Übertreibe ich es wirklich?? Vorsicht lang geworden

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Beitrag von 260304 01.05.10 - 15:43 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist jetzt 5 Wochen alt.
Wir hatten leider eine sehr schwierige Geburt.
Er ist mit der Schulter steckengeblieben, bekam keine Luft mehr und wurde blau im Gesicht und mußte dadurch sehr schnell rausgezogen werden.
Für ihn war das alles sehr traumatisch und er kämpft jeden Tag damit.
Mir als Mama, macht das natürlich sehr zu schaffen, da sich sowas natürlich keiner für sein Kind wünscht.

Er brauch momentan sehr viel Aufmerksamkeit, Liebe und Zuwendung. Was er natürlich auch von mir bekommt. Mein Mann muß arbeiten und kann sich natürlich nicht so intensiv um ihn kümmern.
Er schläft auch tagsüber nur auf meinem Arm oder meinen Schoß, lege ich ihn in mein Bett, schreit er gleich oder wird sie sofort wach und schreit dann.
Beruhigen lässt er sich nur an der Brust (wird gestillt)
Da ich das natürlich nicht möchte, lasse ich ihn gleich bei mir. Ich liebe die Nähe zu ihm und finde es toll den ganzen Tag mit ihm zu schmusen. #verliebt

Er veträgt auch keine anderen Menschen oder andere Umgebungen. Sprich: gestern den Kinderarztbesuch hat er mit 3 Stunden brüllen quittiert.
Deshalb vermeide ich es, daß uns momentan jemand besuchen kommt und wir nur das Nötigste mit ihm weggehen (außer der tägliche Spaziergang).
Leider hat weder meine Umwelt, noch mein mann Verständnis dafür. Mein mann erklärte mir gestern im Streit, ich würde es maßlos übertreiben und mich zu Hause eingraben und mich hinter unserer schweren Geburt "verstecken".
Dauernd nerven die Verwandten mit Besuchen, jeder will vorbeikommen und ihn anglotzen wie im Museum.
Mich nervt das einfach.

Unser Kind ist grade mal 5 Wochen alt, völlig überfordert mit allen und brauch einfach nur seine Eltern. Muß ich ihm da dauernd irgendwelche Leute zumuten??
Ich muß mir dann anhören, ich verwöhne, er ist doch schon 5 Wochen :-[:-[
Meine Mutter war auch sauer, weil er sich nicht auf den Arm nehmen ließ und sie anbrüllte. Und er brüllte abends 2 Stunden, als sie hier war. Und ihr einziger Kommentar: Könnt ihr den nicht auf den Arm nehmen und beruhigen?? #schock
Und dann immer, früher war das nicht so ... bei euch war das nicht so ...
Ist ja erst 28 Jahre her .... :-p
Desweiteren sitzt er nur das Nötigste im Maxi Cosi, is ja nicht gut dort länger drinne zu sitzen.
Gestern rief die Mutter meines Mannes an und fragte, ob er denn jetzt endlich mal länger Autofahren könne.
Da bin ich explodiert #zitter Meine Mutter sagt auch, 2 Stunden zur Oma kann er doch fahren. Nein kann er nicht #zitter
Jeder muß sich einmischen und weiß alles besser.
Das geht mir so auf die Ketten ..
Jeder denkt nur an sich, keiner an das arme Kind. Jeder will ihn nur ansehen, antatschen und rumschleppen.
Keinen interessiert es, wie es ihm geht und wie ihm das gefällt.
Jeder ist dann immer gleich sauer, wenn man ihm die Meinung sagt..

Is doch lang geworden. #hicks
Wer hat auch solche Problemchen und kann mich verstehen? Ich bin langsam echt mit meinen Nerven am Ende und ich brauche sie für die Schreiattaken meines Sohnes.
Warum haben die Leute eigentlich keine eigenen Leben und müssen sich permanent bei anderen einmischen?
Können die nicht einfach akzeptieren, daß er noch seine Zeit braucht?
Findet ihr auch, ich übertreibe es?

LG Sandra mit Luca, die langsam keine Lust mehr hat :-(

Beitrag von kati1978 01.05.10 - 15:58 Uhr

Hallo Sandra!

