Inkasso Unternemen! Muss ich das zahlen?

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Beitrag von teufelchen0208 04.05.10 - 12:52 Uhr

Hallo

ich hab letztes Jahr im Dezember einige Dinge bei Neckermann bestellt und eine Ratenzahlung vereinbart. Leider konnte ich diese nun doch nicht begleichen. Wie es kommen musste wurde mir der Kredit gekündigt.
Aber wie soll es auch sein 1 Monat später habe ich die Gesamtforderung auf einmal beglichen.

Nun habe ich heute ein Schreiben vom Inkasso Unternehmen bekommen in den sie mir schrieben das die summe X bei Neckermann eingegangen ist aber sie ihre Kosten noch bezahlt haben wollen. #schock

Ich habe nicht ein schreiben von Inkassounternehmen bekommen und die wolle trotz allem Geld haben! Muss ich das zahlen?


LG
Teufelchen

Beitrag von shasmata 04.05.10 - 12:56 Uhr

Nein musst du nicht. Wenn du die gesamte Summe direkt an Neckermann überwiesen hast, ignoriere das IB einfach.

Beitrag von teufelchen0208 04.05.10 - 13:01 Uhr

Das war ein gesamt wert von um die 600€ laut Kündigung des Kredits.
Und ich hab 610€ dahin überwiesen.

Das IB will einen Betrag von 101,41€ bis zum 12.05. und weiter steht das wenn die Frist nicht eingehalten wird so wird ohne nochmalig Abmahnung das ganze ans Gericht weiter gegeben.

Das macht mir ein wenig sorgen. Aber wie gesagt warum sollte ich denen Geld zahlen wenn die doch nichts gemacht haben.

LG
Teufelchen

Beitrag von shasmata 04.05.10 - 13:15 Uhr

Das sind meist nur leere Drohungen eines IB's, da sie ihre Inkassokosten normalerweise eh nicht vor Gericht eintreiben können ;-)

Ich würde das Ganze entweder ignorieren oder einen Brief schreiben, dass du vorher nie einen Brief von denen erhalten hast und nicht einsiehst, dies zu zahlen.

Beitrag von sassi31 04.05.10 - 13:33 Uhr

Hallo,

ich würde Neckermann und das Inkassounternehmen anschreiben, dass du die Forderung bezahlt hast, BEVOR das Inkassounternehmen Kontakt mit dir aufgenommen hat und du deren Kosten deshalb nicht bezahlen wirst.
Schließlich war die Einschaltung des Inkassounternehmens überhaupt nicht (mehr) notwendig.

Gruß
Sassi

Beitrag von bettibox 04.05.10 - 14:24 Uhr

Ich bin da etwas anderer Meinung

So einfach mit nicht zahlen oder ignorieren wird wohl nicht gehen, der Schuss kann auch nach hinten losgehen und aus € 100,00 werden ruckzuck einiges mehr wenn gerichtliche Schritte eingeleitet werden. Wenn Neckermann das Inkassobüro gleich nach Kündigung des Kredites eingeschaltet, musst Du wohl oder übel deren Kosten und wahrscheinlich auch Verzugszinsen zahlen müssen. Es wird auch schwierig sein, zu beweisen, dass Du keine Post von denen bekommen hast.

Ich würde einen Brief an das Inkassounternehmen schreiben, dass Du niemals Post von denen erhalten hast, die Forderung von Neckermann gleich nach Kreditkündigung die FOrderung komplett beglichen hast. Einen Durchschlag würde ich an Neckermann schicken.

Beitrag von shasmata 06.05.10 - 13:29 Uhr

"der Schuss kann auch nach hinten losgehen und aus € 100,00 werden ruckzuck einiges mehr wenn gerichtliche Schritte eingeleitet werden."

Die Inkassokosten sind selten gerichtlich durchzusetzen.

Beitrag von myimmortal1977 04.05.10 - 14:36 Uhr

Es gibt etliche Schuldner, die erst ihre Schuld an den Gläubiger begleichen, wenn das erste Schreiben vom Inkasso kommt und versuchen so aus der Nummer von den teureren Kosten wieder weg zu kommen.

http://www.hansi-im-web.de/tipps/inkasso.php

"Prüfe, ob die Forderung deines Gläubigers an die Inkasso-Firma abgetreten wurde.

