Egoistisch, wenn ich direkt nach der Entbindung abstille?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jennynrw27 30.04.10 - 15:07 Uhr

Hallo an Alle!

Ich mache mir zur Zeit wahnsinnig Gedanken über das Stillen!
In 4 Wochen soll unser Kleiner per Sectio geholt werden!
Bei meinem Großen hab ich 4 Wochen versucht zu stillen, was aber einerseits nicht richtig klappen wollte und ich dann auch aus gesundheitlichen Gründen wieder Medikamente nehmen musste!
Jetzt hab ich eigentlich den Wunsch, es nochmal zu versuchen!
Ich würde meinen kleinen Schatz so gern stillen, weiß aber, dass es mir dann gesundheitlich schlechter gehen würde da ich noch auf die Medis verzichten müsste!
Was meint ihr, soll ich egoistisch sein und meine Medis nehmen und direkt nach der Entbindung das Stillen ablehnen oder sollte ich es doch erst nochmal versuchen???
Ich hätten dann irgendwie nen schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber:-(..

Lg jenny

Beitrag von babe-nr.one 30.04.10 - 15:09 Uhr

wegen was nimmst du medikamente?

Beitrag von trinerle83 30.04.10 - 15:11 Uhr

Hallo,

ich denke die Entscheidung kann dir keiner Abnehmen. Ich weiß ja auch nicht für was du die Medikamente brauchst etc.

Ich kann nur sagen das stillen das beste fürs Baby ist und ICH es wenn irgendwie möglich probieren würde, wenn auch nur 2 Wochen oder so, besser als gar nicht.
Ist aber nur meine Meinung.

LG kathrin 32.SSW

Beitrag von catch-up 30.04.10 - 15:15 Uhr

Mit der Einstellung und der Unsicherheit kannst des Stillen eh vergessen! Wer sich im Kopf nicht 100 Prozent dafür entschieden hat, hat meist Probleme! Also wenn du so unsicher an die Sache drangehst, kannst des auch gleich sein lassen!

Beitrag von januar1981 30.04.10 - 15:30 Uhr

Wie kommst du denn aus so einen Mist.
Wieviele Kinder hast du denn schon gestillt, dass du hier so auf Experte machst?

Frag mal deine Hebamme, falls du eine hast. Die wird dir sagen, dass man eher Probleme bekommt, wenn mann so verbissen und "verkopft" an das Thema rangeht.

Jede Frau denkt in der Schwangerschaft darüber nach, ob es klappt oder nicht.
Das ist total normal und zeigt, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzt.

Ivonne

Beitrag von jeremiaskilian 30.04.10 - 16:58 Uhr

#kratz
Hast du überhaupt schon mal gestillt?

Beitrag von pantherd 30.04.10 - 15:15 Uhr

Hallo!

Diese Gedanken mache ich mir auch ständig. Habe bei meiner Tochter 4 Wochen lang abgepumpt, kam aber kaum Milch (habe alle 2 Stunden gepumpt, auch nachts, brachte aber am ganzen Tag nicht mehr als 50/60 ml zusammen). Habe mir auch die ganze SS lange überlegt, ob ich nun stillen soll oder nicht. Habe mich jetzt nach etlichen Gesprächen mit Hebammen (bin in einer Hebammenpraxis und habe somit mehrer Hebammen als Ansprechpartner) und Ärzten im KH entschlossen, dass mein Kleiner dann die Vormilch (die ersten zwei Tage) bekommt, ich dann aber nicht weiterstille. Es haben mich alle darin bestärkt, dass es keinen Sinn macht zu stillen, wenn man nicht voll dahintersteht. Es gibt sowohl fürs Stillen als auch die Flasche Vor-und Nachteile (Stillbefürworter werden wahrscheinlich nur Vorteile finden). Meine Große wurde mit der Flasche groß, hat sie immer gut vertragen, es gibt bis jetzt keine Probleme.
Wenn es für deine Gesundheit wichtig ist, dass du Medikamente nimmst, dann mach dir deswegen nicht zu viele Vorwürfe!! Dein Baby hat nichts davon, wenn es zwar gestillt wird, es dir aber ohne deine Medis nicht gut geht!

Das ist halt meine Meinung.

VG
pantherd (37. SSW)

Beitrag von lilly7686 30.04.10 - 15:18 Uhr

Hallo!

Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Und ehrlichgesagt, ich will sie dir gar nicht abnehmen.

Ich persönlich finde es egoistisch, wenn eine Frau deshalb nicht stillen will, weil sie gleich wieder rauchen will. Das halte ich für egoistisch.
Aber wenn es dir wirklich gesundheitlich schlechter geht, wenn du auf deine Medikamente verzichten würdest, dann ist das verständlich. Vorallem: dein Kind merkt es, ob es dir gut geht. Meiner Tochter gehts immer etwas schlechter, wenns mir schlecht geht. Und wenn es mir sehr gut geht, gehts meiner Tochter auch super. Ich glaube, wir Mütter sind mit unseren Kids auf besondere Weise verbunden. Und Kinder sind sooo sensibel! Wenn sie merken, dass es Mama nicht gut geht, dann gehts ihnen auch nicht so toll.

