Geschwisterkinder / Einzelkind welche Eltern haben es leichter

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 21:15 Uhr

Hallo meine Lieben,

Ich möchte im Vorfeld schon mal sagen das wir uns seit 4 Jahren nicht`s sehnlichst er Wünschen wie ein Geschwisterchen für meine kleine Maus die jetzt fast vier ist.

Ich habe das Gefühl Ihr fehlt was sei es beim spielen, Rumtoben,und das menschliche eben.
Wenn ich Sie mit Freundinnen oder Cousinen sehe wie Sie spielt geht mir das Herz echt auf, und Sie fragt andauernd wann Sie denn auch eine Schwester bekäme.
Ich versuche natürlich so viel wie möglich mit Ihr zu spielen aber manchmal gibt der Alttag nicht mal ne Stunde her oder es gibt Tage da habe ich einach keine Lust zum xxx ten Mal Barbie zu spielen, und genau da denke ich mein Gott wie schön währe es wenn Sie jetzt ein Geschwisterchen hätte.
Zu dem fällt mir immer mehr auf bei Eltern die eben zwei oder mehrere Kinder haben das da die Kinder nur zusammenspielen und die Aussenwelt so wenig wie nötig in Ihre Welt einlassen.
Und natürlich habe ich Angst das mein Engel irgendwann Mal ganz alleine da steht da bei unseren Freunden sich fast überall ein zweites Kind ergeben hat.
Aber bei uns klappt es einfach nicht unser letzter Versuch ist jetzt eine Künstliche Befruchtung, die sehr sehr teuer ist und ich mich wirklich Frage ob das nicht sinnvoller währe das Geld auf das Konto von meiner Maus zu packen da es bei der Methode auch keine Garantie gibt.
Jetzt meine Frage was sind eure Erfahrungen habt Ihr Einzelkinder oder Geschwisterkinder.
Und wenn Ihr Geschwisterkinder habt sehe ich das richtig das das Leben dann nur zusammen spielt und die Aussenwelt so wenig wie möglich eingelassen wird.
Und die Einzelkinder wünschen die sich Geschwisterchen ?

Vielen Dank Lieben Gruss Tanja und Aliyah

Beitrag von dore1977 04.05.10 - 21:25 Uhr

Hallo,

wieso machst Du Dich mit sochen Gedanken so kaputt ? Ihr könnte im Zweifelsfall doch nicht ändern wen kein Geschwisterchen kommt.

Bei uns ist es ähnlich gewesen wie bei Euch. Wir haben eine Tochter (inzwischen 7 Jahre alt) Wir haben eine IVF, eine ICSI und 5 Kyos hinter uns, davor natürlich nur Homonterapie, GV nach Plan und was alles so davor kommt.

Schwanger geworden bin ich nicht und Fakt ist es ist nicht wichtig ob es meine Tochter als Einzelkind leichter oder schwiriger hat als jemand der Geschwister hat den wir können es nicht ändern.

Du solltest Dich von sochen Gedanken lösen Du machst Dir das Leben nur selbst schwer.

Meine ganz persönliche Meinung ist. Eure Tochter ist jetzt schon etwas "älter" daher kannst Du Dir die Geschichte mit die beiden spielen ja so wunderbar zusammen und bespaßen sich gegenseitig vergessen.

LG und viel Glück für die ICSI

Dore

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 21:32 Uhr

Ich danke dir ist zwar hard aber du hast Recht.Es ist nur so schwer loslzulassen.
Liben Gruß Tanja

Beitrag von dore1977 04.05.10 - 23:04 Uhr

Ja, es ist sehr schwer loszulassen, das weiß ich von mir selbst. Versuche aber bitte das ganze etwas lockerer anzugehen. Du gehst sonst den Bach runter.

Ob Du es glaubst oder nicht, als mir klar wurde das es mit dem zweiten Kind nicht s wird habe richtig getrauert. Ich hab eine Woche lang durchgeheult und um die Kinder geweint die wir nicht haben werden. Ich wollte immer eine große Familie. Mindestens 3 Kinder das Schicksal hat das nicht gewollt.

Laß los und mach Dir nicht noch Gedanken darum ob es für Deine Tochter gut oder schlecht wäre ein Geschwisterkind zu haben. Das ist eine Sache die nicht mehr in Deiner Hand liegt.

Ich drück Euch fest die Daumen das es klappt.

LG dore

Beitrag von nilchen 04.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo

also ich habe zwei Jungs (3 und 5). Sie verstehen sich sehr, sehr gut.

Sie lassen eindeutig auch andere Kinder in "ihre Welt". ;-)
Zumindest dann wenn sie sie schon einige Zeit kennen.

Manchmal, wenn sie ein Kind lange nicht gesehen haben oder eben nicht gut kennen, dann hat man das Gefühl sie lassen ihn nicht mit spielen.

Aber im grossen und ganzen sind sie schon sehr sozial und spielen auch mit anderen. ;-)

Ich habe bisher auch noch keine Geschwisterkinder kennengelernt, die niemanden in "ihre Welt" lassen.