Wenn das so ist, muss das im Schreiben der Inkasso-Firma stehen!
Anderenfalls erfährst du das, wenn du die AGB deines Gläubigers liest. Dort findet sich unter dem Stichwort Zahlungsverzug u.ä. dann der Hinweis darauf, dass dein Gläubiger mit einem Inkasso-Unternehmen zusammen arbeitet, und wie er im Falle des Zahlungsverzuges seine Forderung gegenüber dem Inkasso-Unternehmen handhabt.

Hat dein Gläubiger seine Forderung an das Inkasso-Unternehmen abgetreten, dann heißt das, dass er sich in dieser Sache nicht weiter mit dir auseinandersetzt. Der gesamte Schriftverkehr geht nur noch über das Inkasso-Büro, und auch alle Zahlungen werden nur noch an dieses Inkasso-Büro geleistet.

Das hat nicht nur für deinen Gläubiger einen Vorteil (er ist den Ärger los), sondern auch für dich!
Denn in diesem Fall treibt das Inkasso-Unternehmen jetzt seine eigene Forderung ein. Und wenn es für sich selbst arbeitet, darf es dafür keine Inkasso-Kosten fordern!
Findest du auf deren Anschreiben solche Posten, solltest du ihnen widersprechen!

Ich habe vor vielen Jahren in einer Forderungssache der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gegen meinen Sohn den Prozess gewonnen. Daraufhin hat die BVG diese Abtretungspraxis eingestellt. Und seit dem beauftragt es Inkasso-Büros nur noch mit dem Eintreiben ihrer Forderungen. Die BVG selbst bleibt also der Gläubiger.

Diese Rechtsprechung ist mittlerweile gängige Praxis. Und jeder kann sich darauf berufen und verlassen.



Besteht die Forderung deines Gläubigers zu Recht, du hast aber einfach kein Geld, sie zu begleichen, dann ist die Einschaltung eines Inkasso-Büros gerechtfertigt - und du musst damit leben. Allerdings nicht mit allem, was die dir schreiben oder von dir fordern!

Hast du die Forderung in der Zwischenzeit bezahlt, und hatte dein Gläubiger genug Zeit, die schon beauftragte Inkasso-Firma "zurückzupfeifen" (wenige Tage sollten reichen), dann schreibe kurz der Inkasso-Firma, dass du die Forderung schon beglichen hast, die Übernahme weiter Kosten - insbesondere die ihrer Inanspruchnahme - ablehnst, und bitte sie, sich diesbezüglich mit ihrem Auftraggeber in Verbindung zu setzen.
Bringe unbedingt einen Datenschutzhinweis auf diesem Schreiben an!
Wie der aussehen sollte, liest du auf meiner Seite: Musterschreiben: Widerspruch gegen Datenübermittlung."


Beitrag von hansi-im-web 04.05.10 - 16:39 Uhr

Hallo myimmortal1977,

ich musste mich hier extra registrieren, um dir zu schreiben, dass ich nicht sonderlich begeistert davon bin, hier einen Text meiner Webseite zu finden.

Auch wenn du meine Seite mit dem Original-Betrag verlinkst, ändert das nichts daran, dass das ohne meine Zustimmung nicht zulässig ist!

Meine Seiten sind auch in anderen Foren verlinkt, aber dort steht dann z.B. "Hansi hat dazu gute Tipps auf seiner Seite ... (Link)"
Allenfalls sind ZITATE (mit Nennung der Quelle) zulässig.

Am Ende meiner Seite steht unübersehnbar in roter Schrift:
Der Inhalt dieser Seite sowie alle Teile davon unterliegen dem Urheberrecht.
Jede Vervielfältigung/Verbreitung (außer zum privaten Gebrauch) ist verboten.


Ich will nun aber keinen Aufstand machen und die Löschung deines Beitrages fordern.
Aber in Zukunft bitte bei solchen Dingen etwas mehr Vorsicht (nicht jeder ist so lieb wie Hansi) - das kann ganz schnell viel Ärger einbringen und ganz teuer werden.

