Gullasch zäh wie Schuhsohlen - Gibts noch rettung?

Archiv des urbia-Forums Topfgucker.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Topfgucker

Nachdem am Morgen die quälende Frage: "Was soll ich heute nur anziehen?" erfolgreich beantwortet wurde, wartet schon die nächste, noch quälendere, Frage: "Was koche ich denn heute?". Auch andere Fragen rund um Rezepte und Lebensmittel sind hier am richtigen Platz. 

Beitrag von joshy2310 03.05.10 - 09:50 Uhr

Hallo zusammen,
habe vor 4 Wochen Rindergullasch gekauft. Einen Teil eingefroren und einen Teil zu Paprikagullasch verarbeitet - das war traumhaft zart.

Nun musste es gestern etwas schneller gehen und ich habe das aufgetaute Gullasch kurz angebraten und dann im Topf ca. 45 köcheln lassen. Zwiebeln, Champignons und braunen Soßenbinder dazu. So, nun kann man das Fleisch nicht kauen, das ist so zäh - bäh...

Was hab ich falsch gemacht?
Soll ich es in die Tonne kloppen, oder ist das Fleisch noch zu retten?
Liegt es am einfrieren?

Beitrag von minitigerente 03.05.10 - 09:55 Uhr

Hallo...
Rindfleisch braucht ZEIT..
45 Minuten sind zu wenig..

lass es mindestens moch 1 Stunde köcheln..#mampf

dann müßte es zart sein.

LG Claudi

Beitrag von goldtaube 03.05.10 - 10:35 Uhr

Du hast es zu kurz köcheln lassen. Am besten ist es, wenn du es 1,5 Stunde köcheln lässt.

Du kannst versuchen es jetzt nochmal warm zu machen und nochmal 1 Stunde köcheln zu lassen. Aber ob es funktioniert?

Beitrag von pizza-hawaii 03.05.10 - 10:44 Uhr

45 Minuten sind viel zu wenig ;-)

pizza

Beitrag von sassi31 03.05.10 - 11:12 Uhr

Hallo,

am Einfrieren liegt es nicht. Die Garzeit war zu kurz und evtl. hast du zu früh zuviel Flüssigkeit angegossen. Dann kocht das Fleisch und schmorrt nicht richtig.

Ich würde es nochmal für min. 1 Stunde auf den Herd stellen.

LG
Sassi

Beitrag von valerita 03.05.10 - 12:02 Uhr

....also
ich brate mein Gulasch nie an, sondern mach alles wir gewohnt, aber das Fleisch kommt in die kochend heisse Brühe. Und dann wirds gekocht.
Dadurch werden gleich die Poren verschlossen, und es wird immer, immer, immer butterzart.
Oft passiert es, dass die Pfanne bei zu viel Fleisch kalt wird, und dann wir es zäh.

Übringens: renommierte Starköche machen das genau so

lg

Beitrag von gh1954 03.05.10 - 12:58 Uhr

Fleisch hat keine Poren. :-)

Beitrag von babyball2007 03.05.10 - 13:38 Uhr

Wieder mal was dazugelernt. Das wusste ich gar nicht.

Habe gegooglet und für alle anderen, die das auch n och nicht wussten:
Tatsache ist, dass Fleisch keine Poren hat die sich schliessen können, also keine Löcher, wo der Fleischsaft ausdringen kann. Und es bildet sich auch keine Schutzhülle um das angebratene Fleisch bildet, dass Wassdicht sein könnte. Folglich tritt genauso viel oder wenig Fleischsaft aus, wenn es nicht scharf angebraten wird. Praxisversuche mit gleichen Fleischstücken beweisen dies, wer es nicht glaubt probiert es einfach selber aus.

