Tochter ist bald fast ganz allein im Kiga (in ihrer Altersgruppe)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von celia791 04.05.10 - 15:28 Uhr

Hallo ihr Lieben,

muss mal was loswerden. Diese Woche haben wir erfahren, dass die beste Freundin meiner Tochter (im Januar 5 geworden) plötzlich dieses Jahr evtl. vorzeitig eingeschult werden soll, weil sie laut Kindergarten in den letzten Monaten einen Entwicklungsschub gemacht hat.
Sie hat schon vor ungefähr 1,5 Jahren damit angefangen, Freundebücher auszufüllen. Also die Mutter hats vorgeschrieben und sie hat es dann eingetragen. Nun fängt sie seit ein paar Wochen an zu lesen und der KiGA hatte das Thema dann mal angesprochen.

Bei uns ist es bei der U9 von der Kinderärztin angesprochen worden, ob wir uns schonmal Gedanken gemacht hätten, unsere Tochter schon einzuschulen. Sie ist Ende Dezember geboren und wäre dann ein Kann Kind gewesen. Für uns war das aber überhaupt keine Frage, sie schon mit 5 einzuschulen. Es spielt ja auch noch eine Rolle, ob man vom sozialen her soweit ist. Und es wären dann einige Kinder schon 7, da fänd ich den Unterschied zu heftig.

Ich selbst bin auch früh eingeschult worden, weil der Kindergarten meinte, dass wäre besser. Meine Mutter sagte, sie hätte das sehr bereut, weil ich mich immer sehr anstrengen musste, um an die anderen ranzukommen. Also nicht von den schulischen Leistungen, sondern es gab schon Grüppchen, die sich immer älter und grösser als ich vorkamen (waren sie ja auch). Und da musste man sich immer und immer wieder abstrampeln um dazuzugehören. Das kostete sehr viel Energie und Kraft, die man besser anders einsetzen sollte.

Meine Tochter und ihre Freundin sind laut Kindergärtnerin sehr ähnlich vom ganzen Spielverhalten und ergänzen sich sehr gut. Meine Tochter ist diejenige, die gerne Kontakte knüpft und das andere Mädchen war immer sehr zurückhaltend und eher ein stilleres Kind. Die Kindergärtnerin sagte, dass jeder vom anderen gelernt hätte. Die eine hat gelernt, dass man sich auch mal etwas trauen kann und dass einen keiner beisst und meine Tochter hat gelernt, auch mal etwas ruhiger und gelassener die ein oder andere Sache anzugehen.
Sie spielen aber auch mit anderen Kindern. Leider gehen diesen Sommer bei uns allerdings 14 Kinder in die Schule und darunter sind dann alle Freundinnen und Freunde mit denen meine Tochter spielt.
Bisher dachten wir, dass die beiden sich dann wenigstens noch hätten. Ansonsten ist da nämlich nur noch ein Mädchen, die ein Pflegekind ist und aufgrund ihrer früheren Zeit sehr agressiv ist. Eigentlich sollte sie dieses Jahr in die Schule gehen, ist aber nochmal zurückgestellt worden. Meine Tochter startet zwar immer wieder Anläufe, mit ihr zu spielen, aber die andere tritt und haut meistens und macht alles kaputt, was die anderen gerade bauen etc. Dann sind da nur noch zwei andere Mädels, mit einer kann sie gar nicht, und das Mädchen mit der sie auch ab und an spielt, zieht bald weg. Ansonsten sind in unserer Gruppe nur noch 2-3 Jährige. :-(

Ich weiss echt nicht, wie ich ihr das beibringen soll, wenn es so sein sollte und mache mir echt Gedanken, ob sie dann überhaupt noch gerne in den Kindergarten geht.
Hiiiiilllllffe, ich fühle mich echt besch...

Danke fürs zuhören, dass musste mal raus! Lg Celia.

Beitrag von lenchen2002 04.05.10 - 16:12 Uhr

Hallo, kann deine Bedenken schon verstehen. Aber wenn so viele Kinder aus der Gruppe rausgehen, müssten dann nicht neue dafür reinkommen? Oder meinst, dass werden Jüngere? Es muss doch aber noch ein paar Kinder geben, außer denen in ihrer Gruppe, die nächstes Jahr in die Schule kommen?