Als es mir vor zwei Wochen so mies ging (24 Stunden Krankheit, hab ich einmal pro Jahr; ich kotze 24 Stunden lang, hab Fieber, Schüttelfrost, usw.), da hab ich meine Bauchmaus total wenig gemerkt. Am nächsten Tag als es mir wieder gut ging, hat sie auch wieder viel gestrampelt.

Aber vielleicht kannst du versuchen, zumindest die erste Woche oder zwei Wochen zu stillen? Oder eben solang, wie du es ohne Medis gut aushältst? Und wenn du merkst, du brauchst sie wieder, dann stillst du ab.

Alles Liebe!

Beitrag von akak 30.04.10 - 15:20 Uhr

Hallo Jenny,
ich denke, man braucht gegenüber dem Kind kein schlechtes Gewissen haben. Obwohl ich nicht wirklich gestillt habe, liebe ich mein Kind nicht weniger und habe es nicht weniger gehuschelt und umsorgt, wie eine stillende Mutter. Ich hab es nur einfach nicht hinbekommen.

Ich würde gern stillen und werde es demnächst wieder versuchen so gut es eben geht. Wenn es klappt, dann werde ich mich darüber freuen; wenn nicht - dann wird eben auch dieses zweite Kind mit der Milchflasche groß werden.

Mein Sohn hat bis heute keine Allergien und wir haben eine sehr enge Bindung als Familie.

Die Entscheidung wirst Du aber selbst treffen müssen. Laß Dich nicht von der Meinung Deiner Umwelt leiten - entscheide für Dich und für das Kind. Ggf. ist es für das Kind auch wichtiger, eine Mutter an der Seite zu haben, die gesund und leistungsfähig ist dank der Medikamente - denke darüber auch mal nach. Alles Gute. Anke

Beitrag von qrupa 30.04.10 - 15:23 Uhr

Hallo

ist es denn absolut sicher, dass du auf die Medis verzichten mußt wenn du stillst? Oft sagen Ärzte leider dass man die Medis absetzen muß bzw damit nicht stillen dürfte dabei haben sie nur einfach keien Ahnung. Laß dich am besten mal bei embryotox beraten (bzw bitte deinen behandelnden Arzt darum) ob es sonst nicht vielleicht eine Alternative für dich gibt.

Wenn dir wirklich so viel am stillen liegt, dann versuch es doch erstmal. Wenn du merkst we wird nichts, dann still ab.

LG
qrupa

Beitrag von 4ermami 30.04.10 - 15:26 Uhr

Hallo,

Ich kann Deine Schuldgefühle verstehen, habe bei 4 Kindern versucht zu stillen! Hat nur solala geklappt, mal besser mal schlechter! Beim 4.
Kind habe ich gestillt, abgepumpt, zugefüttert und es war sehr anstrengend, ich habe es zwar fast 4 monate geschafft, aber ich war fertig und konnte die Zeit mit meinem kleinen nicht geniessen! Die Komplette Familie hat gelitten!

Ich werde beim 5. Wieder versuchen zu stillen, sollte es nicht gehen gibt es die Flasche!

Und wenn ich an meinen 4. Versuch denke und Du sagst Dir geht es ohne Medis schlecht, würde ICH 1-2 Wochen stillen und dann würde ich abstillen! 2 Wochen hat es bis auf bei Nr. 4 immer geklappt! Aber wenn die Familie darunter leidet, werde ich nicht stillen! Zwar mit starken Schuldgefühlen, aber nur eine glückliche Mutter kann eine gute Mutter sein und mir ging es richtig mies beim letzten Kind!

Mach das was Du für richtig hälst, egal was andere sagen!


Alles Gute Melanie

Beitrag von nudelmaus27 30.04.10 - 15:34 Uhr

Hallo!

