Mit mitte 30 schon zu alt um zu studieren?

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Beitrag von lauras_stern 02.05.10 - 18:44 Uhr

Hallo

ich hab mir die letzten Tage viel Gedanken darum gemacht wie es in meinem Leben weitergehen soll.
Aktuell hab ich einen festen & unbefristeten Arbeitsvertrag
und der Job macht mir auch total Spaß, allerdings will ich diese Tätigkeit nicht ewig machen (zu eintönig und zu wenig Geld) Ich werd in wenigen Wochen 30 Jahre alt.
So, da ich aber schon immer einen Traumberuf hatte und in der Jugend nicht ganz soviel Ausdauer hatte was durchzuziehen dachte ich mir jetzt, wo ich sowieso neue Herausforderungen suche, mein Fachabi nazuholen und dann Sozialpädagogik zu studieren um dann später als Suchttherapeut zu arbeiten.

Allerdings wäre es bis dahin ein langer Weg. Ich müsste zuerst mal die Fachoberschulreife erwerben um dann das Fachabi zu bekommen. Das alles dauert ca. 2 Jahre. Dann noch 2 Jahre FOS und dann studieren. Ich wäre dann zu studienbeginn ca. 34 Jahre jung/alt.

Meint ihr das lohnt sich noch?

Privat habe ich derzeit keine Pläne. Ich habe meine Tochter (8 Jahre) und plane kein weiteres Kind.


Was denkt ihr, machen oder nicht machen?

Danke für eure Meinung! LG Laura

Beitrag von nicola_noah 02.05.10 - 18:53 Uhr

Hallo,

Warum solltest du dann zu Alt sein?
Ich sehe das nicht so.
Denn: Ich fange nächstes Jahr (mit 32) mein Medizin Studium endlich an#ole
Lang genug hat´s ja schließlich gedauert.
Denn Nächstes Jahr ist der Zeitpunkt wo alle Kinder in der Schule,Kiga,Betreuung sind.

Auf geht´s#huepf

Beitrag von sonntagsmalerin 03.05.10 - 11:31 Uhr

Wow, Hut ab!! Hast du denn schon in der Richtung was gemacht, medizinisch mein ich? Oder fängst du komplett von Vorne an? Was ist dein Ziel mit dem Studium?

Ich finde es jedenfalls bewundernswert und ganz toll!! :-)

Wünsche viel Erfolg!

Beitrag von maryalex 02.05.10 - 19:03 Uhr

Hallo!
Neee, das is keinesfalls zu alt, mach es einfach:-) Meine Schwester ist 40 und hat nen Magister in Geschichte, hat jetzt zum Sommersemester aber nochmal angefangen, zu studieren. Ein Aufbaustudiengang, mit dem sie nach 2 Jahren im Journalismus arbeiten kann.
LG Mary

Beitrag von snowwhite1974 03.05.10 - 11:25 Uhr

Hallo,

und was hat Deine Schwester mit dem Magister in Geschichte bislang gemacht? Ohne Erfahrung als Journalistin wird sie auch mit Aufbaustudium kaum einen ernsthaften Berufseinstieg schaffen - selbst als freie Mitarbeiterin dürfte das eher schwer sein.

Wie gesagt, studieren kann man viel - unabhängig vom Alter, ist halt die Frage, obs der beruflichen Zukunft förderlich ist.

Gruß snowwhite

Beitrag von ratatouille 02.05.10 - 19:12 Uhr

Nö, ist mit Sicherheit nicht zu alt.
Als ich Jura studiert hatte (und natürlich nicht beendet #hicks, da ich doof und alles andere interessanter war#augen), saß im Hörsaal tatsächlich ein Rentner #rofl, er meinte, daß er das schon immer machen wollte und jetzt endlich die Zeit hat.#cool
Ich fand das super.

