Das Problem mit der Treppe - ist das wirklich zu viel verlangt?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kruemlschen 30.04.10 - 13:17 Uhr

Hallo Zusammen,

JEDES MAL wenn wir nach hause kommen habe ich ein heulendes Kind im Hausflur stehen.

Das Problem: wir (Sohn 2 Jahre & ich) wohnen in einer Wohnung im 4. OG ohne Aufzug. Sohn "verlangt" meist schon nach dem Aussteigen aus dem Auto getragen zu werden.
Täglich erkläre ich ihm, dass er 2 gesunde Füße hat und die paar Meter vom Auto bis zur Haustür (vllt. 50 Meter) sehr wohl alleine gehen kann. Wenn ich Pech habe, gibt es bereits hier Tränen. Spätestens aber wenn wir an der Haustür angelangt sind geht es los "Mama tragen" ich möchte hingegen, dass er wenigstens bis zum 1. Stock selbst geht.
Erst recht wenn wir vorher einkaufen waren. Ein 14 kg schweres Kind plus vollem Rucksack & Tüte, schlimmsten Falls noch ein 6er Pack Wasser #schwitz ich weiß nicht ob ihr Euch vorstellen könnt wo meine Lunge hängt wenn wir oben angekommen sind.

Er kann wirklich problemlos Treppensteigen, eigentlich sogar bis in den 4. Stock, hat er auch schon ein paar Mal gemacht, aber er will einfach nicht.

Ich erkläre ihm, dass ich ihn nicht so weit tragen kann, weil der Einkauf so schwer ist und wir einen "deal" machen, er geht bis in den 1. Stock (das sind insgesamt 2,5 Treppen also 18 Stufen) und dann trag ich ihn hoch (nehme ihn dann auf die Schultern, denn ich hab ja die Hände voll).

Aber nein, wir haben jedes Mal ein rieeeeeeeßen Theater bis wir oben sind, es geht nie ohne Tränen.

Von "nein mag ich nicht" über "nein kann ich nicht" bis hin zu "ich hab halsweh" ist alles dabei.

Ich hab es bisher mit geduldigem Reden, genervtem Schimpfen, anfeuern, gutem Zureden, bestechen, stehen lassen und genervt unter den Arm klemmen versucht.

Es fruchtet nichts, es ist immer ein Drama bis wir oben sind.

Was kann ich noch machen? Was mach ich falsch?

Egal ob ich einkaufen war oder nicht, ich habe eigentlich immer irgendwas zum Hochschleppen. Täglich sowieso Meine Tasche & Kigarucksack, meistens noch meinen Laptop und dann immer noch irgend einen Kleinscheiß, mal kam ein Päckchen oder Wechselklamotten aus der Krippe oder was weiß ich, eigentlich geh ich eben fast nie mit leeren Händen.
Ich bin allein erziehend, es ist also keine Option auf irgendjemanden zu warten und dann noch mal runter zu gehen um alles außer dem Kind hoch zu schleppen.
Großeinkauf mach ich meistens eh schon am WE und parke Dominic dann bei meinen Eltern, damit ich alles in Ruhe hochtragen kann.

Trotzdem, ich kann ja schlecht die nächsten 5 Jahre so weiter machen.

Liegt das an der elendigen 1. Trotzphase? Kann mir jemand einen guten Tipp geben, mir erklären was ich falsch mache und besser machen kann?

Ich krieg ja bald schon eine Treppenphobie.

#danke & gruß
Krüml

Beitrag von mel130180 30.04.10 - 13:26 Uhr

Hi Krüml,

wir wohnen in der 3. Etage. Ich kenne also die Problematik, da wir auch den ganzen Tag alleine sind. Ich habe meine Tochter von Anfang an nicht getragen, außer natürlich als sie noch ganz klein war. Sie konnte Treppen steigen/klettern, bevor sie überhaupt laufen konnte. Ich lasse mich da auch auf keine Diskussion ein, denn das macht mein Rücken nicht mit. Meine Tochter ist jetzt fast 3 und läuft die drei Etagen schon ohne sich am Geländer festzuhalten (ich bin zur Absicherung natürlich vor oder hinter ihr). Das Problem ist, dass dein Sohn ja genau weiß, dass du ihn tragen wirst, wenn er nur lange genug nörgelt.

Wie ist es denn, wenn du ihm wenigstens einen Hand anbietest zu hoch gehen? Das klappt bei uns eigentlich immer ganz gut, wenn sie müde ist. Da kann ich sie ein bißchen mit "ziehen", aber sie läuft immer noch selbst. Du musst natürlich zusehen, dass du wenigstens eine Hand frei hast.

