Mann ist gegen Kiga Gruppe. Wie überzeugen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von pinklady666 30.04.10 - 23:47 Uhr

Hallo ihr Lieben

Wir haben derzeit folgendes Problem.
Mitte Mai wird Marie endlich im Kindergarten eingewöhnt. Wir freuen uns schon, da es nun endlich Zeit für sie wird.
Nun hat mein Mann heute die Mama von Maries Spielkreisfreund getroffen. Er geht schon seit Dezember in den Kiga, Marie wird in die selbe Gruppe kommen. Tja, und sie erzählt meinem Mann dass der Große die Treppe der 2. Ebene so blöd runter gefallen ist, dass der Arm durch ist. Er musste schon operiert werden, ist wohl an ner total blöden Stelle gebrochen und bringt noch einige Probleme für den Großen mit sich.
Nun weigert sich mein Mann Marie in diese Gruppe gehen zu lassen, weil er Angst hat ihr könnte das auch passieren.
Ehrlich, ich verstehe seine Ängste. Es ist schlimm, was da passiert ist und es tut mit auch unendlich leid für den Großen. Die Erzieherin war blöderweise noch alleine im Zimmer, das regt ihn am Meisten auf (die Zweitkraft hatte wohl Urlaub bzw. Fortbildung).
Aber ich bin der Meinung es kann immer was passieren. Er ist halt blöd gefallen. Und gerade wenn man alleine ist kann man bei 25 Kindern nicht überall gleichzeitig sein.
Ich vertraue der Erzieherin, habe mein Vorpraktikum bei ihr gemacht und bin sehr überzeugt von ihrer Arbeit. Darum habe ich auch alles daran gesetzt dass Marie zu ihr kommen wird.
Und nun stellt mein Mann sich queer.
Er müsste eigentlich wissen, dass sowas überall und vor allem jedem passieren könnte. Mir selbst ist was ähnliches auch schon passiert. In einer Turnstunde hat ein Junge aus meier Gruppe den Ball so blöd ins Gesicht bekommen, dass die Nase zweimal gebrochen war. Ich stand daneben, hätte nix machen können. Ich hab mir auch riesige Vorwürfe gemacht. Hab den Jungen, der geschossen hat (mit voller Absicht übrigens) kurz vorher noch im Gebet gehabt, weil er für solche Aktionen bekannt ist.
Mein Mann hatte das mitbekommen, war der Meinung dass sowas halt leider passieren kann.
Und nun macht er so nen Aufstand.
Wie soll ich ihm nur begreiflich machen, dass Marie auch in anderen Zimmern was pasieren könnte (bzw. bei anderen Erzieherinnen). Derzeit ist er, was das Thema angeht sehr stur und beharrt auf seiner Meinung.
Aber ich habe mir ja was dabei gedacht Marie genau in dieses Zimmer zu geben (kenne die Einrichtung und die Erzieherinnen ja, da ich dort auch schonmal gearbeitet habe). Übrigens, es ist unter anderem deshalb so wichtig, dass auch er hinter der Entscheidung für die Erzieherin steht, weil er die Eingewöhnung machtn muss, ich bekomme leider keinen Urlaub.
Freue mich auf euer Ratschläge

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von cankus 01.05.10 - 00:08 Uhr

Hallo erstmal:-)

hmm, schwierige Situation, deine Ansichten habe ich auch, überall kann was passieren, überall gibt es Stufen, also auch in anderen Kindergärten.
Ausserdem hätten 4 erzieherinnen in der Gruppe sein können, sowas passiert so schnell, selbst wenn man daneben stehen würde, kann man es doch manchmal nicht verhindern.

Zu deiner frage, mach doch ein Termin im kiga aus für ein Gespräch, wo ihr beide dabei sein könnt.
Dann kann dein Mann seine Ängste äußern und die Leitung oder erz. könnten drauf eingehen.
Oder fragt mal im kiga nach ob dein Mann mal einen Vormittag hospitieren kann, also das machen wir jedenfalls in unserer kita auch wenn eltern danach fragen, bin auch Erzieherin.

Tja mehr fällt mir auch nicht ein, aber früher oder später wird er loslassen müssen

Hoffe ich konnte helfen

lg#sonne

Beitrag von pinklady666 01.05.10 - 00:13 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort.
Wir haben am Montag unser Erstgespräch mit der Leitung, da werde ich das auf jeden Fall ansprechen.
Danach dürfen wir uns noch die Gruppe ansehen und werden bestimmt ne Zeit lang da bleiben (die Erzieherin und ich haben bestimmt einiges zu besprechen, da wir uns schon ewig nicht mehr gesehen haben ;-)). Da wird mein Mann auch einen Einblick bekommen.
Mein Problem ist, dass er möchte, dass wir am Montag gleich sagen, dass Marie in ein anderes Zimmer ohne die Gefahrenquelle der 2. Ebene ist, kommt. Ohne groß darüber zu reden. Für ihn steht der Entschluss fest.
Tja, vielleicht ändert er seine Meinung ja noch und gibt der Erzieherin ne Chance.

