Tagesmutter oder Krippe? Vorsicht- länger

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Beitrag von zimtsternchen2010 04.05.10 - 13:08 Uhr

Hallo Mädels,

ich hoffe, ich bin hier bei Euch richtig!! Also, ich bin zwar erst in der 26. Woche, hab aber ans Herz gelegt bekommen mich schon um einen Krippenplatz zu kümmern für Herbst/ Winter 2011("Wie Du hast Dich noch nirgends vorangemeldet!?" - #schock)

Ich bin bei meiner Recherche jetzt auf eine tolle Tagesmutter gestossen, die 5 Kinder betreut. Da unsere Kleine (noch) keine Geschwister hat ist es mir besonders wichtig, dass sie früh schon Kontakt zu anderen Kindern bekommt um zu lernen zu teilen usw... Die Umgebung der Einrichtung der Tagesmutter nicht wirklich schön (Die angemieteten Räumlichkeiten befinden sich auf dem Gelände einer großen Schule, also nichts mit grün und toller Spielplatz). Vorteil hier: ich habe das Gefühl, hier wird viel mehr auf das Kind als Individuum eingegangen, es wäre zudem bei uns in der Nähe, und ich kann auch 4 statt 5 Tage in der Woche die Betreuung in Anspruch nehmen, also keine Kernanwesenheitspflicht Montag bis Freitag o.ä.

Auf der anderen Seite die Krippe, die einen wundervollen Garten und tolle Spielmöglichkeiten hat, tolle Räumlichkeiten. Hier gibt es 12 Krippenkinder, die natürlich in den Kindergarten integriert sind, ebenfalls auf einem großen angrenzenden Schulgelände. Allerdings haben wir hierfür einen Umweg von ca. 25 Minuten...

Die Kleine soll bis 2,5 Jahre für 20 Std die Woche in diese Betreuung um dann in den "richtigen" Kindergarten zu wechseln.

Mein Frage: Was würdet ihr machen? Habt ihr Erfahrung mit Tagesmüttern? Oder seid ihr froh dass ihr in einer Krippe gelandet seid?
Was sind die Vor- und Nachteile?
Ist eine tolle Umgebung für eine 1,5 - 2,5 -Jährige sehr wichtig oder wirklich erst im Kindergarten?

Ich freue mich über Eure Meinungen/ Erfahrungen!

(Ist mein erstes Kind, von daher versuche ich alles richtig zu machen #schein)

Danke, #herzlich Zimtsternchen

Beitrag von brynlie 04.05.10 - 13:43 Uhr

Hallo,

es hat alles seine Vor- und Nachteile.

Eine Frage, die Du Dir noch stellen musst ist: wie zuverlässig muss die Betreuung sein?

Krippen haben den Vorteil, nicht mal eben zuzumachen, nur weil eine Erzieherin krank ist. Eine Tagesmutter, die ins Krankenhaus muss (blöd, aber nie auszuschließen), kann keine Kinder betreuen.

Die Krippe wird sich dafür eher weigern, ein Kind mit Fieber anzunehmen, eine gute Tagesmutter kann in Notfällen auch mal ein krankes Kind akzeptieren.

Für unsere Große hatten wir - wegen Umzug mittendrin, Chance auf Krippenplätze hatten wir daher nicht - 2 verschiedene Tagesmütter. Die erste war ein echtes Vorbild an Liebe, Organisiertheit und Erziehungfähigkeit. Die hat mir auch mal eine Auslandsdienstreise ermöglicht und die Kleine über Nacht behalten. Die zweite hat nicht mal ihre Kinder auf die Reihe gebracht, eigenmächtig ihre Urlaubsplanung auf 38 Arbeitstage #aerger erweitert und war alle paar Wochen wochenlang am Stück krank. Ich war erleichtert (unsere Tochter sicher auch), als sie endlich in den Kindergarten konnte.

Die Zwillinge sind aber für eine durchschnittliche Wohnung zu destruktiv. Deshalb sind wir auch über deren Krippenplätze extrem froh. Wenn's für das Kind passt, kann beides gut sein. Unmotiviertes Personal ist auf alle Fälle ein Ausschlusskriterium.

Aber ich würde das Thema Fahrzeit und Kosten auch nicht zu niedrig hängen.
Wenn Du eine Liste mit Plus und Minuspunkten beider Varianten machst, was kommt dabei raus? Abgesehen davon: Was sagt die Krippe, wie hoch die Chancen auf einen Platz stehen?

