Scheidung, Kind, Alkohol, Unterhalt, wie gehts weiter ?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von tinemaya 30.04.10 - 10:24 Uhr

Brauche mal euren Rat. Es geht nicht um mich, sondern um eine Freundin - wirklich. Diese hat leider arge Probleme, von Depressionen bis hin zur Alkoholabhängigkeit. Letztes Jahr kam noch Brustkrebs hinzu. Dieser konnte ,Gott sei Dank, geheilt werden. Aber ihre Alkoholsucht hat die ganze Familie ruiniert, ihr Mann ist selbst 2x in psychatrische Behandlung (stationär) gewesen, weil er damit nicht klar kam. Nun hat er nach 3,5 Jahren Ehe einen Schlussstrich gezogen, ist mit dem gemeinsamen Kind (3 Jahre) zu seinen Eltern gezogen und hat die Scheidung eingereicht und auch sämtliche Konten gesperrt. Seine Eltern haben sie nie akzeptiert somit steht er nun voll unter diesem negativen Einfluss. Sie steht nun vollkommen mittellos da, kein Einkommen, Kind weg, das Haus (es stehen beide im Grundbuch) muss verkauft werden und ist völlig am Ende und lebt (erst einmal) bei ihren Eltern. Sie hat nun eine Langzeittherapie beantragt und hofft natürlich bei erfolgreichem Abschluss auf "bessere Karten" was das Kind angeht. Und überhaupt, kann er ihr das Kind vollkommen vorenthalten ? Wie ist das mit Unterhalt ? Welche Rechte hat sie ? Danke für Infos.
Gruß

Beitrag von mirabelle 30.04.10 - 11:05 Uhr

Zunächst einmal , hat sie wirklich schlechte Karten, auch bei erfolgreicher Langzeittherapie wieder das Aufenthaltbestimmungsrecht wieder zu erlangen.
Kein Richter wird ein traumatisiertes Kind was sich bis dahin hoffentlich wieder stabilisiert hat aus der vertrauten Umgebung herausreißen. Das wäre wirklich unverantwortlich.

Jedoch kann der Vater der Mutter das Kind nicht vorenthalten, sie hat Anspruch auf Umgang. Obwohl ich glaube das deine Freundin zunächst erst mal nur betreuten Umgang erhalten sollte.

Und natürlich muß deine Freundin Unterhalt zahlen, warum sollte das bei Frauen anders sein?

Deine Freundin sollte sich eine Anwältin nehmen, aber ihre Hoffnungen nicht zu hoch schrauben.

M.