Trotzdem lieben Gruß ;-)

Hansi

Beitrag von sunjoy 04.05.10 - 21:32 Uhr

Sie hat das doch als Zitat eingegeben #kratz

Beitrag von myimmortal1977 04.05.10 - 23:49 Uhr

Ja, ich habe auch auf die Urheberquelle verlinkt.

Er hat schon recht. EIGENTLICH hätte ich ihn vorher um Genehmigung bitten müssen. Gerade weil er auf der Seite drauf hinweist, dass man nur zum privaten Gebrauch kopieren darf.

Ich finde es nur besonders krass, wie schnell er das heraus gefunden hat #kratz

Beitrag von hansi-im-web 05.05.10 - 04:49 Uhr

Hi myimmortal1977,

es ist gar nicht schwierig, so etwas herauszufinden.
Meine Webseiten (und ihre Inhalte) werden durch unzählige SKRIPTE geschützt - nicht nur vor Hackangriffen (die nie aufgehört haben, siehe http://www.hansi-im-web.de/archiv/bloedmaenner.php), sondern auch vor "unliebsamen" Besuchern (siehe http://www.hansi-im-web.de/gesperrte-ips.php) oder "besonderen" Besuchern (siehe http://www.hansi-im-web.de/besucher.php).
Es ist keine Schwierigkeit, das Web nach Inhalten der eigenen Seiten zu durchsuchen ...

Ich will (und muss) hier keine "Werbung" für meine Seiten machen - zumal ich dieses Forum bis gestern überhaupt nicht kannte (oder brauchte) -, sondern nur Antworten geben.

Gruß Hansi

Beitrag von hansi-im-web 05.05.10 - 04:27 Uhr

Hi sunjoy ,

nein, myimmortal1977 hat meinen Text nicht eindeutig als Zitat gekennzeichnet! Ein Link genügt den rechtlichen Ansprüchen des Urheberrechts nicht!

Sie hatte geschrieben:
"Es gibt etliche Schuldner, die erst ihre Schuld an den Gläubiger begleichen, wenn das erste Schreiben vom Inkasso kommt und versuchen so aus der Nummer von den teureren Kosten wieder weg zu kommen."

Dann kam der Link auf meine Seite.

Hierdurch konnte der Eindruck entstehen, dass ICH ein solcher Schuldner sei!

Hätte myimmortal1977 vor dem Link z.B. geschrieben
"Hansi-im-Web.de (Link auf meine Inkasso-Seite) schreibt dazu: ..."
und dann einige Sätze meiner Seite zitiert, dann wäre das in Ordnung gewesen.


Im Übrigen habe ich jahrzehntelange Erfahrungen im Umgang mit Gläubigern, Schuldnern und Inkasso-Unternehmen sowie auf vielen juristischen Gebieten (wie Strafrecht, Betäubungsmittelrecht, Waffenrecht, Mietrecht, Fotorecht, Onlinerecht - in einschlägigen Foren trete ich seit vielen Jahren als Berater auf) - da kannst du mir schon glauben, dass ich sehr genau weiß, was erlaubt ist und was nicht.
Auf meinen Seiten "Ein Bundesministerium will Stress mit mir? Den kann es haben!" http://www.hansi-im-web.de/briefe/bundesministerium-will-stress.php oder "Die Strafanzeige gegen mich" http://www.hansi-im-web.de/philipp/philipp_die-strafanzeige-gegen-mich.php bekommst du einen kleinen Eindruck davon ...

Dessen ungeachtet: Ich bin myimmortal1977 nicht böse, weil ich mir schon genau anschaue, WER WO einen "Rechtsbruch" begeht.
In diesem Forum geht es offenbar darum, Erfahrungen auszutauschen und einander zu helfen. Da soll es mir Recht sein, wenn diesbezüglich mal jemand einen "Diebstahl" begeht.
Mir ging es auch nur darum, die Betreffende darauf hinzuweisen, damit sie ihr Tun nicht für rechtlich zulässig hält und wiederholt, weil das auch mal nach hinten losgehen kann.

Gruß Hansi