Klappt alleine abstillen überhaupt???

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von madlen784 03.05.10 - 22:03 Uhr

Hallo

Sohn ist jetzt fast 14,5 Monate und wird noch fast voll gestillt...
Mein wunsch ist ja eigentlich,das er sich alleine abstillt und ich ihn nicht abstillen muss.

Nun höre ich immer öfter das alleine abstillen,entweder ganz früh oder ganz spät (kurz vor der Grundschule) passiert.

Hat jemand ein Kind,welches sich selbst abgestillt hat?
Und wie war da der ablauf so?
Wie alt waren die Kinder und wie lange hat das abstillen gedauert??

danke & noch einen schönen Abend :-D

Beitrag von tosse10 03.05.10 - 22:17 Uhr

Hallo,

ich habe ihn zwar nicht komplett selbst abstillen lassen, aber tagsüber hat er es alleine gemacht. Nur die Abendmahlzeit habe ich ihm "entzogen". Nachts ist er eh schon recht früh ohne Milch ausgekommen.

Tagsüber hat er immer zusammen mit uns am Tisch gesessen und alles probieren dürfen. Auch zwischendurch war immer was Essbares für ihn erreichbar/einforderbar. Habe es ihm auch schon ohne Hungerzeichen immer mal wieder was angeboten. Die Brust habe ich ihm nur auf eindeutiges Verlangen gegeben.

Ich muss dazu sagen, er hat von Anfang an gerne und gut gegessen. Wir hatten in der Hinsicht seltenst Probleme. Auch stillen verlief vom ersten Tag an unproblematisch.

LG

Beitrag von kaka86 03.05.10 - 22:20 Uhr

Meine Tochter hat sich mit 9 Monaten selber abgestillt!
Ich selbst hätte sie gerne das erste LJ gestillt!

Meine hatte eiegentlich von Anfang an einen 4 std rhythmus und hat mit 8 wochen durchgeschlafen. Von daher hatte sie ja eh nicht viele mahlzeiten tägl.!

Mit 6 Monaten hab ich dann Monat für Monat eine Mahlzeit ersetzt!

Beim abendlichen stillen dachte ich schon es gibt probleme das abzustellen, aber oftmals wollte sie abends dann nur noch eine seite nach dem brei, oder hat nur noch genucklt, bis ich einfach einen abend ohen probiert habe und sie so ins bett gegangen ist!

Nachdem ich nur noch morgens gestillt habe, hat sie morgens immer weniger getrnken und sich für alles andere als trinken mehr interessiert, deshlab hatte ich schnell nur noch wenig milch!

Als ich dann einen infekt mit Fieber hatte war meine milch ganz weg, und ich hab auf Flasche umgestellt!
Carlotta fand es großartig!
...meine Brüste übrigens auch!
Ich hatte nicht mehr einen tropf überflüssige milch, druckgefühl oder sonstwas!

Das abstillen selber hat sich von der letzten mahlzeit bis zur flasche so über 4 wochen gezogen!

LG und viel erfolg
Carina mit Carlotta (91/2 monate)

Beitrag von marysa1705 03.05.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

einfach nur zum Verständnis eine kleine Anmerkung:

Deine Tochter hat sich somit nicht selbst abgestillt, sondern Du hast sie abgestillt. Und zwar ganz einfach durch eine "falsche" Beikosteinführung.

Richtigerweise würde man nämlich keine Mahlzeiten ersetzen, sondern Beikost ist eben BEIkost zur Stillmahlzeit und zwar zu jeder Stillmahlzeit.

Schade, dass Du nicht wirklich gut über die Beikosteinführung informiert wurdest. Dann hättest Du sicher mindestens ein Jahr stillen können, denn im ersten Lebensjahr stillt sich ein Baby normalerweise nicht von selbst ab.

LG Sabrina

Beitrag von kaka86 03.05.10 - 22:40 Uhr

Aber meine Tochter WOLLTE nach den breimahlzeiten nicht mehr gestillt werden!

Ich hab es ihr noch lange (auch wenn sie ganze portionen brei gegessen hat) angeboten, aber sie wollte nicht..
...hat sich weggedreht, gemeckert, hat einfach nicht getrunken!
Das bedeutet für mich, das mein Kind sich selbst abgestillt hat!

Sorry, das wusste ich nicht, denn sonst hätt ich gar nix zu dem thema geschrieben...
...wollte hier keine falsche antwort geben!
Für mich war das ein abstillen vom kind, denn ich wüsste nicht, wie man das sonst beschreiben kann wenn das kind mahlzeit für mahlzeit beikost bekommt und danach nicht mehr gestillt werden WILL!!!???

Beitrag von vukodlacri 03.05.10 - 23:50 Uhr

>>>Aber meine Tochter WOLLTE nach den breimahlzeiten nicht mehr gestillt werden!

Deswegen sollte VOR der Beikost gestillt werden und nicht danach ;-) Im besten Fall stillt das Kind und nimmt sich selber Fingerfood zum Testen. So wird auch nix ersetzt, sondern Beikost bleibt Beikost.
Das Abstillen erfolgt ganz oft unbewußt, wie in deinem Fall. Auch wenn du es bewußt nicht wolltest, hast du es so unbewußt forciert.
Aber wichtig ist ja, dass es ohne Druck und Tränen passiert ist und es euch beiden gutgeht damit! #herzlich

LG

Beitrag von kaka86 04.05.10 - 09:08 Uhr

Ganz ehrlich, das wusste ich nicht!
Das hab ich vorher noch NIE gehört!
Aber warscheinlich hätt ich es eh so gemacht, wie ichs jetzt auch gemacht habe!

