Eigentlich Sinnlos aber mich beschäftigt es...*lang*

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Beitrag von florimama 30.04.10 - 20:11 Uhr

Hallo,

meine Frage an euch ist, ob ich wirklich so sprunghaft bin und das nicht gut sein kann.

Zum Sachverhalt: Gestern habe ich mit meiner Mama telefoniert und ihr erzählt, dass wir nächstes Jahr wieder umziehen wollen.... Das ist dann der 5. Umzug in zehn Jahren. Ich muss aber dazu sagen, dass alle Umzüge einen nachzuvollziehenden Grund hatten, also nicht einfach der Veränderung wegen. Der erste, da bin ich aus meinem Elternhaus mit meinem Mann zusammengezogen. Der 2.: die 2 ZimmerWohnung wurde für nun drei Personen zu klein. Der 3.: wir hatten keine Zukunftsperspektive mehr in unserer Heimat gesehen und haben uns entschlossen, komplett unserer Heimat den Rücken zu kehren. Der 4: Mein Mann hat den Job gewechselt und hatte dann ca. 200 km Fahrtweg jeden Tag bei 60 h/Woche Arbeit sowieso schon. Also näher zur Arbeit gezogen. Und der 5. wäre, weil wir uns hier nun einfach nicht wohl fühlen und es uns dann doch zu sehr Dorf ist.

Gut der nächste Umzug müsste nicht sein, aber ich halt es hier einfach nicht mehr aus. Es kotzt mich alles an...

Naja auf jeden Fall sagte meine Ma, ich solle mir das gründlich überlegen auch wegen der Kinder (mittlerweile 2 im Alter von fast 7 und 1 Jahr) und ich wäre zu sprunghaft und das ist nicht gut. Man sollte schon eine Konstante in seinem Leben haben und so was alles. Bin ich wirklich zu egoistisch und mache es meinen Kindern so schwer? Ist es denn wirklich so schlimm, dass ich schon öfter solche Abwechslung hatte. Sie sagte auch, ich würde es ja im neuen Ort auch nicht länger als 5 Jahre aushalten, dann würde es mir wieder langweilig und ich bräuchte was neues... Aber ich bin doch nie aus langerweile umgezogen....
Irgendwie beschäftigt mich das schon, was meine Ma gesagt hat.
Sind hier vielleicht auch paar Leute die schon öfter umgezogen sind und Kinder haben? Ist es wirklich derart traumatisch für die Kiddies?
Achso mein Großer hat die letzten beiden Umzüge übrigens ohne Schäden oder ähnliches verkraftet.

Sorry fürs lange #bla
lg
Florimama

Beitrag von asimbonanga 30.04.10 - 20:30 Uhr

Hallo,
ich bin in 53 Jahren genau 20 mal umgezogen.
Seit 22 Jahren bin ich Mutter.
Von diesen Umzügen empfinde ich 3 als unfreiwillig.Leider waren da schon meine Kinder auf der Welt.
Es mag vielleicht Kinder geben die das gut weg stecken-meine gehörten nicht dazu.Das tut mir heute noch sehr leid, obwohl ich das nicht leichtfertig getan habe.Ich war z.B. so naiv und zog nach der Trennung von meinem 1. Mann in den Nachbarort-ich dachte so sei der Kontakt leichter zu halten zum Vater.Es war unzumutbar-mein Ex-Mann hat die Trennung jahrelang überhaupt nicht akzeptiert-was 2 weitere Umzüge nötig machte -mit einer deutlichen Distanz , aber nah genug für Autofahrten hin-und zurück an einem Nachmittag, für den regelmäßigen Umgang.
Überlege es dir gut, ob das wirklich sein muss-Kinder müssen auch mal Wurzeln schlagen-Der Wechsel von Kiga oder Schule ist belastend.
Wegen Abwechslung würde ich dies meinen Kindern niemals zumuten.Berufliche Zwänge sind natürlich etwas anderes oder wenn die Familie mehr Platz benötigt-oder das Umfeld aus sonstigen Gründen nicht stimmt.
Ob du unstet bist , kann ich nicht beurteilen.


L.G.

Beitrag von brigantia 30.04.10 - 21:09 Uhr

Hallo,

wir sind vor vier Jahren das erste und letzte Mal mit unseren Kindern umgezogen. Von Miete in Eigenheim und innerhalb eines Dorfes. Die Kinder haben das problemlos weggesteckt, weil der Freundeskreis erhalten blieb und sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben konnten.

