Gemeinsam trauern

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Forum: Frühes Ende

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Beitrag von naoko75 03.05.10 - 15:06 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute ein ganz liebe E-Mail von meiner besten Freundin bekommen. Ich hatte ihr mein Leid geklagt, dass ich mich von anderen in meiner Situation unverstanden fühle und mir auch den einen oder anderen blöden Spruch anhören musste, der mich eher verletzt hat, als dass er mir geholfen hat.

Sie hat mir folgendes dazu geschrieben, und das finde ich so treffend, dass ich Euch gerne daran teilhaben lassen möchte:

"Solche wenig hilfreichen Sprüche entstehen vermutlich aus dem falschen Pflichtgefühl, nicht nur etwas Mitfühlendes, sondern auf jeden Fall etwas Tröstliches oder Sinnstiftendes zu sagen. Selbst wenn die Wunde noch so frisch ist, dass der Trauernde noch gar nicht offen für das Thema Sinn oder Trost ist. Aber viele Freunde wollen nunmal auf jeden Fall was Aufbauendes sagen, statt einem "nur" beim Traurigsein Gesellschaft zu leisten und die Trauer des Trauernden mit auszuhalten, ohne ihn mit Gewalt herauszerren zu wollen. Sie überspringen also einfach die Phase des "Gesellschaftleistens" und drängen einem sofort den untröstlichen Trost auf."

Genauso habe ich es erlebt, und viel von Euch wahrscheinlich auch. Das wichtigste in der ersten Trauerphase ist wirklich, dass einfach jemand da ist.

An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an alle, die mir in den letzten Tagen mit ihren Antworten beigestanden haben.#herzlich

Naoko