LG
Mel

Beitrag von kruemlschen 30.04.10 - 13:35 Uhr

Hallo,

wenn ich ihm die Hand geben will dann kommt "nein, meine Hand" und wenn ich seine Hand nehme (ohne jetzt irgendwie ruppig oder so zu sein) dann kommt "mama lass los" #augen

Als er noch nicht laufen konnte, ist er auch mir Vorliebe die Treppen hochgekrabbelt und anfangs, als er dann laufen konnte und auch Treppensteigen ist er eben auch mal bis in den 4. Stock gegangen und war dann stolz wie Oskar.

Jetzt hat der werte Herr aber einfach keine Lust mehr (meine Vermutung) ich glaube ja, dass liegt eben doch an seiner allgemeinen Bockigkeit #aerger

Wenn ich ihn z.B. einfach stehen lasse und sage, dann geh ich eben alleine hoch, dann setzt er sich entweder auf die Treppe und wartet, oder aber er geht in den Keller...
Gestern z.B. hab ich ihn eben stehen lassen und bin weiter gegangen bis er mich nicht mehr sehen konnte. Ich stand wirklich 5! Minuten im Treppenhaus und hab gewartet, er saß unten und hat gewartet, dann ging die Tür auf und ein Nachbar kam rein den wir nicht so oft sehen, dann hat er scheinbar Angst bekommen und ist doch noch hoch gegangen...

Na aber ich kann ja schlecht jeden Tag ewig im Treppenhaus stehen und warten bis er kommt weil er sich vorm Nachbarn erschrickt #aerger

Gruß Krüml

Beitrag von mel130180 30.04.10 - 13:41 Uhr

Es ist nicht so als hätten wir an manchen Tagen diese Kämpfe nicht auch durch. Gibt es nicht etwas, womit du ihn locken kannst? Ich rede jetzt nicht von Fernsehen oder Süßigkeiten.
- Buch gucken
- Blumen gießen
- Hörspiel hören (fährt meine voll drauf ab)
Irgendeine Motivation um ihn die Treppe hoch zu bekommen. Irgendwann wird es dann normal. Ich würde ihn nicht tragen. Unter keinen Umständen. Meine Tochter habe ich das letzte Mal letzten Sommer die Treppe hoch getragen. Da kamen wir vom Kinderarzt und sie hatte 40° Fieber.
Wenn es gar nicht anders geht, dann MUSS er eben an der Hand gehen und wenn du ihn hochschleifen musst. Ich bin auch der Meinung, Kinder die laufen können, müssen es auch. Und sei es unter Gebrüll. Denn wie lange willst du ihn noch tragen? Meine Tochter wiegt 15 kg. Wenn ich sie jetzt noch schleppen müsste...

Beitrag von psylocke 30.04.10 - 13:39 Uhr

Hm, kenne das so nicht, selbst unsere 2-jährige kraxelt alle Treppen hoch.....
Aber eine freundin von mir hat ähnliches durchgemacht, Wohnung im 3. Stock, nörgelige 3-jährige und schwanger....Irgendwann hat Sie sich nach dem einkaufen einfach mit nem Buch auf die unterste Treppenstufe gesetzt und gewartet.Nach ner Weile wurde es langweilig und das gequengel nach hochtragen lauter. Antwort: Ich darf Dich nicht mehr tragen, Du bist zu schwer. Irgendwann ist Emma dann nach oben getrappst, nicht ohne unterwegs lauthals zu brüllen Sie müße aufs Klo und mama solle sich beeilen.....#rofl
Weiß ja nicht, ob Deiner schon *stubenrein* ist, braucht allerdings n bisl *arschruhe* um den Zwerg quengeln zu lassen ohne auf blöde Reaktionen der nachbarn zu achten...

Beitrag von rienchen77 30.04.10 - 13:33 Uhr

meine jüngste war auch so lauffraul... maulig...ihr war nie was recht...


jetzt ist nur noch maulig...müffelig bei längeren Strecken...

ich bin konsequent geblieben... habe sie nur in Notfällen getragen... ich konnte auch nicht... ging mir immer so aufs Kreuz...

Beitrag von kruemlschen 30.04.10 - 13:37 Uhr

Und wie sah Deine Konsequenz aus? Einfach stehen bleiben und warten? #gruebel

Auf längeren Wegstrecken ist er übrigens eigentlich gar nicht faul. Er geht gerne spazieren und schafft auch locker eine Strecke von 2km in etwa 20-30 Minuten.

lg

Beitrag von rienchen77 30.04.10 - 14:07 Uhr

natürlcih habe ich mein Kind nicht die Treppe hintermir hergeschliffen oder so was....aber ein bisschen nachgeholfen habe ich schon...wir haben es Spielerisch angegangen... mit Zählen... Hüpfen... Singen... usw....

