Bluter??Zu wenig Rote Blutkörperchen.. Ständig in die Klinik! Was tun?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von babydollbell 04.05.10 - 10:42 Uhr

Hallo!

Es geht um meine Nichte.

Sie sollte vor ca 3 Wochen zum Kinderarzt um Ihr Blut überprüfen zu lassen ( Sie isst sehr schlecht, trinkt nicht viel, bekommt sehr schnell Blaue Flecken usw )

Ihr wurde in den Finger gepickst.. Und die Ärztin und 2 Schwestern brauchten über eine halbe Stunde, damit es wieder aufhörte zu Bluten. Das Blut war wohl dünn wie Wasser.

Sie wurde gleich in die Klinik eingewiesen.

Ein normaler Menschen hat wohl einen Wert zwischen 150000-300000 und Ihrer lag grad mal noch bei 4000.

Sie war über eine Woche im Krankenhaus, bekam Cortison und wurde mit einem Wert von 125000 entlassen.

Letzte Woche Mittwoch war mein Bruder zur Kontrolle, da war der Wert schon nurnoch 99000. Heute musste er wieder hin, 33000. Sie wurde gleich wieder in die Klinik eingewiesen.

Was ist das für eine Krankheit? Ich finde dazu leider bei Google nichts. Welche behandlungsmethoden gibt es da? Ist es möglich, das die dauerhaft ein Blutgerinnungsmittel nehmen muss? Die Ärzte sagten wohl, sie seie Bluter, dürfe sich also nicht verletzen und wenn es doch mal passiert ( sie ist grad 2 geworden ) müsse sofort ein Krankenwagen gerufen werden.

Ich mache mir echt Sorgen um die kleine Maus.

LG Nadine

Beitrag von 2008-04 04.05.10 - 10:49 Uhr

Na Blutgerinnungsmittel ist doch dazu da das es das blut dünn macht oder?
Also wenn ich jetzt recht hab muß sie das aufgarkeinenfall nehmen.
Sie bräuchte etwas was das blut dicker macht, mm nur leider kenn ich mich nicht aus.
Ich muß mein wert aber auch mal überprüfen lassen, denn wenn ich mich schneide hört es auch ewig nicht auf, mir wurden 2 zähne gezogen an beiden wäre ich beinahe verblutet und bei die geburten meiner kinder habe ich zuviel blut verloren.

Aber ich nehm derweil noch nichts, muß aber wie gesagt ma mein wert überprüfen lassen.

lg Antje und alles gute der kleinen maus#herzlich

Beitrag von resurrection 04.05.10 - 10:56 Uhr

Blutgerinnungsmittel lassen wie es das Wort Gerinnung schon vermuten lässt das Blut gerinnen. Also das Gegenteil von verdünnen.


Ist aber auch keine dauerhafte Therapie.

Beitrag von resurrection 04.05.10 - 10:55 Uhr

Also wenn die Kleine wirklich Bluter ist, wird sie einen roten Bluterausweis bekommen. Wichtig hier bei ist, dass dieser IMMER beim Kind ist egal wo.
Sollte dem Kind etwas passieren ist dieser Bluterausweis für sie überlebens wichtig.


Auch wichtig es muss immer gesagt werden, dass sie Bluter ist, sei es der Zahnarztbesuch irgendwann oder in vielen , vielen Jahren der Frauenarzt, immer wieder darauf aufmerksam machen und nicht darauf verlassen, dass der Arzt das wissen müsste.


Eine wirkliche Medikation ist mir nicht bekannt, es gibt oder gab wohl ein Eiweiß was verabreicht wurde um die Gerinnungsstörung zu beheben aber nimmt der Körper wohl nicht an.

Letztendlich bleibt ausschließ der Weg damit zu Leben sich damit auseinander zu setzen und mit Bedacht leben.

Beitrag von krokolady 04.05.10 - 11:52 Uhr

Bluter sind eigentlich nur männliche Personen.

Frauen tragen zwar vielleicht das Bluter-Gen auf dem X-Chromoson, sind dann aber nur Träger und können es weiter vererben.

so wie sich das liest hat sie einfach Anämie

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 04.05.10 - 12:13 Uhr

das stimmt aber nicht meine tante ist auch bluter... also nur männer bekommen es wohl nicht..

Beitrag von krokolady 04.05.10 - 12:22 Uhr

ich kopier hier mal was rein wo es beschrieben ist:

Rotgrünschwäche und Bluterkrankheit sind Beispiele für eine X-chromosomale Vererbung. So ist z.B. bei der häufigsten Form der Bluterkrankheit, der Hämophilie A, das X-chromosomale Gen für den Gerinnungsfaktor VIII defekt.

