Schock in Frühschwangerschaft - Auswirkungen auf späteres Verhalten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ceebee272 02.05.10 - 20:41 Uhr

Hallo zusammen,
ich weiss nicht, wo ich diese Frage richtigerweise platzieren soll...
Der Sohn meiner Freundin(ein liebes und aufgewecktes 7-jähriges Kerlchen) hat in gewissen Bereichen ein auffälliges Verhalten. Sie haben eine jahrelange Odyssee bei verschiedenen Ärzten, Schlaflaboren, Ergo- Logopäden hinter sich. Es kann kein eindeutiger Befund (ADHS, Autismus,..)gestellt werden. Nun hat eine Osteopathin herausgefunden, dass er wahrscheinlich aufgrund eines erlittenen Schocks in der Frühschwangerschaft wie gefangen in einer "Blase" lebt und deshalb so reagiert und nur diese "Blase" zum platzen gebracht werden müßte, indem man das Kind mit der Situation konfrontiert und dann könnte man zum Grund dieser ganzen Misere kommen und diese behandeln. #kratz
Mir ist es schleierhaft und unbegreiflich, dass ein traumatisches Erlebnis, ein Schreck oder sonstwas bei der Mutter auf ein Embryo eine Auswirkung haben soll, die so tiefgreifend ist, dass es das gesamte Verhalten eines Ungeborenen verändert, zumal sich die Mutter an kein einschneidendes Erlebnis, dass sie so aus der Bahn geworfen hätte, erinnern kann. Ich finde diese Theorie haltlos und ehrlich gesagt Humbug.
Was meint ihr?
Ceebee

Beitrag von antonie24 02.05.10 - 20:43 Uhr

Finde ich auch ziemlich aus der Luft gegriffen...in meinen Augen Schwachsinn!

lg
Antonie

Beitrag von cherry19.. 02.05.10 - 20:44 Uhr

ich seh das genauso, wie du

Beitrag von schneckerl_1 02.05.10 - 20:46 Uhr

im meinen Augen auch Schwachsinn...bin aber kein Experte.

An einen "Schock" müßte sich die Mutter doch erinnern m. E.

LG

Beitrag von mysterya 02.05.10 - 20:55 Uhr

*lol* wahrscheinlich hat das Kind Probleme, weil da so viele Spinner an ihm herum experimentieren und etwas auf ihn projezieren.

Schock in der Frühschwangerschaft... also nein...das halte ich echt für Blödsinn. Schock durch ne schwere Geburt...vielleicht... Oder das gewisse Hormone der Mutter durch einen Schock eine Wirkung auf die Gesundheit des Kindes haben....vielleicht aber irgendwo manchmal sind es auch einfach die Anlagen. Manche Kindern kränkeln mehr, haben meh Probleme als andere

...ein traumatischer Schock ist auch etwas, dass erst im Nachhinein seine Bedeutung bekommt. Etwas passiert und man verarbeitet es nicht richtig und deswegen taucht das Problem immer wieder auf, wird aber erst durch das Bewusst werden über das "zu viel" eines Zustandes ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt kann ein Mensch aber weder bewusst wahrnehmen noch bewusst erinnern. Selbst wenn etwas passiert, kann es sich diese Sache nicht bewusst werden lassen. Es würde sich nicht mal in der Konfrontation als etwas von früher erinnern, dass man aufarbeiten könnte. Da könnte man also nur noch spekulieren. Und das ist echt albern.

Beitrag von sonne_1975 02.05.10 - 21:00 Uhr

Wenn die Mutter sich nicht erinnern kann, wie kam die Osteopathin dann auf diese Idee? Normalerweise nehmen sie die Vorgeschichte auf und da müsste dieser Schock dann vorkommen.

Wenn es machbar wäre, würde ich es ausprobieren, schaden tut es ja nicht und evtl. helfen, und wenn es nur Zufall wäre.

LG Alla

Beitrag von anyca 02.05.10 - 21:06 Uhr

Klingt für mich reichlich merkwürdig bis sektenhaft. Kann es sein, daß die Frau partout irgendwas finden will, was dann rein zufällig sie angeblich behandeln kann?#kratz

Beitrag von janamausi 02.05.10 - 21:20 Uhr

Hallo!

Ich glaube schon, dass es so etwas gibt, aber es muss ja nicht bei deiner Freundin so sein.

Babys bekommen im Bauch viele Gefühle mit.

Der Vater meiner Tochter und ich haben uns Anfang der Schwangerschaft getrennt. Das war nicht leicht für mich und der Frauenarzt meinte immer, ich soll so ruhig wie möglich sein, sonst überträgt sich das auf mein Baby im Bauch und sie wird ein unruhiges Baby. So war es dann auch. Sie war ein Spukkind und hat stark auf Gefühle reagiert.

