Beschäftigungstipps für energetischen Hund?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von schnuppell 04.05.10 - 11:57 Uhr

Hi,

wir haben einen ganz tollen Hund, nur leider ist er soooo voll von Energie, dass wir ihn kaum gebändigt kriegen... Er ist inzwischen knapp 2,5 Jahre alt und geht egentlich regelmäßig 3 Mal am Tag ca. ne Stunde raus. Dann hat er noch nen großen Garten, in den er jeder Zeit zum Toben kann.

Wir haben schon Riechtraining mit ihm gemacht, das kann er total gut und mag er auch. Allerdings müssen wir das immer zu 2. im Wald machen, unser Garten ist viel zu klein für den Racker :-) Daher schaffen wir das nicht so häufig.

Hat jemand nen guten Tipp, wie wir seine Energie ein wenig zügeln können? Gibt es da vielleicht sogar war homöopathisches, damit er ein wenig ruhiger wird? Seid März ist ein Baby im Haushalt und im Dezember kommt das nächste, da wäre ein etwas ruhigerer Hund schon deutlich angenehmer...

Beitrag von -tinkerbellchen- 04.05.10 - 12:15 Uhr

>>>Hat jemand nen guten Tipp, wie wir seine Energie ein wenig zügeln können?<<<


Erziehung.

;-)

Wie haben auch so ein Powerpaket und mittlerweile weiß er genau wann er die Sau rauslassen darf und wann ruhe zu halten ist.

Beitrag von lillystrange 04.05.10 - 12:35 Uhr

Genau, Hunde müssen auch Ruhe lernen, nicht nur Hundesport!
Denn das ist genauso wichtig wie Beschäftigung!
Denn auch der wildeste Wolf sollte mal rumgammeln, ansonsten mag unsere gerne Denkspiele, oder einen Kong zum Tüfteln!

Beitrag von -tinkerbellchen- 04.05.10 - 12:50 Uhr

Eben, das Problem von hibbeligen Hunden ist meist nicht die fehlende Auslastung, sondern dass sie nie gelernt haben auch mal Ruhen zu müssen.

Wie gesagt, wir haben auch einen Quirl,der auch gern mal aufdreht und hibbelig ist, aber z.b. den ganzen Tag in seinem Körbchen pennt und erst draußen wieder "wach" wird :-)

Beitrag von lillystrange 04.05.10 - 13:12 Uhr

JA genau, zuhause nenn ich sie immer meinen kleinen Wachkomapatienten, und draussen ist sie wie ein Wirbelwind!
Meine schafft draussen locker 6 Std. Wanderungen, Jagdausflüge und Fahrradtouren, aber zu Hause schläft sie gern oder gammelt auf dem Fensterbrett rum.

Beitrag von schnuppell 04.05.10 - 14:11 Uhr

Guter Punkt ;-) Allerdings geben wir uns, seit dem der Hund in der Familie ist, redliche Mühe, genau das zu machen. Der Grundgerhorsam ist dementsprechend auch meist klasse. Wir haben allerdings ein riese Grundproblem, dass such auch nicht ändern lässt, wenn wir den Hund nicht abgeben: Meine Schwiegermutter hat nach dem Tod ihres Hundes den Hund angeschafft, allerdings war dies eine Gemeinschaftsentscheidung, da sie selber gehbehindert ist und einen großen Hund alleine gar nicht bewältigen kann. Sowohl mein Mann und ich, als auch mein SChwager und seine Frau arbeiten mit dem Hund und erziehen den Hund... Der Hund bräuchte aber eigentlich eine ganz feste Bezugsperson, die 6 Stunden am Tag mit ihm arbeitet... Das ist aber bei uns leider nicht gegeben... Und so ist es echt schwierig... :-(

Beitrag von lillystrange 04.05.10 - 14:20 Uhr

Na das macht einiges klarer!Welche Rasse habt ihr denn?
Also wirn haben unserem alten Hund damals als er so aufgekratzt war, Magnesium gegeben, Canistress oder so!
Hat geholfen.
Aber lernt ihm definitiv Ruhe, 6 Std. Beschäftigung ist schon heftig.
Ich glaube, das hab ich noch nie gesagt, aber bei euch ist weniger mehr!Seid ihr euch zumindest über den Erziehungsstil einig?
Lg Lilly

Beitrag von schnuppell 04.05.10 - 14:59 Uhr

Wir haben eine Mischling aus Labrador und Golden Retriever, der aber viel zu groß geraten ist ;-) Super-sportlich und eben total energetisch...

Er liegt tagsüber eigentlich super-brav in seinem Körbchen oder faulenzt im Garten run. Draußen ist er manchmal aber wie vom Hafer gestochen...

Ja, über den Erziehungsstil sind wir uns eigentlich einig, aber jeder Mensch macht es halt doch ein klein wenig anders...