Beitrag von valerita 03.05.10 - 15:09 Uhr

glaub mir, ich BIN KÖCHIN, und ich würde niemals ein Steak oder co in eine warme Pfanne legen, und dann die Pfanne heiss werden lassen. Das hat schon alles seine Berechtigung so

Beitrag von pizza-hawaii 03.05.10 - 15:48 Uhr

Ich würde ein Steak auch immer scharf anbraten -ändert aber nichts an der Tatsache das Fleisch keine Poren hat, solltest Du wissen als Köchin!

Ich hab mein letztes Gulasch, wie immer, angebraten und leider war es auch etwas viel in der Pfanne -dennoch war es butterweich, die Qualität macht nämlich auch eine Menge aus!

pizza

Beitrag von gh1954 03.05.10 - 16:34 Uhr

Hier ging es aber um Gulasch, nicht um ein Steak.

Beitrag von windsbraut69 03.05.10 - 13:02 Uhr

Wo bekommst Du dann Sauce her?

LG

Beitrag von sassi31 03.05.10 - 13:18 Uhr

Aus der Brühe vermutlich. Ich hab mal ein Rezept von Chefkoch.de ausprobiert, wo das so ähnlich gehandhabt wurde.

LG
Sassi

Beitrag von windsbraut69 03.05.10 - 15:12 Uhr

Ja, das denk ich auch aber das wird doch keine dunkle Sauce ohne die Röststoffe, oder?
Ich hab da die ganze Zeit das "Rezept" meiner Kollegin im Kopf, die immer "Fix für Goulasch" benutzt und das auch irgendwie mit Wasser und dem rohen Goulasch aufsetzt #schock

LG

Beitrag von valerita 03.05.10 - 15:11 Uhr

Zwiebel (gleiche Menge wie Fleisch - für die Bindung) in Butter/Öl anbraten, hellbraun rösten, paprizieren, mit Rotwein ablöschen, mit Brühe auffüllen, aufkochen, Fleisch dazu. usw.
Da kommt genauso sauce raus wie bei der anderen Art.

Beitrag von windsbraut69 03.05.10 - 15:14 Uhr

Aaaaaaaaaaaaaaaaah!
Dann ist klar, dann kommt es auf das Fleisch nicht so an....den Teil hatte ich unterschlagen und mich gefragt, was Du mit "alles so wie immer" meinst :)

Ich hab eben schon geschrieben, ich bin durch meine Kollegin traumatisiert, die keine Saucen hinbekommt und alles mit Fix-Produkten zubereitet.

LG

Beitrag von valerita 03.05.10 - 15:20 Uhr

:) ne bekannte von mir, die einen Gasthof hat, kocht auch sehr viel mit den Dingen....also in ner Gastroküche......*brrrrrrrr*

Beitrag von sassi31 03.05.10 - 13:19 Uhr

"Oft passiert es, dass die Pfanne bei zu viel Fleisch kalt wird, und dann wir es zäh."

Deshalb brate ich das Fleisch immer in kleinen Portionen an.

LG

Beitrag von valerita 03.05.10 - 15:13 Uhr

siehste - wenn ich Gulasch für 30 Leute mache, habe ich keine Zeit für so einen Pipifax.
Ich habe zumindest beide Wege versucht, Gulasch zu kochen, und konnte so feststellen, dass die, bei der ich geblieben bin, die weitaus bessere ist.

Beitrag von accent 03.05.10 - 17:18 Uhr

Hallo,
also nochmal für Doofe wie mich:
Ich schneide für 1 kg Gulasch 1 kg Zwiebel klein, lasse die im Topf gut anrösten, gieße mit Brühe und Rotwein auf - ich nehme mal an so 1 1/2 Liter, oder? - und wenn das alles kocht, kommt das Fleisch erst rein. Stimmt das so? Dann probier ich das gleich mal diese Woche aus.
Grüsse
Linda

Beitrag von valerita 04.05.10 - 09:05 Uhr

genau. aber vor dem ablöschen kommt paprikapulver mit rein!

lg

Beitrag von accent 04.05.10 - 23:13 Uhr

Danke!