ab wann bekommt man weniger Gehalt und wieviel Prozent beträgt dieses dann?
Nach 6 Wochen gibt es 67%


Mobbing ist ein Problem, was dein Chef lösen muß. Wenn er dich behalten will, solltest du ihm dein Problem vortragen. Nach spätestens 1 Jahr krankgeschrieben bist du sowieso aus der Firma raus. Falls du dann ALG1 beziehen müsstest, wäre das durch das KG weniger.

Beitrag von windsbraut69 30.04.10 - 05:54 Uhr

Doch, unter bestimmten Voraussetzungen kann man natürlich wegen Krankheit gekündigt werden.

Gruß,

W

Beitrag von king.with.deckchair 30.04.10 - 07:54 Uhr

"Ja, nur eben nicht wegen der Krankheit."

Unsinn. Selbstverständlich gibt es auch krankheitsbedingte Kündigungen.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Krankheitsbedingt.html#tocitem1

Beitrag von oma.2009 30.04.10 - 13:06 Uhr

Hallo,

du kannst wegen ein und derselben Krankheit bis zu 78 Wochen krank geschrieben werden, danach mßt du entweder wieder arbeiten gehen oder du wirst von der Krankenkasse ausgesteuert.
Allerdings kann dich die Krankenkasse zum med. Dienst schicken bzw. kann dein Arbeitgeber dieses bei der krankenkasse beantragen. Dem kannst du dich dann natürlich nicht entziehen,

LG

Beitrag von vwpassat 29.04.10 - 23:02 Uhr

Bist Du Dir sicher, dass Du unter Mobbing leidest?

Beitrag von altehippe 29.04.10 - 23:19 Uhr

wie kommst du darauf?#schwitz

Beitrag von bezzi 30.04.10 - 09:10 Uhr

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, dass viele, vielleicht sogar der Großteil der "Mobbingopfer" selbst schuld sind. Oft wird das eigene Verhalten Kollegen und Vorgesetzten gegenüber von den anderen als unkollegial wahrgenommen.
Da wird oft krankgefeiert, die Kollegen müssen's ausbügeln. Wenn es um die Verteilung von Arbeit geht, sieht und hört man nichts, wenn es um Urlaub geht stehen sie ganz vorne dran und alle anderen haben sich danach zu richten....

Klar, dass die Kollegen/Vorgesetzten irgendwann sauer werden und auch entsprechendes kundtun. Das wiederum wird dann gerne als Mobbing bezeichnet, denn Schuld haben IMMER nur die anderen.

Das soll nicht persönlich an die TE gehen, ich kenne ihren Fall nicht. Es gibt auch "echte" Mobbingopfer.

Beitrag von vwpassat 30.04.10 - 12:33 Uhr

Burn-Out, Mobbing.....

Meiner Meinung nach alles Modeerscheinungen. Man hört davon und glaubt dann selbst dran. Tatsächlich unter echtem Mobbing leiden sicherlich nur 20-30% der selbsternannten Mobbingopfer.

Beitrag von sassi31 30.04.10 - 13:15 Uhr

Das denke ich auch oft.

Ich hatte ein Burn-Out und musste Bossing (also Mobbing durch den Chef) ertragen und habe das während der Arbeit beides garnicht wirklich wahr genommen. Richtig deuten konnte ich die ganzen Sympthome, Reaktionen, Vorfälle usw. erst nach dem Zusammenbruch und mit sehr viel Abstand zu besagtem Job und dem Chef. Unter den Nachwirkungen vom Burn-Out leide ich heute noch manchmal. Ich kann z. B. nicht ertragen, wenn es zu laut wird in meinem Umfeld. Sogar laute Musik höre ich nur noch ganz ganz selten und das habe ich früher gerne gemacht, weil ich es entspannend fand.

Ich gehe davon aus, dass die meisten der selbsternannten Mobbingopfer (um deine Worte mal aufzugreifen) sich einfach nicht mit ihren Kollegen verstehen. Aber das ist menschlich. Man mag nunmal nicht jeden und man wird nicht von allen gemocht. Und nicht jeder derbe Streß löst auch gleich ein Burn-Out aus.

Beitrag von arkti 30.04.10 - 13:26 Uhr

Da kann ich dir nur zustimmen.

Internet machts möglich, da liest man die Symptome und dann hat man die plötzlich alle #rofl

Beitrag von katze123 29.04.10 - 23:27 Uhr

Hi,

habe da auch alles hinter mir.

Hier ein Auszug aus Wikipedia:

Die Anspruchshöhe auf Krankengeld bestimmt sich nach § 47 SGB V. Das Brutto-Krankengeld wird nach dem Einkommen vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit berechnet. Es beträgt 70 Prozent des letzten vollen monatlichen Brutto–, aber höchstens 90 Prozent des letzten vollen monatlichen Nettoeinkommens. Bei der Berechnung werden auch die Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt. Regelmäßige Überstunden und Abweichungen vom vereinbarten Entgelt wirken sich positiv auf die Krankengeldhöhe aus. Regelmäßig bedeutet z. B. bei Überstunden, dass in den letzten drei abgerechneten Monaten vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit pro Monat mindestens eine Überstunde angefallen sein muss. Bei schwankendem Entgelt (z. B. Akkordlohn) wird der Durchschnitt der letzten drei Monate zugrunde gelegt.
Quelle: Wikipedia

Du musst dich auf einen langen Weg einstellen und am besten direkt einen Psychologen aufsuchen.
Er oder Sie werden dir helfen, entweder diese Situation durchzustehen bis du eine neue Arbeit hast oder aber den Weg der Krankschreibung einleiten.

Viel Erfolg Katja

Beitrag von manavgat 30.04.10 - 12:16 Uhr

Du solltest eine Anwältin befragen, inwieweit Du den Arbeitgeber haftbar machen kannst, für den erlittenen finanziellen und gesundheitlichen Schaden. Der AG ist verpflichtet, Mobbing abzustellen im Sinne der Fürsorgepflicht.

Abgeleitet davon ist es sicher kein Kündigungsgrund, da der Arbeitsplatz die Krankeheit erst ausgelöst hat. Ich würde mich an Deiner Stelle auch mit der zuständigen Berufsgnossenschaft beraten.

Zu Deiner Frage: ich meine bis zu 2 Jahre, allerdings bekommst Du - wie von anderen bereits erläutert - dann nur 80 % vom Lohn.

Gruß

Manavgat

Beitrag von manavgat 30.04.10 - 12:18 Uhr

Äh...

Blödsinn: es sind nur 67 %. Sorry!

Beitrag von nobility 30.04.10 - 17:09 Uhr

Mobing kann im besonders schweren Fall bis zu schweren Psychosomatischen Erkrankungen führen. Dafür gibt es spezielle Fachärzte.

Es gibt dafür auch Fachanwälte.

Mobing hat viele Gesichter. Am besten du gehst in eine Bücherei. Dort gibt es entsprechende Litaratur über die verschiedenen Formen des Mobings.