Abstillen - sanft hinweg über Wochen - Fragen dazu

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von julia253 03.05.10 - 09:44 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr hattet ein schönes erstes Maiwochenende!

Mein Sohn wird Mittwoch 10 Wochen alt (#schock echt, die Zeit rennt)!
Nun habe ich die Möglichkeit, von meinem Studium aus ein Praktikum zu machen, auf den Platz warte ich schon mehr als zwei Jahre!! Ihr könnt euch vorstellen, wie wichtig mir das ist.

Der Kleine ist dann etwas mehr als 16 Wochen, und um allen Schwierigkeiten vorzubeugen, möchte ich bis dahin abstillen.
Wie mache ich das am besten?
Nach und nach je eine Mahlzeit durch die Flasche ersetzen? Geht dann die Milch auch zurück?

Und, welche Säuglingsnahrung könnt ihr empfehlen?

Bitte, ich möchte keine Diskussion über Stillprioritäten oder ähnliches lostreten, sondern nur Tipps.

#danke

LG Julia + Luis

Beitrag von woelkchen1 03.05.10 - 09:49 Uhr

Hallo Julia, erstmal herzlichen Glückwunsch zum Praktikum!

Ganz zu Anfang- du MUSST nicht ganz abstillen, das weißt du, oder?

Ansonsten suchst du dir eine Mahlzeit am Tag aus und gibst da die Flasche. Immer die gleiche Mahlzeit nehmen, dann gewöhnt sich deine Brust daran und wird zu der Uhrzeit weniger Milch produzieren.
Nach 1-2 Wochen dann die nächste und so fort....

Ich würd mit Mahlzeiten anfangen, die nicht hintereinander liegen, dann kriegst du nicht so leicht einen Milchstau.

Welche Nahrung, dass kann ich dir leider nicht sagen!

Viel Glück und viel Spaß bei der Arbeit!

Beitrag von julia253 03.05.10 - 09:56 Uhr

Danke!
Ich will jetzt auch noch nicht damit anfangen, und werde dann schauen, wie´s läuft.
Würde mich ja auch freuen, wenn ich ihn dann immer noch nachts und morgens stillen könnte - solange sich durch die Flasche nicht irgendwann ein Saugverwirrung einstellt.

Aber wie gesagt, das seh ich mit der Zeit...

Vielleicht fangen wir mit ner Abendflasche an, die kann dann der Papa geben, der den Job ja auch während der Praktikumszeit übernimmt.

LG

Beitrag von mutschki 03.05.10 - 09:49 Uhr

hi

alos ich hab damals meinen 2ten auch nur ca 6 wochen gestillt und dann über einige tage abgestillt,ne woche noch nachts und dann gar nicht mehr.
ich hab jeden tag eine mahlzeit durch die flasche ersetzt. wenn die brust mal spannte,hab ich ihn vor der flasche für einige minuten angelegt und dann die flasche weiter gegeben. oder ich hab bissl abgepumpt wenn der druck zu gross war,aber mit dem abpumpen kam ich net so zurecht.
hab dann noch salbeitee getrunken und hatte globulis,weiss aber nicht mehr wie die heissen.
es war so kein problem,die milch ging nach und nach zurück und dem kleinen ging es auch gut dabei.
ich hatte da die alete 1er schon.
diesmal haben wir wieder alete,aber die pre. wir sind zufrieden damit.

lg carolin

Beitrag von dentatus77 03.05.10 - 10:23 Uhr

Hallo!

Ich würd mir das mit dem Abstillen auch nochmal überlegen!
Ich hab wieder angefangen zu arbeiten, als Stina ungefähr in dem Alter war. An meinen Arbeitstagen habe ich einmal morgens daheim und dann noch dreimal bei der Arbeit abgepumpt. So kamen Stina und ich gut durch den Tag. Aber es ist deine Entscheidung und du kannst am Besten abschätzen, ob das mit dem Abpumpen klappen könnte.

Was du dann noch in Erwägung ziehen könntest, wäre, dass du nur in der Zeit, wo du das Praktikum machst abstillst und abends / nachts weiter stillst. Ne Freudin von mir hat das ab direkt nach dem Mutterschutz so gemacht und ist damit gut gefahren. So hättest du die Unabhängigkeit, die du für dein Praktikum brauchst und trotzdem die Vorzüge des Stillens.

Ansonsten würde ich es so machen, wie du beschrieben hast: Eine Mahlzeit durch ein Fläschchen ersetzen, wenn die Brust sich darauf eingestellt hat, ersetzt du die nächste Mahlzeit. So würde man es ja auch machen, wenn man allmählich das Stillen durch Beikost ersetzt.

Liebe Grüße!

Beitrag von connychita 03.05.10 - 10:24 Uhr

kann mich den anderen mädels nur anhscließen.

u ganz viel salbei- & pfefferminztee trinken! das hat bei gut geholfen.

ich stille seit 2 wochen ab u habe jetzt so gut wie keine milch mehr!

viel glück

lg conny

Beitrag von bine3002 03.05.10 - 10:51 Uhr

Ich glaube nicht, dass sich in diesem Alter noch eine Saugverwirrung einstellt. Das passiert eher dann, wenn die Flasche zu früh mit ins Spiel kommt, d.h. wenn das Baby noch nicht gelernt hat, richtig an der Brust zu saugen.

Du kannst also problemlos auch noch weiter stillen UND die Flasche geben.

Als erstes wäre mal interessant, ob dein Baby die Flasche überhaupt nimmt. Das solltest Du unbedingt VOR dem 12-Wochen-Schub ausprobieren, danach könnte es schwierig werden. Falls es nicht auf Anhieb klappt, lass es den Papa ausprobieren und sag ihm, dass er sich von anfänglichem Gebrüll nicht abschrecken lassen soll.

Wenn das dann geklappt hat, würde ich Woche für Woche eine Mahlzeit mit der Flasche ersetzen. Wichtig wäre, dass Du Flaschen- und Stillmahlzeiten abwechselst, damit sich die Brust immer wieder entleeren kann. Du fängst also beispielsweise morgens mit einer Stillmahlzeit an, dann eine Flaschenmahlzeit, mittags wieder stillen usw. In der Nacht und am Abend würde ich weiter stillen. Außerdem auch morgens, wenn das in der Praktikumszeit dann auch noch möglich ist.

Deine Milchproduktion wird sich sogar auf die Zeiten einstellen können, sodass es nach 3 oder 4 Wochen kein Problem sein sollte, tagsüber gar nicht mehr zu stillen.

Ich würde NICHT GANZ abstillen. Muttermilch ist nicht nur gesund, sondern auch dann praktisch, wenn das Baby mal kränkelt. Ich hatte schon öfter Tage, wo meine Tochter nichts anderes genommen oder vertragen hat als Muttermilch, z. B. nach einem Magen-Darminfekt. Da war es dann gut, dass noch Milch da war.

Ich habe übrigens 19 Monate gestillt UND die Flasche gegeben und es gab nie Probleme.