Und wie du schon gesagt hast, war es mir wichtig, dass es ohne tränen und drängen verlief!

LG
Carina

Beitrag von marysa1705 06.05.10 - 16:15 Uhr

Du hättest ja auch VOR jeder Mahlzeit stillen können oder einfach nur weniger füttern und dafür anschliessend noch stillen können.
Dass ein Kind nach einer kompletten Mahlzeit nicht mehr unbedingt gestillt werden möchte ist ja auch verständlich...

Das war aber nicht als Kritik gemeint. Es ist bloss wichtig zu wissen, dass sich ein Baby mindestens im ersten Lebensjahr nicht von selbst abstillt, sondern dass das andere Ursachen hat.

LG Sabrina

Beitrag von kaka86 06.05.10 - 21:01 Uhr

Ich habs auch nicht als Kritik verstanden!

Ich find es auch interessant, aber ich wusste nicht das man es so macht!

Ich hab immer nur überall gelesen, dass man dem kind vorher am besten nicht mal tee geben sollte, damit die möglichst viel essen!
Ich hab wirklich noch NIE gelesen, dass man auch erst stillen und dann Brei anbieten kann und dass das das sanftere abstillen ist!

Aber viell hätt ichs trotzdem so gemacht wie jetzt!

Aber jetzt bin ich schlauer und viell hab ich ja Glück und bekomme bei einem Geschwisterchen die Gelegenheit!

LG
Carina

Beitrag von bine3002 03.05.10 - 22:29 Uhr

Das natürliche Abstillalter des Menschen lässt sich anhand der Lebenserwartung und der Tragzeit errechnen. Es liebt bei 2,5 bis 7 (!!!) Jahren. Das ist also die Zeit, in der sich ein Menschenkind irgendwann selbst abstillen würde, wenn man es lässt. Da es heute im Allgemeinen als eher befremdlich und von einigen sogar als "pervers" angesehen wird, ein Kind soooo lange zu stillen, helfen die meisten etwas nach. Das muss aber nicht bedeuten, dass man als Mama da so viel Druck ausüben muss, dass es zu großen Tränen kommt.

Meine Tochter hat mit 19 Monaten das letzte Mal an der Brust getrunken. In den Wochen vorher hatte sie zunehmen weniger Interesse und in der Zeit davor habe ich sie oft mit Spielen abgelenkt statt trinken zu lassen oder sie durfte "fummeln", was ihr oft gereicht hat. Für uns beide war das OK so. Sie wird im Juli 4 und hatte vor einigen Monaten nochmal kurzzeitig Interesse für die Brust. Ich habe sie "dran" gelassen, d.h. sie durfte streicheln und auch mal ganz kurz nuckeln. Wir waren allein, es war etwas seltsam, aber es erschien mir nicht "falsch". Ich hatte den Eindruck, dass sie sich das nochmal ins Gedächtnis rufen wollte und das war eigentlich schön. Und nach ein paar Minuten war es dann auch schon wieder vorbei. Seitdem hat sie nie wieder gefragt oder darüber gesprochen.

Beitrag von vukodlacri 03.05.10 - 23:55 Uhr

Tja, das frag ich mich aktuell auch *lach*.
Ich stille meine Tochter seit 2 Jahren und 8 Monaten, und wenn es nach ihr ginge, würde sie noch häufiger stillen wollen als ich es zulasse. Ich helf jetzt dem natürlichen Abstillprozeß etwas nach, weil ich irgendwie keine wirklich Lust mehr hab.
Ich stille sie nur noch in den Schlaf, ansonsten nicht mehr. Bis vor 3 Wochen hat sie auch noch morgens gestillt, und das mindestens ne Stunde lang. Und nachts auch noch 1-2mal.
Sie hat Erklärungen ganz gut akzeptiert, und hätte es wirklich ein Riesentheater gegeben, dann hätte ich sie weitergestillt. Aber sie scheint ganz gut klarzukommen, nur noch abends an die Brust zu dürfen, und ich kann damit auch sehr gut leben.
Wenn ich abends nicht da bin, kann mein Mann sie auch ohne Brust gut ins Bett bringen, also sie verlangt die Brust wirklich nur, wenn ICH da bin. Das war aber auch vorher schon so.
Das Abendstillen wird wohl aber noch ene ganze Weile so bleiben, vermute ich. Dafür freut sie sich abends einfach viel zu sehr auf ihre "Titti".

LG

Beitrag von schullek 04.05.10 - 10:16 Uhr

hallo,

und von wem hast du das gehört? von frauen, die auch lange gestillt haben oder solchen, die meinen ahnung zu haben?

mein sohn hat sich selber abgestillt. zeitlioch für lgzstillkinder absolut im mittleren bereich.
er hat lange voll gestillt, aber dann richtig gerne und gut gegessen. mit einem jahr wurde er tagsüber fremdbetreut, hat aber eben dann gestillt, wenn wir zusammen waren. ungefähr um diese zeit hatten wir dann auch feste zeiten. hat sich so durch den tagesablauf ergeben. und das fand ich auch gut so.
mit 2,5 habe ich gemerkt, dass das stillen nicht mehr ao absolut wichtig war. es fiel das morgendliche stillen weg. mit ungefähr drei das nachmittägliche nach dem kiga und mit 3,5 etwa dann das abendstillen udn somit hatte er sich völlig allein abgestillt.

lg