Geburtsbericht des kleinen süßen Felix

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von sternie12 04.05.10 - 09:42 Uhr

Ich muss mal etwas weiter ausholen:
Es war der 09. Februar 2010 und heute sollte der letzte Geburtsvorbereitungskurs statt finden. Also machte ich mich gegen 16 Uhr auf den Weg ins Geburtshaus. Draußen war es bitterkalt und saumäßig glatt. Beim Geburtshaus angekommen, suchte ich mir einen Parkplatz und rutschte natürlich beim Aussteigen aus dem Auto auch noch auf dem blöden Glatteis aus. Ich saß auf der Seite und in dem Moment tat mir auch nichts weiter weh außer ein wenig das Handgelenk. Also machte ich mich weiter auf den Weg ins Geburtshaus. Dort angekommen, lief noch die Schwangerengymnastik und ich bekam geburtsvorbereitende Akkupunktur und konnte noch ein wenig entspannen. Danach fing mein Kurs dann an und dauerte auch bis 19:45 Uhr. Ich fuhr dann wieder gemütlich nach Hause und war froh, dass ich auch heil angekommen war. Mein Schatz war schon heim und ich erzählte ihm dann von dem Sturz. Gegen 21 Uhr ziept es ihm Unterleib immer ein wenig und mein Schatz sagte dann: „Wenn es morgen nicht besser ist, gehst du zur Kontrolle ins Krankenhaus. Nicht dass was mit unserem Sternchen ist.“ Gegen 22.30 Uhr sind wir dann ins Bett gegangen und das Zippen war dann weg. Ein wenig geschlafen, wurde ich gegen 0:30 Uhr am 10.02.2010 wach und musste dringend auf die Toilette. Währenddessen lief schon immer etwas Wasser das Bein hinunter. Ich dachte mir aber dabei nichts und ging wieder ins Bett. Die Schmerzen im Unterlieb waren aber wieder da. Ich ging davon aus, dass es sich um Senkwehen handelte. Ich versuchte noch etwas weiter zu schlafen, dass schien aber unmöglich. Ich weckte mein Schatz und erzählte ihn von den Schmerzen. Ein wenig weiter geschlafen, wurde ich gegen 01:30 Uhr erneut wach und die Schmerzen wurden immer heftiger. Also Schatz wieder geweckt und er meinte: Wollen wir nicht mal ins Krankenhaus fahren zur Kontrolle?“ Ich verneinte dies und lief ein wenig in der Wohnung rum. Mein Schatz sollte eigentlich noch etwas schlafen, aber er war so aufgeregt, dass dies unmöglich war. Ich versuchte diese Schmerzen zu veratmen und mein Schatz schaute immer auf die Uhr. Es waren Abstände zwischen 7 und 8 Minuten. Also anscheinend doch richtige Wehen. So machte ich mich auf den Weg ins Bad, denn ich musste mich ja noch stylen und Haare frisieren. Währenddessen musst eich gefühlte 20 Mal auf die Toilette, wo immer nur Tröpfchen abgingen. Danach packte ich meine Tasche fertig und ging in die Küche. Ich aß noch ein Plätzchen und auf einmal wurde mir richtig schlecht und ich musste mich übergeben. Als mein Schatz dies sah, rannte er auch zur Toilette und machte das Gleiche. Jetzt war es mittlerweile 04:45 Uhr und wir fuhren ins Krankenhaus. Die Wehen waren mittlerweile im Abstand von 4 Minuten heftigst zu spüren. Auf dem Weg ins Krankenhaus fiel mir ein, dass ich die Unterlagen vergessen hatte und so drehten wir noch mal um. Mein Schatz rannte schnell die Unterlagen holen und ich musste diese Wehen in dem Auto veratmen, was übelst unangenehm war. So endlich im Krankenhaus angekommen, kam erst mal stundenlang (so kam es mir vor) niemand. Mir wurde immer schlechter. Mein Schatz fing dann einfach auf dem Flur eine Schwester ab und die meinte, dass wir direkt in den Kreißsaal sollten. Sie rief auf der Station an um uns anzumelden und fragte mich, ob Sie mich im Rollstuhl fahren soll. Ich wollte aber lieber laufen, dass war für mich angenehmer. Im Kreißsaal angekommen, begrüßte mich eine freundliche Hebamme. Sie schloss mich ans CTG an und nach 30 Minuten, waren komischerweise keine Wehen zu sehen. Ich hatte aber immer noch diese Schmerzen und die Hebamme rief dann eine Ärztin. Diese schaute dann nach und der Muttermund war schon 4cm geöffnet. Daraufhin meinte die Hebamme zu meinem Schatz, ob er denn heute schon