Englisch im Kindergarten

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von vonnerle 04.05.10 - 08:36 Uhr

Was lernen eure Zwerge wenns Englisch im Kindergarten gibt?
Ich suche mir gerade einen Kindergarten und würde eigentlich gern einen nehmen der sowas anbietet.

Danke
vonnerle

Beitrag von buntstift 04.05.10 - 08:59 Uhr

Das ist etwas was die Welt nicht braucht. Wenn Kinder nicht auch daheim Englisch reden dann macht es keinen Sinn in dem Alter.
Ist reiner Komerz für sehr die Firmen die das anbieten.

Und diese Info hab ich von einer Englischlehrerin die keinerlei Unterschied merkt zwischen Kindern die in der Kita Englisch hatte und denen dies nicht hatten.

Ich würde auf andere Dinge mehr achten als auf sowas........;-)

buntstift

Beitrag von landmaus 04.05.10 - 09:19 Uhr

Huhu

Englisch Kurse im Kindergarten haben eigentlich nicht den Sinn, dass die Kinder wirklich etwas lernen. Es soll ein ranführen an die Sprache sein, die Neugier wecken und Spaß an einer fremden Sprache vermitteln.

Wenn die Kinder dann noch etwas lernen, ist das eher ein Nebeneffekt.

Unsere Tochter sagt hello, good bye, zählt bis 10, happy easter, easter egg, feet und noch ein paar Dinge. Der Kurs besteht aus singen, tanzen, malen, aufkleben und basteln. Die Kursleitung ist Muttersprachlerin und benutzt dieses Kursbuch mit CD: http://assets.cambridge.org/97805216/80059/excerpt/9780521680059_excerpt.pdf

Die Entscheidung für oder gegen einen Kindergarten würde ich persönlich aber niemals von so einem Angebot abhängig machen.

Liebe Grüße

Beitrag von buntstift 04.05.10 - 13:37 Uhr

So was schnappen meine Kinder nebenbei auf.
Sie zählen bis 20 auf Englisch und kennen eine Menge Wörter.
Dazu brauchte es keinen teuren Kurs....war einfach kindliche Neugier.

Beitrag von landmaus 04.05.10 - 14:53 Uhr

Phantastische Kinder und sicher eine phantastische Mutter.

*ironie off*

Falls Du meinen Beitrag gelesen hast, geht es bei einem solchen Kurs gerade nicht darum am Schluss irgendetwas zu können, sondern um die Freude an der Sache.

Solche Kurse müssen im übrigen nicht teuer sein. Unserer kostet 14,00 € im Monat und findet während der Kitazeiten statt, als Angebot des Familienzentrums.

Beitrag von ayshe 04.05.10 - 19:23 Uhr

##
geht es bei einem solchen Kurs gerade nicht darum am Schluss irgendetwas zu können, sondern um die Freude an der Sache.
##
#pro
eben,
aber viele meinen immer, sie müßten dort etwas lernen, was sie dann in der grundschule wiedr verlernen und deshalb wäre eh alles für die katz.
so eine diskussion gab es hier auch mal.

ich denke, viele eltern gehen mit völlig falschen erwartungen daran.

spaß an der sache, genau, und dabei nehmen sie etwas mit und gut.
so sehe ich das auch.
manche haben spaß an ballett oder an sonstwas, manche eben an englisch oder überhaupt anderen sprachen.

Beitrag von schullek 04.05.10 - 09:22 Uhr

hallo,

ich finde englisch im kindergarten mit dem ziel früh englisch zu lernen albern. ich stecke sehr in der thematik drin (berufsbedingt) und würde mein eigenes kind nicht zu einem englisch kurs im kiga anmelden.
wenn man es als nette unterhaltung sieht und kein problem hast dafür geld auszugeben, ist das nat. ok. aber einen kindergarten danach auszusuchen finde ich falsch. es gibt so viele faktoren, die man bei einem kiga beachten kann, sollte etc., aber dazu gehört meines erahctens siche rnicht ganz oben auf der liste, ob sie einen eglisch kurs anbieten.

weisst du, was im kiga meines sohnes gemacht wsird und was ich toll finde? einmal die woche verbringen sie den ganzen tag im wald. von früh bis nachmittag. und an einem anderenb tag gehen sie vormittags in die turnhalle, machn sport, spiele etc.
das finde ich toll!

lg

Beitrag von lea0312 04.05.10 - 10:03 Uhr

Hallo

also unsere tochter hat seit september englisch im kindergarten. und es macht ihr spaß.
aber man sollte darauf achten, das sie das nicht können MUSS. es geht um den spaß. wir hören zu hause die cd und einmal die woche ist im Kiga englisch.sie fragt auch viel was das in englisch heißt.und erzählt mir das sie viel gesungen hat.

ich finde es gut, das es so ein angebot gibt.

Beitrag von jindabyne 04.05.10 - 10:30 Uhr

Meine Tochter lernt vor allem englische Kinderlieder. Sie findet es toll.

