Kleinkind und Schichtdienst?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von pegsi 04.05.10 - 12:53 Uhr

Hallo liebe Mamis,

ich habe eine Frage zum Schichtdienst.
Ich arbeite zur Zeit mit einer halben Stelle und Früh-, Spät- und Wochenenddiensten. Tagsüber geht meine Kleine in die Kita, wenn ich am Wochenende oder spät arbeite (das mache ich nur 1x/Woche), passt mein Mann auf unsere Maus auf. Sie ist übrigens 2 Jahre alt.

Jetzt ist es so, dass der Dienst bei uns umgestellt wird auf 3-Schichtsystem, es kommen also die Nachtschichten dazu. Ich müßte dann mehr arbeiten (3/4) und vor allem auch nachts.

Früher fand ich das nicht so tragisch, aber jetzt habe ich ein kleines Kind zu Hause. Die Vorstellung, daß Mama nicht da ist, wenn sie nachts wach wird, finde ich sehr unschön, auch wenn mein Mann ein sehr liebevoller Vater ist. Nachts war aber schon immer ich Ansprechpartner für meine Tochter, nicht er.

Jetzt denke ich darüber nach, ob es besser ist, wenn ich mir einen anderen Job suche mit normalen Arbeitszeiten (da würde ich dann auch weniger verdienen) oder ob ich nur eine Klammer-Mama bin, die ihr Kind ruhig nachts mit Papa alleine lassen sollte.

Darf ich da um Eure Meinungen bitten?
Falls das ein streitbares Thema sein sollte, fände ich es sehr schön, wenn jeder die Meinung des anderen respektieren würde, damit ich eine Chance habe, mir aus Euren Beiträgen ein eigenes Bild zu machen.

Danke!

Beitrag von enni12 04.05.10 - 12:56 Uhr

Hallo,

also ich würde meine Beiden nachts ohne Probleme meinem Mann überlassen :-) Da hätte ich auch nicht das Gefühl, eine schlechte Mama zu sein. Die Frage ist, wie DU dich dabei fühlst! Eine Nachtschicht ist ja auch eine nicht zu unterschätzende Belastung!

LG

Dani

Beitrag von pegsi 04.05.10 - 13:00 Uhr

Danke für die Antwort. :-)

Die Belastung für mich ist schon da, aber stellt nicht wirklich mein Hauptproblem dar. Ich habe ja früher schon in 25-Stunden-Schichten gearbeitet, dagegen ist eine Nacht ein Klacks. ;-)

Ich frage mich nur, ob das für die Stabilität der kleinen Seele so toll ist, wenn ich regelmäßig nachts weg bin. Meine Kleine ist ein typischer Stier, sie hat es eigentlich überhaupt nicht gerne, wenn zu viel Unruhe im Alltag herrscht.

Beitrag von enni12 04.05.10 - 13:12 Uhr

:-) Ich denke, da musst du dir gar keine Sorgen machen! Die Übergangszeit wird sicher eine Umgewöhnung für sie. Aber danach ist es ja ganz normal, dass Papa nachts da ist und nicht du. Ich glaube nicht, dass das Probleme geben wird.

Liebe Grüße und alles Gute

Dani

Beitrag von die-ohne-name 04.05.10 - 13:01 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist 22 Monate alt, ich arbeite seit Februar wieder-

Krankenschwester in der Dauernachtwache.

Klappt super, würd ich immer wieder so wählen.
Muss aber auch sagen das ich meinem Mann blind vertraue, auch wenn ich vorher nachts gegangen bin.

Wenn du damit allerdings nich klar kommst musst du dich nach neuem umsehen, würde es aber erstmal ausprobieren.

Alles Liebe

Beitrag von pegsi 04.05.10 - 13:04 Uhr

Dankeschön!

Dachte ich es mir doch, dass ich wieder zu ängstlich bin. *lach*

Ich glaube, dann sollten wir den Versuch wohl einfach wagen und mal sehen, wie die Kleine reagiert. :-)

Beitrag von die-ohne-name 04.05.10 - 13:06 Uhr

Hehe,

ich hatte anfangs auch Angst.

Aber die Kleine kommt super zurecht, sie weiß das Mama abends arbeiten geht.

Ich bin auf 80% eingestellt, habe dann also auch immer so 7-10 Tage am Stück frei, und das genießen wir umso mehr.

Das wird schon, alles Liebe ;-)

Beitrag von lisasimpson 04.05.10 - 13:01 Uhr

hallo!

ich stelle es mir stressig vor mit ner 374 stelle im 3-schichstsystem - daher könnte ich verstehen, daß du dir aus dem grund ne ander stelle suchst.
Daß Papas nachts die kinder schlechter versorgen als mamas jedoch finde ich keinen grund.
Mein mann kümmert sich seit jeher ebenfalls nachts um die kinder (auch wenn ich nicht nachts arbeite)- und ich konnte nicht feststellen, daß das ein Problem wäre..

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von knueddel 04.05.10 - 13:07 Uhr

Hallo,

also wir wechseln uns nachts ab mein Mann und ich seit unsere Kleine mal wieder ne Phase hat, in der sie jede Nacht mehrmals aufwacht und Trost braucht. Meine Kleine lässt sich genauso gut wieder vom Papa beruhigen wie von mir und sie schläft dann genauso wieder weiter.
Vielleicht wäre es für Deine Tochter erstmal ne Umstellung, wenn der Papa auch nachts zum Trösten kommt, aber das klappt ganz bestimmt auch.

