Ist eigentlich alles was vor 20 Jahren gut war heute für die Katz?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kula100 03.05.10 - 18:54 Uhr

Hallo,

gerade hat mir meine Schwester mal wieder so einen super Tipp gegeben :-[ Ich solle doch wenn ich mal meinem Sohn was mit Geschmack zum trinken geben möchte im Aldi den Möhrensaft mit Honig kaufen den hätte mein Neffe (er ist mittlerweile 20) auch immer gekriegt. Na da war die Diskussion ja wieder mal groß da ich ihr sagte das man das erste Jahr, ein Imker (Bekannter) meinte sogar 1 1/2 Jahre kein Honig bekommen darf. Also bis jetzt konnte ich noch mit gar keinem Tipp von meiner Schwester was anfangen. Hat sich denn in den 20 Jahren alles Grundlegen geändert oder hat sie damals schon alles was gesund ist ignoriert?

lg kula100

Beitrag von na-de06 03.05.10 - 18:59 Uhr

Hi!

Das würde ich auch mal gerne wissen.
Selbst die Sachen die Leute vor 10 Jahren gemacht haben sind jetzt anders. Früher gabs Möhre für dei Milchflasche. Und auch der Beikoststart war früher anders. Da wurde nicht gewartet bis das Kind was neues bekam...
Aber mit dem Honig würde ich echt nicht machen. Ich denke mal das die Wissenschaft in den letzten 20 Jahre mehr herausgefunden hat wie schädlich Honig für kleine Kinder ist.
Ich gebe Lara den Babyfrüchtetee von Alete oder Wasser mit einem spritzer Apfelsaft.:-)

LG Nadine

Beitrag von kula100 03.05.10 - 19:09 Uhr

Oh ja das hat sie mir auch geraten das mit der Milchflasche. Da ich aber stille kann ich ja schlecht den Möhrensaft in meine Brust kippen #rofl Oh nein ich bin sogar der Meinung das mein Sohn eigentlich nichts anderes braucht als abgekochtes Wasser. Ich denke mal das mit dem Geschmack kommt eh noch früh genug. Erst ein bisschen Apfelsaft und dann irgendwann mal ne Fanta und dann die Cola :-)

lg kula100

Beitrag von na-de06 03.05.10 - 19:16 Uhr

Ja da hast du vollkommen recht. Ich habe es die Tage gemacht als es so warm war.
Ich meine noch hat Lara erst eine Mahlzeit ersetzt. Sie bekommt also noch genug Milch also auch noch genug Flüssigkeit. :-)

Beitrag von widowwadman 03.05.10 - 19:04 Uhr

Das mit dem Honig ist glaub ich so Mitte der 80er aufgekommen und steht eigentlich auch auf jedem Honigglas.

Beitrag von kula100 03.05.10 - 19:07 Uhr

Ok dann hat sie das damals schon ignoriert :-) Dann können wir ja von Glück sagen das mein Neffe ein ganz normaler junger Mann geworden ist :-)

lg kula100

Beitrag von rmwib 03.05.10 - 19:51 Uhr

Das mit dem Botulismus vom Honig ist auch nicht soooooo häufig aber das Risiko ist halt da und wenn man sowas vermeiden kann #schein

Beitrag von widowwadman 03.05.10 - 20:45 Uhr

Stimmt. Die Sporen hat man in Honig und ganz normalem Erdboden/Strassenstaub gefunden, aber da man ja kein Kind davon abhalten kann sich beim auf dem Boden spielen die Haende in den Mund zu stecken, konzentrieren sich die Warnhinweise auf den Honig

Beitrag von katjafloh 03.05.10 - 19:39 Uhr

Die Weisheiten von vor 20 Jahren beruhen auf der Babynahrung, die damals zur Verfügung stand. Die heutigen Folgemilchen und Gläschen haben alles drin, was Baby braucht, da muß man die Produkte nicht noch aufwerten.

Die Möhre in der Milch gab man damals übrigens damit die Babys eine schönerer Hautfarbe bekommen. #klatsch Und das mit dem Honig stimmt. Da es ein 100% reines Naturprodukt ist, kann es Allergien auslösen.

LG Katja

Beitrag von kula100 03.05.10 - 19:41 Uhr

Hihi #rofl ja das stimmt das war auch das Argument von meiner Schwester mit dem Saft. Der schönen Haut wegen :-) Na ja er kriegt ja schon Möhrenbrei da muss er doch nicht noch den Saft haben.