Bei einer Freundin war es ähnlich. Sie hat in der Schwangerschaft (ich glaube es war so um die 20. Schwangerschaftswoche, also genau die Zeit wo es am gefährlichsten für das Kind ist) Windpocken bekommen. Es wurden zwar einige Untersuchungen gemacht, aber letztendlich konnte man erst nach Geburt sagen, ob das Kind Schäden davonträgt. Daher war sie sehr nervös in der Schwangerschaft. Ihr Kind war auch ein Spukkind und hat dazu noch Neurodermitis (was ja auch - zumindest mit - psychisch ist).

Das soll jetzt nicht heißen, dass jeder der Probleme in der Schwangerschaft hat, auch Probleme danach mit dem Kind hat, aber auszuschließen ist es nicht.

LG janamausi

Beitrag von dani.m. 02.05.10 - 22:48 Uhr

Das kenne ich auch! Ich hatte in der SS viel Streit mit meinem Mann - und Mini ist ein Schreibaby :-(
In dem konkreten Fall: ich würde vielleicht nicht von einem Schock ausgehen. Eher ein Erlebnis, das die Mutter lange Zeit belastet hat. Schock denke ich, ist zu kurzfristig, um Schädigungen auszulösen. Längerer Stress kann dagegen durchaus solche Auswirkungen haben!

Beitrag von bofan 02.05.10 - 21:22 Uhr

Hallo,

also entgegen der anderen Meinungen, denke ich, dass es durchaus sein kann.

Ich selbst habe jahrelang mit Angstzuständen, Panikattacken, Sozialphobie mit starken körperlichen Sympthomen bis zum totalen sozialen Rückzug gelebt.

Ich bin dann irgendwann auf einen Hypnotiseur gestoßen, bei dem ich 3 Sitzungen gemacht habe.
Unter anderem hatte er ein Gerät zum Handauflegen und das Gerät hat ausgewertet, in welcher Zeit der seelische Schaden entstanden ist.
Bei mir war es der 3. Schwangerschaftsmonat und der 7 (die Schwangerschaft meiner Mutter, ich das Embryo)
In der Hypnose haben wir diese Situationen aufgesucht und ich mußte Schuld abgeben usw.

Es kommt mir selbst vor wie Humbug,hört sich total bescheuert an, aber:

Ich kam am 3 Tag aus der Praxis und bin völlig gesund, gehe wieder shoppen, habe Spaß am Leben usw.

Und das nach Medis jeder Art,Verhaltenstherapien usw.

Ganz ehrlich,mir ist egal, wie er das gemacht, aber irgendwas hat er definitiv gemacht, denn mir geht es gut.

Meine Mutter konnte sich allerdings an 2 Ereignisse in der SS erinnern.


LG Samira

Beitrag von mauselein123 02.05.10 - 21:24 Uhr

Das kann ich mir gar nicht vorstellen, klingt nach absoluten Humbug.

Beitrag von yvschen 02.05.10 - 21:53 Uhr

Hallo

Hm ich glaub das ist ein schwieriges thema.
Meine mutter war damals mit mein bruder so im 7 monat als ihr damaliger freund kurz vor der hochzeit die trauung abblasen ließ.Ziemlicher schock für meine mama.Mein bruder war hyperaktiv als kind(Adhs oder auch nicht.DEnn das gab es offiziell in der ddr nicht) er war auch in kinderpsychatrie.Hat 9 jahre schule gemacht und es nur bis zur 7 geschafft.In den letzten 2 jahren(er ist jetzt 30 ) war er von sich aus in der psychatrie.Seit kurzem scheint alles super zu laufen.Aber kommt es wirklich davon ? keine ahnung. Ich glaub da müssen mehr studien gemacht werden.

Meine zwillinge hab ich in der 24 ssw. fast verloren.(kamen dann zum glück erst in 29+0 zur welt). Sind sie deswegen so wie sie sind? Vielleicht! Selina ist extrem Mama bezogen.(aber nur wenn ich da bin) Sie ist außerdem sehr gefühlsbetont und theatralisch. Cécile ist ganz normales kind.Nicht weiter auffällig