Ich kann dich total verstehen und ich finde eindeutig: Nein, du übertreibst nicht! Denn erstens weiß eine Mutter immer besser, was ihrem Kind gut tut, das ist einfach Instinkt. Und außerdem braucht nicht nur der Kleine Ruhe, auch du musst dich ja erst mal eingewöhnen.

Dass deine Familie dafür kein Verständnis hat, ist schade, aber deren Problem! :-p Bleib bei deinem Standpunkt, auch wenn es schwer fällt. Die Zeit geht ja vorbei. Es gibt eben sensible Kinder, ich hab auch so ein Seelchen. #verliebt Und da kann keiner sagen: Bei euch war das früher anders... Dein Sohn hat ja wohl das Recht, seine eigene Persönlichkeit zu haben!!! Diese Vergleiche regen mich auch immer auf! #augen

Das Hauptproblem ist aber wohl, dass du dich mit deinem Mann in der Wolle hast deswegen. Aber er kann es eben auch nicht so nachvollziehen. Versuch ruhig zu bleiben, aber mach keine Kompromisse auf Kosten den Kindes.

Ganz liebe Grüße! #liebdrueck

Kati mit Julian 15.05.09

Beitrag von 260304 01.05.10 - 16:44 Uhr

Leider hatte ich auch mehr von meiner Mutter erwartet, aber irgendwie ist sie auch durchgedreht und ist nur noch am Tipps und Ratschlägen verteilen.

Ja, leider haben mein Mann und ich uns in der wolle.
Er hat sich das auch einfacher vorgestellt.
Ich versuche ihn in alles mit einzubeziehen, aber irgendwie kriegen wir es nicht hin.
Aber Geduld und Ausdauer ...

Ich mache nix auf Kosten meines Sohnes, das habe ich meinen Mann schon klargemacht, daß dulde ich nicht.
Das will er natürlich auch nicht.

LG

Beitrag von mukmukk 01.05.10 - 15:59 Uhr

Hallo Sandra!

Ihr seid noch im Wochenbett! Nehmt Euch die Zeit, die ihr braucht. Hast Du eine Hebamme? Sprich doch mal mit ihr über Eure Probleme.

Ich kann Deine Situation nicht nachempfinden, da wir eine sehr entspannte Geburt hatten und Finja von Anfang an ein freundliches und pflegeleichtes Kind war. Ich habe Besuche daher nie als lästig empfunden. Sicher geht es Deinen Besuchern ähnlich. Ich finde allerdings schade, dass sie offenbar nicht versuchen, Euch etwas Verständnis entgegen zu bringen.

Vielleicht gehst Du auch mal mit Luca zum Baby-Osteopathen. Oftmals haben die Kleinen nämlich nach einer recht traumatischen Geburt Blockaden, die ihnen Schmerzen bereiten. Sprich doch auch darüber mal mit der Hebi. Wir haben sehr gute Erfahrungen dort gemacht, weil Finja (trotz entspannter und schneller Geburt) Blockaden hatte, die sie am Drehen/Krabbeln gehindert haben.

Alles Gute für Euch #herzlich

Steffi mit Finja (11 Monate)

Beitrag von 260304 01.05.10 - 16:20 Uhr

Hallo Steffi,

danke für deinen Zuspruch.
Ich habe eine Hebamme, ist eine gute Idee mit ihr mal zu reden.

Ach habe ich vergessen zu erwähnen, wir gehen schon zum Osteopathen, sie ist auf Babys/Kleinkinder spezialisiert. Waren schon 2x da und ist ist eine Besserung in Sicht.
Leider hat er durch die Geburt sehr viele Krämpfe/Verspannungen und es wird noch mehrere Sitzungen benötigen.
Aber es hilft ihm und das ist mir am Wichtigsten ;-)

Ach ja, mein Mann ist dagegen, trotz Besserung und als die Rechnung kam, wollte er es verbieten.
Naja, Ende vom Lied ist, ich zahle es selber und gehe weiter hin. #zitter

Danke

Beitrag von celia791 01.05.10 - 16:46 Uhr

Hallo,

wenn ein Ostheopath nicht helfen kann, dann schau mal hier:
www.kiss-kid.de
Unsere Grosse hatte das damals auch, weder KIA noch Ostheopath haben uns weitergeholfen. Erst im Nachhinein zur "Nachbehandlung".
Wir waren bei Dr. Biedermann in Köln, eine Behandlung und gut war es!
Auf der Seite findest Du deutschlandweite Adressen dazu.

