Angst vor Kinderarzt - was tun?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mar3950 03.05.10 - 22:56 Uhr

Hallo,

mein Kleiner (20 Mon.) hat ziemlich große Angst vor der Kinderärztin.
Er hat es sich gemerkt, dass er damals von ihr geimpft wurde (schon etwa halbes Jahr her).
Jetzt brauchen wir nur in die P raxis reinzugehen, dann schreit er wie am Spieß.Ich habe ihn noch nie so schreien hören. Das war schon die letzten drei male so, obwohl die Ärztin in diese male nur abgehört und in die Ohren geguckt hat. Also ich weis keinen Rat mehr. Bald steht doch die U7 an und er wird nicht mit sich machen lassen.
Den Arzt wechseln, weis nicht ob das hilft, den die nächsten Impfung muss ja auch gemacht werden und dann hat er auch wieder Angst vor den neuen Arzt wahrscheinlch:-(

Was meint ihr?Lässt es nach???

LG

Beitrag von maso1214 03.05.10 - 23:05 Uhr

Huhu,

kauf doch einen Arztkoffer und spiele mit ihm die Sachen die die Ärztin macht mit ihm durch.

Vielleicht hilfts ja.

Meine brullt auch sobald sie den Doc sieht. :-(

Beitrag von schlumpfine23 04.05.10 - 06:05 Uhr

Hallo!

Bei uns hat es super geholfen, das Buch "Conni beim Arzt" zu lesen. Seitdem weiß unsere Kleine (26 Monate), was passiert und macht super mit.
..vorher wie bei euch immer riesen Gebrüll...

Außerdem hat sie einen Arztkoffer bekommen und kann Mama und Papa und ihre Puppe untersuchen.


VIEL Glück!


Andrea

Beitrag von taliysa 04.05.10 - 06:13 Uhr

Wir haben das selbe Problem.

Nur fängt bei uns das Geschrei erst an, wenn Hannah in das Behandlungszimmer kommt und steigert sich noch mal wenn sie den Arzt sieht :-)

Wir nehmen das ganz locker. Unser Kinderarzt meint auch: Im Alter zwischen 2 und 3 Jahren ist das bei vielen Kindern normal und lässt sich nur schwer abstellen.

Bücher und Arztkoffer bringen bei uns mal gar nichts...

Ohren zu und durch ist da mittlerweile unsere Devise. Bei der U7 hat uns der Doc schon gesagt, dass wir etwas mehr Zeit mitbringen sollen...

Und zwar sitzen wir dann von Anfang an im Behandlungszimmer, der Doc sitzt auch dabei und wir warten einfach ab, bis sie sich beruhigt hat.... Sie bekommt ihr Lieblingsspielzeug mit und ich spiele dann einfach mit ihr. Der Doc wird sich im Hintergrund halten....
Ob das klappt: ER sagt ja.. ich bin mir nicht sicher :-D

Gruß Janine

Beitrag von hermina 04.05.10 - 06:56 Uhr

Hallo.

Da muss ich sagen, da ist meine Ärztin top. Sie erklärt und lässt auch mal selber Hand anlegen. Also alles spielerisch. Er hatte auch immer ein bisschen Angst, aufgrund der Impfungen. Aber jetzt bei der U7 war es ganz locker. Er hatte nicht mal Angst. Auch habe ich das Glück, dass seine Schwester mit ihm öfter mal mit dem Arztkoffer spielt.

Arzt wechseln bringt nix. Vielleicht doch Bücher angucken und erklären.

LG Hermina

Beitrag von buntstift 04.05.10 - 08:50 Uhr

Impfen muß nicht mehr so wehtun. Einfach ein Emla Pflaster kleben vorher und gut ist, dann merkt das Kind den Piks nicht mehr nur noch den Druck leicht.

Bei meiner Tochter hat das toll geklappt und nun hat sie keine Angst mehr.

Bis dahin einfach immer mal wieder zum Hallo sagen vorbeigehen.

bunstift

Beitrag von fbl772 04.05.10 - 11:48 Uhr

Entweder ist unser Sohn extrem vergesslich oder einfach überhaupt keine Spur nachtragend .... er schreit und weint bei Untersuchungen oder Impfen wie alle, wird aber spätestens dann, wenn er wieder auf Mamas Arm Platz nehmen kann ruhig und schäkert wieder mit dem Arzt und sagt Tschüssi und so ... er schreit erst dann, wenn es weh tut oder eben unangenehm ist.

