Sind Einzelhunde unglücklicher als Hunde in Mehrhundehaltung?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von kja1985 01.05.10 - 22:46 Uhr

Hallo,

mein Hund ist jetzt fast ein Jahr alt. Es läuft alles gut mit ihm, nur habe ich oft ein schlechtes Gewissen, dass er ganz allein bei uns ist. Er hat recht wenig Hundekontakte, weil wir im Wald selten jemand anders treffen (vielleicht zweimal die Woche) und die "Hundewiese" ist jetzt im Sommer auch nicht mehr nutzbar, weil da soviele Radfahrer sind.

Ich hätte also gern als Gesellschaft einen Zweithund. Aber eigentlich reicht mir für mich im Moment einer. Ich bin täglich eine Stunde mit ihm allein im Wald und zwei bis drei Stunden mit den Kindern unterwegs. Gestern mit meiner Tochter (4) auf dem Roller, meinem Sohn (2) auf dem Puky Wutsch und ich hab noch Buggy geschoben und Hund domptiert und so quer durch die Stadt bis zum Park, da komm ich schon an meine Grenzen alles zu koordinieren #schwitz Da will ich gar nicht an einen Zweithund denken.

Klar fände ich einen zweiten Hund toll, weil ich Hunde einfach gern hab. Aber ob das im Alltag so eine kluge Idee ist? Vielleicht lieber noch vier Jahre warten, bis der Kürzeste in der Schule ist, aber vielleicht ist mein Hund dann schon ein verhärmter grantiger Einzelgänger *sorgenmach*.

Was ist besser für den Hund? Meint ihr er kommt zurecht damit so selten Hundekontakte zu haben? Ich kann ihm schlecht den Artgenossen ersetzen und hab oft ein schlechtes Gewissen.

Mein Ersthund hatte eine Lebensgefährtin (die Hündin meiner Mutter) und der war oft genervt von ihr. Der hat nächtelang auf der Treppe gesessen und geschmollt, weil sie sich so breit gemacht hat etc. Ich glaube er wäre lieber Einzelhund gewesen. Aber das kann man wahrscheinlich auch nicht pauschalisieren, ich denke mein jetziger Hund würde sich über Gesellschaft freuen. Aber würde ich mich auch freuen?

Beitrag von shera01.05.00 01.05.10 - 23:01 Uhr

Hi

Also wir haben usn einen 2. geholt. Unser Marley ist noch ein welpe bzw. langasam halbstarker#schwitz dobermann. Vielleicht kannst du dich ja an meine threads erinnern;-)

Wir sind jeden tag mit ihm auf der hundewiese, sind mittlerweile eine stammgruppe und er wurde im rudel voll und ganz aufgenommen. Da ich persönl. es aber schöne finde von jeder Tierart immer 2 zu halten. Habe ich mich nach einem 2. Hund umgesehen. Allerdings kein welpe, masochistisch veranlagt bin ich nun weider auch nicht#schein#rofl

Sokam unsere Bella zu uns, link mit Fotos unter dem thread daumen drücken zu finden.

Mittlerweile schon ein herz und eine seele. Ich finde es tut unserem hund gut und uns auch. Aber ob es jedem hund so ergeht, weiss ich nicht. Hunde leben ja normalerweise im rudel aber ob sie jetzt unglücklich sind, wenn sie keinen kontakte zu anderen hunden haben #kratz

Du gibst dir deine antwort aber irgendwo selber. Du hast 2 kinder sagst du kommt selber an deine grenzen wenn du mit allen richtung wald und dazu erstmal durhc die stadt musst. Also lass es. Meine meinung.

Google doch mal ob der deutsche tierschutzverein bei euch nicht solche hundeauslaufflächen anbietet. Ist alles eingezäunt.

LG
Denise

Beitrag von kja1985 01.05.10 - 23:04 Uhr

Hallo,

die richtige Hundewiese ist 30 Kilometer weg, das ist zu viel um sie regelmäßig aufzusuchen.

Ja, ich erinnere mich an deine Threads, aber wann zeigst du denn mal FOTOS *Frechheit*. Bin ja gespannt ob das bei euch gut klappt, Dobermänner sollen ja hypersensibel sein. Bin gespannt was in der Flegelphase auf euch zu kommt. Bei meinem merkt man das nur an gelegentlichem Blumenkohl in den Ohren ;-)

Beitrag von shera01.05.00 02.05.10 - 11:19 Uhr

Naja hypersensibel ist er net.
sehr dickköpfig und stur. Wat er net will will er nicht. Da muss amn echt die ruhe bewahren. D.h. haben wir auch in de rhundeschule einzelunterricht.