Lieben Gruss, Celia.

Beitrag von 260304 01.05.10 - 16:52 Uhr

Danke für den Hinweis.
Leider sind die alle sehr weit weg von uns.
Vllt finde ich noch jemanden in der Nähe.

LG

Beitrag von schnee-weisschen 01.05.10 - 16:00 Uhr

Hey,

nein, das finde ich nicht, ich finde, Du reagierst total mütterlich und richtig.
Du hast den Kleinen die ganzen 9 (bzw. 10) Monate im Bauch gehabt, von Anfang an die engste Bindung zu ihm und kannst seine Bedürfnisse einfach am besten einschätzen.

Bei uns war es mit der Geburt ähnlich.
Mein Sohn hatte sich mit der Nabelschnur mehrfach stranguliert, die Herztöne waren tagelang ganz schlecht, am Ende gar nicht mehr vorhanden. Sie haben ihn praktisch rausgerissen, da war er schon total blau und gestaut.
Man merkt nicht wirklich etwas von einem Geburtstrauma, was aber auch daran liegen kann, dass er ständigen Körperkontakt hat, direkt neben mir schläft, bei Bedarf auch jede halbe Stunde gestillt wird etc. Nur nachts schreit er im Schlaf immer mal wieder kurz auf.

Ich würde, wenn es Deinem Kleinen solche offensichtlichen Probs macht, die Kontakte auch auf ein Minimum reduzieren.
Mir wäre da auch völlig schnurz, was andere dazu sagen, denn Du bist die Mutter und in dem Fall der Anwalt des Kindes.
Du musst ihn beschützen.
Wenn andere das nicht nachvollziehen können, haben sie ein emotionales Defizit.


LG

sw

Beitrag von 260304 01.05.10 - 16:57 Uhr

Ui, deine Geburt klingt ja noch schlimmer als unsere #liebdrueck
Ja es gibt tage, da stille ich auch im halben Stunden Takt und heute klappt es super. Da ist mal Abstand dazwischen.

Die Kontakte habe ich reduziert und blocke momentan alle Anfragen ab.
Aber leider hält sich das Verständnis in Grenzen.
Meine eigene Schwester teilte mir doch lapidar mit, wenn man ein Baby bekommt, muß man damit rechnen, daß alle es sehen wollen :-[
Sie wollte, als er eine Woche alt war, hier 3 Tage aufschlagen mit ihrem Freund, den ich noch nie gesehen habe.
Ohne Worte ...

LG

Beitrag von miau2 01.05.10 - 16:02 Uhr

Hi,
also, vornweg: nein, du übertreibst nicht. Die Phase nennt sich "Wochenbett" und sollte optimalerweise bedeuten, dass Mama und Kind in der Zeit vor allem kuscheln und ihre Ruhe haben.

(Wobei spätestens beim zweiten Kind "Ruhe" eh kein Thema mehr ist, aber das ist ja eine andere Geschichte...).

Was du beschreibst ist vollkommen normales Babyverhalten. Der Kleine war neun Monate von lauten Geräuschen, Bewegungen, Helligkeit...abgeschirmt, das hat sich plötzlich verändert. Natürlich reagieren viele Babys auf Abweichungen vom Üblichen mit Unruhe, Geschrei usw., und natürlich ist es total richtig, dann einfach für die nötige Ruhe zu sorgen. Es ist vollkommen in Ordnung und normal, dass sich Babys in dem Alter nicht gerne ablegen lassen. Sie haben eine instinktive Angst davor: ihr Instinkt sagt ihnen, dass sie irgendwo abgelegt ohne Überlebenschance sind. Leider ist ihr Instinkt in der Moderne, wo es irgendwie "sein soll", Kinder möglichst schnell möglichst lange irgendwo abzulegen nicht angekommen...

Dein Baby verhält sich vollkommen normal.

Zu dem Punkt "hinter der schweren Geburt verstecken"...wie gesagt, es klingt alles nach einem "ganz normalen Babyverhalten". Und danach, als hättest du einen guten Instinkt dafür, was für den Kleinen gut ist.