Das Angebot ist bei uns im Kindergarten kostenlos und daher machen alle Kinder mit. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich für sowas Geld zahlen würde, geschweige denn, einen Kindrgarten danach auswählen würde. Es gibt gerade wichtigere Dinge, die meine Tochter lernen sollte.

Lg Steffi

Beitrag von vonnerle 04.05.10 - 10:45 Uhr

Danke für die vielen Antworten.
Natürlich achte ich auch auf andere Dinge wie zb. Öffnungszeiten, zu Fuss erreichbar, Naturnah und viele Unternehmungen im Freien.
Ich habe hier zwei Kitas gleich in der Nähe und die eine bietet Sauna und Barfusspfade und sowas an und eben eine Englischgruppe. Wobei es eh fraglich ist obs das Kind interessiert. Ich möchte eben nur soviel wie möglich Chancen für das Kind sich zu entfalten und auch keinesfalls das es mit 5 besser Englisch als Deutsch spricht. Nein aber es ist sovieles in Englisch und warum sollte man das nicht auch gleich spielerisch lernen wie sie zählen können oder eben singen.


vonnerle

Beitrag von manavgat 04.05.10 - 11:20 Uhr

Es gibt nix Blöderes, als diese "wir sind ja so toll English/Gebärdensprache/sonstwie Zeugs", was nur geeignet ist, den Eltern zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen.

Eine gute Kita sollte die Kinder spielen lassen (auch Rollenspiele), draußen sein lassen und ihnen so grundlegende Dinge beibringen wie: Regeln, Stift/Schere/Knete/Bastelmaterial/Musikinstrumente etc bedienen usw.

Ich bin immer wieder genervt davon, wie wenig die Kinder aus der Kita an grundlegenden Fähigkeiten mitbringen, die sie in der Schule brauchen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von landmaus 04.05.10 - 15:10 Uhr


*Es gibt nix Blöderes, als diese "wir sind ja so toll English/Gebärdensprache/sonstwie Zeugs", was nur geeignet ist, den Eltern zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen.*

Hallo,

ich sehe das etwas anders und denke man muss da auch die jeweilige Situation differenziert betrachten.

Meine Kinder sind z.B. zwischen 45 und 48 Stunden in den Woche in der Kita und ich finde es schön, dass es neben dem obligatorischen Waldtag, den Zeiten in der Turnhalle und im Garten, der vielen freien Spielzeit, der Musik- und Kunst-AG auch spezielle Angebote, wie etwa Sprachkurse, Sportkurse oder Computerkurse gibt. Meine "große" Tochter ist vielseitig interessiert und freut sich jede Woche auf diese speziellen Angebote. Ausserhalb der Kita könnten wir ihr das zeitlich nicht ermöglichen und freuen uns daher auch.

*Ich bin immer wieder genervt davon, wie wenig die Kinder aus der Kita an grundlegenden Fähigkeiten mitbringen, die sie in der Schule brauchen.*

Ist es nicht so, dass Du ein Nachhilfeinstitut führst? Da kommen wohl zwangsläufig fast nur die Kinder an, bei denen Defizite vorhanden sind. Vielleicht trübt das Deinen Blick einfach entsprechend ein. Meine Kinder gehen seit sie ein knapes halbes Jahr alt sind, in die der hiesigen Hochschule angegliederte Kita. Dort wird den Kindern alles von Dir erhoffte beigebracht, wobei es auch sehr wenig Kinder mit problematischem Umfeld gibt und sich der Förderbedarf daher schon grundsätzlich in Grenzen hält.

Liebe Grüße



Beitrag von manavgat 04.05.10 - 16:28 Uhr

Ich glaube, Du weißt nicht wirklich, was Nachhilfeinstitute machen, oder?!

Wir haben hier Kinder mit Schulstofflücken. Das heißt aber nicht, dass die Kinder defizitär wären, sondern Schule ist defizitär (und leider oft auch die Kita).

Jedes 2. Kind hat "Nachhilfe", da ist die Hilfe von Verwandten noch nicht mit erfasst.

Wir sind im übrigen schon oft gefragt worden, ob wir Fremdsprachen in der Kita anbieten wollen. Ich lehne das - trotz das es Geld bringen würde - klar ab.

Gruß

Manavgat

Beitrag von landmaus 04.05.10 - 20:29 Uhr

Doch, ich hab einige Jahre neben dem Studium in einem Nachhilfeinstitut gearbeitet. Ich hab dort Mathematik, Englisch und Deutsch gelehrt (von der ersten Klasse bis zum Abitur).

Warum sollen die Kinder, die die von Dir geforderten Grundlagen in der Kita bereits mitbekommen, denn auf weitergehende Angebote verzichten, die Spaß machen, Neugier wecken und Interesse fördern. Das ist doch ein "plus" und nicht ein "anstatt". Hast Du auch solche Bedenken gegen einen zusätzlichen Sportkurs? Oder einen Kochkurs? Oder darf es einfach keine Fremjdsprache sein?