Beitrag von cankus 01.05.10 - 00:55 Uhr

Ich drücke die Daumen#pro viel#klee und lg

Beitrag von sunflower.1976 01.05.10 - 00:10 Uhr

Hallo!

Wie Du schon schreibst, solche Unfälle können immer passieren. Mein großer Sohn hat seine heftigste Beule im KiGa bekommen, weil er über irgendwas gestolpert ist und mit dem Kopf den Stuhl erwischt hat, auf dem die Erzieherin saß. Sie konnte so schnell auch nichts machen...

Ich denke mal, dass in den meisten Gruppen eine Erzieherin mal alleine ist. Klar sollte das nicht über längere Zeit sein (so wie leider in der Gruppe unseres großen Sohnes über mehrere Monate), aber stunden- oder auch mal tageweise ist das nicht ungewöhnlich.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man mit der grundsätzlichen Einstellung und Arbeitsweise der Erzieherinnen zurecht kommt.

LG Silvia

Beitrag von pinklady666 01.05.10 - 00:19 Uhr

Hallo Silvia

Danke für deine Antwort.
Was du schreibst weiß mein Mann. Er bekommt es bei mir ja mit, wie oft ich alleine im Zimmer bin. Die Kollegin hat halt mal Urlaub und Fortbildungen machen wir auch regelmäßig. Er kam auch schon öfter bei mir auf der Arbeit vorbei (um Marie zu bringen z.B.) und hat gesehen wie es abgeht wenn der Bär mal steppt.
Am liebsten wäre es ihm glaube ich, wenn Marie weiterhin mit mir mitgehen würde.
Ich hoffe er wird am Montag, wenn wir unser Erstgespräch haben, sehen, wie toll die Gruppe und auch die Erzieherin sind.

Liebe Grüße

Beitrag von sunflower.1976 01.05.10 - 13:38 Uhr

Hallo!

Kann es sein, dass es Deinem Mann überhaupt schwerfällt, dass Eure Tochter schon so groß, also kein Kleinkind mehr sondern schon ein selbstständiges Kindergartenkind ist?
Und dass er jetzt "Gründe" für sich sucht, die aus seiner Sicht gegen den Besuch des KiGas ohne Dich sprechen?

Meinem Mann fiel es bei unserem großen Sohn auch schwer, ihn während der Eingewöhnungsphase im KiGa "abzugeben", also alleine dort zu lassen.

LG Silvia

Beitrag von pinklady666 01.05.10 - 15:14 Uhr

Ich denke das spielt mit eine Rolle. Er ist immer sehr überängstlich, möte jede nur mögliche Gefahr aus dem Weg räumen. Dazu ist e natürlich schwer sein Kind mit einer weiteren Bezugsperson "zu teilen". Es wird halt jetzt ein Abschnitt in Maries Leben beginnen, wo sie wieder ein gutes Stück selbstständiger und ohne uns sein wird. Das ist in der Tat sehr schwer für ihn. Männer halt ;-)

Beitrag von vukodlacri 01.05.10 - 08:07 Uhr

Hmmm, ich kann deinen Mann da sehr gut verstehen #gruebel
Allerdings aus anderen Gründen...denn eine Einrichtung, bei der es auf 25 Kinder zeitweise nur eine einzige Betreuungsperson gibt, käme für mich nicht in Frage.
Ich dachte schon, bei uns wäre der Betreuungsschlüssel mit 2 Erziehern und 1-2 Praktikanten/FSJlern auf 25 Kinder mies und habe mich deswegen für eine Eltern-Ini entschieden.
Bei einer Erzieherin auf 25 Kinder ist doch in Hoch-Zeiten praktisch schon vorprogrammiert, dass irgendwas passiert. Da gebe ich deinem Mann vollkommen recht, dass er seine Tochter nicht ausreichend betreut sieht. Ginge mir ganz genauso.

LG

Beitrag von cankus 01.05.10 - 09:14 Uhr

Hallo

Ihre Kollegin war in Urlaub, sie arbeitet nicht mit 25 kindern alleine.
Diese Situation wirst du in ALLEN kitas vorfinden, glaub mir;-)
Personalmangel ist immer mit Streß verbunden, aber es ist eine frage der Absprache, Organisation und gute zusammenarbeit. Den einen kitas gelingt das super, den anderen weniger.
In einer Eltern-ini. wirst du auch dieses problem haben, gut da kenn ich mich nicht sooo aus, aber ich denke wenn kurzfristig jemand krank wird, werden die Eltern auch probleme bekommen auf die schnelle jemanden zu organisieren.

