Stillberaterin noch Kassenleistung??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von lilie80 04.05.10 - 08:30 Uhr

Hallo,

ich weiß gar nicht, ob die Frage hier richtig ist, aber ich versuch einfach mal mein Glück, vielleicht weiß das ja jemand von euch.

und zwar möchte ich nun doch gerne mal ne Stillberaterin hinzuziehen, weil es einfach nicht mehr ohne Hilfe geht- es ist einfach Stress pur. ich weiß nun aber nicht, ob die Krankenkasse die Beraterin noch zahlt oder ob das nur für die Anfangszeit mit Kind gilt und ich die nun selber zahlen muß.


Zu meinem Problem (das man wirklich schlecht beschreiben kann, weil es vieles und doch auch manchmal wieder nichts ist...)

Mein nun 7 Monate alter Sohn hat eigentlich von Anfang an Probleme beim Stillen bereitet. erst waren es wunde Brustwarzen, dann waren es die Koliken, die ihn nicht wirklich haben trinken lassen. dann ist er ständig beim Stillen eingeschlafen, sodass er alle halbe Stunde wieder wach wurde und an die Brust wollte, weil er logischerweise immernoch Durst hatte, dann hat er ständig reingebissen, weil ihm selber n Pups quer stand, nun läßt er sich super leicht ablenken, ich darf nicht husten, mein Mann darf nicht zur Tür rein, sein eigener Herzschlag lenkt ihn scheinbar ab. und dann wird immer sofort abgedockt und geguckt- locker mal 2 Minuten, man könnte ja was verpassen. dann trinkt man wieder gierig 2 Schlucke und schon ist die nächste Sache so interessant, dass er wieder abdockt. ich bin dann schon mit ihm im Schlafzimmer, wo es absolut ruhig ist, aber das bringt auch alles nichts...
Das Stillen verläuft eigentlich zu 99% nicht entspannt und ruhig, immer mit einem Rumgeweine, Geschimpfe oder was auch immer. Er windet sich, schimpft, versucht dabei aufzustehen. wenns mir zu bunt wird, brech ich den Stillvorgang ab. dann leg ich ihn in sein Bett, er meckert 2-3 Minuten und dann hol ich ihn wieder raus, weil er ja definitiv Durst hat (nach 8h Schlaf sollte er morgens durstig sein). und dann klappts meist ohne zu meckern, ohne zu zetern. was aber sein Problem war/ist, ist mir einfach ein Rätsel.

ich hab langsam echt keine Kraft mehr. es nervt mich einfach nur noch tierisch an. Abstillen geht allerdings auch nicht, weil er die Flasche noch sehr viel mehr verweigert. er beißt nur auf dem Sauger rum und zieht mit den Zähnen dran, das wars... angesaugt wird da von vornherein nichts...

vielleicht kennt ja hier auch jemand diese Situation und kann mir nen guten Tipp geben. ansonsten wie gesagt würde ich mal ne Stillberaterin kontaktieren...

LG
Nicole und Paul

Beitrag von lilliana 04.05.10 - 08:34 Uhr

Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich.

Beitrag von lilie80 04.05.10 - 09:04 Uhr

achso??? sowas gibt es auch noch in dieser kommerziellen Welt? #kratz auch ok :-)
danke :-)

Beitrag von mike-marie 04.05.10 - 09:32 Uhr

wende dich mal an die lalechliga. Dort kannst du dich per mail beraten lassen aber auch eine beraterin in deiner nähe kontaktieren die sich euer problem vor ort anschaut.

Beitrag von qrupa 04.05.10 - 09:47 Uhr

Hallo

die beraterinnen von der LLL und AFS arbeiten ehrenamtlich. Auch Hebammenhilfe rund ums stillen wird zeitlich unbegrenzt bis abgestillt ist von der Kasse übernommen. Die IBCLC Beraterinnen können zumindets vieles mit der KK abrechnen.

LG
qrupa

Beitrag von nashivadespina 04.05.10 - 17:31 Uhr

kostenlos gehts zb über www.lalecheliga.de

Wenn ich euren Verlauf so lese ...find ich garnicht dass ihr so gravierende Stillprobleme habt...eher so normale dinge die zum anfänglichen stillen oftmals ganz natürlicher weise dazu gehören.

Wunde Brustwarzen zb müssen nicht immer an der falschen anlegetechnik liegen...die brustwarzen werden neu strapaziert und sie müssen sich ans saugen gewöhnen. würd diese zeit (ich hatte damals blutige brustwarzen) hilft lanolincreme von der firma lasinoh aus der apotheke ganz gut. weiterhin hilft es wenn man die brustwarzen nach dem stillen an der luft trocknen lässt.