Ich denke man sollte nicht für das Kind entscheiden, denn wer sagt dir denn ob ein Flaschenkind nicht genauso groß wird wie ein Stillkind? Ja man liest immer hier und da Allergien usw. Also ich wurde nie gestillt und habe nichts. Meine Tochter wurde 9 Monate gestillt und ist derzeit dauerkrank.
Ich bekomme jetzt bald das zweite Kind und ich werde garnicht erst anfangen zu Stillen. Auch ich habe sonst Medikamente genommen ab und an, gut ich habe jetzt fast 9 Monate darauf verzichtet (am Anfang durfte ich die noch nehmen) und es hat mich nicht sehr beeinträchtigt aber für mich gibt es einen sehr viel wichtigeren Grund; MIR ist es einfach nichts, dass ICH immer Gewehr bei Fuß stehen muss wenn das Kind Hunger hat. Ich möchte gern bestimmen wer wann an mich "ran" darf und nicht anders herum. Bei meiner Tochter damals dachte ich auch Stillen ist das Beste usw. usw., echt es war eine Qual. Ich kam mir vor wie die Kuh im Stall, hatte Milchstau, mal warme und mal kalte Lappen auf der Brust, ständig bin ich ausgelaufen und fand mich einfach nur noch eklig. Sie selbst hat die ersten Monate andauernd geschrien, sie hat schlecht getrunken und hatte nur Blähungen. Heute denke ich, ich habe ihr einfach meine negative Einstellung übertragen.
Wenn ich nun an unser zweites Kind denke, gehe ich viel relaxter an die Sache ran. Ich weiß auch mein Mann kann nachts mal aufstehen und Kind füttern, ich fühle mich nicht unwohl usw..
Ich denke du solltest allein für dich entscheiden und brauchst kein schlechtes Gewissen deinem Kind gegenüber haben, deshalb liebst du es doch nicht weniger! Was nutzt denn dem Kind eine frustrierte, kranke Mutter?

#liebdrueck, Nudelmaus (34. SSW)

Beitrag von 4ermami 30.04.10 - 15:49 Uhr

Ich will stillen, wenn es klappt, fand es immer schön!

Aber meine Freundin hat ein Flaschenkind und die ist dauerkrank, die erste Tochter wurde am Anfang gestillt und dann hat sie die Flasche bekommen, sie ist nicht so oft krank!

Aber zu den Allergien, mein KiA ist ein Stillgegner, er meint stillen löst Allergien aus, weil die Kinder mit den Allergenen zu früh über die Muttermilch kommt! Z.B. soll man in der Stillzeit keine Erdbeeren essen!?

Ich habe meine Kinder alle unterschiedlich lang gestillt und sie sind normal oft krank und haben keine Allergien! Obwohl bei meinem Mann jetzt auch Allergien endeckt wurden, seine Schwester ist ganz stark von Allergien betroffen! Sie muss sogar Medis nehmen wenn wir uns bei Ihr treffen, weil wir Hunde haben und es kleben ja immer mal ein paar Haare an uns!
denke dass allergien viel mit den Genen zu tun hat und mit der Umgebung zu tun hat! Schau Dir Bauernhofkinder an! Bei uns sind diese Kinder nie Krank .

Ach noch eins mein kleinster wurde am längsten gestillt und er ist der erste der so Krank war, dass er inhalieren musste!

Also alles ganz unterschiedlich!

Beitrag von nudelmaus27 30.04.10 - 15:59 Uhr

Ja wie auch immer man kann es eben nicht vorhersehen, ob es nun am Stillen liegt oder nicht.

Für mich ist einfach klar, mein Körper gehört mir und ich bestimme darüber. Alles andere würde mich unglücklich machen und somit auch mein Kind.

Ich habe es beim Ersten probiert meinem Kind zuliebe und es war ein Reinfall und deshalb lasse ich es jetzt beim Zweiten.

Nudelmaus

Beitrag von svenjag87 30.04.10 - 15:45 Uhr

Ich habe eine schwere chronische Erkrankung und musste auch in der Schwangerschaft regelmäßig meine Medikamente nehmen. Die sind für das Baby nicht schädlich..aber stillen kann ich damit nicht. Jedoch gibt es Alternative Medikament die auch in der Zeit des Stillens genommen werden dürfen. Mein Arzt wollte sich da nochmal richtig schlau machen und sich dann nochmal bei mir melden...da ich sehr gerne stillen würde!!!
Hast du dich denn genügend informiert? Kannst du nicht auch auf andere Medikamente solange umsteigen?

Beitrag von muffin357 30.04.10 - 16:14 Uhr

hi,

frag bei embryotox nach www.bbges.de , welche medis du für deine krankheit trotz stillen nehmen kannst ... -- es gibt für fast alles medikamente -- übrigens: alles was du in der SS genommen hast, kannst du auch beim stillen nehmen ...

lg
tanja

Beitrag von laboe 30.04.10 - 18:01 Uhr

Egoistisch wäre es, wenn es dir zu "unbequem" wäre.

Mutter und Kind sind doch immer eine Einheit. Und wenn einer davon erhebliche Nachteile hat, sollte man denjenigen entlasten. Sieh es mal so. Wenn du nur psychische oder physische Schmerzen dabei hast, spürt dein Kind das und hat auch nix davon.

Also, wenn du es für richtig hälst, nach allem Abwägen, nicht zu stillen, dann ist es auch das Richtige!#liebdrueck

Laboe