Hab doch recht, oder;-)

lg die ERZIEHERIN#schein

Beitrag von vukodlacri 01.05.10 - 12:46 Uhr

In unserer Eltern-Ini sinds 4 Erzieher auf 18 Kinder von 2-6 Jahren. Kurzfristige Krankheit kann natürlich immer was durcheinanderwerfen, aber es ging ja um nen geplanten Urlaub der zweiten Betreuungsperson. Und das find ich, geht gar nich. Man kann doch nicht ernsthaft nur eine Betreuungsperson mit 25 Kindern allein lassen. Das find ich utopisch, da kann man sich noch so gut absprechen und organisieren. Btw finde ich nicht, dass soviele Kinder auf einmal sich vorhersehbar organisieren lassen. Ich hab auch mal im KiGa gearbeitet, und ich mein, Kinder sind schließlich keine Roboter.
Aber dieser schlechte Betreuungsschlüssel in öffentlichen KiGas war neben der vollwertigen Ernährung einer der ausschlaggebenden Gründe für uns, eine Eltern-Ini zu wählen.

LG

vukodlacri

Beitrag von babyball2007 01.05.10 - 18:03 Uhr

Hallo,

ich kenne das auch nur so, dass in einer normalen Kindergartengruppe (3-6 JAHRE) 25 Kinder sind, die von 2 Erzieherinnen betreut werden. Wenn eine der beiden krank ist oder Urlaub hat ist man allein mit den Kids.

Da ich auch mal die Ausbildung zur Erzieherin gemacht habe, musste ich das am eigenen Leib erleben. Nachdem ich wochenlang allein mit den Kiddies war wusste ich, den Job willst du nicht weitermachen. So habe ich noch studiert : )

LG

Beitrag von pinklady666 01.05.10 - 13:47 Uhr

Hallo

Danke für deine Antwort.
Ich bin ja selber Erzieherin und es ist in der Tat so, dass man an manchen Tagen alleine ist.
Wer soll denn Vertretung für ein oder zwei Urlaubs- oder Fortbildungstagen (ich habe sogar immer eine Woche lang Fortbildung für meine Fachausbildung) machen?
Elterninitiativen spielen natürlich in einer anderen Liga. Das käme für uns jedoch schon wegen der Rahmenbedingungen und des Konzepts nicht in Frage.
Und selbst wenn man Praktikanten, FOSler (wir haben sogar nen Zivi in meinem Zimmer) hat, heißt das nicht automatisch, dass der Betreuungsschlüssel besser ist. Was glaubst du, was die Praxisanleitung Zeitaufwendig ist? Das ist alles Zeit, die am Kind verlohren geht. Wir haben natürlich auch Praktikanten und wie schon geschrieben einen Zivi. In meinem Zimmer sind wir dank AFI zeitweise zu fünft im Zimmer. Trotzdem haben wir auch Unfälle, weil man eben nicht überall gleichzeitig sein kann.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von hutzel_1 01.05.10 - 10:47 Uhr

Verzwickte Sache, aber ich denke, Du hast Recht! Mein Sohn ist seit er 12 Monate alt ist in der Kita, seine Gruppe ist im 1. Stock.

Als er 21 Monate alt war ist er die Treppe hinaufgegangen, um ihn herum (zufällig) 3 (!!!) Erzieherinnen. Als unten ein Kind seinen Namen rief hat er sich umgedreht und ist die Treppe hinuntergeflogen. Die drei Erzieherinnen konnten allesamt nicht so schnell reagieren, wie er unten war.

Es gibt keine totale Sicherheit und der Unfall in Eurer KiTa ist sicherlich nicht absichtlich passiert. Vielleicht beruhigt sich Dein Mann ja, wenn er die Eingewöhnung mitmacht und die Arbeitsweise der Fachkräfte erlebt!

Habe lange selber in KiTas gearbeitet und es sitmmt einfach, Du kannst nicht alle sverhindern, wie zu Hause ja auch.

LG,
Hutzel_1

Beitrag von pinklady666 01.05.10 - 13:50 Uhr

Hallo Hutzel_1

Danke für deine Antwort.
Ich hoffe, dass mein Mann am Montag, wenn wir unser Erstgespräch haben, seine Meinung ändern wird.
Da er die Erzieherin noch nicht kennt, kann er sie ja auch noch nicht einschätzen. Aber spätestens bei der Eingewöhnung wird sich das ja ändern. Da wird er sehen wie kompetent sie ist.
Habe mir Vorsichtshalber mal den ersten Tag der Eingewöhnung kurzfristig frei genommen und werde mit gehen.

Liebe Grüße

Bianca