Liebe Grüsse

Beitrag von hsi 04.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo,

wir haben aktuell 2 Kinder im Alter von knapp 3 und 4 Jahren. Klar sie spielen sehr viel miteinander, aber auch gerne alleine oder sie beziehen mich in ihre spiele mit ein. Das ist sowas von unterschiedlich, wie sie gerade lust haben ist es eigentlich. Ich habe hier auch 2-3 mal mein Tageskind von fast 5 Jahren und sobald sie da ist bin ich eigentlich mehr als uninteressant. Klar kommen sie auch mal auf mich zurück und wollen das wir was zusammen spielen, aber erst mal rennen sie davon. Jetzt mal schauen wie das wird wenn mein Kleiner dann in den KiGa kommt ab Sept. wie es dann wird wenn er den Vormittag dort verbringt und beide dann den Nachmittag mit mir verbringen.

Lg,
Hsiuying + May-Ling bald 4 J. & Nick fast 3 J.

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 21:41 Uhr

hallo,
Danke für deine Antwort mal ganszehrlich wenn es zum Beispiel so ein Sauwetter wie Heute gibt bleibt Mann doch mit seinen Kinder eher zu Hause als einen Spielkameraden zu suchen.
Oder wie gehst du da vor.Danke Tanja

Beitrag von hsi 04.05.10 - 22:25 Uhr

Hallo,

ich bin eigentlich immer mit den Kindern draussen, schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung. Aber heute waren wir eine Freundin besuchen und die Kinder haben zusammen gespielt. Oder wir bekommen besuchen, kann auch sein das die Kids ihre Regensachen angezogen bekommen und ich lass sie durch matsch und regen rennen und schaue zu wie sie ihren spass haben.

Beitrag von kati543 04.05.10 - 21:28 Uhr

Ich wünsche euch natürlich, dass es vielleicht doch noch auf natürlichen Wege bei euch klappt. Aber... wenn du dir das Geschwisterkind nur fürs Spielen für deine Aliyah wünscht, dann muß ich dich enttäuschen. Sie wird am Anfang das Baby ganz interessant sehen - wie eine neue Puppe, die sich sogar bewegt, gefüttert werden will,... aber spätestens wenn deine Große dann merkt, dass Mama und Papa auch mit dem Baby "spielen" und sie so noch weniger Zeit für sie haben, wird sie das Geschwisterchen nicht mehr so toll finden. Selbst wenn es jetzt gleich klappen sollte, ist Aliyah ja fast 5 bei der Geburt. Sie hat dann andere interessen, als mit einem Kleinkind zu spielen. Ich habe es schon ganz oft gesehen, dass die größeren Kinder die Kleinen zu Mama schicken mit der Bemerkung "die/der stört, das ist ja noch ein Baby"

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 21:36 Uhr

Hallo,
ja so habe ich das nicht gesehen schon gesehen aber nich wahrgenommen .Es ist ernüchternd aber auch erleichternd sich vom Wunsch zu trennen.
Lieben Dank

Beitrag von nicki1820 04.05.10 - 21:37 Uhr

Hallo,

unsere Mädels sind 2 und 4 Jahre alt und sie spielen wunderbar miteinander genauso wie sie auch miteinander streiten!

Deine Frage ist "welche Eltern haben es leichter" und ich denke, wenn es um die Eltern gehen würde haben es ganz klar die Eltern eines Einzelkindes leichter aber ich denke das war nicht die wirkliche Frage.

Wenn man mal realistisch ist, ich hoffe ich trete dir dabei nicht zu Nahe, ist deine Tochter bereits 4 Jahre alt und wenn ein Geschwisterkind kommt ist sie mind. 5 Jahre alt und bis das Kleine dann soweit ist, dass die Beiden miteinander spielen könnten haben die Beiden völlig andere Interessen (auch wenn sie Gleichgeschlechtlich sein sollten) das sie nicht ständig miteinander Barbie und Co spielen werden.

Meine Beiden lassen auf jeden Fall auch andere in ihren "Kreis".

Ich drücke euch die Daumen für einen schnellen "Treffer" und würde dir empfehlen dir darüber nicht soviel Gedanken zu machen sondern zu dem Ursprung, weshalb DU dir noch ein weiteres Kind wünscht zurück zukehren.

nicki

Beitrag von clautsches 04.05.10 - 21:38 Uhr

Dein Text könnte von mir sein, genau diese Gedanken über ein Geschwisterchen lassen mich auch nicht mehr los (nur bin ich alleinerziehend, was die Sache auch nicht grad einfach macht ;-)).

Ich bin selbst mir einem großen Bruder aufgewachsen (der leider vor 10 Jahren verunglückt ist) und das war prägend und wichtig und wunderbar für mich.
Und meine Mama sagt mir immer wieder, wie glücklich sie ist, dass sie zumindest mit einem ihrer Kinder alt werden kann. Wäre mein Bruder ein Einzelkind gewesen, wäre sie wahrscheinlich zerbrochen.

