Sachen einstecken...nervig...wie erklär ich meinen Unmut???

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nena20 02.05.10 - 19:18 Uhr

Hallo zusammen,
bei uns in der Strasse wohnen noch zwei Mädels mit denen meine Töchter befreundet sind.
Die eine ist die beste Freundin meiner jüngeren Tochter, die andere eben auch eine Kindergartenfreundin.
Ich selbst bin auch mit beiden Mamis befreundet, jedoch verbindet mich mit der "bestenFreundinMama" mehr, da wir uns schon im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt haben und unsere beiden Mädels nur 4 Tage auseinander geboren wurden.
Die Mama des anderen Mädels ist erst vor 1 1/2 Jahren in unsere Strasse gezogen und ist wirklich total nett.
Das Kind ist allerdings manchmal etwas schwierig.
In Anwesenheit der Mutter hat es manchmal Wutausbrüche etc...mei - oh - mei...
Wenn die Kleine alleine bei uns ist...kein Thema. Verhält sich immer nett.
Mich nervt es manchmal, dass sie bei jedem zweiten Spielzeug, dass sie in Händen hält fragt: "Darf ich das haben? oder: Kaufst Du mir auch sowas?"
Naja, ich sag halt jedes mal "nein"... was soll ich auch sonst groß sagen.
Wirklich schlimm finde ich aber, dass sie ständig Kleinspielzeug einsteckt.
Wenn die Mama mal mit bei uns ist, dann lacht sie immer und meint: "Hihi, jetzt muss ich wieder Taschenkontrolle machen."
Ist die Mutter nicht da und das Mädel soll heimgehen, muss ich halt mal einen Blick in die Taschen werfen...zu 90% findet sich dann etwas aus unserem Kinderzimmer.
Ich würd ja vielleicht nix sagen, wenn das Mädel 1 1/2 wär, aber die Maus ist 5.
Das kann doch nicht angehen.
Und die Mutter lacht immer noch. Es geht mir also auch nicht darum die Mutter aufzuklären...sie kennt die Problematik ja...aber ich find das in dem Alter einfach nicht mehr in Ordnung.
Im Kindergarten stellt sich diese Problematik auch - vor allem wenn Spielzeugwoche ist und die Kinder mal Spielzeug von zu Hause mitbringen dürfen.
Ist aber nicht nur im Kiga oder bei uns so, sondern auch wenn das Mädel bei der "besten" Freundin meiner Tochter ist. Die Mutter sieht beim Gehen auch immer die Taschen durch...
Ich würde ja gerne mal mit der Mutter reden...aber wie?
Die Situation kennt sie, aber sie reagiert ja schon die ganzen letzten Monate nicht.
Und ihre kleinere Tochter macht das jetzt auch schon...
"Hihi...jetzt muss ich wieder Taschenkontrolle machen"...
hihi...
find ich gar nicht lustig.

Danke für Eure Antworten,
liebe Grüße ;-)
nena

Beitrag von mansojo 02.05.10 - 19:40 Uhr

Hallo,

doch da ist ein klärendes gespräch mit der mutter nötig

ich denke es ist ihr unangenehm wenn nicht peinlich und ist froh das du kein riesen aufstand machst

redet beide mit dem kind

wenn es nochmal was einsteckt gibt es erstmal keine besuche mehr

ihr mütter müsst da aber zusammen halten

lg manja

Beitrag von nena20 02.05.10 - 19:56 Uhr

Liebe Manja,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe mit der Mutter ganz zu Anfang schon mal gesprochen...ich bin mir auch darüber im Klaren, dass ich Ihr die Situation peinlich ist, aber ich weiß einfach nicht WIE ich mit ihr reden soll...
Sie ist eine so nette und herzliche Person und hat mit ihrer Tochter eh schon so viele Autoritätsprobleme...
Ich möchte auch nicht als die tolle Besserwisserin da stehen....
Bin ja selbst Erzieherin und habe mit "Elterngesprächen" überhaupt kein Problem...
Aber das ist immer beruflich...da spielen keine privaten Verhältnisse eine Rolle...
Hier ist die Sachlage etwas anders.
Ich möchte die Mutter nicht noch mehr belasten oder unser sehr gutes Verhältnis gefährden....
"Kritik" an ihrem Kind nimmt sie nicht wirklich gut auf/an.
Naja, vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit, aber auch dann ist es wie ein Fahrt auf Glatteis...
Danke aber nochmal für Deine Antwort.
LG nena

Beitrag von juniorette 02.05.10 - 19:54 Uhr

Hallo,

wo ist das Problem?