Beitrag von fritzeline 30.04.10 - 13:42 Uhr

Oh je, du Arme.

Was ist denn, wenn du dich konsequent weigerst ihn überhaupt noch zu tragen?


Beitrag von crumblemonster 30.04.10 - 15:08 Uhr

Hallo,

oh wie mir das bekannt vorkommt. Meine Jungs haben ja einen Abstand von 18 Monaten, da habe ich anfangs beide hochgeschleppt und später dann meist erst den Kleinen und dann den Großen nachgeholt. Eine zeitlang hatte der Große auch die 'Macke', daß er die Treppe vor mir auf allen vieren hoch ist - war mir sehr recht. Aber es gab auch Zeiten, da hat er das 'ganze Haus zusammengebrüllt', denn ich habe ihn ab einem bestimmten Punkt unten stehen lassen. Interessanterweise kam er dann immer - keine drei Minuten später - hoch und tat, als sei nichts gewesen - freundlich und fröhlich wie immer kam er in die Wohnung spaziert.

Beim Kleine gibt es auch jetzt manchmal noch Probleme (und der ist fast 4). Aber zu 'normalen' Tageszeiten denke ich mir, müssen die Nachbarn da durch. Auch ihn lasse ich dann konsequent unten im Hausflur stehen (oder auch liegen). Aber bei ihm hilft das nicht so toll.

Ich weiß ja nicht wie Dein Sohn so ist - aber versuche es einfach in dem Du ihm sagst, entweder er geht jetzt allein oder auch nicht, aber Du gehst jetzt hoch und ihn dann ignorierst (also sein Geschimpfe/Geheule).

LG

Beitrag von kathrincat 30.04.10 - 15:17 Uhr

vielleicht nicht lange reden, nur sagen nein es geht nicht und gut, wenn er heulem muss lass ihn und geh nicht daruf ein. bist du schon mal vorgegangen und hast nur gesagt ich geh schon mal hoch, komm nach?

Beitrag von aliciakommt 30.04.10 - 15:36 Uhr

Hallo,

also ich weiss ja nicht.. Die anderen verstehen dich- ich tu es nicht.

Du schreibst:

"Erst recht wenn wir vorher einkaufen waren. Ein 14 kg schweres Kind plus vollem Rucksack & Tüte, schlimmsten Falls noch ein 6er Pack Wasser ich weiß nicht ob ihr Euch vorstellen könnt wo meine Lunge hängt wenn wir oben angekommen sind."

Wie wäre es mit Joggen gehen? Trainiert die Lungen ;-)

Ich schleppe meine Kleine (ok, nur 13 Kilo) auch ohne Aufzug in den 4 Stock, bin im 5. Monat schwanger und finde es anstrengend, aber doch kein Weltuntergang.
Ja, zugegeben, ich freue mich auf unser Haus, wenn das endlich ein Ende hat.
Aber.. naja, ich denke dann immer: Lieber ZackZack alles hochschleppen als stuuuuuuuuundenlang mit der kleinen an der Hand (denn so richtig schnell sind sie ja doch nicht!). UNd dann oben halt ausruhen..

Viele Grüße, N.

Beitrag von akti_mel 30.04.10 - 16:07 Uhr

Also ich würd ihn einfach hochtragen und ggf. 2x laufen. Ja, mit Kind. Er ist doch erst 2. Je mehr Du ein Drama draus machst, desto weniger wird er die Treppe mögen.

Oder leg Dir ne Tragehilfe zu, Kind rein, Treppen hoch, fertig. Da Du einen Rucksack zu tragen hast, empfehle ich Dir einen Sling.

Mach kein Problem wo keines ist.

VG Mel

Beitrag von aeni 01.05.10 - 16:18 Uhr

Thats it...Nora kann noch nicht laufen von daher gibt es keine andere Option...

Manduca mit Nora drin umgeschnallt und Einkäufe in der Hand...

Beitrag von janamausi 30.04.10 - 16:51 Uhr

Hallo!

Ich würde ihn auch nicht hochtragen. Ich denke mit 2 Jahren kann er schon hochlaufen. Und es trainiert ja auch, somit fällt es ihn dann immer leichter.

Meine Tochter wollte früher auch nie Treppen steigen (zu faul). Ich hab es dann spielerisch gemacht, z.B. Treppenstufen beim laufen gezählt. So hat sie sich auf das zählen konzentriert und nicht auf das laufen.