Aber vielleicht helfen dir Kinderbücher ala "Conni beim Zahnarzt". Das habe ich ein paarmal mit ihm gelesen / angesehen und seitdem macht er brav "ahh", wenn ich mir seine Zähne angucken will - vorher hat er mir quasi sofort den Finger abgebissen ... :-)

Mein Kia meinte, dass man unbedingt vermeiden soll, den Kindern zu vermitteln, dass es "schlimm sein könne" - das macht man nämlich dann quasi ganz unbewußt mit solchen Sätzen wie "... hast es ja gleich geschafft", "ist doch gar nicht so schlimm" usw. Klingt aber einfacher als getan :-)

VG
B

Beitrag von shorty23 04.05.10 - 14:32 Uhr

Hallo,

falls es dir hilft, meine Tochter fängt sofort an zu schreien wie am Spieß, wenn die Ärztin reinkommt (davor spielt sie seelenruhig)! Wir müssen sie dann alle (Helferin, KiÄ und ich) festhalten um sie abzuhören usw. es ist FURCHTBAR! Ich hoffe, mal das geht irgendwann vorbei ... Ich glaube nicht, dass es war bringt den Arzt zu wechseln, wie du schreibst, der wird auch wieder irgendwas "Böses" machen ... da müssen wir wohl einfach durch.

LG

Beitrag von darkbuffy 05.05.10 - 14:38 Uhr

Hallo erstmal.

Meine Kleine ist jetzt 19 Monate alt und wir hatten mir unserem Kinderarzt genau dasselbe Problem. Sobald sie ihn gesehen hat, hat sie auch geschrien wie am Stieß und die Behandlungen waren immer eine echte Qual für sie.

Schließlich haben wir dann den Kinderarzt gewechselt und jetzt geht sie sogar gerne dahin und macht überhaupt kein Theater mehr.
Du solltest auf jeden fall darauf achten, dass du zu einem Kinderarzt gehst, der deinen Sohn nicht selber impft, sondern das von den Schwestern machen lässt. Das zeichnet nämlich eigentlich einen guten Kinderarzt aus.
Ansonsten hilft es vielleicht schon, wenn du deinem Kind vorher erzählst, dass ihr zum Kinderarzt geht und was da passiert. Sei ehrlich zu ihm und sage ihm ruhig auch, dass er eine Spritze bekommt und dass das auch etwas weh tut. So hat dein Sohn aber ie Möglichkeit, sich darauf einzustellen und nicht von der ganzen Situation überrumpelt zu werden.

Liebe Grüße

Beitrag von skr_lausanne 05.05.10 - 14:59 Uhr

Hallo,

da haben wir ja fast die gleiche Erfahrung gemacht nur, dass meine kleine Tochter (21 Monate) diese Reaktion die ersten 12 Monate hatte. Jeder bevorstehende Arztbesuch war der Horror für mich und ich habe meine Befürchtungen der Aerztin mitgeteilt. Die war auch ratlos, kannte eher Fälle wie deinen, riet mir aber zu Geduld. Jetzt, wo die Kleine sich wirklich bewusst ist, was mit ihr passiert, weint sie nur noch, wenn sie geimpft wird und es wirklich weh tut laut Aerztin und ansonsten freut sie sich auf das Wartezimmer und auf die Tests, die die Kinderärztin mit ihr vornimmt. Ich habe auch immer ein kleines Geschenk #paket danach für sie vorbereitet, denn, egal ob es zur Impfung oder zu einer Kontrolluntersuchung geht, ein Arztbesuch ist - so wie für uns auch - immer unangenehm. Vielleicht hilft ihr das auch das Unangenehme mit dem Angenehmen zu "versüssen" (ich spreche hier nicht von Süssigkeiten sondern Büchern, Flummi, Knete o. ä). Wir sind jetzt aber bis sie 4 wird mit den Standard-Impfungen durch, wer weiss, wie sie dann reagiert...

Ausserdem habe ich das Gefühl, dass es meiner Kleinen jetzt auch hilft, indem ich ihr schon vorher immer wieder erzähle, dass wir zum Arzt gehen, ihr versuche zu erklären, was passiert, dass sie keine Angst haben muss, auch wenn es ein bisschen weh tun sollte, dass sie aber auch weinen darf, dass es hilft und dass ich sie dann ganz fest drück und ganz, ganz stolz auf meine tapfere kleine Maus bin.