Lg kula100

Beitrag von rmwib 03.05.10 - 19:52 Uhr

Bei Honig geht es nicht um Allergien sondern um Botulismen #aha an einer Infektion kann ein Baby mit einem unreifen Immunsystem sterben.

Beitrag von katjafloh 03.05.10 - 20:14 Uhr

Oh, danke für die Info. Da war ich wohl falsch informiert. Aber man lernt nie aus.

LG Katja

Beitrag von tragemama 03.05.10 - 19:59 Uhr

Mit Allergien hat das Honigverbot nix zu tun...Die Möhre war wg Vitamin A...

Beitrag von katjafloh 03.05.10 - 20:15 Uhr

Ja, eben, sag ich doch. Vitamin A /Karotin macht die schöne Hautfarbe.

Lg Katja

Beitrag von tragemama 03.05.10 - 20:40 Uhr

Ne, das ist gut für die Augen, oder?

Beitrag von widowwadman 03.05.10 - 20:48 Uhr

Das ist eine Geschichte die die Briten im 2. Weltkrieg erfunden haben und den Deutschen aufgetischt haben. Sie wollten nicht dass die Deutschen von ihrer Radartechnik erfuhren und haben so das Moehrenmaerchen erfunden um die gute Nachtsicht zu erklaeren...

Beitrag von kurvaminja 03.05.10 - 20:52 Uhr

Stellt einfach die Ohren auf Durchzug wenn ihr solche Tipps bekommt.........Einfach anhören und dann schnell wieder vergessen.........dann gibts auch keinen krach in der Familie ;0)

Beitrag von brille09 03.05.10 - 21:22 Uhr

Ich finde es schon sehr zweifelhaft, dass heute alles, was vor 20 Jahren gut war, Müll sein soll. Das glaub ich einfach nicht. Ich mein, die Kinder sind ja auch alle groß geworden. Und in weiteren 20 Jahren halten uns unsere eigenen Töchter dann für die blödesten und meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ganz ehrlich, ich nehm mir ein bisschen die Mischung raus. Das, was ne sinnvolle Begründung hat, das nehm ich an. Den Rest mach ich so, wie ich mein.

Beitrag von nini00 03.05.10 - 22:04 Uhr

Hey Kula!

Ja,das kommt mir sooo bekannt vor! Meine Mutter kommt auch immer mit so Komischen sachen die ich nicht machen würde! Wie auch mit dem Saft in der milch #aerger Oder ich sollte jetzt doch anfangen mit kekese in der Milch oder flocken!! #klatsch Weil ich das nicht möchte werde ich auch immer blöd angeguckt , ICH würde mich total anstellen ... Die keine würde mehr essen brauchen #klatsch Oder warum sie noch im KiWa Liegt , in sitzposition sieht sie doch mehr! Wie sagt schon ich würde zu viel lesen ... #rofl Ojeeee

Ich denke das wird echt stressig wenn meine kleine anfängt zu essen, die meinte schon warum ich den nur biobrei kochen will ... Und kekese ,fruchtzwerge usw sind ja gut... #zitter Oh man , hilfeee

Lg,Nini + #baby4Mon

Beitrag von tanteju78 04.05.10 - 02:41 Uhr

Hallo Kula,

ich denke, dass sich wirklich vieles geändert hat! Meine Mutter hat 5 Kinder bekommen, der älteste ist nun 35, die jüngste 20 Jahre alt. Beim ältesten war es zb noch Gang und Gäbe, die Babys nur alle 4 Stunden zu "versorgen", den Rest der Zeit haben sie allein im Babyzimmer verbracht. Nachmittags ging es dann für ca 2 Stunden im Kiwa raus. Die jüngste dann durfte aber auch schon zwischen den 4-Std-Fläschen-u-wickeln aus dem Babyzimmer raus (geweint haben wir aber angeblich nieeeee so einsam im zimmer...).
Mit 6 Wochen gab es damals den ersten täglichen Teelöffel Möhre, um die Babys an den Geschmack zu gewöhnen. Tee wurde mit Honig gesüsst. Babys, die im Kinderwagen weinen, wurden auf keinen Fall hochgenommen (wollen einen ja bloss terrorisieren...).
der Babypo wurde gepudert bzw DICK mit Palliativ bestrichen (ist ja bei stoffwindeln und Gummihose teils echt sinnvoll gewesen)