Ich hab meine Tochter ab ca. 1 3/4 Jahren gar nicht mehr getragen, weil es mein Rücken nicht mitgemacht hat. Ich hab halt Rücksicht genommen, z.B. beim Laufen öfter Pausen gemacht oder sie ist mit dem Laufrad gefahren etc. Das hat sie innerhalb von kurzer Zeit gut angenommen und dann war das Tragen kein Thema mehr.

LG janamausi

Beitrag von bine3002 30.04.10 - 20:06 Uhr

Ich würde ihn auch nicht (immer) tragen.

Biete ihm Alternativen an:
"Laufe bis zum 1. Stock und dann trage ich dich" Stelle dabei sicher, dass er weiß, was der "1. Stock" ist, beispielsweise indem Du ihm eine kleine Markierung mit Klebeband anbringst oder auf ein Bild verweist, was dort hängt oder oder oder.

"Du kannst so viele Pausen machen und dich hinsetzen wie Du magst. Ich warte auf dich, aber Du läufst."

Und dann bleibst Du dabei: 1 mal, 10 mal, 100 mal, 1000 mal... es bleibt dabei und zwar IMMER, nicht nur, wenn Du eingekauft hast. So wäre es für ihn auf jeden Fall verständlicher. Irgendwann wird er "aufgeben" und nicht mehr quengeln. Es gibt viele viele Menschen, die ihre Kinder nicht tragen KÖNNEN, z. B. weil sie zwei Kinder haben oder weil sie einen kaputten Rücken haben. Diese Kinder nehmen ganz sicher keinen Schaden davon, dass sie laufen müssen.

Andererseits wird er auch sicher keinen Schaden nehmen, wenn Du ihn trägst. Sein Wunsch getragen zu werden wird von selbst vergehen. Aber das kann noch dauern. Ich weiß das, denn bei uns ist mein Mann der "Träger". Wir wohnen in der Innenstadt und ich habe meiner Tochter schon recht früh abverlangt zu laufen. Sie nimmt klare Ansagen eigentlich immer recht schnell hin, von daher hatten wir beide kein Problem miteinander. Sie läuft mit mir - ungelogen - bis zu 5 Kilometer weit, brav an der Hand in einem für sie angenehmen Bummeltempo. Das Problem hat dafür mein Mann, der sie nach einigem Quengeln dann doch immer getragen hat. Der Erfolg ist, dass wir kaum "vergnügt" zu dritt durch die Stadt gehen können, weil Java ständig quengelt und auf den Arm möchte, er dann sagt, dass sie laufen soll, sie weiter quengelt und das kann sich dann hinziehen bis er sie dann doch auf den Arm nimmt. Sowas finde ich doof.

Kurz gesagt: Triff für dich eine Entscheidung und ziehe diese konsequent durch. Entweder Du trägst nicht oder Du tust es, aber dann diskutier auch nicht ständig darüber.

Beitrag von tragemama 30.04.10 - 20:26 Uhr

Lach. Irre, ist der Kerl schon zwei. Ich weiß noch gut, wie er in der Babyschale in meiner alten Küche stand :-)

Aber zum Thema: Ich würde ihn stehen lassen. Er darf ruhig erkennen, dass Mama mal Grenzen setzt - und in dem Fall finde ich, man macht sich komplett zum Horst, wenn man ihn trägt und dafür auch noch zwei Mal geht. Würde für mich bedeuten: Die Kleine in der Babschale hochtragen, runtergehen, die Einkäufe hochtragen (währenddessen die Kleine oben anfangen würde, nach mir zu brüllen) und nochmal runtergehen und die Große hochschleppen. Gehts noch? Ich bin absolut für das Befriedigen von natürlichen Bedürfnissen etc. pp. - aber eben auch dafür, dass Kinder lernen werden (müssen), dass es Dinge gibt, die nicht passieren, egal wie sie sich aufführen.

Andrea

An schwachen Tagen würde ich Kathrin wohl mit Gummibären locken, das zieht immer ;-)

Beitrag von arienne41 30.04.10 - 20:26 Uhr

Hallo

Er ist 2 Jahre und es ist für ihn ein Riesenweg.

Bring mal deinen Kopf an der Treppe auf seine höhe dann siehst du es.

Was mich entsetzt ist das du dein Kind auf die Schulter nimmst und die Hände nicht frei hast.

Was ist wenn er mal nach hinten knallt.

Ich habe in der 2 ten Etage gewohnt und als mein Sohn klein war hab ich ihn hoch getragen und dann den Einkauf.

Die 2 Minuten hab ich die Wohnung abgeschlossen und gut war.

