Jack Russel=Terrorzwerg?

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Beitrag von lia-sue 02.05.10 - 10:35 Uhr

Hallo,
überlege immer noch welchen Hund ich mir anschaffen möchte.
Jackys find ich optisch schon mal ganz süss. Ich kenne 3, aber das sind absolute Nervensägen #kratz.
Wie lastet ihr eure aus und wie bleibt ihr der Chef damit aus einem Jack Russel kein Terrorzwerg wird?
Kann man das überhaupt verallgemeinern oder hängt es viel vom Züchter und natürlich von einem selber ab?

Gruss Lia

Beitrag von sternenzauber24 02.05.10 - 11:12 Uhr

Hallo,

Wir haben auch einen Jack Russel Terrier. Es sind natürlich Flummies, brauchen viel bewegung und beschäftigung, unser geht gern schwimmen, apportiert gerne, ist ein Schweinchen und wälzt sich gern mal in Aas, und in Erdhügelchen.
Hört aber gut, kann frei laufen, hat keinen großen Jagdinstinkt und mag alle anderen Hunde.
Es sind in jedem Fall Sportliche Hunde, eigentlich ideal für Kinder so ab 6 jahre ( mein Sohn spielt liebend gern mit ihm), und überhaupt kein Terrorzwerg.
Wir haben einen Jacky vom Bekannten oft in Pflege, der zieht wie Sau, macht sich im Bett breit etc.
Wenn er bei uns ist, macht er das nicht, auf mich hört er Super.
Es kommt darauf an wie man mit dem Hund umgeht, viele finden Jackys süß sind ka knuffig im aussehen, der wird ohne zu überlegen angeschafft und man kommt schnell an seine Grenzen.
Denn ein Jacky ist kein Schoßhund, auch wenn er so Klein ist ( unser hat gerade mal 27cm) er will gefordert werden, dabei sein und hat keine angst vor anderen Hunden.
Ich mag Jackys, sie haben nen dickkopf- aber den hab ich auch. Ich brauche einen Hund der mich fordert, ser intelligent ist und lernen will. Ein Maltester zum ausführen wäre jetzt nix für mich.
Bei größeren wäre es der Schäferhund, oder Husky der mich fasziniert, oder der Spitz der auch nicht einfach ist.

Chef zu sein, bedeutet beim Jacky nichts anderes als bei anderen Rassen aus. Du mußt überzeugend sein. ICH bin Rudelführer, ich gebe den takt an. Liebevolle konsequente Erziehung, und beschäftigung. Der Hund muß laufen, rennen, toben, und kopfbeschäftigung haben.

Es sind absolut keine Nervensägen, sondern richtige Hunde im kleineren Körper. Verkuschelt, gelehrig, robust.. sehr sehr robust und werden übrigens Steinalt. Ein Hund der arbeiten will, Kontakt zu Hunden liebt und der lustig ist bis ins hohe Alter. Schwierig wird es, wenn sie unterfordert sind, ich kann nicht 10 Stunden arbeiten und der Hund hockt in der Bude. Das geht nicht, dann werden die frustig.

Auch Terrier lassen sich erziehen, nur Fehler verzeiht die Rasse nicht so schnell, wie z.B. die einfachere Fransösische Bulldogge oder so.

Man muß selbstbewußt sein, aktiv und bereit sein den Hund zu beschäftigen. Ne Schnarchnase sieht anders aus...

LG, Julia

Beitrag von derwisch80 02.05.10 - 13:22 Uhr

Hallo!
Wir haben einen Parson Russel. Duplizier den Beitrag meiner Vorschreiberin, zwecks Persönlichkeit und Erziehung der Rassse, auch auf mich. Dem ist nicht mehr allzuviel hinzuzufügen.

Ich hatte mir die Rasse zur Arbeit als Rettungshund ausgesucht. Die Züchterin habe ich mir genau angesehen und war mit Ihrer Art vollauf zufrieden!
Ausser das mein Hund nicht bellt (was unsere Arbeit etwas schwieriger macht), ist an dem Hund nichts auszusetzen.;-)

Beitrag von minimal2006 02.05.10 - 19:19 Uhr

Hallo Lia

Ich habe selbst ein Rasseportrait geschrieben..
Ich kopier dir mal ein paar Passagen hier rein.