So, das fällt mir jetzt spontan ein zu den Punkten, die damals anders gemacht wurden als heute! Schwierig bloss als Mutter des ersten (und zweiten) Enkelkindes einer sturen Oma zu erklären, dass heutzutage vieles einfach anders gemacht wird! Schon alleine, dass länger als 3 Monate vollgestillt werden kann ("mit 3 Monaten geht die Milch zurück und man muss zufüttern") oder dass ein Tragetuch sinnvoll ist ("du verwöhnst ihn") ist schwirig zu verstehen. Aber da auch ich stur sein kann, habe ich einfach alles gaaaaaaanz geduldig mehrfach erklärt und teilweise auch gesagt, dass ich es so mache, wie ICH möchte.

Aber ganz ehrlich? Selbst in den knapp 4 Jahren zwischen meinen beiden Jungs hat sich schon wieder so vieles verändert (zb von "kein Gluten" hin zu "ein wenig Gluten zwischen dem 5. nd 7. Monat") , dass ich mal gespannt bin, wie meine Enkelkinder (die ich mir natürlkich erhoffe) so erzogen und ernährt werden.

LG,
Ju

Beitrag von 20girli 04.05.10 - 08:06 Uhr

Meine älteste Tochter ist 16 1/2 Jahre.

Da war es so...ab den Tag der Geburt gab es 1er Milch. Stillen war nicht gut...es wurde den meisten eh eingetrichtert sie können nicht stillen.

Von der Felicitas gab es Flaschen- Pulvermilch - Mörchensaft - Gläschen ab dem 3 Monat. Ich glaube sogar eine Obstsorte ab der 6 woche.

Damit ein Kind auch Nachts gut durchschlief...das war das Ziel...gab es ab der 6 woche Schmelzflocken in der Flasche...das Loch wurde einfach größer geschnitten damit die pampe auch durchkam.
Damit das Kind schön braun wird und sich schon mal an den Geschmack gewöhnt gab es auch Mörensaft ab der 6 woche in die Flasche

Man sagte den Babys nach die ersten 3 Monate nur füttern - wickeln und schlafen lassen. Ja die armen Kinder.
Nachts wurden sie hingehalten oder schreien gelassen damit sie das durchschlafen lernen und man Nachts nicht für die Flasche aufstehen muss.

Beim füttern von fester Nahrung ab dem 3 Monat hieß es - das Kind muss ja erst mal lernen mit dem Löffel zu essen also wurde fleißig weitergestopft...

Man sollte die kleinen weinen lassen...ja nicht verwöhnen bloss nicht zu viel rumtragen etc.

Ich bin froh das sich alles verändert hat....und ich zum glück auch nicht alles mitgemacht habe damals. Ich kann bis heute nicht verstehen wie man nicht beim ersten weinen sofort zu seinem hilflosen Baby gehen kann. :-(

Meine älteste hatte von anfang an übelste Verstopfungen...Bauchweh bis heute noch. Meine zweite Tochter leidet heute noch unter dauernden Bauchweh. Je nachdem was sie ißt und ich denke bei beiden hat es mit unter anderem an die nicht wirklich tollen Ernährung gelegen.
Klar leben sie noch....glück gehabt...


Lg Kerstin

Beitrag von cherymuffin80 04.05.10 - 09:44 Uhr

Naja, sicher ist der Wissenschaftliche Stand weiter, aber wenn vor 20 Jahren alles so scheiße war würden wir hier alle nur extrem Kranke Menschen sein!

So schlecht kanns daher auch nicht gewesen sein!

Oder denkt doch mal noch weiter zurück in die Generation unserer UrGroßeltern, die haben komischerweise auch unsere Großeltern groß bekommen und die wiedrum unsere Mütter sonst gäbe es uns nicht!

Ich seh das sooo eng auch alles nicht was die Industrie einem heute alles erzählt was ja ach so schlecht ist!
Mein Kind wir nächste Wo. 1 Jahr alt und war noch nie krank, nichtmal Schnupfen und es wird weißgott nicht so in Watte gepackt wie viele der Babys hier, wenn ich manche Sachen lese schüttel ich nur mit dem Kopf was manche mit ihren Babys für ein Theater veranstalten.

LG