Ich bewundere deinen Ehrgeiz, ICH könnte/ wollte nicht mehr die Schulbank drücken.#zitter
Wenn ich deinen Elan hätte, würde ich es vielleicht auch noch einmal probieren... und ich bin 39.;-)

Viel Glück wünsche ich dir von ganzem Herzen!#klee#pro

Beitrag von lisasimpson 02.05.10 - 19:23 Uhr

hmmm-
also ich dneke man ist mitte 30 sicher nicht zu alt für ein studium.
aber du hast ja wirklich noch einen lange weg vor dir, bsi es überhaupt so weit ist.
Wenn die finanzierung de nächsten 10 jahre also gesichert wäre- würde denke ich mal nichts dagegen sprechen - du müßtest ja mi t 34 ein studium beginnen, das mal mindestens 4 jahre dauert (keine ahnung ,wie dsa jetzt mit den masterstudiengängen so ist?!)- dabb bräuichtest du am besten ne (sucht-)therapeutische Zusatzqualifikation- die ja auch nochmal zeit (und meist auch geld) kostet- und dann willste mit 40 in nen beruf einsteigen, der echt schlecht bezahlt ist..

Ne bekannte hat mit mitte 30 angefangen medizin zu studieren- ist aber schon Dipl. Biologin und bringt daher einiges mit- ist denke ich mal eher ein lebenstraum von ihr als die aussicht auf nen guten job danach, der sie motiviert.
wenns das bei dir auch ist- dann nur los..
des jobs wegen wird sic hdsa nicht lohnen

lisasimpson

Beitrag von brausepulver 02.05.10 - 19:35 Uhr

Huhu

man ist NIE zu alt für einen Neuanfang. :-)

Im Studiengang meines Mannes (Medizin) waren damals sogar Leute, die 50 waren und begonnen haben zu studieren #gruebel

Liebe Grüße und viel Erfolg
Martha

Beitrag von babyball2007 02.05.10 - 19:37 Uhr

Hallo,

hier schreibt dir eine Sozialpädagogin :-D

In unserem Arbeitsbereich wird viel Erfahrung erwartet, das kannst du dann natürlich nicht nachweisen.

Dann will ich dich fragen ob du dir bewusst bist wie teuer ein Studium ist und wie hinterher das Gehalt aussieht?
Ich habe mir immer gesagt, dass es das wichtigste ist einen Job zu haben, der mir Spaß macht. Das Finanzielle hat mich nie interessiert.
Mittlerweile ist natürlich die erste Begeisterung vorbei und über das Gehalt kann ich nur lachen (im öffentlichen Dienst 2.300 Brutto). Zum Glück hab ich meinen Mann, der gut verdient. Ansonsten kann man sich davon allein nicht ernhähren, Miete zahlen und ein Auto halten.

LG

Beitrag von unipsycho 02.05.10 - 20:06 Uhr

"über das Gehalt kann ich nur lachen (im öffentlichen Dienst 2.300 Brutto) Zum Glück hab ich meinen Mann, der gut verdient. Ansonsten kann man sich davon allein nicht ernhähren, Miete zahlen und ein Auto halten."

#kratz
Ihr lebt aber auf einem teuren Pflaster....???
Ich hab für uns ausgerechnet, dass wir mit einem Gehalt von 1500 EUR Netto pro Elternteil Jeden Monat 500 EUR beiseite legen könnten... Ohne jetzt an irgendwas sparen zu müssen... #kratz
(momentan leben wir von 1700 EUR für alle)

Sag ich jetzt nur damit du nochmal über den Satz "Über das Gehalt kann ich nur lachen" nachdenkst.

Ich gönne euch euren Wohlstand :-)

Beitrag von babyball2007 02.05.10 - 20:43 Uhr

Also, als ich noch unverheiratet war bekam ich 1.300 Euro heraus, dann mit veränderter Steuerklasse 999 Euro.

Ich finde nicht, dass man damit große Sprünge machen kann.

Beitrag von unipsycho 02.05.10 - 21:32 Uhr

Echt??? #schock Das ja heftig!
ICh hatte 820 EUR raus, als ich für 1050 arbeiten ging.

