Warum muss man sich immer rechtfertigen!? Das nervt so!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cassidy 03.05.10 - 23:59 Uhr

Hallo,

muss mir gerade mal Luft machen. Also schon jetzt, vielen Dank fürs Lesen!

Meine Schwester ist zu Besuch und heute Abend war es dann mal wieder so weit.

Fällt dir nicht langsam mal die Decke auf den Kopf? Wann willst du denn wieder arbeiten? Der ganze Alltag. Das ist doch anstrengend? Es ist doch auch wichtig wenn du mal was für dich tust!? Man kann doch auch mit Kindern arbeiten gehen!

Und schwupps, obwohl ich mir geschworen habe mich nicht mehr in diese Position bugsieren zu lassen, musste ich mich wieder rechtfertigen, warum ich es immer noch vorziehe Mutter und Hausfrau zu sein.

Meine Schwester ist fünf Jahre jünger als ich, hat keine Kinder und ist voll im Berufsleben. Bedienen wir beide, mit unserer Lebenssituation wirklich so sehr das typische Klischee?

Ich finde es so mies, wenn Mütter so degradiert werden, wenn es darum geht was wir Tag für Tag leisten. Als wenn wir nichts tun oder uns im täglichen Leben nicht auch mal unsere Oasen schaffen, in denen wir relaxen.

So, tief durchatmen und weiter gehts!

Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von 17876 04.05.10 - 00:07 Uhr

Mach dir nichts draus, ich steh auch dazu Hausfrau und Mutter zu sein!

Wenn man sich es leisten kann, warum nicht!#schein

Beitrag von tomama 04.05.10 - 00:13 Uhr

Hallo,

sicherlich muß das jede Frau für sich entscheiden, wie sie das mit dem außer Haus arbeiten handhabt, wenn Kinder da sind. Die Fragen Deiner Schwester finde ich jetzt aber auch nachvollziehbar. Es gibt eben auch viele Mütter, denen das Arbeiten außer Haus auch sehr wichtig ist. Sag Deiner Schwester doch ganz einfach, daß du da anders empfindest und Deine Prioritäten dementsprechend gesetzt hast. Und abgesehen davon, unbequeme Fragen gibt es doch immer wieder mal...

lg Tomama

Beitrag von galeia 04.05.10 - 07:13 Uhr

Ich finde dich überempfindlich! Lass deine Schwester doch fragen, ist doch nichts Schlimmes dabei, vielleicht hat sie einfach nur Interesse an deinem Lebensmodell.

Du hast das GEFÜHL, dich rechtfertigen zu müssen. Lass es doch, wenn es dir nicht passt.

LG H. #klee

Beitrag von criseldis2006 04.05.10 - 07:46 Uhr

Hallo,

ich bin genau in der andere Situation.

Nach dem 1. Kind ging ich nach 8 Wochen wieder arbeiten und mein Mann machte Elternzeit und nach dem 2. Kind machten wir es genauso.

Für uns war es finanziell einfach günstiger, wenn ich arbeiten gehe, da ich mehr verdiene als mein Mann.

Bei mir sagen die Leute immer, wie kann man als Mutter nur so herzlos sein und direkt wieder arbeiten gehen.

Natürlich fiel es mir bei beiden Kindern NICHT leicht direkt wieder arbeiten zu gehen. Aber mein Mann arbeitet im Ausland und verdiente viel weniger als ich, warum dann nicht die Rollen tauschen. Ich gebe mein Kind ja nicht bei Fremde, sondern sie sind/waren bei meinem Mann.

WIR kommen damit gut zurecht.

Aber mir geht dieses Rechtfertigen für alles was man tut auch tierisch auf den Geist.

LG Heike

Beitrag von baldurstar 04.05.10 - 09:08 Uhr

ärger dich nicht.
vermutlich kann sie nicht nachvollziehen das eine hausfrau auch viel wertvolle arbeitet leistet.
vielleicht hat auch sie irgendwann kinder und wird das ganze dann mit andren augen sehen.

mein mann sagt oft das er nicht mit mir tauschen wollen würde. er meinte schon oft das mein job deutlich anstrengender und schwerer ist als seiner.
kinderbetreuen und haushalt ist ja auch kein spaziergang.

freu dich über die leute die zu schätzen wissen was du leistest.

diejenigen die keine kinder haben ja die verstehen s oft nicht. ich hab früher auch nicht verstanden wieviel arbeit eine hausfrau oft hat.

kopf hoch und rechtfertige dich eben nicht wenn du es nicht möchtest, denn das musst du wirklich nicht.