Beitrag von -tinkerbellchen- 04.05.10 - 17:50 Uhr

Ich denke nicht, dass wechselnde Bezugspersonen das Problem sind.

Eher denke ich habt ihr die falsche Auslastung, doer seht es eben zu eng.

Mein rennt wenn er darf ne Stuned, doer auch 4. Das ist wurscht. Zu Hause ist er aber ruhig und das ist doch auch ok.

Wenn er eben ein hbbeliges Kerlchen ist, ist das eben so, ist meiner auch und 6 Stunden Dauerbeschäftigung ist definitiv zu viel.

Beitrag von schnuppell 04.05.10 - 18:07 Uhr

Bisher kriegt er auch nicht 6, sondern 3 Mal ca. ne Stunde. Aber er könnte 6 gebrauchen ;-)

Ein Problem mit ihm ist z.B., dass er sich mit 100 Hunden super versteht und den 101sten Hund dann echt fies anscheißt. Meist sind es kleinere Hunde, die gegen unseren Brocken keine Chance haben. Bisher ist toi toi toi noch nie was passiert, aber wenn er so richtig loslegt, dann könnte schon mal was passieren. Leider ist nicht zu identifizieren, welche "Beutehunde" er doof findet. Dies führt dazu, dass er nur noch frei laufen darf, wenn bekannte Hunde da sind oder permanent an der Schleppleine blieben muss.

Wenn der Hund an der Leine geht, ist der Respekt uns gegenüber meist groß genug, dass er sich dann zusammen reißt. Aber wenn er 100 m entfernt über die Wiese tobt, ist er einfach außerhalb unserer Eingriffbereichs und legt dann manchmal los... Unsere Hundetrainerin meint, dass das noch überschüssige Energie ist, die sich dann bei ihm entläd und wenn er viel gearbeitet hat, dann ist er auch friedlicher.... Naja, hoffentlich wird er mit der Zeit ruhiger...

Danke übrigens für deine Antworten :-)

Beitrag von -tinkerbellchen- 05.05.10 - 07:27 Uhr

Dass er nicht jeden mag ist ok und normal, dass er dagegen geht ist eine Sache der Erziehung.

Dann ist es die falsche Auslastung wenn er nicht runter kommt. Meine Meinung ;-)

Beitrag von schnuppell 05.05.10 - 08:44 Uhr

Ja, ich finde es auch ok, wenn er nicht jeden mag. Aber ich weiß einfach nicht mehr, wie wir ihn dahingehend erzogen bekommen, dass er nicht mehr attackiert. Das Hauptproblem ist sicher, dass er so viele Bezugspersonen hat und es nicht einen gibt, der für ihn wirklich der "Leitwolf" ist. So nutzt der schlaue Hund immer wieder aus, dass wir dieses Problem haben...Da sich dies aber nicht ändern lässt, da keiner von uns alleine die Zeit hat, dem Hund gerecht zu werden, müssen wir auch so einen Weg finden... Hast Du vieleicht einen Tipp?

Wir wollen uns ggf. eine Art Hunde-Sulky kaufen und mit ihm fahren und schauen, ob ihm das Spaß macht und er da gf auch überschüssige Energie los werden kann (es ist schon sehr offensichtlich, dass er friedlicher ist, wenn er vorher schon getobt hat).

Beitrag von -tinkerbellchen- 05.05.10 - 09:57 Uhr

Natürlich ist er friedlicher wenn er getobt hat ;-)

Ok, in der Hisnicht kann es schon an den wechselnden Personen liegen.

Ws machst du denn wenn er so reagiert? Nimmst du hn vorher kurz/lang, absitzen, weiterlaufen, weggehen? Wie reagierst du?

Ich habe mit meinem derzeit das selbe Problem. Er lies sich früher ohne Probleme anpöbeln, seit wir eine Hündin dazu hatten, die wir wieder abgeben mussten, nun pöbelt er zurück, selbst wenn der andere Hund nur körpersprachlich "aufmuckt" und nicht bellt.

6 Wochen vor der Entbindung und bald mit Kinderwagen ist das natürlich nicht so prickelnd und da ich momentan selbst daran arbeite, habe ich keinen wirklich guten Tipp, da ich selbst derzeit alles ausprobiere.


Das einzige was unseren Racker jemals recht schnell und auch ordentlich ausgewpowert hat, war als wir mit ihm pullen waren.
Leider hat er das Prinzip nicht ganz verstanden gehabt und ist mehr ins Geschirr gesprungen, als zu ziehen, daher haben wir es gelassen. Aber das Training mit Kettenziehen hat ihn echt ko gemacht.

Beitrag von marion0689 04.05.10 - 12:34 Uhr

Ich würde mir ein Rad schnappen ( oder den Partner schnappen lassen ;-) ) und dann losfahren mit dem Hund.

