Teilzeitbeschäftigung in der Elternzeit

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Beitrag von cmd0004 04.05.10 - 14:13 Uhr

Hallo,

brauch mal eure Hilfe, folgende Situation:

ich habe letztes Jahr 2 Jahre Elternzeit beantragt und wörtlich mitgeteilt, dass ich voraussichtlich plane nach einem Jahr meine Beschäftigung für 2 Tage die Woche wiederaufzunehmen. (Habe derzeit einen Vertrag über 40 Stunden)
Ich hatte im Februar ein Gespräch mit meinem AG um das nochmal zu klären und sie haben sich bereit erklärt die Situation intern zu prüfen und mir dann Bescheid zu geben.
Ich habe jetzt nachgefragt und die Wiederbeschäftigung in Teilzeit wurde mir abgelehnt, mit der Begründung dass gerade viele Mitarbeiter in Kurzarbeit sind und die Firma Einstellungstop hat. Eine Teilzeitbeschäftigung wäre wie eine neue Einstellung da mein Arbeitsvertrag geändert wird und daher nicht möglich.

Was meint Ihr, haben sie Recht? Wo könnte ich mich sonst Rat holen? Ich habe von "Staatlich anerkannte Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen" gelesen. Aber sind sie auch für solche Angelegenheiten geeignet?

LG
Elisabetta

Beitrag von myimmortal1977 04.05.10 - 14:18 Uhr

Wenn die Firma nachweislich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage ist und z. B. Kurzarbeit genehmigt bekommen hat vom Staat, dürfen sie in dem Falle tatsächlich Deine Rückkehr ablehnen.

Dazu gibt es auch entsprechende Gerichtsurteile.

LG Janette

Beitrag von susannea 04.05.10 - 20:08 Uhr

Aber nur innerhalb einer bestimmten Frist und wenn sie das am Anfang angemeldet hat, dann ist die schon längst abgelaufen und somit müssen sie sie nehmen!

Beitrag von myimmortal1977 05.05.10 - 00:00 Uhr

Das Begehren soll aber laut Wortgesetz SCHRIFTLICH erfolgen. Sie tat es nur mündlich...

Das dürfte ein Knackpunkt werden....

Beitrag von susannea 05.05.10 - 18:51 Uhr

Wo steht etwas von mündlich? Sie schrieb, sie hätte das in der Anmeldung wörtlich mitgeteilt. Wenns nur mündlich war, dann hat sie ja auch keine Bestätigung usw.

Beitrag von myimmortal1977 06.05.10 - 12:55 Uhr

Wo findest Du den Punkt, dass sie eine Bestätigung ihres AG erhalten hat?

Was ich aus der Konversation lese, hat sie alles nur mündlich durchgeführt. Beim AG nachgefragt, AG hat gesagt er wolle dieses intern prüfen lassen, dann hat sie wieder beim AG angefragt usw.

Da steht weder was von schriftlich, noch von mündlich. Wenn mir jemand sagt, er habe WÖRTLICH etwas mitgeteilt, gehe ich in erster Linie davon aus, er hat es mündlich getan. Mündlich vorher bekannt gegeben, wie die Wünsche in Zukunft so aussehen.

Ist aber reine Interpretationssache ;-)

Beitrag von jeannylie 04.05.10 - 16:49 Uhr

Anwalt für Arbeitsrecht.
Die Verbraucherzentralen bieten übrigens für schmales Geld anwaltliche Beratung an (habe da mal 26 € für 20min. ca. bezahlt). Also durchaus ausreichend um nicht zu komplizierte Fragestellungen zu beraten und sich eine Einschätzung zu holen.

LG

Beitrag von susannea 04.05.10 - 20:08 Uhr

Wenn du das vorher angekündigt hattest können sie das nicht so einfach ablehnen und nein, dein Vertrag wird nicht geändert! Da laß dich nicht drauf ein. Also im Zweifelsfall zum Anwalt. Evtl. muss dafür jemand anders dann gehen, aber das kann nicht dein Problem sein, sie hatten ein Jahr Zeit die Stelle zu besorgen und haben nciht frsitgerecht abgelehnt, also hast du ein Anrecht auf die Stelle.