Besuchsrecht der Tochter u.andere Problematik*lang*

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nicola_noah 30.04.10 - 17:09 Uhr

Hallo,

Ich weiß,blöde Überschrift,wusste nicht wie ich es anders "betiteln" sollte.

Also: Mein Mann hat eine Tochter aus 1 Ehe (Inwischen 15).
Mein Mann hat weder geteiltes Sorgerecht noch das Aufenthaltsbestimmungsrecht (Logisch,das liegt ja bei der Tochter).
Die Mutter des Kindes hat vor 2 Jahren Neu geheiratet.
Dieser "Neue" Ehemann (mit dem ist sie seit 15 Jahren zusammen)und die Kindesmutter manipulieren das Kind immer und immer wieder.
Wir wären schlecht,hätten eh keine Zeit für sie etc etc.
Und außerdem wäre es da wo wir wohnen total schlecht für sie da sie ja wieder Rückfällig werden würde.
Ich muss dazu sagen das sie eine Zeitlang stark dem Alkohol und Drogen zugeneigt war#schock
Unter einer Therapie wurde das wohl besser.

Nun zum eigentlichen Problem...
Mein Mann hat seine Tochter nun seit knapp 1 Jahr nicht mehr gesehen weil es die Kindesmutter nicht will.
Sie behauptet immer ihre Tochter würde nicht wollen, ber durch "heimliche" Telefonate mit ihr weiß ich das dem nicht so ist.
Sie traut sich das aber nicht ihrer Mutter und dem Stiefvater zu sagen aus Angst vor Konsequenzen.
Wir hatten damals auch schon das Jungenamt eingeschaltet weil wir wissen das eine Kindswohlgefährdung vorliegt (Toller Ausdruck#augen)
SIe hat des öfteren gesagt das sie zu Hause geschlagen wird und nur auf ihren kleinen Bruder aufpassen müsse damit die Eltern arbeiten gehen können(Das wissen wir definitiv)#schock
Dieses hat sie beim Jugendamt aber wieder zurückgezogen (Wir denken sie wurde mal wieder unter Druck gesetzt).
Das Jungendamt entschied somit das keine Kindwohlgefährung vorliegt:-[
Seitdem haben wir sie nicht mehr gesehen#schmoll
Wir haben es des öfteren nochmals über das Jugendamt versucht,aber dort hieß es das die Tochter keinen Kontakt mehr wolle.
Das stimmt nicht,sie hat Angst vor der Mutter und dem Stiefvater.

Was kann man denn da noch machen?

Zum Anwalt gehen würde ja dann auch nicht viel bringen...

Kann man das Besuchsrecht einklagen???WIe sieht das dann aus?
Und ws wenn sie dann immer noch sagt das sie ihren Vater nicht sehen will?

Hilfe...#schmoll

Nicola

Beitrag von bluehorse 30.04.10 - 18:06 Uhr

Hallo,

aus eigener Erfahrung: spart euer Geld. Gegen den "Willen" des Kindes habt ihr Null Chance, v.a. in dem Alter.

LG
bluehorse

Beitrag von mirabelle 30.04.10 - 19:06 Uhr

Meine Problematik ist zwar eine andere

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=2606779

Aber meine Kinder würden ihrem Vater auch nicht direkt ins "Gesicht" sagen, daß sie keinen Umgang mit ihm wollen. Obwohl es so ist.

Diesem undankbaren Job muß ich als Mutter machen - auf Bitte der Kinder!

Darum bin auch ich immer die "Böse" wenn mein Ex - Mann sich über fehlenden Kontakt beschwert.

Da das Kind schwere Probleme hat, sieht man an der Vorgeschichte , dem Drogenmißbrauch.

Bei Geschichten dieser Art , würde ich auch gerne die "andere "Seite hören - daran hat in den seltensten Fällen nur eine Partei schuld - da ist agiert und reagiert worden, da wurden Konflikte auf dem Rücken des Kindes ausgetrage. Hierbei ist auch vollkommen egal, wer angefangen hat.

Würde Dein Mann sein Kind aufrichtig lieben, würde er es loslassen, anstatt sie in einem Lojalitätskonflikt aufzureiben. Wenn sie wirklich den Kontakt zu ihrem Vater wünscht, wird sie ihn suchen. Mit 15 Jahren ist sie alt genung , um alleine und ohne Wissen der Mutter ihren Vater zu besuchen. Tut sie das nicht, dann stimmt es wohl, das die Tochter den Kontakt ablehnt.

Meine Meinung

M.

Beitrag von alltagsphilosoph 01.05.10 - 12:34 Uhr

Liebe Nicola,

ich muss meiner Vorrednerin mirabelle (bis zu einem gewissen Punkt) Recht geben.
Sie ist in einem Alter, wo sie selbst Verantwortung übernehmen kann und muss.
Sollte sie noch nicht so weit sein, wird es vielleicht noch ein oder zwei Jahre dauern - aber was ist das im Verhältnis zu den letzten 15 Jahren?

Wichtig ist, für sie da zu sein, wenn sie auf Euch zukommt. Wenn längere Zeit kein Kontakt besteht würden sich vielleicht auch Briefe des Vaters an seine Tochter anbieten - solltet Ihr Sorge haben dass diese nicht ankommen, würde ich eine Kopie in einen Ordner tun und ihn ihr bei nächster Gelegenheit geben (oder ihr Zugang dazu geben).

Sollte sie nicht auf Euch zukommen, so tut das weh - aber sie steht an der Schwelle zur Welt der Erwachsenen und muss ihre Entscheidungen treffen.

Alles Liebe, viel Glück,
Christian