was vorhabe, denn unser Wurm kommt auf jeden Fall heute noch. Natürlich blieb mein Schatz bei mir. Ich habe mich dann umgezogen – bequeme Sachen – und musste natürlich wieder auf die Toilette, wo ich währenddessen die Wehen veratmen musste, Da diese langsam immer heftiger wurden, bekam ich ein Schmerzmittel gespritzt. Mittlerweile war es 06:00 Uhr und die Hebammen hatten Schichtwechsel. Die Hebamme verabschiedete sich und auf einmal kam so ein „Drachen“ rein. Die Hebamme hatte ich auch schon bei der Anmeldung und da dachte ich mir schon: na wenn du die bei der Geburt hast, kann es ja heiter werden. Die Hebamme wollte nochmal nachsehen, ob ich eventuell noch einen Einlauf brauchte, aber ich musste erneut auf die Toilette. Dieser Gang dauerte etwas länger, da ich immer wieder Wehen dazwischen bekam. Auf einmal kam diese doofe Hebamme rein und zerrte mich von der Toilette mit den Worten: „Ich kann jetzt nicht mehr weiter auf der Toilette sitzen, sie hat noch eine andere Geburt vorzubereiten und muss jetzt wegen dem Einlauf nachsehen“. Ich war total aufgelöst und hätte am liebsten geheult. Also musste ich auf so ne komische Matratze und die Ärztin kam und nochmals zu schauen. Es war nun 06:45 Uhr und der Muttermund war bereits bei 8cm. Ich sollte dann sofort in den Kreißsaal. Dort angekommen, legte mich auf das Bett und auf einmal ging es heftigst los. Die Schmerzen waren unerträglich und so bekam ich erneut ein Schmerzmittel gespritzt. Ich hatte schon immer den Drang zu pressen, durfte aber noch nicht. Dann auf einmal kam der „Startschuss“ und ich durfte endlich pressen. Die Hebamme war sehr grob und unsanft zu mir und ich war echt verzweifelt. Ich habe meinen Schatz die Hand heftigst blau gedrückt und war echt froh, dass er dabei war. Ohne ihn hätte ich das nicht durchgestanden. Die Hebamme zerrte dann mein Bein extrem hoch damit es der Kleine leichter habe. Es tat übelst weh. Nach 2 heftigsten Presswehen war ich schon sehr angeschlagen und mit meine Kräften am Ende, aber da sagte mein Schatz zu mir: „Der Kopf ist schon draußen“. Ich in guter Hoffnung dass es nicht mehr lange dauert, sollte eine kurze Pause einlegen und dann nochmal mit letzter Kraft pressen. Das tat ich dann auch und schon war unser kleiner Spatz geboren. Er wurde gesäubert und mir sofort auf die Brust gelegt. Ich fing an zu weinen und war überglücklich. Ich konnte das alles noch gar nicht so begreifen. Danach wurde Felix von der Hebamme und von Thorsten gebadet und er wurde warm angezogen, während ich genäht wurde von der Ärztin. Ich zitterte die ganze Zeit heftigst – zum einen von der Aufregung und Anstrengung und zum anderen vor Kälte. Ich bekam ihn dann wieder zu mir gelegt und wir hatten erst mal Zeit als Familie uns zu beschnuppern. Thorsten ging dann telefonieren um allen Bescheid zu geben. Nach ca. 2 Stunden wurde Felix das erste Mal an die Brust gelegt, wo er nur rumgenibbelt hat. Dann kam ich auf mein Zimmer und Felix auf die Frühchenstation.

Felix´s Maße:
Gewicht: 2252 gramm
Größe: 48cm
Kopfumfang: 35cm

Beitrag von sako2000 04.05.10 - 12:01 Uhr

herzlichen glueckwunsch zum kleinen sohn!
tut mir leid, dass deine hebamme bei der geburt so grob war, war sicher echt scheisse. aber das ergebnis zaehlt und du hast das toll gemacht.

kannst stolz auf dich sein.

alles gute euch 3en,
claudia

Beitrag von margarita73 04.05.10 - 12:22 Uhr

Herzliche Glückwünsche zu Eurem Süßen!
Doofe Hebamme, ist ja echt eine Unverschämtheit! Aber ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen: Du hast das toll gemeistert!
Alles Liebe Euch dreien!
Sabine (ET-6)

Beitrag von tanjaz84 04.05.10 - 16:06 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu eurem Felix!!!
Ich finde es super das Du es weiter durchgezogen hast ohne zu weinen. Da wäre Deine ganze Kraft wegen der doofen Henne flöten gegangen.

Alles Alles Liebe
Tanja mit Zoe (15Montae) und Paula (3Wochen)