Beitrag von kja1985 30.04.10 - 21:11 Uhr

Ich finds zuviele Treppen für so ein kleines Kind. Abgesehen davon dass es vielleicht einfach zu anstrengend ist frage ich mich auch wie gut das für die Hüfte etc. ist. Bei Hunden empfiehlt man sie die Treppen raufzutragen bis sie ausgewachsen sind ;-)

Ganz ehrlich, ich würd umziehen. Ich kann nämlich gut verstehen, dass das für dich auch anstrengend ist. Aber ich glaube du erwartest da zu viel.

Beitrag von bi_di 01.05.10 - 09:46 Uhr

Wir hatten eine Wohnung im zweiten Stock, ich zwei Kinder mit 13 Monaten Abstand. Am Anfang hatte ich Baby im Tragetuch, Grossen auf der einen Hüfte, Einkäufe auf dem Rücken, Umhängetasche mit Unterwegs-Sachen auf der anderen Hüfte. Mindestens zweimal am Tag. Schwere, unhandliche Sachen habe ich im Keller / KiWa abgestellt, um sie zu holen, wenn die Kinder schlafen.

Der Zustand hielt laaaaange an. Der Grosse war nämlich ein sehr faules Kleinkind und der Kleine lernte überhaupt erst mit 18 Monaten Laufen.

Zwischendurch versuchte ich es auch mal, zumindest den Grossen durch stures 'Ich-trag-dich-nicht' zum Selberlaufen zu bewegen, aber das habe ich nach zwei komplett erfolglosen Wochen (irgendwann kam er zwar brüllend hoch, aber er brüllte nach zwei Wochen immer noch wie abgestochen, wenn er die Treppe hochsollte), abgebrochen.

Nun sind die beiden 5 und 6, wir wohnen ebenerdig und sie bestehen meistens sogar in Parkhäusern MIT Aufzügen darauf, die Treppe zu nehmen. Finde ich auch doof ;-).

Grüsse
BiDi

Beitrag von fraz 01.05.10 - 10:28 Uhr

Wieso versuchst du dich hier "seitenweise" zu rechtfertigen, warum du deinen Sohn nicht in den 4. Stock hochtragen kannst/ willst?

Was du falsch machst? Du lässt dich jedes Mal auf Diskussionen ein.
Erst, wenn es für dich absolut selbstverständlich ist, dass dein Sohn alleine in den 4. Stock hochläuft, wird es auch klappen.

Mit den Worten "ich warte dann oben auf dich" würde ich die Treppe hochsteigen und ihn stehen lassen. Der wird schon hochkommen, vorausgesetzt, du gibst ihm auch die Chance dazu und rennst nicht gleich wieder runter, um ihn zu holen #augen

Viel Ausdauer!

Beitrag von meckikopf 02.05.10 - 09:29 Uhr

#pro#pro

Beitrag von silkes. 01.05.10 - 12:30 Uhr

Hallihallöle...

auch ich finde, dass das für ein zweijähriges Kind einfach zu viel ist. Ich halte nichts davon, wenn man Kinder permanent hochträgt, einen Stock kann er hochgehen, aber vier? Hier geht es nicht um Verhätschelung o.Ä.

Für ihn sind es Riesentreppenstufen. Stell dir vor, du müsstest vier Stockwerke 5ocm hohe Stufen nehmen? Für solch kleine Kinder (Körpergröße) ist es ein ganz andere Bewegungsablauf, die müssen sich aus der einbeinigen Hocke hochdrücken und nicht wie wie, nur das Bein ausstrecken.

Grüssle Silke

Beitrag von rmwib 02.05.10 - 10:43 Uhr

Mein Kurzer ist 19 Monate, wir wohnen auch 4. Etage. 92 Stufen. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, zu ERWARTEN dass er alleine hoch/runter geht. Ich trage ihn auch oft komplett, weil es einfach schneller geht. Sonst schafft er hoch maximal 2 Etagen, mehr geht nicht. Runter klappen alle 4.
Bei manchen frag ich mich echt, wie sie sich das Leben mit Kind eigentlich vorgestellt haben.
An die TE: Getränke lassen wir uns liefern und größere Einkäufe mach ich nicht, wenn ich mit Kind alleine bin. Immer nur so viel, dass ich beides tragen kann.

Beitrag von silkes. 02.05.10 - 16:54 Uhr

Hallihallöle...

es geht ja nicht um verziehen und verbobbeln, es geht darum, was man einem Kind zumuten kann.

Selbstständigkeit und Herausforderung in aller Ehren, aber Kinder sind nunmal Kinder und einfach kleiner.

Grüssle Silke