Meine Vorschreiberinnen haben schon viel gesagt..was auch absolut treffend ist.

Achte bitte auf eine saubere Linie.
Die Rasse ist noch sehr jung (seit Nov. 1990 erst FCI anerkannt).
Erbliche Dinge wie Patella-Luxation, PLL ect. sollten ordentlich untersucht sein.

Hier ein bissel Info-Stoff von mir ;-)


Jack Russell Terrier – Rasseportrait

Nun, seid 2000 bin ich dieser tollen Rasse verfallen...und möchte nun eigens ein Rasseportrait erstellen.

Vorab…wir sind eine fünfköpfige Familie (zwei Erwachsene, drei Kinder). Also jede Menge Leben in der Bude und das ist für einen JRT/PRT genau DAS was er braucht. Lebendigkeit! Was jetzt nicht heißt, das diese Rasse immer in Großfamilien soll...

Der JRT ist kein Hund für Leute, die den lieben langen Tag zu Hause sitzen und nichts bzw. wenig mit dem Hund unternehmen. Ich habe im Laufe der Jahre schon einige Bekanntschaften mit JRT Besitzern gemacht. Am Verhalten des Hundes konnte ich immer festlegen, ob Herrchen/Frauchen diesem Hund gerecht sind oder nicht. (lieber würde ich sagen „ihn verdient haben“)

Betrachtet man die Geschichte des Jack Russell Terriers, so muss man ihn als relativ junge Rasse betrachten. Erst seit November 2000 ist der JRT vorläufig anerkannt. Der JRT gehört zu den Niederläufern. Auf den Papieren zeichnet sich so eine klare Abgrenzung zum hochläufigen Parson Russell ab. Oft können Laien die beiden Rassen nicht unterscheiden.

Wesen:
Der Jack Russell besticht durch ein tolles, typisches „Terrier-Temperament“. Aufgrund seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er der perfekte Familien- und Begleithund. Er ist verträglich, kinderfreundlich und sehr treu. Wenn er auf „seine“ Menschen geprägt ist, ist er der perfekte Begleiter und Freund. Für mich ein Hund, den man einfach lieb haben muss. Freund, Tröster, witzig, charmant, wissbegierig, sehr intelligent und sehr gelehrig. Sie lieben Wasser, buddeln gerne Löcher und gehen leidenschaftlich gerne auf Tour.
Meist hat der JRT eine einzige Bezugsperson. In den Jahren in denen ich JRT und PRT hatte, konnte ich dies sehr gut beobachten. Sie freuen sich über jeden aus der Familie bzw. aus "ihrem" Rudel. Aber bei ihrem, persönlichen „Favorit“ ganz besonders. Dies zeigen sie auch ganz deutlich. Da kann Herrchen rufen und machen, was er will…wenn Frauchen da ist (oder auch umgekehrt) ist alles und jeder andere abgeschrieben.

Erziehung:
Durch seine Intelligenz und sein gewieftes Verhalten braucht er eine konsequente Erziehung. Terrier sind bekannt für ihre Sturheit. Sie sollten dem Hund immer einen Schritt voraus sein. Wie bereits erwähnt, ist der Jacki in seinen Ursprüngen ein Jagd und Arbeitshund. Daher möchte er Beschäftigung und Ausgleich in seinem Alltag. Er eignet sich hervorragend für Agilty oder Obedience. Auch Clicker-Training bringt ihm große Freude. Ich bin immer wieder begeistert, wie lehrreich und wissbegierig meine Hunde sind. Sehr schnell haben sie ein neues Kommando gelernt und es ist ihnen immer wieder eine Freude, auf’s Neue herausgefordert zu werden.

;-)

Eine Züchterliste bekommst du bei
www.kft-online.de

Oder du informierst dich auf KfT/VDH Ausstellungen direkt vor Ort. Du kannst dir die Rasse anschauen und gleich alle Fragen stellen, die du hast.

Große Ausstellungen findest du im Kalender des
www.vdh.de

Wenn du noch Fragen hast.. dann melde dich

LG Tanja