Das kann natürlich niemand per Ferndiagnose sagen, aber ich denke nicht, dass dieses Verhalten unbedingt etwas mit der Geburt zu tun hat...klar kann es sein, aber genau so verhalten sich auch viele Babys nach super leichten Geburten, nach Kaiserschnittgeburten...weil es eben total normal ist.

Vielleicht solltest du dieses "Argument" "einfach" weglassen...

Lass es langsam angehen, wenn dein Baby Hektik nicht verträgt, das ist schon richtig so.

Keine Ahnung, ob du es machst, aber für Babys, die so sensibel auf die Außenwelt reagieren sind Tragetücher erst recht empfehlenswert: gut abgeschirmt kann man so - wenn man will! (oder muss, beim zweiten Kind ging es nicht so, wie ich wollte) - viel mehr unternehmen, ohne dem Kind so viel zuzumuten.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von 260304 01.05.10 - 17:05 Uhr

Das tut mal gut zu hören.
Den ersten Abschnitt wiederholte ich auch schon mehrmals.
Und vor allem, dein Baby verhält sich vollkommen normal. :-D

Das er so schreit und sich nicht beruhigen lässt, wurde mir durch Hebamme und Osteopath bestätigt, liegt an seiner Geburt.
Da soviel Druck auf ihn ausgeübt wurde, ist bei ihm der Nacken, Kopf usw. verspannt und löst bei ihm Schmerzen aus.
Aber wir sind in Behandlung es wird besser ;-)

Tragetuch habe ich mir extra geholt, aber leider ist das nicht seine Welt.
Einmal hat es geklappt für ne Stunde.
Kaum habe ich ihn da drinne, macht er die Augen auf und fängt an zu schreien.

LG

Beitrag von hej-da 01.05.10 - 17:21 Uhr

Legst du ihn schlafend rein?

Beitrag von 260304 02.05.10 - 11:10 Uhr

Ja ich lege ihn schlafend rein.
Wach kann man das nicht machen, da würde er sofort anfangen zu schreien.
Ich kann ihn nichtmal in den Kinderwagen legen ohne Brüllerei.

Beitrag von xmoonlightx 01.05.10 - 16:03 Uhr

Hallo Sandra

also ich finde du übertreibst nicht !

Denn ganz ehrlich, ihr hattet eine schwere Geburt und du als Mutter merkst am besten wie es deinem Kind geht und wie es momentan auf die Umwelt und das Umfeld reagiert.
Und wenn du merkst das es deinem Luca besser geht so wie du es jetzt handhabst dann finde ich das vollkommen ok.

Dein Mann kann das nicht nachvollziehn weil er schließlich kein Kind zur Welt gebracht hat, diese innigen Gefühle haben einfach die Mütter und dann ist dein Sohn ja auch erst 5 !! Wochen alt.

In dieser Zeit hab ich auch den Besuch so gering wie möglich gehalten. Erst müsst ihr euch mal eingewöhnen und der Kleine muss auch erst mal lernen sich wohlzufühlen. Und diese Zeit gibst du ihm gerade und das ist ganz wichtig und zwar für euch beide.

Du hast schließlich dieses Baby nicht dazu bekommen damit man es durch alle Hände gibt und jeder mal antatschen darf. Das verwechseln die Leute sehr schnell, selbst wenn es Verwandtschaft ist und wäre ich du würde ich das noch mal klarstellen und genau das auch noch mal meinem Mann vor Augen halten.

Du hast also vollkommen Recht, erholt euch, kuschelt, und genießt. Diese Zeit geht so schnell vorüber, halt sie gut fest !!!


Liebe Grüße an euch.
Alles alles Gute !
..
Sara und Mia *8.7.09#verliebt

Beitrag von 260304 02.05.10 - 11:15 Uhr

Hallo Sara,

danke für die aufbauenden Worte.
Tut echt mal gut, wenn mal jemand sagt, daß ich richtig handele. Zweifele langsam an mir selber.

Ich sag auch immer, man soll die Zeit genießen, solange sie noch kuscheln wollen. Irgendwann isses vorbei und dann is Mama doof ;-)

LG

Beitrag von hej-da 01.05.10 - 16:06 Uhr

Hallo Sandra!