Beitrag von papazei 03.05.10 - 07:38 Uhr

Unbipsycho sorry..aber wenn man einew Hochschulausbildung hat (Fach-), dann will man auch ordentlich bezahlt werden...und Sozilarbeiter sind es nicht...wobei man ist sich selber schuld...weil dies hätte man vorher wissen müssen...leider

Beitrag von unipsycho 03.05.10 - 07:56 Uhr

So war das nicht gemeint.
Klar, ich studiere doch nicht um nur 1000 Kröten mit heim zu bringen!
(Keine Ahnung, warum man für soziales Engagement weniger Gehalt bekommt, als für das Ruinieren von Banken... ;-))

Mich hat es nur so stutzig gemacht, dass sie meinte, dass man von dem Gehalt nicht leben könne. Allerdings bin ich gerade geschockt, was sie von ihren Brutto-Gehalt raus hat #kratz
Bei mir gingen 20% an den Fiskus und bei ihr sinds um die 50 #schock

*flüster* Ich hab auch vor später im Beruf das große Geld einzustreichen ;-) Ich kann mir nur gerade nicht vorstellen, was mein Mann und ich mit 3000 EUR pro Monat anfangen sollen, wenn wir jetzt mit 1700 gut klar kommen. #rofl #schein

Beitrag von papazei 03.05.10 - 11:42 Uhr

Hehe, da werde dich dir nicht verraten wie viel wir haben...du fragst aber wie man es schafft davon nicht zu leben...das ist relativ einfach...größeres Gehalt..teueres Wohnen, mehr Verischerungen und mehr Vorsorge..(nur an der privaten KV zahlen wir über 1000 im Monat) dann kommt der maximaler beitrag für den Kindergarten...das geld ist so schnell weg..

ungünstige Arbeitsstätte heißt z.b. zwei autos zu finanzieren...dann rechne dir die leasingraten und dazu noch Benzin..

das Geld ist so schnell weg..3000 ist nicht viel Geld..

Papazei

Beitrag von mama2kinder 02.05.10 - 19:37 Uhr

Ich finde es super, wenn man noch mal den Elan hat und seine Träume erfüllen will.

Allerdings würde ich mich genau informieren: wirst du in diesem Job mehr verdienen als in dem jetzigen, der dir ja auch Spaß macht? Wie sind später die Einstellungschancen?

Und noch eins: Wieso musst du erst 2 Jahre Fachoberschulreife machen (Fachoberschulreife=Fachabi) und dann noch mal 2 Jahre FOS - das ist doch das gleiche?!.

Für eine FH reicht übrigens die Fachoberschulreife. So weit ich weiß, kannst du nach bestandenem Grundstudium dann zT auch an eine Uni wechseln, da dies als gebundene Fachhochschulreife anerkannt wird.

Ich würde mich auch mal erkundigen, in wie weit ggf. deine Ausbildung und Berufserfahrung für ein FH Studium anerkannt werden könnte.

Also die Aussage 2 Jahre zum Fachabi und noch mal 2 Jahre FOS klingt für mich seltsam.
Erkundige dich noch mal.

Übrigens war ich als Mutter von minderjährigen Kindern von der Studiengebühr befreit. Siehe Studienbeitrags- und Hochschulabgabengesetz- Befreiung von Studiengebühren wegen Kindererziehung.

PS: ich habe einen festen Arbeitsvertrag aufgegeben für mein Studium. Überlege dir auch, dass so eine Sicherheit in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Beitrag von unipsycho 02.05.10 - 20:24 Uhr

Hallo!

Also wir haben einige über 30jährige in unserem Semester (alles Muttis), eine Lehrerin (vielleicht um die 50?), die gerade arbeitslos ist und einen Rentner.

Naja und als gelernte Krankenschwester ist der Beruf der Suchttherapeuten ja auch nicht so weit von dir entfernt, wie der der Bankangestellten... ;-)

Wie die anderen schon sagten würde ich mir das aber genau überlegen, zumal du fest im beruf stehst. Es geht ja nicht nur um das aktuelle Überleben, du musst ja auch fürs "Alter" vorsorgen.
Vielleicht kannst du dich ja um eine Ehrenamtstelle in der Richtung kümmern? Evtl mal reinschnuppern, oder so?
Oder es gibt vielleicht Weiterbildungen für Krankenschwestern in dem Bereich?
Oder du studierst neben dem Beruf? Fernuni, oder so?

Beitrag von elsa345 02.05.10 - 21:35 Uhr

Genau in Deinem Alter saß ich für einen Tag im Fachgym. und habe dann Angst bekommen, es finanziell nicht zu stemmen. Leider #klatsch
Und ich bereue es fast jeden Tag seit 10Jahren, denn jetzt wäre ich schon längst fertig. Mach es, sonst bedauerst Du es irgendwann.
Viel Glück und alles Gute!!!