Ein Freund meines Sohnes ist vor zwei Jahren umgezogen, weil sein Vater befördert und gleichzeitig versetzt wurde. Praktisch von einer Ecke Deutschlands in eine ganz andere. Er hat sich damit sehr schwer getan und weint heute noch, wenn die Kinder miteinander telefonieren. Seine Mutter sagt, hätte sie vorher gewußt, wie sehr ihre Kinder das mitnimmt, sie hätte es sich zweimal überlegt, ob die Beförderung des Mannes das wert war.

Ich weiß nicht, ob dein Großer schon in die Schule geht? Wenn ja, hat er viele gute Freunde, die ihm fehlen würden? Das kannst nur du beantworten. Ebenso wie die Frage, wie fest verwurzelt er in eurer jetzigen Gegend ist.
Für uns wäre ein Umzug außerhalb dieses Kreises nicht denkbar gewesen. Alle Kinder kamen hier zur Welt, gingen in den Kindergarten und so weiter. Zudem leben wir recht ländlich, die Kinder wachsen hier also wirklich miteinander auf. Sie aus dieser Gemeinschaft heraus zu reißen, ich glaube, das wäre für sie sehr, sehr schwer zu verkraften gewesen.

Ich würde sagen, wenn es dir wirklich nicht gefällt, wo du jetzt lebst, dann zieht jetzt um. Ehe deine Kinder durch Schule bzw. KiGa mehr Bindungen aufbauen. In drei, vier Jahren wird ihnen der Abschied sicher schwerer fallen. Ich würde aber auch bei der nächsten Wohnungssuche sorgfältiger sein, was das Umfeld angeht, mit dem Vorhaben, dort nicht mehr weg zu ziehen. Kinder brauchen Stabilität nicht nur in der Familie, mit zunehmendem Alter wird auch der Freundeskreis immer wichtiger.

Gruß,
Brigantia

Beitrag von nochmal 30.04.10 - 21:17 Uhr

Hallo,

als ich noch kinderlos war, war ich auch oft ruhelos und bin des öfteren umgezogen, einfach weil ich Abwechlsung brauche, länger als 2 Jahre hab ich nie irgendwo gewohnt!

Dann bekam ich meinen Grossen und wir sind umgezogen als er ein Jahr alt war, die Wohnung war zu klein.
Dann zogen wir noch ein paar Mal um und nun wohnen wir schon länger hier, ich möchte jetzt nicht mehr umziehen, denn mein Grosser ist in die Schule gekommen und der Kleine in der Kita und sie sollen jetzt Ihren freundeskreis aufbauen.

Meine Abwechlung gönne ich mir jetzt des öfteren, durch ein neuanmalung der Wände :-), eine neue Couch, die badezimmermöbel musste schon 2 mal dran glauben usw.....

Ma schauen, jetzt ist der Garten dran, da freut sich mein Mann mal, das drin mal nichts geändert wird ;-)

Gruss

Beitrag von zickenhaushalt 30.04.10 - 21:38 Uhr

Ich glaub ich bin so eine, die nie ewig das gleiche haben kann, ich kaufe mir alle zwei Jahre ein neues Auto, weil ich einfach einneues will (kaufe aber eben deshalb nur etwas ältere), ich ziehe auch regelmäßig um, ich brauch das Neue. Meinem Kind hat das nie geschadet, sie hat in ihrem neuem Zimmer ihre Möbel, sie musste nie die Kita wechseln, wir wohnen eben einfach woanders, war nie ein Problem. Ich wohen jetzt 1,5Jahre hier und suche noch nciht nach was neuem, mein Partner ist schon überrascht, aber er weiß, ein Eigenheim gibt es mit mir nicht #schein

Liebe Grüße ZH

Beitrag von fritzeline 30.04.10 - 21:51 Uhr

Nimm dir doch vor, dass das jetzt der letzte Umzug für die nächsten 10 Jahre o.s. sein wird, sucht also sorgfältig aus und geht nicht halbherzige Kompromisse ein.
Ich glaube das viele Umziehen stört die kleineren Kinder noch gar nicht großartig, aber ab Schuleintritt solltet ihr tatsächlich etwas beständiger werden, mM. :-)
Da hat deine Mutter schon irgendwo Recht. Aber sich absolut unwohl fühlen und nur aus diesen Vernunftgründen wohnen bleiben kann's ja nicht sein.