Koliken sind in dem Alter leider auch völlig normal da der magen-darmtrakt noch nicht komplett ausgereift ist und die babys erstmal lernen müssen die luft richtig wegzudrücken da dies kein angeborener reflex ist. dagen hilft der fliegergriff...oder eine safte bauchmassage...bei immer hoch und runter / auf und ab bewegen...auf den popo saft klopfen...hochnehmen..usw. und vor allem aber geduld.

einschlafstillen und stillen im halbstundentakt ..bzw clusterfeeding gehört genauso zum stillen dazu. auch wenn du die flasche geben würdest, hättet ihr solche phasen. das liegt unter anderem an den wachstumschüben. es ist gaaanz wichtig dass du immer anlegst, wenn es das baby möchte und auch einschlafstillen usw. zulässt. nur so kann die milchproduktion genau deinem baby angepasst werden.

gegens beißen hilft...das kind dann in dem moment wegzunehmen und aua zu sagen (nicht schreien oder erschrecken dabei). dann danach sofort wieder anlegen usw. irgendwann lernt das baby dass es nicht beißen darf.

das dein baby oft abgelenkt ist..ist auch normal..ist doch alles neu. daran muss es sich erst gewöhnen. lege dich am besten in ruhe ins bett mit deinem baby oder geh in einen abgedunkelten raum..vielleicht kommt es da beim stillen mehr zur ruhe...falls nicht...habe geduld beim stillen und lass ihn halt herumgucken!

dein baby ist noch nicht lange auf der welt...versuche es mit den augen deines babys zu sehen....und gibt euch ZEIT!

wenn dein baby nicht unnormal abnimmt und du immer dann stillst wenn es dein baby möchte ist doch alles supi...auch wenns wirklich anstrengend ist. (das gehört in der ersten zeit wirklich dazu)

glaub mal nicht das es entspannter wäre wenn du die flasche geben würdest.


Beitrag von lilie80 04.05.10 - 21:04 Uhr

danke für deinen sehr umfangreichen Bericht :-)

mein Lütter ist ja (schon) 7 Monate alt, also die Anfangsschwierigkeiten haben wir schon alleine gemeistert. aber es zerrt grad so an meinen Nerven, ich kann jetzt echt nicht mehr. am liebsten würde ich wirklich komplett abstillen und ihn seine Milch aus dem Becher trinken lassen... aber wenn ich nen Fingerhut voll Wasser über den Becher in ihn reinbekomme, ist das viel #augen

ich hab das Gefühl, dass er sich immer wieder was neues einfallen läßt, um mich zu 'ärgern'. klar macht er das unbewußt und heute ist auch nochmal n richtiger scheißtag gewesen, denke, sein Zahn bricht oben nun endlich durch. er hat heute eh viel geweint und gejammert und alles war doof. aber wenn der Morgen schon so scheiße anfängt, dann hab ich den Rest vom Tag auch keinen Bock mehr, ihn anzulegen, weil ich WEIß, dass es nicht besser wird. von Anlegen kann ja eh keine Rede sein. er saugt gierig an, zieht 2x und dann läßt er die Warze fatzen und windet sich und kämpft und weint und schlägt um sich. dann geh ich an den Wickeltisch, weil ich WEIß, dass es seine Blähungen sind, und dann leg ich ihn danach wieder an und der Käse beginnt vom Neuem. so kann meine Milchproduktion ja gr nicht in Gang kommen. bin ja schon froh, wenn der MFR loslegt. dann trinkt er 3 Schluck und pennt ein, oder fänngt von Neuem an zu kämpfen und dockt ab... ich hatte nie Probleme mit der Milchmenge. hab ihn lange voll gestillt und bin da auch sehr konsequent gewesen, was das Nicht-Geben von der Flasche betrifft. aber jetzt hab ich schon nicht mehr so viel, weil ich ja schon am abstillen war, er hat immerhin bereits 3 volle Mahlzeiten. dann kann ich so nen Käse mit 2x saugen hier, 1x ziehen da, 3 mal zutscheln wieder hier nicht gebrauchen... davon wird sie nicht mehr und es macht das Ganze nicht leichter #aerger

vielleicht reicht es auch, wenn ich mich einer Stillgruppe anschließen würde. es ist eben auch sehr schwer, das Ganze zu beschreiben, weils jedesmal etwas anders und doch wieder altbekannt ist... #augen

danke trotzdem nochmal...