Ich kann dich nur zu gut verstehen!#liebdrueck
Bei uns sah es in den ersten Wochen ähnlich aus.
Unser Wurm wurde mit 2550g geboren und wir mußten eine Woche auf der Intensiv verbringen. Sind dann mit einem grenzwertigen Biliwert entlassen worden und wollten uns dann erstmal als Familie "kennenlernen". Ich habe mich auch erst komplett von der Außenwelt zurückgezogen. Ich war anfangs allerdings auch echt ein bißchen überfordert mit meiner Rolle als Mama und brauchte etwas Zeit um mich da reinzufinden. Ich hatte keine Lust irgendwen zu sehen, habe mir pausenlos Sorgen um den Zwerg gemacht und wollte nur meine Ruhe haben.
Das wurde von ganz alleine anders. Irgendwann hatte ich den akuten Drang auch mal wieder am "normalen" Leben teilzunehmen:-p
Gib euch dreien etwas Zeit. Mein Mann und ich mußten damals auch ganz schön dran arbeiten, auf einmal Eltern und nicht mehr Paar zu sein.....war anfangs sehr schwierig, aber jetzt sind wir ein Team!

Hast du ein Tragetuch?

LG

Beitrag von 260304 02.05.10 - 11:20 Uhr

Ich kenne das, ich bin auch mal überfordert, aber ich denke das ist ganz normal.
Ich mache mir auch immer Sorgen um meinen Engel.
Und Ruhe haben kenne ich, ich hatte einen Milchstau vor 2 Wochen mit 40 Grad Fieber, das hat auch niemanden interessiert.
meine Mutter war nur sauer, weil sie nicht vorbeikommen konnte #augen

Wir arbeiten momentan auch dran Eltern zu sein.
Das ist ein hartes Stück Arbeit, aber für unseren Kleinen isses das wert.
Wenn sich mal alle Partein raushalten würden, wären wir auch ne glückliche Familie.

Ja ich habe ein Tragetuch, aber das findet er nicht so gut. Einmal hat es für ne Stunde geklappt.
Nächste Woche will ich mir mal für einer Profibinderin zeigen lassen, wie ich es besser machen kann.
Vllt mag er es dann lieber.

LG

Beitrag von mamantje 01.05.10 - 16:11 Uhr

Vorsicht, könnte lang werden... #cool

Hier, ICH. Ich verstehe dich nur zu gut. Lass dich mal #liebdrueck

Mal mein Beispiel: Liliana ist 9 Wochen zu früh geboren, hatte 1645g und 41cm. Sie lag noch 7 Wochen im KH... es war alles einfach beschissen, ich habe nur geheult abends. Als sie zu Hause war fing es an. Jeder will es besser wissen. Ich bin mit ihr kein Auto gefahren, weil ich Angst hatte (Atmung & ihre Frühchenprobleme). Meine Eltern wohnen 1,5 Stunden von hier entfernt. Mach dies so, mach dies so... stell dich nicht so an, ist doch alles gut gegangen :-[ Da kommt mir die Galle hoch. Ich kanns gar nicht beschreiben. Alle wollen gucken, tatschen, oh wie süß, bla bla bla, gib mal her, ich will halten... tatsch tatsch... bla bla bla :-[ Ich koche immer noch. Kein Schwein interessiert sich für die Probleme, für meine Gefühle #bla usw. Ich könnt nen Roman schreiben.

Ums kurz zu machen: ich bin innerlich fast explodiert und ausgerastet die letzten Wochen. Mir ging so richtig die Hutschnur hoch! Habe dann eins gemacht - weil ich wußte ich dreh sonst durch: ICH bestimme über mein Kind, denn ICH bin die Mutter. Wenn ich keinen Besuch will, dann nicht. Wenn ich nicht weg fahre dann nicht. UND VORALLEM wenn ich Liliana nicht rumreiche, DANN NICHT! Sie ist kein Wanderpokal! #aerger
Das ganze geht so weit, dass ich meiner Oma (da gibts aber auch andere Kriegsgründe #aerger) den Kampf angesagt habe. Freunde kann man sich auch aussuchen. Warum soll man zur Verwandtschaft immer sch*** freundlich sein? Nur weil "Verwandtschaft" drauf steht? Nein, bei mir nicht #cool

