Kannmir mal jemand erklären...

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Beitrag von wollschaf 30.04.10 - 16:33 Uhr

wieso ich als Autofahrer 1,5 m Abstand halten muß, wenn ich einen Radfahrer überhole...


aber der Radfahrer sich an der Ampel so dicht an mir vorbei schieben darf, das seine Umhängetasche an meinem Aut langschleift???

LG, Das Wollschaf

Beitrag von parzifal 30.04.10 - 16:36 Uhr

Vielleicht weil Du den Radfahrer mit 50 km/h überholst, aber nicht umgekehrt?

Je höher die Geschwindigkeit umso höher sollte m.E. der Abstand sein.

Beitrag von wollschaf 30.04.10 - 16:43 Uhr

ahja, und wenn ich stehe, darf man mich rechts so dicht überholen, das der Lack beschädigt wird?

Und wenn ich dann austeige und den Radfahrer zur Rede stellen möchte, darf er mich auch noch als "blöde F... beschimpfen?

Den Paragraf möchte ich sehen.


(Ich weiß, wozu die 1,5m gut sind, keine Sorge)

Beitrag von sissy1981 30.04.10 - 16:50 Uhr

Wo ist jetzt genau das Problem? Das jemand der rad fährt zu dir frech geworden ist? Was hat das eine mit dem andren zu tun? Hat doch keiner behauptet, dass dies OK ist. Wenn er dein Auto beschädigt hat, dann hat er normal dafür zu haften - gegen die Beleidigung kannst du zur Not auch Schritte einleiten.

Ich persönlich hab mir übrigens angewöhnt immer möglichst rechts zu stehen - dann geht man genau diesem Problem -das sich noch irgendein Zweirad danebenstelltauf den man aufpassen muss oder der Lackschäden verursacht- galant aus dem Weg.

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 16:58 Uhr

"Ich persönlich hab mir übrigens angewöhnt immer möglichst rechts zu stehen"

Äh... na super. Ich dachte tatsächlich bisher immer, die Autofahrer sind einfach so gedankenlos, dass sie sich so weit nach rechts stellen. Jetzt les ich hier, du verhältst dich bewusst so rücksichtslos den Radfahrern gegenüber?!

Wieso ist es so schlimm für den Autofahrer, sich aus Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer mal extra weit nach links zu stellen, damit die Radfahrer ohne Probleme vorbei fahren können? Wieso muss man sich extra weit rechts stellen, um sie noch absichtlich zu blockieren?

Da krieg ich ja schon wieder eine Wut! Man kommt sich als Radfahrer echt wie auf dem Schlachtfeld vor da draußen....

Beitrag von sissy1981 30.04.10 - 17:14 Uhr

Weil ICH durch die Betriebshaftung die Probleme bekomme wenn mir irgendein Dödel zB beim abbiegen noch nebenrein fährt (Radfahrer die armen unschuldigen Wesen haben leider oft auch einen Hang dazu sich wie die Rowdys aufzuführen)

Weil ICH das Problem hab einen Schaden am Auto zu haben wenn sich ein Radfahrer so dämlich verhält wie der der TE.

Weil auch ICH mal mal Fehler machen kann und dann ungern einen Radfahrer am Auto kleben haben will.

Rückwirkend betrachtet war das einfach einer der besten Tips meines Fahrlehrers damals.

Und nebenbei fahre ich fast jeden Tag Rad und mir ist noch nie ein Zacken aus der Krone gefallen normal an meinem Platz an ner Ampel zu warten wie jeder andre auch. Was das mit nem Schlachtfeld zu tun hat ist mir ein Rätsel. AUch Radfahrer dürfen darauf achten sich und andre weder zu gefährden noch zu behindern. Ich habe kein Verständnis für Radfahrer die sich auf biegen und brechen danebenquetschen müssen nur damit sie ja nicht 5 Sekünden später über die Ampel kommen, aber sich im Gegenzug dann noch über die bösen Autofahrer auslassen müssen.