LG,
brynlie

Beitrag von smile1967 04.05.10 - 13:51 Uhr

Hallo Zimtsternchen

Ich kann Dir nur über meine Erfahrungen berichten, allerdings wohnen wir in der Schweiz, und da läuft wohl sowieso vieles anders als in Deutschland.
Unser Grosser kam mit 16 Wochen (nach meinem Mutterschaftsurlaub, der dauert hier in der Schweiz nur 16 Wochen!) 2 ganze Tage pro Woche in die Krippe. Die Krippe hat ein ganzes Haus zur Verfügung und dazu einen grossen Garten. Es gibt 4 Gruppen: 2 Babygruppen (3 Mt. - ca. 2 Jahre) und 2 altersgemischte Gruppen (ab ca. 2 Jahren bis Kindergarteneintritt, hier in der Schweiz gehen die Kids erst mit 5 Jahren in den KiGa). Pro Gruppe hats ca. 10-12 Kinder, dazu 2 feste Betreuerinnen und 1 Praktikantin.
Vorteile Krippe:
- ist ganzjährig geöffnet - keine Betriebsferien, da die Betreuerinnen sich
abwechseln mit Ferien
- keine Krankheitsausfälle (wenn z.B. die TaMu krank ist, wohin mit dem
Kind???)
- Kind hat 5 Wochen Ferien pro Jahr zur Verfügung, in denen die Krippen-
tage nicht bezahlt werden müssen
- Soziale Kontakte zu vielen verschiedenen Kindern aller Altersgruppen
- Die Baby- und die altersgemischte Gruppe unternehmen vieles gemein-
sam - die Kleineren profitieren von den Grösseren

Nachteile Krippe:
- Im Krankheitsfall des Kindes muss der gebuchte Tag trotzdem bezahlt
werden

In Sachen TaMu kann ich Dir keine Auskünfte geben. Mich haben die Vorteile einer Krippe immer mehr überzeugt, denn wir haben hier weder Omas noch Opas noch sonstige Verwandte, die unsere Kinder kurzfristig betreuen könnten im Krankheitsfalle oder während der Ferien einer Tagesmutter. Gerade die Ferien wären ein Problem: Ich habe von meinem Arbeitgeber aus 4 Wochen Ferien pro Jahr. Eine TaMu mit vielleicht schul-pflichtigen Kindern hätte 16 Wochen pro Jahr - wohin mit meinen Kindern???

Also unser Grosser hat von der Krippe sehr profitiert (kann Spielsachen teilen, kann auch mal warten, konnte sehr früh sicher Treppen steigen, usw.) und ist total unkompliziert und sozial. Von daher geht ab nächstem Monat auch unser Kleiner dahin! Der war heute zum Eingewöhnen dort und wollte gar nicht wieder nach Hause!

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Dani mit Jan Hendrik und Andrin Joel

PS: Ach ja, dass die Kinder auch raus können mit der TaMu oder der Krippe finde ich sehr wichtig. Von daher ist ein Garten Gold wert!


Beitrag von maylu28 04.05.10 - 14:08 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht seit er 10 Monate alt ist in eine Krippe. Und ich bin echt zufrieden damit. In seiner Gruppe sind 10 Kinder und es sind 2-3 Betreuer. Es wird auf die Kinder gut eingegangen, es wird auch geschmust. Und ich hab das Gefühl es wird gut auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen.
Klar kann man da sicher aus Pech haben.
Mir war die Krippe immer wichtig, da es viele Kinder sind und ich ihm das nicht bieten kann. Und es besteht immer eine gewisse Kontrolle seitens der Krippenleitung, der Stadt und einer Psychologin. Und wenn eine Betreuerin mal Krank ist, gibt es immer noch Springer...

Bei Tagesmütter musst Du halt einen Notfallplan haben, wenn sie krank ist und nicht in einer Vereinigung ist, hast Du Dein kind zu hause und kannst nicht arbeiten gehen. Vorteil ist noch, aus meiner Sicht, die Kleinen kommen mit nicht so viel Krankheiten in Kontakt. Mein Kleiner war das erste Winterhalbjahr ständig krank, weil einfach immer ein Kind in der Krippe krank ist. Aber es heißt ja, das gibt Abwehrkräfte.

Es muss jeder entscheiden.