Danach ist er K.O, glaub mir :-D

Beitrag von -tinkerbellchen- 04.05.10 - 12:48 Uhr

Auch hier erstmal vorsicht:

Ein untrainierter Hund kann sich schnell überanstrengen oder gar verletzen. Ein trainierter Hund wird das aber bald locker wegstecken, den Radfahren (an der Leine) ist ein monotoner Bewegungsablauf, der mit der Zeit mehr Kondition aufbaut, als dass er Energie abbaut.

Beitrag von nala22 04.05.10 - 18:00 Uhr

oh man kann es aber auch übertreiben, bei manchen Antworten strauben sich bei mir echt manchmal die Nackenhaare ;-) nichts für ungut, aber jeder normale verantwortungsbewusste Hundehalter weiss das er am Rad mit dem Hund, wenn es dann das erste Mal ist, es nicht übertreiben sollte.
Eigentlich logisch, oder ;-)
Und sie soll ja keine Stundenlangen Fahrten machen, ausserdem wissen wir garnicht was für eine Rasse sie eigentlich hat.

LG :-)

Beitrag von maryalex 04.05.10 - 12:53 Uhr

Mein Hund fragt nach 3 Stunden fahrradfahren "was machen wir jetzt Frauchen?" und ich fahre nicht grad wie ne alte Oma *g*

Beitrag von nala22 04.05.10 - 18:01 Uhr

Genau so ist es!!
Und denke daran nicht übertreiben!
Keine Rally Monte Carlo :-)

Beitrag von pechawa 04.05.10 - 13:01 Uhr

Mit Homöopathie bei Tieren kann ich dir nicht dienen, da fragst du am besten mal eine Tierheilpraktikerin, die dir bestimmt weiterhelfen kann!
Allerdings kann ich dir sagen, dass es Rassen gibt, die kann man fast nicht bändigen, wenn sie nicht eine richtige Aufgabe haben! Z.B. der Border Collie sucht sich Seines, wenn er nicht ausgelastet ist. Oftmals ist das also rassetypisch, wenn manche Hunde nach 3 Stunden nicht müde sind, brauchen sie wahrscheinlich noch einige Stunden mehr ;-)

LG

Beitrag von hundefloh 04.05.10 - 14:21 Uhr

hallo,:-D
ich finde das problem ist , dadurch das es soviele bücher gibt über hundesport, über die richtige beschäftigung und die hundeschulen da natürlich gern mitmachen, wird den hundebesitzern suggeriert, das sie zu wenig machen.:-[ dann muß es agility sein, dogdance, flyball, frisby, treibball, dummysport und und und....#klatsch
nichts dagegen einzuwenden, aber man muß nun wirklich nicht alles mitmachen!;-)
da glaubt man seinen hund genug zu beschäftigen und dann wird er immer hibbeliger, weil er schlichtweg zu viel tut
jaaaaaanz wischtisch : einfach mal ruhe geben
für den hund ist es auch ein gemeinsames erlebnis einfachmal dazusitzen und und zuzusehen wie andere sich bewegen oder gemeinsam den sonnenuntergang zu beobachten#verliebt
viel spaß mit eurem schatz
lg aus dem sonnigen norden#sonne

Beitrag von nala22 04.05.10 - 17:57 Uhr

Was hast Du denn für eine Rasse???

Er ist sicher unterfordert, normal wenn Du weniger Zeit hast, wegen dem Baby.

Ich mache mit meiner Hündin Dog Dancing ;-) jaaaa sie ist ein Beagle und sie kann das auch :-)

Sie lernt immer wieder neue Kommandos, sie braucht das fürs Köpfchen und es macht tierisch Spass. #huepf

Vielleicht bringt ihr Eurem Hund einfach einpaar mehr Tricks bei und verbindet das täglich zu einem Spiel. Das fordert den Hund, wir machen das täglich und man merkt das sie dadurch entspannter ist.

Vielleicht auch mal eine halbe Stunde mit dem Rad rumfahren.
Gut mit Baby etwas schlecht, aber Du hast bestimmt einen Mann im Haus?

LG

Beitrag von schnuppell 04.05.10 - 18:10 Uhr

Wir haben einen 70cm, 45 kg schweren Mischi aus Goldi und Labrador in Schokobraun. Ein wunderschönes Tier, allerdings kannste mit dem nicht Rad fahren, weil er manchmal unkontrolliert losrasen will und so was dann häufig in nem Schlüsselbeinbruch endet... ;-)

Wir haben mit ihm schon Agility und auch Dummy-Training gemacht. Dummy ist toll, aber das geht fast nur, wenn man zu 2. ist. Und er kann schon ganz viele Kunststücke und liebt es auch, sich einschleimen zu können ;-)