Ich will dir damit sagen: versuch cool zu bleiben, lass dich nicht beeinflussen und steh drüber. Mach genau das, was du für richtig hältst. Du bist die Mama und handelst nach deinem Bauchgefühl schon richtig. Und deinem Mann solltest du mal sagen, dass er hinter euch stehen soll. Meiner hält zum Glück die "Klappe" #verliebt und kann mich bißchen verstehen, nach meiner absolut bescheidenen Schwangerschaft (von der übrigens niemand aus der Verwandtschaft was mitgekriegt hat - ich lag ewig im KH, interessierte Niemanden, außer meinen Eltern #aerger)
Es läßt nach und du wirst ruhiger werden mit der Zeit. Ich bin mit Liliana das erste und bisher einzige Mal die Strecke zu meinen Eltern gefahren, als sie 4 Monate alt war. Jetzt ist sie 5 Monate alt. Sie hatten uns bis dahin besucht, alle anderen haben sie bis dahin nicht gesehen. Ich hab ne riesige Verwandtschaft und die Hälfte hat sie noch nicht gesehen. Ich mach mir keinen Stress. Und wer mich deswegen anmault kann doch auch her kommen... so seh ich das. Was kann ich dafür wenns keiner macht.

Lange Rede, kurzer Sinn... es gibt mit Sicherheit Frauen denen es genauso geht wie dir (massenweise z.B. im Frühchen-Forum, da erleben das viele). Steh drüber und genieß die Zeit mit deinem Kleinen. Alle anderen können gaffen wenn du bereit dazu bist. Und gib ihn doch nur in andere Hände wenn du das auch möchtest. Wo steht geschrieben, dass man kleine niedliche Babys immer rumreichen muß? Das ist meine Meinung. Punkt #cool

LG Antje mit Liliana #herzlich

#blume

Beitrag von 260304 02.05.10 - 11:36 Uhr

Hallo Antje,

erstmal es tut mir leid, daß euer Start ins Leben auch nicht so positiv war , sogar noch schlimmer als bei uns.
Ich hatte meinen Engel wenigstens gleich bei mir.

Autofahren kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Meine Eltern wohnen auch 4 Stunden von hier und nerven jetzt schon, wann kommt ihr denn mal?
In absehbarer Zeit definitiv nicht.
Wir fahren auch nur das Nötigste, zum Kinderarzt müssen wir leider oder wenn ich zum Arzt muß.
Ansonsten vermeide ich es auch.
Es ist auch jedesmal ein Riesenakt, bis er in dem Ding sitzt und nicht brüllt.
Desweiteren sitzt er da ja so unnatürlich und kann noch nicht mal sein Köpfchen halten, da will ich ihn da nicht drinnehaben. Versteht keiner, früher war das so....
Wen interessierts, heute isses halt anders #augen

Viele Verwandte haben ihn auch noch nicht gesehen, daß ist mir aber egal. Ich habe auch meiner Schwester gesagt, er wird immer 2 Beine, 2 Arme und nen Kopf haben. ;-) War sie auch sauer, aber mir mittlerweile egal.

Zum Thema anfassen und rumtragen bin ich genau deiner Meinung. Ich möchte das auch einfach nicht haben. Der Begriff Wanderpokal trifft es da ziemlich gut ;-)
meine Mutter war noch keine 5 min hier und wollte gleich das Kind. Mein Mann gabs ihr gleich (ich war nur auf dem Balkon :-[) und dann legt sie das brüllende Kind einfach auf ne Decke!! Da bin ich ausgeflippt. Der arme Kerl hatte Hunger und sie legt ihn einfach irgendwo hin.
Eingesehen hat sie es auch nicht, aber ich habe ihr die Leviten gelesen.
Und wenn es so weitergeht, werde ich auch einigen Leuten die freundschaft kündigen. Und gut, daß alle weiterweg wohnen, da muß man nicht dauernd hin und sagt einfach, man hat keine Zeit.
Und mit meinem Mann rede ich nachher, wenn er wieder da ist. Ich hoffe es hilft.

Ich danke dir für deine Unterstützung, daß tut mal gut zu hören, das auch andere meine Meinung haben. Komme mir manchmal ziemlich alleine damit vor. :-(

Is auch lang geworden #rofl

LG

Beitrag von yorks 01.05.10 - 16:25 Uhr

Ich habe auch so ein "Sensibelchen" zu Hause. Er schrie wochenlang von morgens bis abends, schlief nur auf dem Arm ein und kein anderer außer ich durfte im Raum sein. Ich durfte ihn nie alleine lassen und er war ständig mit allem und nichts überfordert.

