Warum geht man fremd? Frage an Männer!

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von Gefühlschaos 04.05.10 - 12:58 Uhr

Gibt es hier Männer, die behaupten, in ihrer Ehe/Beziehung glücklich zu sein und die trotzdem fremdgegangen sind?

Wenn ja: Warum?

Bisher ging ich davon aus, dass man nur fremdgeht, wenn in der eigenen Beziehung etwas fehlt oder nicht passt. Ich wurde eines besseren belehrt, finde aber keine Antwort auf das "Warum?".

Darum die Frage hier.

Beitrag von kahdjkh 04.05.10 - 13:35 Uhr

Hallo,

mein Partner ging auch fremd und wir hatten guten Sex (3-4x mal die Woche).

Die Beziehung war für mich dann erstmal beendet. Wir haben uns wieder zusammengerauft, viel darüber gesprochen. Wieso Weshalb Warum?

Von seiner Seite aus war Sex nicht der Grund. Seine Affäre war ihm "vertraut" (eine ehemalige Freundin), wir hatten aus anderen Gründen Stress miteinander und er hat sich dort ausgeheult und dann wären sie halt auch im Bett gelandet :-( Seine Begründung damals.

Heute nach einem Jahr sagt er, er war damals zwar verliebt in mich, aber erst jetzt weiß er, dass er mich liebt. Jetzt würde ihm das nicht mehr passieren. Damals waren seine Gefühle für mich noch nicht so stark, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat, wie sehr mich das verletzen könnte. Schlimm für mich, aber ehrlich von ihm. Mir tut das natürlich sehr weh und ich habe lange gezweifelt, ob das noch alles Sinn macht.

Erst durch die Trennung ist ihm bewußt geworden, wie sehr er mich liebt. Jetzt würde ihm das nicht wieder passieren.

Was ich dazu sagen muss, unsere Beziehung läuft seit dem wirklich besser. Und trotzdem knabbere ich daran...

Beitrag von zeitblom 04.05.10 - 13:53 Uhr

Reiz des Neuen, Reiz des "Verbotenen", Gelegenheit macht Diebe....

Beitrag von eine frau 04.05.10 - 14:00 Uhr

Hallo,
ich bin eine Frau
ich bin auch schon fremd gegangen

darf ich antworten?

Für mich hatte es auch nichts mit der bestehenden Beziehung zu tun. Meine Beziehung lief und läuft aus meiner Sicht gut.
Das Warum läßt sich so sehr schwer erklären.

Vielleicht gibt es Menschen - zu denen auch ich zähle, denen fällt es schwer ein Leben lang monogam zu leben.
Vielleicht hat es was mit "dem Tier im Menschen" zu tun. Meist geht es bei mir mit den "Frühlingsgefühlen" los, da gibt es alle paar Jahre eine Zeit, da scheine ich paarungsbereiter zu sein. Da flirte ich mehr, bin offener. Wenn ich in dieser Zeit auf einen passenden Mann treffe kann es sein, dass ich fremdgehe. Das klingt jetzt ziemlich seltsam sicher, ist auch bisher "nur" 2 mal vorgekommen. Wobei ich diese "Frühlingsgefühle" schon häufiger hatte, die Situationen aber immer besser ablenken konnte.

Die 2 Männer, waren Männer, die ich sehr sympatisch fand, mit denen ich auch nach wie vor lose Kontakt pflege.

Ich weiß jetzt nicht, ob dir das so weiter geholfen hat. Ich bin mir auch nicht sicher ob man das pauschalieren kann, aber vielleicht treibt den Mann in einer solchen Sitiuation auch irgendwas hormonelles - ;-) die Brunft eben B-)

Alles Gute für dich!

Beitrag von n mann 04.05.10 - 14:21 Uhr

Hier mal mein Beitrag als Mann - aber ich bin nur ein Mann, und kann deshalb auch nur für mich sprechen!

Ja, ich bin schon fremd gegangen, und das obwohl der Sex mit der Frau "gut" war. Aber halt nur gut.
Da hab ich mir für mehr eine Freundin gesucht, mit der ich sehr viel ausgelebt habe.