Beitrag von xandria 30.04.10 - 21:55 Uhr

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt und schon ca. 15 mal in meinem Leben umgezogen. Davon war nur einmal der Auszug aus meinem Elternhaus. Die anderen Male sind meine Eltern mit uns umgezogen. Ich kann Dir nur sagen: es wird von mal zu mal schwieriger, Freunde zu finden, sich zu integrieren. Früher war es ok, immer wieder neu anzufangen, immer wieder eine neue Schule zu besuchen, aber rückblickend kann ich nur sagen: es war furchtbar! Ab dem Gymnasium war es wirklich nur noch schwierig. Ich hätte mir so oft gewünscht, einfach mal zu bleiben. Dort, wo wir zuletzt dann am längsten blieben, habe ich nie wirklich Anschluss gefunden.

Überleg es Dir lieber noch einmal, eine unglückliche Mama ist auch nicht das, was Kinder brauchen, aber Wurzeln schlagen ist auch wichtig.

LG, Kathrin

Beitrag von -marina- 30.04.10 - 21:56 Uhr

Meine Schwiegermama topt dich: Heute ist ihr 3. Umzug innerhalb eines Jahres #augen

Beitrag von king.with.deckchair 01.05.10 - 00:29 Uhr

Ich finde, sobald die Kinder die Schule besuchen, sollte ein Umzug, der vielleicht auch noch einen Schulwechsel einschließt, gut durchdacht sein. Ich bin auch öfter umgezogen... Moment... fünf(!)mal von der Geburt meines Sohnes bis zu Einschulung, wobei hier Sachzwänge den Ausschlag gaben, bzw, Lebenssituationen, die von außen an mich herankamen (Trennung, Job, Job verloren, neue Perspektive woanders gesucht...). Als er in der Schule war, bin ich zweimal innerorts umgezogen, einmal um die Wohnkosten zu senken und später, um aus der Sozialwohnung rauszukommen. Dann kam mein Mann und meine 2,5-Zimmer-Wohnung war zu klein, wir zogen wieder innerorts um. Last not least der Umzug vor drei Jahren, der dann wirklich auch einen Schulwechsel bedeutete. Der war im Grunde aber auch vor allem von außen bedingt (beide den Job verloren, Wohnung zu teuer) und für meinen Sohn war ein Schulwechsel ohnehin angedacht. Außerdem hatte ich da wirklich die Schnauze voll von diesem Ort. Ich möchte nun schon wieder umziehen, da diese Wohnung von vornhereit als Notlösung gedacht war, bis wir uns wieder finanziell berappelt haben.

Mein Sohn hat das alles gut weg gesteckt. Aber manchmal macht es mich schon traurig, dass wir immer so halb und halb wohnten. Nie war eine Wohnung "fertig" (ich glaube, ich habe noch nie renoviert, WÄHREND ich in einer Wohnung wohnte, nur einmal, die Küche #kratz).

Ich GLAUBE, dass meine Umzüge wirklich viel von außen bedingt waren. Wären die Umstände andere gewesen... hm.

Meine Mutter allerdings ist das beste Beispiel für Umzieherei, weil man vor dem eigenen Leben davon laufen möchte. Ich habe drei (!) Grundschulen besucht und war danach auch noch auf zwei weiteren Schulen. Nie war sie's zufrieden, oft war eine Wohnung fertig eingerichtet, da ging sie schon wieder auf die Suche oder hatte einen neuen Kerl, mit dem zusammen oder zu dem gezogen werden musste... #augen Mein Opa sagte mal zu ihr "Denk dran, sich selbst nimmt man überall hin mit, musst du wirklich wieder umziehen?!"

Nur mal so zur Anregung.

LG
Ch.

Beitrag von krokolady 01.05.10 - 10:44 Uhr

bin auch schon so oft umgezogen......erst raus aus dem Eltenrhaus......dann später Trennung vom Ex, zusammengekommen mit neuem Partner und schwanger - wir brauchten mehr Platz........und so ging es halt weiter.
OK, 2 Umzüge waren nur wegen der "Verbesserung"

Insgesamt kommt jetzt im Juni glaub ich mein 11.Umzug

Beitrag von florimama 01.05.10 - 13:49 Uhr

Hey,

danke für eure Antworten.
Mein Vorhaben ist ja auch, dass es mein letzter Umzug für viele viele Jahre werden soll. Also ich will auch keine Kompromisse bei der neuen Wohnung eingehen, es muss alles passen! Und auch meinem Großen zuliebe, will ich dann nicht mehr weg. Aber meine Ma meinte, dass ich das wohl nicht aushalten würde... Aber für meine Kinder werde ich es dann einfach, so egoistisch bin ich dann auch wieder nicht.

lg
Florimama

Beitrag von unipsycho 01.05.10 - 20:14 Uhr

Hallo!