Momentan wirds mit beiden ruhiger, sie spielen zwar drinnen was sie eigentl nicht sollen, da müssen wir dazwischen gehen

Also abends muss immer viel gekuschelt werden, total klasse.

Versuch mal bilder in meine VK zu laden. Mal gucken obs klappt;-)

Beitrag von maddytaddy 02.05.10 - 00:17 Uhr

Hi,

Habe so ziemlich das selbe Problem, da ich besonders im Winter kaum andere Hundehalter beim Spazieren gehen getroffen habe. Ist jetzt im Sommer aber besser geworden. Ca 1-2 mal die Woche treffen wir auf Bekannte oder manchmal auch Fremde mit Hund und dann wird 10-15 Minuten gespielt und danach noch ein Stück gemeinsam gelaufen.

Das ist jetzt so ok denke ich mal. Ich hatte mir davor überlegt ein paar Zettel im Supermarkt, beim Bäcker/Metzger usw. auszuhängen ob jemand mit Hund Lust hat einmal die Woche gemeinsam spazieren zu gehen. Vllt wär das was für dich?

LG

Beitrag von hexenwesen25 02.05.10 - 01:01 Uhr

Hallo,

überfordere dich nicht. Es ist für dich vermutlich so schon nicht immer einfach Kinder und Hund unter einen Hut zu bekommen, das wird mit einem 2. Hund sicher nicht einfacher.
Für deinen Hund wäre es wahrscheinlich schon schön wenn da ein Artgenosse wäre. Aber vielleicht gibt es ja noch andere alternativen für dich gerade weil die Kinder noch sehr jung sind und dich so sehr fordern. Vielleicht kannst du ja eine Anzeige in der Zeitung aufgeben das du Hundebesitzer suchst für gemeinsame spaziergänge oder du hängst einen Zettel im Geschäft auf. Denk erst an dich was du noch schaffen kannst, jeder hat eine Grenze.
Lg Nicole

Beitrag von joy1975 02.05.10 - 08:57 Uhr

Ich würde mir das gut überlegen mit einem zweiten Hund. Wie Du selbst schon festgestellt hast, ist es logistisch schwieriger, vor allem wenn man auch noch Kinder hat. Das ist ja wie ein Rudel Flöhe hüten.

Denk auch mal an das Thema in den Urlaub fahren. Einen Hund kriegt man immer irgendwie unter (Freunde etc.) oder nimmt ihn mit, bei zwei Hunden wir die Auswahl an Ferienwohnungen etc. doch deutlich kleiner.

Kannst Du Dir nicht jemanden zum gemeinsamen Gassi gehen suchen, damit Dein Hund mehr Kontakt hat?

Grundsätzlich finde ich es schon wichtig, dass Hunde ausreichend Kontakt zu Artgenossen haben, vor allem damit sie ihr Sozialverhalten immer ausreichend trainieren können.
Dass Einzelhunde grundsätzlich unglücklicher sind, glaube ich nicht, das wird stark vom Hund abhängen.

Mein jetziger Hund stammt aus einem polnischen Tierheim, wo er circa 5 Jahre lang gelebt hat. Danach war er noch circa 4 Monate in einer Pflegefamilie in Deutschland, wo auch Hunde waren. Jetzt ist er "allein" und er findet das super. Er ist immer noch total verträglich, aber ich habe nicht im geringsten das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Vielmehr scheint er zu genießen, dass sich endlich einmal alles um ihn dreht und er nicht Nr. 3 bis 300 ist.

Beitrag von sjbaby 02.05.10 - 09:00 Uhr

Hallo,

wir hatten das letzte Jahr über immer wieder "Zweithunde" hier, zur Urlaubspflege oder als Pflegehund. Das Ende vom Lied war, dass die Hunde zwar viel im Garten zusammen gespielt haben, beim Gassi gehen aber immer an der Leine waren, weil mir das mit Kleinkind einfach zu gefährlich war, weil 2 Hunde ein Rudel und damit manchmal ziemlich unberechenbar im Umgang mit anderen Hunden sind #schein

Nun ist unsere Hündin wieder Alleinherrscherin und sie genießt es, dass ich ohne Leine mit ihr gehen kann und sie der Chef ist :-p

Als die Zweithunde da waren war sie nie 100% stubenrein, jetzt ist sie es plötzlich. Das ist Argument genug für mich, dass sie sich so wohler fühlt. Eigentlich ist die Familie ja das Rudel für sie, die konzentriert sich auch wieder mehr auf mich und ist anhänglicher. Vorher war sie oft selbstständiger.