Das Kind ist 5 (!!!) Jahre alt! Wenn man dem Kind sagt "wenn du nochmal bei uns was einsteckst, darfst du uns nicht mehr besuchen kommen", wird es das auch verstehen.

Spielverabredungen können ja dann immer noch bei diesem Kind zu Hause statt finden.

Die andere Mütter würde ich über diese Regelung erst aufklären, wenn sie dich fragt, warum ihr Kind euch nicht mehr besuchen darf. Dann sagt sie vielleicht nicht mehr "Hi hi!" #augen
(Und das Verhalten des Kindes kommt für mich ganz klar von der "Hi hi"-Einstellung der Mutter.)

LG,
J.

Beitrag von nena20 02.05.10 - 20:02 Uhr

Hallo,
Danke für Deine Antwort.
Du hast auf jeden Fall recht.
Die Inkonsequenz der Mutter führt da ja auch dazu.
Aber ich kann das Kind nicht umerziehen.
Das muss wenn dann die Mutter machen.
Dafür ist das Mädel zu wenig bei uns.
Ich hab Ihr ja auch schon gesagt, dass die Spielsachen meinen Mädels gehören und sie das nicht einstecken soll.
Naja, interessiert sie nicht wirklich.
Und die Mutter ist halt immer seeeeeehr sensibel was ihre Kinder angeht.
Bei Ihr gibt es keine klare Anweisung sondern immer nur eine Aufforderung mit einem "ok???" am Schluss.
Hab ihr schonmal gesagt, dass eine "Anweisung" mit ok???? danach eine Fragestellung ist die ihr Kind locker auch mit NEIN beantworten kann und meistens auch tut.
Eine Anweisung ist eine Anweisung...keine Frage.
Aber das hat unser Verhältnis kurzzeitig mal etwas strapaziert. Wie gesagt: Kritik ist oder Erziehungstipps kommen nicht so gut an.
Danke nochmal für Deine Antwort.
Vielleicht ergibt sich doch mal eine gute Gelegenheit für ein Gespräch-
LG nena

Beitrag von janamausi 02.05.10 - 20:37 Uhr

Hallo!

Ich würde wenn das Kind das nächste mal da ist, die Taschen kontrollieren und wenn sich wieder etwas findet mit dem Kind sprechen und ihm deutlich machen, dass Du das nicht willst und ihr evtl. für paar Tage "Hausverbot" erteilen.

Danach würde ich aufgrund des aktuellen Vorfalles mit der Mutter sprechen und ihr sagen, dass Du das nicht willst und ihr deswegen Hausverbot erteilt hast. Dann wird sich sicherlich ein Gespräch ergeben...

LG janamausi

Beitrag von nena20 02.05.10 - 20:46 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Wäre das jetzt eine Mutter irgend eines anderen Kiga-Kindes, würde ich genaus verfahren.
Aber wir sind mit der Familie eben befreundet und die Mutter reagiert auf Kritik oder Erziehungstipps nicht wirklich gelassen.
Ich fühl mich so in der Zwickmühle, weil ich auch unsere Freundschaft nicht belasten will.
Habe ja selbst schon mit dem Kind geredet...aber das hat mal eher nicht gefruchtet...wenns glitzert und glänzt wirken wohl keine Worte.
LG nena

Beitrag von janamausi 02.05.10 - 20:52 Uhr

Hallo,

wenn eine Freundschaft ein Gespräch/Diskussion über Erziehung nicht aushält, ist es wohl keine richtige Freundschaft.

Wenn man befreundet ist, sollte man schon miteinander reden können (natürlich kommt es immer auf den Ton und die Wortwahl an).

Wenn Du gar nichts sagst, weil Du Angst hast, wird genau das eure Freundschaft belasten, weil es dir "im Magen liegt".