Es ist schon so, dass einen die Eltern sehr verunsichern können ;-)
Meine Mum kann mich auch schon mal ganz schön irre machen. Gerade, wenn ich selbst an Entscheidungen von mir zweifle.
Das war damals das Thema Langzeitstillen. Ich war mir nicht so sicher, ob das wirklich gut für mein Kind ist und da kommt meine Mutter und hält mir meinen Egoismus vor, dass ich unseren Sohn nur so lange stillen würde, weil ich ihn von mir abhängig machen will.

War natürlich Blödsinn, das hab ich zum Glück für mich dann auch so entdeckt und hab dann auch alles abgeblockt, was meine Mutter noch zu dem Thema zu sagen hatte.

Jedenfalls finde ich es gemein von deiner Mutter, dir Egoismus vorzuwerfen. Hier geht es eben nicht nur um deine Kinder, sondern auch um dich. Du musst dich auch wohl fühlen, sonst wird irgendwann alles nur noch zum Krampf.
Ich denke, das ist ein Thema, was du nciht mit deiner Mutter bereden kannst... #kratz

Entscheide für dich, ob es möglich ist, dass du wieder nach 2 Jahren umziehen wirst. Mach dir die Motive, aus denen du umziehst nochmal klar.
Ist es realistisch, dass das neue Heim deine Wünsche befriedigen kann?

Es ist wirklich eure Sache. Wie eure Kinder die Umzüge verkraften liegt auch an euch.
Brigantia schrieb ja, dass der Freund ihres Sohnes heute noch weinen würde, wenn die miteinander telefonieren. das finde ich ehrlich gesagt recht seltsam #kratz normalerweise leben sich Kinder doch recht schnell in neue Begebenheiten wieder ein...??? #kratz
Der Verlust von Freunden und ein Neuanfang gehört nun mal zum Leben dazu. Es liegt an dir, dein Kind darauf vorzubereiten und ihm den Wiedereinstieg in die neue Gemeinde zu erleichtern.

Nimm die Worte deiner Mutter als Denkanstoß, aber nicht als Tatsache. Die Zeiten, wo Mamis Wort Gesetz war, sind für uns, die wir selbst Mamas sind, vorbei. #liebdrueck

Beitrag von florimama 01.05.10 - 20:37 Uhr

Aber mittlerweile zweifle ich ja schon selber. Ich will meinem Großen nicht damit weh tun oder es im unnötig schwer machen. Es ist jetzt so, dass ich voll im Zwiespalt bin. Doch nochmal Pobacken zusammenkneifen und die nächsten vier Jahre hier bleiben um meinen Sohn den Schulwechsel zu ersparen. Vier Jahre deswegen, weil dann der Schulwechsel eh kommt. Grundschule hier ok aber dann soll er schon auf eine "bessere" (kein Gymnasium, sondern Sozial und schulisch bessere Schule, hier bei uns die hat keinen guten Ruf) Schule, dann muss er eh damit klar kommen, dass er wohl den großteil seiner freunde nicht mehr sehen kann. Mein Kleiner wäre dann auch am ende vom Kiga und auch auf ihn würde dann der Wechsel zukommen. Also alles in allem günstig auch für einen Wegzug aus dem Dorf.

Auf der anderen Seite nerven mich hier einige Dinge, die sich nicht einfach änder lassen, die mich aber einfach ankotzen und es mir einfach total schwer machen hier zu leben. Außerdem bin ich Tagesmutter und mein Kleiner teilt sich das Kinderzimmer mit den Tageskindern. Noch ist es kein Problem aber er wird ja älter und ich will ihm schon sein eigenes Reich gönnen, wo er eben nicht alles teilen muss. In dieser Wohnung geht es aber einfach nicht anders.

Ach mensch, jetzt zweifel ich schon selber... Im Moment weiß ich einfach auch nicht.................................................