Ich hätte nur ein Problem mit der Nachtschicht an sich, ich bin kein Nachtmensch und hätte dann wahrscheinlich tagsüber Schwierigkeiten, wach und gelassen zu bleiben. Aber wenn Deine Tochter schon im Kindergarten ist, könntest Du Dich ja dann auch ausruhen, da weißt Du am besten, was Du Dir zutrauen kannst.

LG Cindy

Beitrag von malix81 04.05.10 - 16:16 Uhr

Hallo!
Also ich habe bis zur Elternzeit in einem Behinderten-Wohnheim gearbeitet und zwar auch im drei-Schichtbetrieb. Ich habe immer gehofft, dass ich nach zwei Jahren Elternzeit wieder einsteigen kann und wir das mit der Betreuung schon hinbekommen werden. Tja Pustekuchen, mein Mann arbeitet im ebenfalls im Zweischichtbetrieb mit Spätschicht bis spät in die NAcht. D.h. wenn wir uns überschneiden, hätten wir keine Betreuung. Ging nicht zu regeln...Wir haben dann sogar nen Kredit aufgenommen, damit ich das dritte Elternzeitjahr anhängen kann, um mir in dieser ZEit nen neuen Job zu suchen, hat auch geklappt...arbeite beim gleichen Arbeitgeber allerdings freiberuflich und mache ambulante Betreuung. Den Kredit nehmen wir nun für ein neues Auto, denn wir bekommen Zwillinge #schwitz eigentlich war geplant den Kredit zurückzuzahlen, wenn ich einen Job bekomme. Naja, mal sehen wie es weitergeht mit arbeiten, wenn die Elternzeit der Zwillis um ist...#kratzIst wirklich nicht so einfach. An Deiner Stelle würde ich es aber machen, wenn du allgemein zufrieden mit deinem Job bist. Dein Mann ist ja da, und ich denke du wirst dich an die Situation gewöhnen.
Gruss Malix

Beitrag von pegsi 04.05.10 - 16:53 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure Antworten.

Das klingt ja durchweg positiv. Ich werde also allen Mut zusammennehmen und es einfach ausprobieren. :-)

P.S. Entschuldigung für die späte Antwort, meine Maus ist wach geworden und brauchte Aufmerksamkeit.

Beitrag von frau_e_aus_b 04.05.10 - 20:24 Uhr

Hallo...

ich oute mich mal als "Rabenmama" #schwitz

Yannick geht seit 6Monaten (also seit er 2Jahre alt ist) zu einer Tagesmutter und ich arbeite Teilzeit (20std) im 3Schicht - Krankenschwester.
Da mein Mann nur am WE zu hause ist (manchmal auch nur alle 2 wochen), meine Mama und meine Schwester vollzeit berufstätig sind, wird Yannick komplett von der Tagesmutter betreut - auch über Nacht.

Wenn ich z.b. Frühdienst habe, bringe ich ihn Abends gegen 18/19h hin, gehe morgens arbeiten + hole ihn direkt nachm Dienst (gegen 14.30h) ab. Wenn ich nächsten tag wieder Dienst habe, bringe ich ihn Abends wieder hin etc pp.

Beim Nachtdienst sind es die gleichen Zeiten und beim Spätdienst sehe ich ihn statt Nachmittags Morgens (von 8.30-12h).

Am WE wird Yannick in der Regel von meinem Mann betreut, ich könnte ihn aber auch zur TaMu bringen, wenn Bedarf besteht.

Es ist nicht die Ideallösung, aber es geht nicht anders, denn eine andere Arbeit/Beruf möchte ich nicht.

Sollte mein Vertrag im März 2011verlängert werden, hat Yannick ab August 2011 wohl nen Platz im Betriebskiga, der betreut von 5.45-16.30h. Da müsste Yannick dann schon mal nicht mehr woanders schlafen wenn ich Frühdienst hab.
Für Spät und Nacht muss ich dann noch eine Zusatzbetreuung in Anspruch nehmen.

Wir kommen mit der Situation sehr gut zurecht - von Anfang an gabs keinerlei Probleme; Yannick hat (bisher) auch noch keinen Schaden davon getragen.
Wenn ich zu hause bin, bin ich Ansprechpartner Nr 1 und wenn nciht ist es halt jemand anderes (Papa, Oma, Tante oder Tagesmutter).

Ich würd mir an deiner Stelle keinen großen Kopf um die Nächte machen, Kinder und auch die Papas ( ;-) ) sind da sehr robust #liebdrueck

LG
Steffi, die wohl ab nächstes Jahr auch auf 30Std/Wo auf stocken wird

Beitrag von dani-79 05.05.10 - 12:25 Uhr

Es ist nicht einfach, aber es geht.
Bei uns ist das noch komplizierter!Mein Mann und ich arbeiten beide in der Pflege, mein Mann Vollzeit und ich seit Matthias 1 Jahr alt ist 75%. Ich arbeite aber nur im Spätdienst in der ambulanten Pflege, mein Mann im 3-Schicht System.
Dazu kommt bei mir regelmäßig Rufbereitschaft für 1 Woche nachts nachdem Dienst. Matthias geht 4 Stunden am Tag zu seiner Tagesmama, und wenns nicht anders geht kommt meine Mutter abends für 2 Stunden bis ich nach Hause komme wenn mein Mann zur Nachtschicht muss. Auch am Wochenende arbeiten wir entgegengesetzt.
Bis jetzt klappts. Ich sehe unseren Sohn 2 Stunden vormittags, das wars leider.Der Rubel muss rollen!

LG dani