LG janamausi

Beitrag von nena20 02.05.10 - 21:48 Uhr

Ja, Du hast da nicht unrecht.
Für mich stimmt das auch, kann mit Kritik gut umgehen.
Lass mir auch gern mal einen Tipp geben (siehe Forum hier :) ), aber bei meiner Freundin liegt der Fall eben anders.
Sie wird nicht gut damit umgehen können, wenn ich das anspreche.
Klar kann man einfach sagen: Wenn sie ein klärendes Gespräch nicht aushält, dann ist es auch keine echte Freundschaft...
Aber nicht jeder ist eine starke Persönlichkeit und kann mit Kritik umgehen...vor allem wenn es die eigenen Kinder betrifft...da stellt sie sich eben "schützend" vor ihr Kind.
Ansonsten haben wir ja ein super Verhältnis...lohnt es sich, das zu gefährden?
Ist schwierig, deswegen schreib ich ja hier.
LG nena

Beitrag von janamausi 02.05.10 - 22:01 Uhr

Kannst Du denn damit umgehen es so hinzunehmen wenn es ich nervt und nichts zu sagen?

Ich könnte es nicht...ich würde es eine zeitlang in mich reinfressen, aber dann würde es irgendwann aus mir herausplatzen...

Für mich ist es wichtig, dass man offen und ehrlich mit mir umgeht. Da sind mir "Unannehmlichkeiten" die man mir offen ins Gesicht sagt lieber als hinterm Rücken zu "lästern". Daher wäre für mich eine Freundschaft, in der man nicht offen ist, "nichts Wert" und ich sehe eine Gefährdung eher dann, wenn man nichts sagt.

Aber jeder ist anders...

LG janamausi

Beitrag von froehlich 02.05.10 - 22:32 Uhr

Hör mal, sorry, daß ich mich auch noch einmische, aber: für mich ist das Verhalten der Freundin Deiner Tochter schlicht und ergreifend Diebstahl. So ein Kind käme mir erst mal nicht mehr ins Haus. Punkt. Wenn Du meinst, daß Du mit der Mutter nicht über den Grund reden kannst, lass es - musst es ja erst tun, wenn sie Dich fragt, warum es keine Besuche mehr gibt. Dem Kind würde ich natürlich klar die Meinung sagen. Natürlich ist es schade, daß darüber wohl auch die Freundschaft Eurer Familien kaputt gehen wird, aber das ist eben nicht zu ändern. Überleg doch mal, was Du Deiner eigenen Tochter vorlebst: die muß sich doch irgendwann fragen, ob das Verhalten ihrer Freundin sich nicht doch auszahlt, weil ja keinerlei Konsequenzen folgen - am Ende fängt Dein eigenes Kind auch noch an zu klauen, weil sie ihre ach so tolle Freundin nachahmt. Eine "Freundin", die meinem Sohn seine Spielsachen klaut, ist keine Freundin.
Wir hatten auch schon so eine Situation: mein Sohn hatte einen "Freund", der, wenn er hier war gelogen hat, daß sich die Balken bogen und nur herumgeschlägert hat. Diesen Kontakt habe ich bewusst einschlafen lassen. Ich finde, wir als Eltern sind da auch in der Verantwortung: ich nehme durchaus Einfluss auf die Freundschaftsbeziehungen meiner Kinder, solange sie noch so klein sind. Mein Sohn soll sehen, was bei uns geht und was nicht. Sachen mitnehmen geht GAR nicht. (Diese Taschenkontrollgeschichte ist ja der Oberhammer! Auf so eine Idee muß man erstmal kommen!).

LG

Beitrag von lutzi123 04.05.10 - 15:04 Uhr

Das Kinder mal was einstecken ok, aber wenns öfter vorkommt würde ich ein ernstes Gespräch suchen mit der Mutter, da diese das aber noch lustig findet, was ich nicht verstehe, scheint das nichts zu bringen und du musst wohl oder übel jedesmal kontrollieren.

Wenn eins meiner Kinder so wäre, würde ich knallhart mit der zur Polizei gehen und dort erklären was passiert wenn man das immer macht, und vor allem wenn man älter ist, denn das lernen die doch nie wirklich wenn man immer nur lacht über klauen, ist es ja auch wenn die kleine erst 5 ist....