Ich kenne aber auch ein anderes Beispiel, bei dem die Mutter gerne den Arzt gewechselt hätte (sie fand ihn unsympatisch), der Sohn aber so ein Vertrauen dem Arzt entgegenbringt, dass sie den Gefühlen ihres Sohnes den Vorrang gegeben hat - heute ist er 10 Jahre alt und er geht immer noch gern zu seinem ursprünglichen Arzt.

Auch wenn ich dir nicht wirklich hab helfen können, hoffe ich für dich, dass du eine für euch passende Lösung findest.

Lieben Gruss aus meiner Wahlheimat Schweiz

Beitrag von siguanaba 05.05.10 - 18:30 Uhr

hallöchen
ich hatte mit meinem sohn (jetzt 3,5 jahre jung) ganz ähnliche probleme in der vergangenheit. er hatte panische angst vor seinem kinderarzt (hatte auch ein wenig mit seiner umgangsart zu tun...er war zwar super in fachlicher hinsicht, hatte aber nie so richtig viel zeit sich mit meinem sohn auseinander zu setzten und warm zu werden, bevor er ihn dann untersuchte, bzw. impfte)
der zufall wollte es, dass wir dann eh umgezogen sind und ich mir in dem zusammenhang einen neuen kinderarzt gesucht habe. das habe ich dann zum anlass genommen, meinem sohn vorher einen voll ausgerüsteten kinder-arztkoffer zu kaufen. ich hab viel mit ihm zuhause "doktor" gepspielt. anhand der sachen im koffer haben wir dann alle möglichen zenarien beim onkel doktor durchgespielt (in ohren schauen, abhorchen, auch mal spritzen und ein pflästerchen kleben)
das hat mein sohn geliebt. alle seine kuscheltiere wurden verarztet und immer wieder auch papa und mama.
wenn er sich im weiteren dann mal weh getan hat oder irgendwo schmerzen hatte, hab ich ihm dann im spiel mit dem koffer verarztet und dabei dann auch immer erklärt, dass ich so kleine "auachen" selbst beheben kann, aber es manchmal auch vorkommt, dass man dann zum richtigen doktor gehen muss. er hat gelernt, dass ein doktor eigentlich so wie mama eine anlaufstelle ist, bei der man hilfe bekommt.
es hat echt wunderbar geklappt. er geht mittlerweile super gerne zum arzt und selbst unsere ärztin ist immer total begeistert, wenn er da ist.
manchmal bin ich schon fast für die anamnese der ärztin überflüssig geworden, weil er direkt schon anfängt im sprechzimmer der ärztin zu erklären und zu zeigen, wo er ein aua hat. ;-)
die ärztin, die wir jetzt haben ist auch super. sie lässt sich zeit und schenkt dem kleinen zum abschluss immer etwas (meist gummibärchen oder aber auch kanülen und verbandszeug für seinen arztkoffer)
ihrer meinung nach muss ein kind die praxis nach abschluss einer behandlung immer mit einer guten erinnerung verlassen (vor allem nach einer impfung)

ich hoffe, meine erfahrung konnte dir dabei weiter helfen. einfach immer am ball bleiben, dann wird das schon. insgesamt war es ein recht langer prozessm aber die zur u7 war der dann gegessen.

lg sigu

Beitrag von babyboom777 06.05.10 - 07:20 Uhr

Wenn ich Eure Beiträge so lese, bin ich richtig froh, dass ich meine Kinder nicht impfen lasse.
Das hat aber andere Gründe.

Unser Kinderarzt ist auch ein sehr "Sanfter" und nimmt sich viel Zeit. Er setzt sich mit den Kindern auf den Fußboden und untersucht sie auf einer Matte. Dabei spielt er mit ihnen. Ich denke, es kommt schon drauf an, wie einfühlsam so ein Arzt ist. Meiner Tochter musste einmal Blut abgenommen werden. Da hat sie ganz kurz geweint, aber danach war alles wieder in Butter.

Meine beiden Kleinsten (2 + 4 J.) gehen sehr gerne zum Kinderarzt :-) und meine drei Großen haben auch keine Probleme damit.

LG babyboom

Beitrag von lilian91 07.05.10 - 19:14 Uhr

Naja.. das war bei mir selbst auch so als ich klein war, hat meine Mutter erzählt..

Sie hat das Problem einfach gelöst indem sie den Arzt gebeten hat den weißen Kittel abzulegen. Darunter hatte er immer was normales an.

Dadurch haben wir nicht mehr geweint.. außer bei einer Impfung aber danch haben wir gleich ein Gummibärchen gekriegt und dann war alles wieder okay..

Vielleicht versuchst du das einfach mal..

Liebe Grüße