Ein Schlachtfeld wäre meine Reaktions auf den von der TE beschriebenen Fall gewesen - Grund Nummer 4 warum ich mich da penibelst an das Rechtsfahrgebot halte.

Beitrag von katerella 30.04.10 - 17:19 Uhr

solange die straßen weitesgehend frei sind, berücksichtige ich den abstand zum bordstein schon, damit die radfahrer auch an die ampel fahren können.
es gibt aber auch situationen, wie zb. viel verkehr und sehr enge straßen, in denen ich auch bewusst rechts fahre, damit mich die fahrradfahrer nicht überholen können. einfach aus dem grund, weil ich sie nicht nach jeder ampelkreuzung erneut überholen möchte, da, aufgrund starken gegenverkehrs und platzmangels dies nur stark eingeschränkt möglich ist. folge: der verkehr staut sich hinter dem radfahrer extrem an.
sicherlich ist hier gegenseitige rücksichtnahme geboten. aber eben auch gegenseitig.
lg claudi :-)

Beitrag von miau2 30.04.10 - 17:26 Uhr

Hi,
ich mache das auch.

Besonders im engen Stadtverkehr finde ich es absolut lästig, mit ca. 15kmh hinter einem Radler hergurken zu müssen, als vorsichtiger Autofahrer natürlich nur zu überholen, wenn ENDLICH mal genug Platz ist, nur, damit der sich dann an der nächsten Ampel (der letzten, bevor gaaaaanz lange keine mehr kommt) rechts an mir vorbeizwängt und das ganze Spiel von vorne losgeht.

Besonders klasse finde ich das übrigens, wenn ich morgens in der Zeitung gelesen habe, dass sich mal wieder alle darüber aufregen, wie wenig Fahrradwege es hier geben würde, und dieser besagte Radfaher dann den vorhandenen, garantiert schneefreien (da wir 25 Grad PLUS haben) Radweg ignoriert und besagtes Manöver auf der Straße durchführt.

Es ist einfach bescheiden.

Wenn der Radler dann mit 50 den Berg vor mir runterfährt ist es mir so was von egal - nur ist es halt leider nicht immer so.

Nach mir die Sintflut, egal, ich bin ja im Recht - und wen es stört, was soll es, als Radler habe ich kein Kennzeichen, wie soll mir da jemand an den Karren p...., wenn ich dann Lack zerkratze, andere behindere, ggfs. sogar gefährde...

Scheint irgendwie die Denke vom durchschnittlichen Radler hier zu sein.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wasteline 30.04.10 - 19:30 Uhr

Dann kannst Du Dich auch über mich aufregen.
Ich fahre grundsätzlich auch ganz nach rechts, damit kein Radfahrer an meinem Auto vorbeischrammen kann. Ich habe aus vielen Kratzern gelernt.

http://www.fahrtipps.de/verkehrsregeln/radfahrer-ampelstau.php

Radfahrer dürfen zwar vorbei - wenn Platz ist - aber sie sollten nicht die Ellenbogen ausfahren.

Beitrag von wollschaf 30.04.10 - 20:00 Uhr

>>>Wenn er dein Auto beschädigt hat, dann hat er normal dafür zu haften - gegen die Beleidigung kannst du zur Not auch Schritte einleiten.<<<

Kannst mir mal sagen, wie das gehen soll?

Ich war die dritte an der Ampel (recht enge Straße, da muß man ziemlich weit rechts stehen) und merke, das sich da ein Fahrrad langsam rechts an mir vorbei schiebt.
Dabei hör ich so ein Schleif-Geräusch. Ahja, Radfahrer hat Umhängetasche - klasse. Weil das Schleifen leicht metallisch klang, Warnblink an und raus aus dem Auto, gucken. Und siehe da, ein langer Kratzer drin! (JA, ich bin sicher, das er ganz frisch war, da ich immer meinen sohn auf der Beifahrerseite ins Auto packe, hätte ich ihn sonst schon eher gesehen.)
Ich also zu dem Radfahrer:
Ähm entschuldigung, sie sind gerade an mir vorbei gefahren und ihre Tasche hat an meinem Auto geschliffen.