Beitrag von raena 04.05.10 - 09:53 Uhr

Hallo Cassidy,

vor 10 Jahren ging es mir genau wie dir! Naja eigendlich ging es mir wie deiner Schwester! Meine Schwester verheiratet, Häuschen mit Garten 2 Kinder im Abstand von 2 Jahren, zuhause und Hausfrau und Mutter. Ich, ein bißl jünger, Single oder auch mal in einer Beziehung, lebte alleine, machte Karriere. Das sind zwei völlig verschiedene Lebensmodelle und damals konnte ich mit dem Lebensmodell meiner Schwester echt nix anfangen. Dazu kam, dass meine Schwester mit Familie 450 Km entfernt lebt.

Ich kann mich gut erinnern, als wir an einem Abend zusammen durch die Kneipen zogen. Sie zu Besuch bei uns, die Kinder gut aufgehoben bei Papa und Oma. Zwei Mädels Mitte/Ende Zwanzig und das einzige Thema über das meine Schwester gesprochen hat, waren ihre Kinder! Natürlich war ich am Leben meiner Neffen interessiert, aber den ganzen Abend nix anderes. Egal welches Thema ich ansonsten angeschitten hatte, .... nach einem Satz kam dann wieder was von ihren Kindern. Für mich war das völlig unverständlich wie man sich so aufgeben und in der Rolle als Mutter aufgehen kann.

Heute könnte ich dies besser verstehen, da ich nun heute auch eine Familie, eine Tochter, ein Häuschen mit Garten etc habe, aber damals war mir das echt fremd.

Allerdings, ..... nachdem meine Schwester 6 oder 7 Jahre zuhause war, hat sie wieder halbtags das Arbeiten angefangen, .... ein halbes Jahr später hatten wir dann ein Gespräch darüber, dass sie jetzt erst festgestellt hat, wie "klein" ihre Welt geworden war, wie sehr sie die Bedürfnisse ihrer Kinder zu ihren eignen gemacht hat, und die Erfolge ihrer Kinder als ihre eigenen angesehen hat.
Wieder zu Arbeiten (und sie war vor der Babypause sehr engagiert und erfolgreich) zwang sie, ihre Welt wieder zu vergrößern und ihre ganz eigenen persönlichen Erfolgserlebnisse zu erzielen, .... und das tat ihr sehr sehr gut!

Liebe Grüße
Tanja

Beitrag von visilo 04.05.10 - 11:11 Uhr

Ganz ehrlich, ich kann nicht verstehen warum Mütter unbedingt zu Hause beleiben wollen. Ich war so froh als Lukas endlich in den Kiga kam und ich wieder auf Arbeit konnte. Ich hab mich zu Hause einfach nur gelangweilt, was kann man denn den ganzen Tag machen. Wäschewaschen macht die Maschine ich hänge es nur auf und danach packe ich es in den Schrank. Aufräumen ist auch schnell passiert und das Kochen dauert auch nicht übermäßig lange. Ich haben ( so wie heute) meist unter der Woche frei wo mein Sohn im Kiga ist ich bin jetzt schon fertig mit meiner Hausarbeit, den Rest des Tages hab ich nichts mehr vor.

Mir geht es besser seid dem ich nicht mehr gelangweilt zu Hause rumsitze ich brauche soziale Kontakte ( und dazu zähle ich nicht Mütter auf dem Spielplaz die mir immer von ihren Kindern erzählen wollen#bla).

Wenn man nicht gerade 4-5 Kinder hat die ja nun zugegeben wirklich Arbeit machen kann ich nicht verstehen warum Mütter nicht arbeiten wollen bzw ich kann nicht verstehen wie sie ihre Tage rumbekommen ohne sich zu langweilen.

LG
visilo

Beitrag von sohnemann_max 04.05.10 - 11:57 Uhr

Hi,

Du hast doch zwei Ohren - DURCHZUG ANSTELLEN!!

Aber obwohl ich sagen muss, ich möchte nicht "nur" Hausfrau sein. Bei Max war ich damals volle 3 Jahre zu Hause und habe es genossen.

Bei Lara jetzt konnte ich mir absolut nicht vorstellen wieder nur zu Hause zu bleiben.

Ich weiss wie anstrengend es ist Hausfrau zu sein aber ich persönlich bin nicht zufrieden damit. Für mich ist es sehr erholsam an meinem Schreibtisch zu sitzen. Dabei kann ich förmlich Kraft tanken. Außerdem reizt es mich einfach, mein eigenes Geld zu verdienen. Damit ich auch mal etwas kaufen kann wie z. B. ein Geb.Geschenk für meinen Mann, was dann nicht unbedingt von seinem Gehalt abgeht #gruebel.

Es ist monstermäßig anstrengend - zumal ich auch alles alleine zu Hause mache - und ich schimpfe schon ab und an heftig #schein aber anscheinend liebe ich es so wie es ist.

Arbeiten bräuchte ich übrigens nicht...

LG
Caro mit Max im August 6 und Lara 11 Monate