Lg yvonne

Beitrag von kati543 02.05.10 - 22:25 Uhr

Im Mittelalter war die Theorie, dass die Erde sich um die Sonne dreht auch absoluter Humbug...und trotzdem ist es die Wahrheit.
Wenn man einem Menschen vor 1000 Jahren gesagt hätte, dass die Menschen irgendwann in der Lage sein werden, Flugmaschinen zu bauen und zu den Sternen zu fliegen, hätte der nur den kopf geschüttelt...und trotzdem sind wir jetzt so weit.
Was genau in einer SS im weiblichen Körper vor sich geht ist zu großen Teilen unerforscht. Trotz unserer ganzen Technik, die wir heute haben, kann ein Baby erst ab der 24. SSW auch außerhalb des Mutterleibes (vielleicht) überleben. Und selbst dann wird es immer schwere Defizite haben, im Vergleich zu den Kindern, die nach 40 SSW geboren worden. Ein Baby wird im Mutterleib nicht nur ernährt. Es bekommt (nachgewiesenermaßen) sehr viel vom Gefühlsleben der Mutter mit. Hat diese einen großen Schock, geht es dem Baby auch nicht gut. Und da das Leben nun mal mit der Zeugung beginnt (und keinesfalls bei der Geburt, wie offensichtlich viele denken) ... warum sollte es also keine Auswirkungen haben? Warum hat es mehr Auswirkungen auf ein Kind, wenn etwas am 1. Lebenstag passiert, als wenn etwas am letzten Tag im Bauch passiert?

Beitrag von wemauchimmer 03.05.10 - 08:49 Uhr

Ich glaube, da bringst Du was durcheinander.
Nur weil der mittelalterliche Aberglaube durch die neuzeitliche Wissenschaft widerlegt wurde, kannst Du nicht folgern, daß igendwann einmal die neuzeitliche Wissenschaft durch Aberglauben widerlegt werden könnte.
Das ist nun mal einen Einbahnstraße, die verläuft von Unwissen zu Wissen.

Dieser Blasenquatsch dient doch nur als Krücke für Menschen, die nicht bereit sind, ihr Schicksal zu akzeptieren und keine Verantwortung übernehmen wollen. Jedes Kind ist anders, Du mußt es nehmen wie es ist und das Dir bestmögliche draus machen und nicht nach irgendwelchen "Ursachen" für vermeintliche Probleme forschen, die sehr wahrscheinlich nichts anderes sind als ganz normale Begleiterscheinungen der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Denn offenbar hat die Freundin der TE ja ein Problem und nich ihr Kind. Sie sucht zwanghaft nach einer Instanz, die ihr sagt, daß ihr Kind irgendwie krank ist. Und natürlich findet sie in so Zeitgenossen wie einer Osteopathin dann auch jemand, der ihr Bedürfnis befriedigt.

Beitrag von kja1985 03.05.10 - 01:18 Uhr

Natürlich haben vorgeburtliche Ereignisse Einfluß auf die Psyche eines Kindes. Ob das in diesem Fall zutrifft wird wohl nur jemand vom Fach beurteilen können. Aber wenn sich die Mutter nicht an einen Schock erinnert (oder erinnern will?) scheint die Situation aus der Luft gegriffen, wobei es auch noch andere Gründe geben kann, z.B. plötzlicher Sauerstoffmangel oder sowas.

ALLES was in unserem Leben passiert prägt uns. Und zwar ab unserer Entstehung, nicht ab unserer Geburt.

Beitrag von rienchen77 03.05.10 - 06:19 Uhr

sowas wurde mal einer Bekanntnen von nen Heilpraktiker erzählt.... ich finds wischiwaschi....

Beitrag von kuri 03.05.10 - 08:58 Uhr

Hallo,

meine beiden Schwangerschaften waren schwierig mit viel Kh und ständigen Wehen. Ich stand die gesamten Schwangerschaften unter Strom und hatte extremste Angstzustände, daß den Kindern etwas passieren könnte

Beide Kinder sind sehr unausgeglichen und aktiv. Beide waren Schreikinder und hatten alle Probleme die es so im Säuglinsalter gibt. Ich bin fest davon überzeugt, daß dieses Verhalten von den schwierigen Schwangerschaften kam.

Tina

Beitrag von sooderso 03.05.10 - 10:06 Uhr

Ich hatte am Anfang der Schwangerschaft Probleme mit meinem Arbeitgeber, ich war sehr nervös und unruhig, dann kam zum Ende der Schwangerschaft noch ein Umzug mit den verbundenen Aktivitäten. Nach dem Umzug, aber haben wir uns sehr wohl gefühlt und kurz vor der Geburt kam ich endlich glücklich zu Ruhe. Unser Kind war ein extrem unruhiges Baby, ein Schreikind, dass wenig Schlaf wollte und sehr emfindsam war. Heute ist er ein ausgeglichenes, fröhliches Kind, dass man mit dem Verhalten im Babyalter nicht mehr vergleichen kann.

Beitrag von picco_brujita 03.05.10 - 12:08 Uhr

dann müsste meine tochter alles an hilfemaßnahmen dieser welt bekommen was sie bekommen könnte #augen (trennung des patners im 5. schwangerschaftsmonat - das war für mich ein trauma sonders gleichen)
so ein quatsch was der osteopath da verzapft.
klar bekommen die kinder im bauch auch schon sehr viel mit, aber soweit wie sie geht würde ich nie gehen.

der osteopath sucht wohl wieder eine regelmäßige einnahmequelle in deiner freundin.

lg brujita