Mich hat auch keiner verstanden, ich habe zwischenzeitlich sehr an mir selbst gezweifelt. Hatte Angst, dass er ewig nur in meinen Armen einschlafen wird, das er nie aufhört zu schreien und er immer Angst vor anderen Menschen haben wird.

Inzwischen ist Louis 4 Monate alt. Er schläft nicht mehr auf meinem Arm, schreit nur noch genauso oft wie andere Babys auch (vielleicht noch etwas mehr aber laaaange nicht mehr so schlimm). Was geblieben ist, ist das Fremdeln. Es braucht nur jemand in den Kinderwagen schauen, kann auch die Oma sein, dann schreit er wie verrückt. Aber es gibt solche und solche Tage und es wird besser. Ich vertraue einfach darauf, dass er es von alleine ablegt und das wird er. Ich gebe ihm die Sicherheit die er braucht und somit bin ich bisher super gefahren und viele Problemchen haben sich von selbst gelöst. Das Fremdeln vergeht dann auch noch.

Noch bist du im Wochenbett und danach nimm dir genauso viel Zeit wie du brauchst. Du solltest dich aber auf keinen Fall zu Hause einschließen. Ich bin trotzdem mit Louis zur Rückbildung und in die Babymassage. Werde auch eine Krabbelgruppe besuchen, nur damit ich ein Mal in der Woche rauskomme und Louis lernt so mit der Zeit auch andere Kinder und Erwachsene kennen, ohne Druck.

LG yorks mit Louis (4 Monate alt)

Beitrag von 260304 01.05.10 - 17:10 Uhr

Du Arme, ich kann dich voll und ganz verstehen, auch wenn es dir jetzt nicht mehr hilft. #liebdrueck

Ein Schreikind ist er nicht. Er lässt sich auch vom papa beruhigen und schläft auch auf seinem Arm ein, das erleichtert vieles. Aber er geht ja auch arbeiten.
Und ich kriege ihn ganz gut beruhigt, außer wenn er Koliken hat, dann hilft nix. #zitter

Und einschließen tue ich mich nicht.
Nächste Woche steht die erste Babymassage an (hoffe das hilft seinem Bauch).
Zur Rückbildung gehe ich natürlich auch.
Und in ein paar Wochen ist auch Babyschwimmen dran, das liebt er nämlich.

Viel Glück weiterhin für euch #herzlich

Beitrag von yorks 01.05.10 - 19:11 Uhr

Louis hatte auch 3 Monatskoliken, es half auch gar nichts.

Die Massage wird ihm gut tun. Glaub mal, das regelt sich von ganz alleine und wenn ich das gleich gewusst hätte, dann wäre ich von Anfang an ruhiger gewesen. Zuerst habe ich mich immer gerechtfertigt vor der Familie aber dann hab ich es sein lassen und wurde von meinem Kleinen für meine Ruhe und Geduld belohnt. :-D

Beitrag von 260304 02.05.10 - 11:23 Uhr

Ja, mache ich jetzt auch so.
So isses nunmal und man kann es nicht ändern.
Ich werde auch grade belohnt, mein Engel liegt in meinen Schoß und schmust mit mir #verliebt

LG

Beitrag von aeni 01.05.10 - 16:32 Uhr

Ich kann dich verstehen, bei Nora war's genauso...das Problem das aber daraus resultierte war, dass sie auch mit fast einem Jahr noch richtig gefremdelt hat...wenn wir irgendwo anders als zuhause waren hat sie nur geschrien...sogar zuhause durfte ich nichtmal kurz aus dem Raum um aufs Klo zu gehen oder in der Küche was zu holen...sie hat sofort geschrien...

Mit der Zeit wurde es besser als Linus dann auf der Welt war...aber sie ist immernoch sehr eifersüchtig auf jeden der mir zu nahe kommt und ist so stur...sowas hab ich noch nie erlebt...

Lg

Beitrag von 260304 01.05.10 - 16:47 Uhr

Das hoffe ich mal nicht, daß er mit einem jahr noch so ist.
Er lässt sich ja vom papa schon beruhigen udn schläft auch bei ihm ein, das hilft schonmal viel.

Dir weiterhin alles Gute

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