RF: unterbricht mich
Was willste von mir?

Ich:
Sie haben mit ihrer Tasche mein Auto zerkratzt. Ich würde das gern klären.

RF
Hackts jetzt? Lass mich bloß in Ruhe mit deinem Scheiß, alte F...
Sprachs, und trat kräftig in die Pedale...

Übrigens war das kein "junger Rotzer" sondern ein gestandener, erwachsener Mann Mitte dreißig im feinen Anzug. DAS ist die Beschreibung, die ich jetzt bei ner Anzeige geben könnte, wird echt was bringen.

UND DAS hat mich so aufgeregt.

LG, Das Wollschaf

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 16:54 Uhr

blöde F? #schock

Beitrag von parzifal 30.04.10 - 17:05 Uhr

"ahja, und wenn ich stehe, darf man mich rechts so dicht überholen, das der Lack beschädigt wird? "

Dieser Schluss ist mir unverständlich wie kommst Du zu diesem?

Genauso unverständlich, als wenn Du geschrieben hättest:

"ahja, und wenn ich stehe, darf man mir Steine gegen das Auto werfen"

Wenn Du Dich im Kern nur über strafrechtlich relevantes Verhalten beschwerst (Beleidigung) dann solltest Du Deinen Beitrag anders aufbauen.

Beitrag von chatta 30.04.10 - 18:26 Uhr

(Dazu kommt jetzt natürlich keine Antwort mehr. )

Beitrag von wollschaf 30.04.10 - 19:41 Uhr

Entschuldigung, nebenbei habe ich auch noch anderes zu tun und konnte dem Verlauf der Diskussion nicht weiter folgen.

LG, Das Wollschaf

Beitrag von wollschaf 30.04.10 - 19:39 Uhr

Offensichtlich war jeder andere hier in der Lage, zu erkennen, daß das Hauptaugenmerk des Posts auf dessen zweiter Hälfte lag.
Deswegen habe ich die Antwort in gewisser Weise als Provokation aufgefasst.

Meine zu diesem Zeitpunkt durchaus vorhandene "leichte Gereiztheit" veranlasste mich dann zu meiner dezent sarkastischen Äußerung.

LG, Das Wollschaf

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 16:53 Uhr

Liebes Wollschaf,

der Radfahrer darf natürlich nicht deinen Lack beschädigen, wenn er sich an dir vorbeischlängelt.

Aber für Radler ist es auch immer tierisch ärgerlich, wenn die Autofahrer extrem weit rechts an den Ampeln halten, so dass man nicht an ihnen vorbei fahren kann, obwohl die Fahrbahn nach links noch massig Platz bieten würde. Wenn man mit dem Rad ganz hinten in der Schlange wartet, braucht man 3 Grünphasen, um endlich mal vorne anzukommen, weil man halt recht lange braucht, um wieder Geschwindigkeit zu kriegen.

Insbesonders die Rechtsabbieger-Autos stellen sich gerne schonmal halb auf dem Radweg an der Ampel an. :-[

LG
eine verzweifelte Radfahrerin

Beitrag von muckel1204 30.04.10 - 16:57 Uhr

vielleicht stehen die autofahrer auch nur deshalb so weit rechts, weil sie eine gewisse rettungsgasse auch an ampeln halten sollten und auch radfahrer sich hinten anstellen müssen.

lg carina rad und autofahrerin

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 16:59 Uhr

Das glaubst du ja wohl selbst nicht...