LG

Beitrag von pechawa 02.05.10 - 10:50 Uhr

Hallo,

für mich persönlich würden keine 2 Hunde in Frage kommen, weil ich mich 100 % auf diesen 1 konzentrieren wollte, evt. Agility o.ä. mit ihm machen würde und ein 2. Hund und dessen Ansprüche mir zuviel wären. Ich kenne allerdings auch die andere Seite: eine Freundin von mir hat 2 Hunde - einen Labrador und einen spanischen Jagdhund - Da sie berufstätig ist, wäre es auch dem 1. Hund gegenüber nicht akzeptabel, ihn solange alleine zu lassen. Aber als sie den 1. Hund bekamen, bestand die Familie aus 6 Personen, es war immer jemand zum Gassi gehen da, mittlerweile sind 3 der Kinder ausgezogen und dieser 2. Hund ersetzt sozusagen die fehlenden Familienmitglieder ;-) Allerdings ist es so, dass durch diesen 2. Hund, der aus dem Tierschutz kam und alle fremden Hunde verbellt, der erstere dieses Verhalten übernommen hatte und es nicht so einfach ist, mit beiden spazieren zu gehen!
Ein Freund meines Mannes allerdings besitzt 2 schwarze Labradorrüden (Vater + Sohn) - nicht kastriert - und da läuft es total einfach ab, die Hunde verstehen sich prächtig, auch mit anderen und sind unterwegs total easy zu händeln.
Es kommt wohl auf die Hunde an und auf die Menschen, wie sie mit ihnen umgehen, ob es reibungslos klappt, oder nicht,

LG

Beitrag von sora76 02.05.10 - 13:44 Uhr

Hallo!

Also ich würd das nicht machen. Du hast Kinder und dann 2 Hunde....das würd ich mir nicht antun.
Wir hatten auch immer nur einen Hund.

Vielleicht ist es Sinnvoll sich mit Leuten anzufreunden, die Hunde haben. Wir haben damals Leute beim Gassigehen kennengelernt und später haben wir uns dann jeden Tag um die gleiche Zeit verabredet. Das hat unserem Hund total gereicht.
Auch gibts sicherlich bei euch eine Hundeschule/Agility wo man Leute kennenlernen kann. Ich würde eher auf diese Schiene gehen.

LG Sonja

Beitrag von kja1985 02.05.10 - 18:52 Uhr

Hallo,

Hundeleute kenne ich schon, aber die haben natürlich - wie ich - auch noch andere Dinge zu tun als Gassi gehen, so dass wir selten zu den selben Zeiten gehen :-( Hundeschule könnte ich nur am Sonntag und da hat meine auserwählte zu. Zumal dort ja kein Freispiel stattfindet.

Beitrag von sandycheeks 02.05.10 - 20:00 Uhr

Hunde brauchen Sozialkontakt zu anderen Hunden, das steht außer Frage.

Aber:

Ein Hund muß nicht jeden Tag mit 20 anderen Hunden Kontakt haben. Der Hund zieht ja den Sozialpartner Mensch dem Sozialpartner Hund vor. Eine in 20 000 Jahren Domestikation gewachsene Bindung zweier völlig unterschiedlicher Spezies.

Wenn also jetzt Dein Hund 2 mal in der Woche Kontakt zu Artgenossen hat und diesen auch richtig auskosten (Freilauf mit freiem Spiel das die Hunden nach "gutdünken" gestalten dürfen) kann, dann wird seine (Hunde-)Welt wohl vollkommen in Ordnung sein.

Wichtig ist natürlich das "seine" Menschen sich ausreichend mit ihm beschäftigen und er nicht jeden Tag 8 Stunden alleine sein muß. Aber das scheint ja bei Euch nicht der Fall zu sein.

Ich sehe bei Euch keine zwingende Notwendigkeit einen weiteren Hund anzuschaffen. Du zweifelst ob Du dem gewachsen wärst, also hör auf Dein Bauchgefühl.

Für ein schlechtes Gewissen dem Hund gegenüber seh ich keinen Grund.

Beitrag von kja1985 03.05.10 - 01:06 Uhr

Danke! Das macht es mir leichter die Entscheidung für einen Zweithund zu verschieben ;-) Vielleicht gibt es mal einen zweiten, aber ich würde schon gerne warten bis meine Kinder aus dem Gröbsten raus sind.