Warum? Ganz einfach - meine Frau war halt in manchen Dingen nicht so gut drauf.... z.B. schlucken usw.

Ging aber nicht lang, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Hab aber meine Frau immer geliebt, und die Freundin NIE!

Beitrag von binnurich 04.05.10 - 14:41 Uhr

und, war es nachher mit deiner Frau anders?
Oder wieso ging es dann hinterher mir ihr?
Hat dir dieses Ausleben gereicht?
Würde mich als Frau mal interessieren.

Beitrag von wieder der mann 05.05.10 - 08:23 Uhr

Dieses Ausleben hat mir gereicht, denn manche Sachen muss man(n) ja nicht immer haben, sondern es reicht ab und zu.
Hab mich aber zwei jahre später von meiner Frau getrennt - nicht wegen Sex! Und bin auch nicht mit der Affäre zusammen. Wollte ich auch zu KEINEM Zeitpunkt.

Fremdgehen ist sowas wie "Urlaub"..... blöder Vergleich, aber mir fällt sonst nix ein. Irgendwas halt, was man nicht immer haben will und muss!

Beitrag von binnurich 05.05.10 - 09:05 Uhr

;-) ich finde den Vergleich jetzt gar nicht so blöd

manchmal muss man sich auch vom besten Partner mal erholen.
wie man das macht, muss jeder selbst wissen.
dem einem reicht es sich mit Freunden zu treffen, der nächste liest einfach nur ein gutes Buch und wieder andere... naja wie schon gesagt, jeder nach seinem gusto

Beitrag von xbienchenx 04.05.10 - 15:41 Uhr

<<<Für mich hatte es auch nichts mit der bestehenden Beziehung zu tun. Meine Beziehung lief und läuft aus meiner Sicht gut.


So habe ich auch immer geredet. Heute, wo wir getrennt sind, weiß ich das es nicht stimmt! Es fehlte so einiges in unserer Beziehung, ich wusste es nur nie!

Beitrag von eine frau 04.05.10 - 17:06 Uhr

mag sein, aber dann bin ich mit meiner Erkenntnis noch nicht soweit ;-)

das letzte Fremdgehen ist jetzt aber auch schon wieder Jahre her und seither ist mir nicht mehr danach

Beitrag von xbienchenx 04.05.10 - 17:59 Uhr

Vielleicht hast du ja jetzt erkannt das er der Richtige ist?!;-)

Beitrag von tom-mann 04.05.10 - 17:39 Uhr

Die Frage habe ich mir auch oft gestellt? Warum geht man (klein-geschrieben!) fremd? Ja ich bin auch schon öfter fremd gegangen. Aber meistens mit verheirateten Frauen.

Oft habe ich von den Frauen gehört: "Wenn mein Mann das könnte was du kannst, dann bräuchte ich nicht fremd zu gehen." Ich glaube jedoch, das sie damit nur Ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollten.

Es gibt viele Erklärungsversuche, aber die Antwort von "eine Frau" finde ich sehr treffend!

Natürlich sind oft gewisse Defizite mit der Auslöser oder wirken verstärkend, aber selbst wenn die Beziehung super ist und der Sex toll, die Sehnsucht nach fremder Haut die bleibt. #kratz

Ich glaube, da kann man auch nicht so viel gegen machen.


Meine Frau sagt: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß." Und so tue ich alles, Sie es niemals spüren zu lassen.

Also besser nicht so misstrauisch sein und nicht so viel bohren..., dann kann man sich viel Ärger und unnötigen Trennungsschmerz vermeiden.

Beitrag von scrollmirnennamen 04.05.10 - 17:52 Uhr

wunderbar. So sehe ich das auch.
Ich denke sogar, dass es noch tiefer gehen kann, nicht nur um den Sex gehen muss.
Ich bin mir sicher, es gibt Menschen, die können eine glückliche Ehe führen und trotzdem eine Affäre haben, mit der sie auch glücklich sind. Es ist halt immer schwer, dafür den/die passenden Partner zu finden...