Beitrag von muckel1204 30.04.10 - 17:03 Uhr

was, das ich es zum kotzen finde, wenn alle an der ampel zu rangieren anfangen, wenn ein blaulicht ankommt, weil alle vielzu weit links stehen? oder das einige autofahrer nicht weit genug rechts rüber können, weil sich mal wieder ein radfahrer rechts neben sie gestellt hat, obwohl auch er sich anzustellen hat und sich eben nicht rechts vorbei quetschen soll. wo ist das problem sich hinten anzustellen, wenn es keinen radweg gibt, auf dem man in ruhe fahren kann??

egal, das würde eine endlosdiskussion, deshalb lasse ich das mal besser.

schöne sonne noch, da geh ich jetzt wieder hin, ohne auto oder fahrrad #sonne

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 17:10 Uhr

Mag ja sein, dass du das zum Kotzen findest. Aber du glaubst wohl selbst nicht, dass die Autofahrer sich mal prophylaktisch wegen eines eventuell zu erwartenden Notfalleinsatzes an jeder Ampel weit rechts einordnen?

Die ordnen sich nur aus einem Grund so ein, wie sie sich einordnen:

Sie wollen sich so positionieren, dass sie wenn's grün wird, schnellstmöglich losrasen können, bevor die Ampel wieder umschaltet.

Und wenn sie einen Radler durchliessen, könnte es ja sein, dass der schneller über die Ampel kommt als sie selbst - oder noch schlimmer:
dass sie ihn weiter vorne erst nochmal gradeaus fahren lassen müssten, bevor sie selbst rechts abbiegen dürfen.

"wo ist das problem sich hinten anzustellen?"
Hatte ich ja oben schonmal erklärt - als Radfahrer braucht man viel länger, um aus dem Stand wieder in Schwung zu kommen. Wenn man hinten in der Schlange steht, braucht man einfach viele Grünphasen mehr, um vorne anzukommen, als ein Autofahrer sie braucht. Und das, obwohl man eigentlich problemlos durchfahren könnte, wenn die Autofahrer etwas mehr Rücksicht nehmen könnten.


Beitrag von trollmama 30.04.10 - 18:19 Uhr

>>als Radfahrer braucht man viel länger, um aus dem Stand wieder in Schwung zu kommen.<<

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen! Ich fahre als Radfahrer i. d. R. immer schneller an, als ein Autofahrer. Und ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel, wie man das als Fahrradfahrer nicht schafft.....

Beitrag von daddy69 30.04.10 - 17:10 Uhr

Nein. Dafür halten sie doch 10 Meter Abstand zum Vordermann, um bei Bedarf rechts rüber fahren zu können.

Beitrag von haarerauf 30.04.10 - 17:01 Uhr

Ich verstehe Dein Dilemma, gebe aber offen und ehrlich zu, dass ich - wenn ein Radler hinter mir fährt - auch sehr rechtslastig fahre.

Wenn der oder die Radlerin den Radlweg nicht nutzt, nutze ich schamlos die Fahrbahn aus.

Haarerauf
Ohne Radlweg seh ich das nicht so "streng".

Beitrag von nadeschka 30.04.10 - 17:03 Uhr

Komisch. Aber warum?

Was seid ihr Autofahrer doch gemein! #schrei

PS: wenn ich einen Radweg zur Verfügung habe, fahr ich doch nicht freiwillig zwischen den ganzen aggro-Autos herum!

Beitrag von haarerauf 30.04.10 - 18:27 Uhr

Dann bist Du wohl eine der wenigen Radlerinnen die den Radweg benutzen. Ich kenn nur Radweg - Fahrbahn trotzdem benutzen.

Ich achte als Radfahrerin streng auf die Ampel, die Richtung, die Fahrbahnüberquerung. Als Autofahrerin ärgere ich mich über entgegen der Fahrtrichtung fahrende Radfahrer, Rot-gilt-nicht-für-Radfahrer, Irgendwo komm ich schon rüber....

Haarerauf