Alles Liebe,
Maylu

Beitrag von dentatus77 04.05.10 - 15:43 Uhr

Hallo!
Stina ist 1,5-2 Tage in der Woche bei der Tagesmutti seit sie 3 Monate alt ist, und ich bin froh, diese Frau gefunden zu haben. Sie betreut auch mehrere Kinder bei sich zuhause in einer Etagenwohnung. Es gibt zwar einen kleinen Garten, meistens gehen die Kinder aber vormittags spazieren, auf den Spielplatz oder wo auch immer hin. Sie sind auf jeden Fall - solange es nicht aus Kübeln gießt - jeden Tag 2 Stunden draußen, bei schönem Wetter auch mehr.
Das schöne an der Tagesmutter ist ihre Flexibilität. Wenn ich einmal einen Tag mehr arbeiten muss, abends nicht pünktlich rauskomme oder sonst mehr Betreuungszeit brauche, ist das fast nie ein Problem, und wenn Stina mal ne Woche daheim bleibt, wird das mit Mehrzeiten ausgeglichen. Außerdem wären für mich die Krippenzeiten absolut unzulänglich, ich brauche Betreuung von 7:30-18:30, in welcher Krippe hat man das schon. Und die Gesichter, wenn es abends einmal später wird, erspar ich mich auch liebend gerne.
Mit unserer Tagesmutter haben wir für Stina einen optimalen Betreuungsplatz mit größt möglicher Flexibilität gefunden, dafür bin ich dann auch bereit, mal etwas mehr zu zahlen. Wobei ich in der Krippe sicher nicht günstiger wegkäme, da ich wahrscheinlich keine Teilzeitbetreuung an nur 2 Tagen bekäme, aber gut!
Liebe Grüße!

Beitrag von papazei 04.05.10 - 18:02 Uhr

Hi Zimtsternchen, das ist echt schwierig...meine Tochter ist jetzt 2 Jahre im Kiga in der kleinsten Gruppe...das kleinste Kind konnte da noch nicht laufen...Mit 2 Jahren kann das Kind Ja/Nein sagen, es kann laufen , aus dem Bescher trinken...d.h. ich habe da nciht so große Angst, dass sie untergeht..

Du sprichst von 1,5 Jahre..das ist glaube ich exakt die magische Grenze..dadrunter hätte ich gesagt eher Tagesmutter..aber mit 1,5 Jahren kann schon gehen..

12 Kinder ist wirklich wenig...wie viel Erzieherinnen sind dafür zuständig ?
Wenn es sich um eine gute Kita handeln sollte, würde ich echt kita vorziehen..du sprichst von gerade 20 Stunden die Woche...d.h. vormittags...das Kind hat da eine Kontinuität..der Umweg kommt auf dich inrgedwann soweiso..und Kindergarten hat meistens keine Probleme, enn Erziehrin krank wird..(das wird nämlich auch für dich wichtig sein)..

du musst es wissen..Papazei




Beitrag von shorty23 04.05.10 - 19:28 Uhr

Hallo Zimtsternchen,

wir standen vor der ähnlichen Entscheidung und ich muss sagen, es kommt darauf an! Wenn du eine Tagesmutter findest, die dir total sympathisch ist und du denkst "Ja, ich kann mir total vorstellen ihr mein Kind für X Stunden am Tag zu geben und habe da ein gutes Gefühl dabei" dann mach's! Wir haben leider keine solche Person gefunden, dafür aber eine Krippe bei der ich das dachte! Aber würde es wie gesagt von der Person bzw. EInrichtung abhänging machen. Wenn du eine tolle Krippe mit kleinen Gruppen und netten Erzieherinnen findest, auch toll! Es gibt eben wie gesagt, Vor und Nachteile:

- Krippe: kein Ausfall wegen Krankheit, Betreuung an allen Tagen, meist günstiger, kindgerechte Umgebung, Erzieher haben eine Ausbildung

- TaMu: flexibler, man kann auch mal ne "extra Wurst" bekommen, persönlicher/individueller

Und dann natürlich deine persönlichen Sachen (Entfernung usw). ICH würde folgendes machen: melde dich mal bei der Krippe an, den Platz kannst du immernoch absagen. Und frag auch mal bei der TaMu nach ob sie noch Kapazitäten hat, wenn das Baby da ist, schaust du dir dann mal alles in Ruhe an, ein bisschen Zeit hast du ja noch.

LG