Beitrag von mother-of-pearl 04.05.10 - 14:54 Uhr

Hallo,

bin kein Mann, antworte aber trotzdem mal :-)

Ich bin einigermaßen davon überzeugt, dass beim Thema Fremdgehen die uralten Genbestände im Mann wieder ans Tageslicht kommen.

Ursprünglich ist es nun mal in der Natur so vorgesehen, dass der Mann seine Gene möglichst großflächig mit den vorhandenen weiblichen Genen vermischen sollte. Ein Mann kann sich täglich immer wieder neu fortpflanzen, eine Frau nur ein paar Stunden lang, 1 x im Monat. Und - wenn erfolgreich - dann 9 Monate lang gar nicht mehr. So sieht die männliche Natur numal aus. Da finde ich es nicht weiter verwunderlich, dass die Männer eher dazu geneigt sind, sich auch dementsprechend zu verhalten.

Klar, evolutions- und gesellschaftstechnisch ist das längst nicht mehr notwendig und auch nicht unbedingt "passend" - aber offensichtlich hat sich das im männlichen Genpool noch nicht herumgesprochen und wurde dementsprechend genetisch auch noch nicht "korrigiert" ;-)

Angesichts der bei uns allgemein herrschenden (und gesellschaftlich vorausgesetzten) monogamen Lebensweise ist Fremdgehen - egal welches Geschlecht - zwar eine Riesensauerei ;-).... So arg unnatürlich finde ich es aber eigentlich gar nicht.... #schein#cool

LG

Beitrag von asimbonanga 04.05.10 - 18:39 Uhr

Gute Antwort.

Beitrag von durcheinander80 04.05.10 - 15:16 Uhr

Bin eine Frau, die ebenfalls davon hofft ausgehen zu dürfen, dass wenn in der Beziehung alles stimmt, man/frau nicht fremdgeht.

Hab aber mal in einem Bericht gesehen, dass man das eigene Sexleben in drei Drittel unterteilen kann:
1/3 ist der Sex, den man mit dem/der PartnerIn hat
ein weiteres Drittel ist der Sex, den man mit dem/der PartnerIn haben könnte, wenn man miteinander spricht und seine Wünsche formuliert und das letzte Dirttel ist das, was man mit dem Partner nie haben wird, was man entweder nur in der Phantasie auslebt oder irgendwann mit jemand anderen außerhalb der Beziehung.

Weiß nicht, ob das wirklich eine Erklärung ist, ich denke, viele wagen/trauen sich gar nicht an das 2. Drittel ran...

Ich habe auch Phantasien, die ich mit meinem Partner nicht ausleben werden kann (wahrscheinlich) es gibt Menschen, und das kann ich bis zu einem gewissen Punkt verstehen und nachvollziehen, die sagen, dass man halt nur einmal lebt und deshalb nicht auf das letzte Drittel verzichten möchten.

Ob es das dann tatsächlich ist????#kratz

Beitrag von xbienchenx 04.05.10 - 15:17 Uhr

Ich bin zwar eine Frau, aber möchte trotz dem mal antworten.

In meiner letzten Beziehung bin ich ziemlich oft fremd gegangen. (waren 10 Jahre zusammen)
Ich habe damals gesagt das ich fremd gehen kann, wobei ich liebe....
Heute weiß ich das ich nach dem gesucht habe, was er mir nie gab.

Denn mein jetziger Mann erfüllt mich in jeder Hinsicht und ich verschwende keinen einzigen Gedanken mehr ans Fremdgehen. Wozu auch? Ich hab ja alles was ich will!

Beitrag von gustav-g 04.05.10 - 17:39 Uhr

Schau dir Filme über die Bonobos (Urwaldschimpansen) an. Es sind unsere nächsten Verwandten unter den Primaten.

"Wenn ja: Warum?"

Es kann jedem passieren, dass die Triebe stärker als der Verstand werden. Wir müssen damit leben.