Heterozygote Frauen sind nicht Bluterkrank, da durch das intakte Allel genügend Gerinnungsfaktor vorhanden ist.

Die Bluterkrankheit wird als rezessiv vererbt. Im männlichen Geschlecht kommt dagegen das rezessive Hämophilie-Gen voll zur Wirkung, da ein entsprechendes Allel auf dem Y-Chromosom fehlt. Man spricht vom hemizygoten Zustand, da hier im diploiden Chromosomensatz ein Allel nur einmal vorhanden ist. Für die Hämophilie A und damit für den X-chromosomalen rezessiven Erbgang lassen sich folgende Regeln ableiten:

- Heterozygote Frauen sind gesund, fungieren aber im Erbgang als Überträgerin des Gendefektes. Bei männ lichen Nachkommen mit einem gesunden Mann liegt die Wahrscheinlichkeit für blutererkrankte Söhne bei 50%. Eben so hoch ist die Wahrscheinlichkeit für heterozygote Töchter.

- Ein bluterkranker Mann hat mit einer gesunden Frau nur gesunde Söhne. Alle Töchter sind Überträgerinnen.




Es wurde noch ein anderer Erbgang entdeckt: Ein Mann war sowohl Bluterkrank als auch Rotgrünschwach. Beide Gene lagen also gekoppelt auf dem x-Chromosom vor. Die Tochter des Mannes war phänotypisch gesund, musste aber für die beiden Gendefekte heterozygot sein. Die Tochter bekam mit einem gesunden Mann vier Söhne die sich alle phänotypisch unterschieden. es traten vier Kombinationen auf: Gesund, bluterkrank, rotgrünscwach und


bluterkrank/rotgrünschwach. Diese Beobachtung konnte nur mit einem Austausch der auf dem X-Chromosom gekoppelten Gene geklärt werden. Hier wurde zum ersten Mal ein crossing over beim Menschen nachgewiesen.

Für einen X-chromosomalen Erbgang gelten folgende Merkmale:

- Alle Söhne betroffener Männer sind merkmalsfrei, während bei allen Töchtern das Merkmal auftritt.

- Im Falle einer homozygoten Mutter sind alle Nachkommen betroffen, unabhängig davon ob der Vater hemizygot oder gesund war.

Genetische Beratung:

Alle deutschen Städte haben heute genetische Beratungsstellen. diese haben die Aufgabe, Ratsuchende über ihr individuelles genetisches Risiko aufzuklären. Dabei geht es um eine Hilfestellung für selbstverantwortete Familienplanung oder für eine individuelle Krankheitsvorsorge. Etwa 2% aller Lebendgeborenen in den Industrienationen leiden an einer genetisch bedingten Fehlbildung oder Behinderung, jedoch ist das Risiko nicht für jedes Elternpaar gleich anzusetzen. Eine genetische Beratung ist u.a. immer dann ratsam, wenn

- ein Partner an einer erbbedingten Krankheit leidet,
- in den Familien der Partnern bestimmte Krankheiten gehäuft auftreten,
- gesunde Eltern ein Kind mit genetisch bedingter Behinderung haben,
- die Partner verwandt sind,
- vor und während einer Schwangerschaft schädigende Umwelteinflüsse, wie Strahlung, Suchtmittel oder Virusinfektion auf das ungeborene Kind eingewirkt haben.


Deine Tante hat vielleicht eine Blutgerinnungsstörung - die hat meine Kleine auch - aber deswegen ist sie noch lange kein Bluter!

Beitrag von sassi31 04.05.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

das vielleicht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombozytopenie

Die Erkrankung hatte das Kind einer Freundin mit knapp 1,5 Jahren. Das Kind kam sofort ins Krankenhaus, weil die Gefahr bestand, dass es sich verletzt und verblutet. Dort hat es mehrer Infusionen bekommen, bis der Wert wieder normal gewesen ist. Sie musste dann aber noch etliche Male mit dem Kind zur Nachuntersuchung. Glücklicher Weise war es wohl nur eine Impffolge (Mumps, Masern, Röteln), die in ganz seltenen Fällen auftreten kann. Es kann aber auch eine dauerhafte Erkrankung sein. Dann erfolgen wohl regelmäßig Untersuchungen und ggf. Infusionen, damit der Wert nicht wieder so weit sinkt.

Sympthome waren: Etliche blaue Flecken und kleine Petechien. Das Verhalten vom Kind war aber völlig normal und unauffällig.

Gruß
Sassi

Beitrag von babydollbell 04.05.10 - 13:24 Uhr

Hallo!

Ja, das scheint zu passen, mein Bruder konnte sich das nicht genau merken, er meinte nur, es sei irgendwas mit Trombozythen.

Danke Dir, ich hoffe, das die Ärzte es diesmal in den Griff kriegen.