Beitrag von xmarcix 02.05.10 - 21:57 Uhr

hi


als sozialpädagoge bist du noch kein suchttherapeut. da gehört auch noch ne weiterbildung zu. aber du kannst auch so in der suchthilfe arbeiten. ich an deiner stelle würde einfach mal anfangen!!


lg marcela (die froh ist wenn das studium endlich fertig ist)

Beitrag von brigantia 02.05.10 - 22:23 Uhr

Hallo,

du willst dieses Studium und um Wissen zu erwerben, ist man nie zu alt. Also mach es!

Ich habe nach der Schule auch erstmal eine 'Pause' eingelegt. Eine Ausbildung gemacht, gearbeitet und Kinder bekommen. Ab September sind meine Kinder alle unter in Schule und KiGa. Nächstes Jahr beginne ich dann mein Studium in Germanistik und Geschichte.

Es mag vielleicht ungewöhnlich sein, weil die meisten den Weg - erst Karriere, dann Kinder - gehen. Aber warum nicht umgedreht? Erst Kinder und dann Karriere? Sehe ich kein Problem drin. Eher im Gegenteil. Mir fällt das Lernen heute sehr viel leichter als als junges Ding, das den Kopf noch voll 'wichtigere' Sachen hatte. ;-)

Liebe Grüße,
Brigantia

Beitrag von sandycheecks 02.05.10 - 23:17 Uhr

Ich bin 37 Jahre alt und mache gerade mein Abi nach. Und das als allein Erziehende von drei Kindern.
Das Lernen ist nicht immer einfach und zeitlich begrenzt, denn die Kinder gehen nunmal vor.
Wer sagt denn das ich zu alt bin? Besser jetzt als nie. Wenn ich es nicht versuche, dann werde ich es später bereuen. Das weiss ich!

Beitrag von xandria 02.05.10 - 23:42 Uhr

Wie wärs mit dern Fernuni Hagen? Weiß zwar nicht, ob die sowas anbieten, aber dann wärst du "schneller" fertig.

LG und alles Gute

Beitrag von parzifal 03.05.10 - 00:47 Uhr

Die Hauptfrage ist doch, ob Du das finanziell stemmen kannst.

Wer finanziert das Ganze?

Beitrag von papazei 03.05.10 - 06:59 Uhr

Laura,
ich melde mich, weil ic hdies schon hinter mir haben...normalerweise würde ich sagen bis du nicht alt...allerdings würde ich von diesem job Finger lassen:

die Realität..du studierst zu Ende und dann bist du ein niemand..hast du einen arbeitgeber, der dir versprochen hat dich einzustellen...? Sozialarbeiter nehmen viele Honorarjobs an...halbtagsjobs..die noch grottenschlecht bezahlt sind...und nach und nach arbeiten sie sich dann hoch...ich kenne viele meiner Studienabgänger, die dann in einem Kita geendet sind...und die waren erfahren genug...

Wenn man zumindest was studiert hätte, wo dann die welt auf dich warten...aber sowas ? Es werden viele Jobs angeboten...die aber ganz schlecht bezahlt sind...und dann bist du noch niemand..du kommst an interessante Jobs an, weil du dich dann weiterqualifizieren muss..weitere Studiengänge7Weiterbildungen...gut..jedem das seine...

Papazei

Beitrag von nele27 03.05.10 - 09:55 Uhr

Hi,

prinzipiell ist man nie zu alt für Bildung.

Ich persönlich würde allerdings im "höheren" Alter schon drauf achten, ob ich nach dem Studium auch gute Jobchancen und Aussicht auf ein anständiges Gehalt habe (was bei Deinem gewählten Studiengang nicht so ist...).

Ich zumindest hätte keinen Bock auf die finanziellen Einbußen, wenn hinterher womöglich nichts dabei rum kommt.

Aber das mag auch dran liegen, dass ich mein Studium hinter mir habe und heilfroh bin, NICHT mehr in die Uni latschen zu müssen #freu

Bei mir wäre das Studieren an sich also kein Spaß, nur Mittel zum Zweck.

Aber wenn es Dir um die Bildung geht oder Du finanziel gut gestellt bist und die Einbußen Dich nicht stören - probier es aus!

LG, Nele

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