Bei uns ist es halt anders, da sind die Gruppen i.d.R. so, dass alle gleichalt sind, bzw. zusammen eingeschult werden.

Beitrag von janamausi 04.05.10 - 17:13 Uhr

Hallo!

Genau das gleiche Problem hatten wir. Als meine Tochter in den Kiga kam, waren 8 Mädchen in ihrem Alter in der Gruppe und alle haben schön zusammen gespielt. Nach und nach sind ein paar Mädchen weggezogen. Letzten Sommer dann, sind die restlichen Freundinnen alle in die Schule gekommen, meine Tochter nicht.

In ihrer Gruppe war dann noch 1 Mädchen welches ein dreivierteljahr jünger ist, aber mit der hat sie sich leider nicht verstanden. Die anderen Kinder waren alle erst 4 Jahre. Dazu kam noch, dass 8 neue Kinder kamen (5 davon unter 3 Jahren und 3 Kinder welche gerade 3 geworden sind).

Die Erzieherinnen waren (vielleicht sind sie es noch?) überfordert. Ist ja auch verständlich bei einer Gruppe von ca. 25 Kindern, davon 8 neue kleine Kinder und zwei Erzieherinnen.

Meine Tochter hat sehr gelitten, dass sie niemanden mehr zum spielen hatte. Auch hat sie sich nicht weiterentwickelt sondern eher zurück. Auch verständlich, bei so vielen kleinen Kindern in der Gruppe und sie mit Abstand die älteste.

Es waren zwar gleichaltrige Mädchen in den anderen Gruppen mit denen sie öfter spielen konnte, aber sie gehörte halt nicht richtig dazu, weil sie aus einer anderen Gruppe kam.

Letztendlich haben wir zum 1. Februar den Kiga gewechselt (und das obwohl sie im Sommer in die Schule kommt). Eigentlich war der Grund, dass ich plötzlich mit der Erzieherin Probleme bekam, aber für meine Tochter war es nur von Vorteil. Seit sie in den neuen Kiga geht, blüht sie wieder richtig auf und ist glücklich. Sie war die Monate davor so traurig und hatte sich sehr verändert.

Ich hab mich um einen neuen Kiga bemüht, hab ihr aber die Entscheidung selbst gelassen, ob sie wechseln will. Sie hat keine Minute überlegt und wollte in den neuen Kiga. Für uns war es die absolut richtige Entscheidung.

Jetzt konnte ich dir zwar keinen Mut machen, aber wollte dir dennoch unsere "Geschichte" erzählen. Ich würde einfach mal abwarten und schauen wie sich alles entwickelt.

Ich wünsch euch viel Glück!
LG janamausi

Beitrag von celi98 04.05.10 - 17:24 Uhr

hallo,

kann deine bendenken mit dem zu frühen einschule verstehen. ich hatte selbst mal in einer ersten klasse zwei solche kinder und es war bei beiden nicht das richtige.

obwohl meine maus erst 2 1/2 ist habe ich mir auch schon mal gedanken gemacht, weil sie ja im oktober geboren ist. ich fürchte, das werden viele aus ihrem alter schon eingeschult. ein glück gibt es bei uns aber de vorschule, auf dem richtigen schulgelände. ich denke das ist eine gute möglichkeit, nicht alleine im kindergarten zurückzubleibe und auch noch altersentsprechend gefördert zu werden.

gibt es bei euch nicht so eine möglichkeit?

lg sonja

Beitrag von cazie71 04.05.10 - 18:11 Uhr

Hallo Celia.

Kann dich gut verstehen. Geht meinem Sohn gerade ähnlich.

Bestünde denn evtl. die Möglichkeit, deine Tochter in einer anderen Kindergartengruppe unterzubringen, in der Mädels im gleichen Alter sind????

LG
Carmen

Beitrag von kathrincat 04.05.10 - 20:28 Uhr

es gehen alle freunde in die schule und sie darf nicht, obwohl sie so weit wäre, find ich nciht toll, so würde sie ja fast alle aus der klasse kennen und nicht die neue sein, ihr lasst sie lieber im kiga, wo sie zwar die älteste ist aber keine freude mehr hat und sich alles neu erarbeiten muss und zum aussen seiter wird.