In unserer Kita werden etwa 1/4 der Kinder zweisprachig erzogen, weil viele Eltern wegen des Studiums nach Deutschland gekommen sind und sich dann hier gebunden haben. Die anderen Kinder sind schon deshalb einfach unglaublich daran interessiert, etwas in einer anderen Sprache zu machen. Sie sollen Spaß daran haben, sonst nichts. Es ist weder eine Vorbereitung auf die Schule noch ein Kurs mit einem Lernziel und das wurde von der Kursleiterin auch ganz deutlich gemacht. Es ist ein schnuppern, einhören, einfühlen und Interesse wecken. Und das finde ich absolut positiv.

Liebe Grüße

Beitrag von molinalaja 04.05.10 - 19:32 Uhr

<Eine gute Kita sollte die Kinder spielen lassen (auch Rollenspiele), draußen sein lassen und ihnen so grundlegende Dinge beibringen wie: Regeln, Stift/Schere/Knete/Bastelmaterial/Musikinstrumente etc bedienen usw. <
Das eine Kita aber auch, obwohl sie Englisch anbietet.



<Ich bin immer wieder genervt davon, wie wenig die Kinder aus der Kita an grundlegenden Fähigkeiten mitbringen, die sie in der Schule brauchen. <
Das liegt auch nicht am Englischunterricht, sondern am Kitainhalt selbst.
Ich kenne auch Kinder, die Englisch hatten und trotzdem über alle nötigen Fähigkeiten verfügen.


Sie haben in der Kita ja nicht 6 Stunden täglich Englisch und sonst nichts.


Das steht alles in keinem Zusammenhang, finde ich.

Beitrag von sohnemann_max 04.05.10 - 11:49 Uhr

Hi,

ja in unserem KiGa wird Englisch angeboten und es wird super gut angenommen.

Es ist eine tolle Abwechslung für die Kinder. Unser Sohn hat nun fast 3 Jahre Englisch und er spricht richtig gut Englisch.

Es geht ja auch nicht darum, dass die Kinder zweisprachig aufwachsen, aber es ist sicherlich nicht verkehrt, dass sie Grundbegriffe und den Umgang mit einer fremden Sprache spielerisch lernen.

Unsere Kinder im KiGa haben bisher nur profitiert von. Unser Sohn kann alle Farben, sämtliche Körperteile, Englische Lieder, die Zahlen von 1 - 20, nach dem Namen Fragen, seinen Namen benennen, fragen wie es jemanden geht, bitte, danke usw..

Jederzeit wieder gerne.

LG
Caro mit Max bald 6 Jahre und Lara 11 Monate

Beitrag von ayshe 04.05.10 - 19:28 Uhr

hallo,

ich finde nicht verkehrt, aber auch nicht zwingend nötig.

wie schon gesagt, sollte man keine falschen erwartungen haben.

"lernen einer sprache" ist es in der regel ja nicht und auch nicht das ziel.

ich sehe es als unterhaltung, wenn es dem kind spaß macht.
es bekommt einfach einen zugang zum klang zu fremden sprachen überhaupt usw.

sie singen und tanzen, machen spiele, nehmen nebenbei wörter auf, die sie aber vllt auch irgendwann wieder vergessen.


aber die auswhl des kigas würde ich nicht davon abhängig machen, da wären mir schon andere punkte wichtiger.

Beitrag von tine258 05.05.10 - 15:00 Uhr

Hallo,

ich darf die Antwort von ayshe zitieren:

"ich finde nicht verkehrt, aber auch nicht zwingend nötig.

wie schon gesagt, sollte man keine falschen erwartungen haben.

"lernen einer sprache" ist es in der regel ja nicht und auch nicht das ziel.

ich sehe es als unterhaltung, wenn es dem kind spaß macht.
es bekommt einfach einen zugang zum klang zu fremden sprachen überhaupt usw.

sie singen und tanzen, machen spiele, nehmen nebenbei wörter auf, die sie aber vllt auch irgendwann wieder vergessen"


Genau so ist es auch. Ich mache in Kindergärten English Playgroups für die Kinder. Und zwar weil die Eltern es gerne möchten und ich gefragt wurde, ob ich das übernehmen kann (bin Übersetzer).
Ich mache es freiwillig, sehr gerne und vor allem kostenlos und während der Kindergartenzeit. MIR ist es wichtig, daß nicht NOCH ein Nachmittag der Kinder mit einem Kurs zugepflastert wird. Hier wäre evtl mehr Bewegung an den Nachmittagen sinnvoll.

Wobei die meisten Kinder wirklich sehr viel lernen und auch umsetzen und es macht allen einen Riesenspaß.
Voraussetzung für gute Englischnoten in der Schule ist es nicht. Aber es schadet auch nicht.
Aber wie gesagt spielerisch und ohne weiteren Zeitdruck aus reiner "Förderwut".
Ist vergleichbar mit anderen Angeboten in den Kindergärten hier, sprich Vorlesepate, Kochtag, Schwimmen...
Und hier gibt es viele Wald- und Wandertage, Ausflüge, von Bücherei bis zum Flughafen ist da alles dabei. Turnen und Bewegung selbstverständlich auch genauso wie ein extra Vorschulprogramm.

Ich selbst würde meine Kinder aber nicht in einen Extra-Kursus stecken. Im Kindergarten ist es aber super.

Grüße
Tine