Naja, viel blabla... kurzum: ich wollte niemals ein Einzelkind haben und das will ich nach wie vor nicht.

Mein Sohn ist grade 3 geworden und hat seine "Ersatzgeschwister" bei seiner Tagesmutter gefunden (die hat nämlich drei Jungs - 7, 4 und 2 Jahre). Diese Kinder, besonders der Mittlere, sind sein ein und alles und ich merke, auf welch wunderbare Weise das Leons Charakter prägt. Und zuhause... da ist er auch glücklich, puzzelt mit mir im Garten rum und hat Spaß - aber irgendwie fehlt da was...

So, ich hoffe, du bist noch nicht eingeschlafen über meinen verbalen Ergüssen... ich glaub, ich konnte dir grad gar nicht helfen, aber mir ist etwas leichter. ;-)

Gute Nacht!
LG Claudi

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 21:47 Uhr

Hallo Claudi,
Du hast mir sehr geholfen, ich bin froh das es jemanden auch so geht wie mir.
Ich wünsche dir eine Liebenvollen Partner u d bald ein zweites Kind .
Vielen Dank.
Tanja

Beitrag von kleiner-gruener-hase 04.05.10 - 21:40 Uhr

Seit nun 4,5 Monaten ist unsere 5jährige kein Einzelkind mehr.

Sie hat sich sehr ein Geschwisterchen gewünscht und sich sehr auf ihren Bruder gefreut. Die beiden lieben sich abgöttisch, taucht die Große auf lacht der Kleine was bei ihr immer die Laune noch ein wenig hebt.

Aber: sie hat soviele Freunde dass sie jeden Tag Besuch hätte oder unterwegs wäre wenn ich sie lassen würde. Sie zeigt dann auch ganz stolz ihren Bruder, genießt es aber doch sehr mit ihren Freunden allein spielen zu können, ohne dass Mama ständig daneben hängt.

Auch Geschwisterkinder sollten sich eigene Freunde suchen dürfen.

Beitrag von jenx 04.05.10 - 22:01 Uhr

Hallo Tanja,

ich kann dich da sehr gut verstehen. Ich wollte immer zwei Kinder haben. Optimalerweise einen Jungen und dann ein Mädchen. Hat auch geklappt. Aber dann bin ich nach zwei Jahren wieder Schwanger geworden. Ungeplant diesmal. Und es wurde auch noch ein Junge, der zu seinem Bruder dann 4 Jahre Altersunterschied hat. Da hatte ich eher Angst, er wäre ein Störfaktor, wegen des großen Altersunterschieds...

Wie auch immer. Unser Großer und die Mittlere sind 19 Monate auseinander. Sie spielen gerne und viel zusammen. Und sie lassen tatsächlich nur schwer jemanden mitspielen ES SEI DENN es ist der Freund meines Sohnes :-p Dann ist die Schwester sofort abgeschrieben. Insofern behaupte ich jetzt mal, dass sie jetzt langsam weniger aufeinander hocken werden, weil er andere Interessen hat und mit seinen Freunden eben auch anders spielen kann, als mit seiner zweijährigen Schwester. Und bei euch wäre der Altersunterschied ja fast fünf Jahre... Insofern...miteinander spielen würden sie wohl nur begrenzt...

Trotzdem: Wenn du dir noch ein Baby wünschst - DU, für DICH, nicht als Spielgefährtin für deine Tochter - dann geh deinen Weg und tu alles dafür.

LG
Jenny

Beitrag von tanjaaliyah 04.05.10 - 22:10 Uhr

danke

Beitrag von schwarzesetwas 04.05.10 - 22:18 Uhr

Die Einzelkinder wünschen sich nur dann ein Geschwisterchen, wenn die Eltern permanent davon reden!

Mensch, lass dem Ding doch einfach mal Weile lassen.

Deine Kinder werden eh soweit auseinander sein, dass sie wenig miteinander anfangen können. Und auch gut so!
Umso weniger könnten sie sich hauen, umso mehr Verständnis hat u. U. der Große für den Kleinen.

Mach Dich nicht verrückt.

Es liegt in erster Linie an den Eltern. Punkt.

Lg,
SE (zwei Kleinkinder)

Beitrag von supikee 04.05.10 - 22:55 Uhr

Mein Sohn hat schon von Geschwistern gequatscht, da war er 6 Jahre alt....und das ohne mein Zutun.

Beitrag von kati543 05.05.10 - 10:15 Uhr

Meine Jungs sind 21 Monate auseinander. Die hauen sich überhaupt nicht. Was du schreibst, klingt ja so, als ob Kinder mit geringen Altersunterschied sich permanent schlagen und miteinander kämpfen. Das tun sie nicht. Wegen dem Rest... es kommt immer auf die Kinder UND auf die Eltern an.

Beitrag von h-m 05.05.10 - 08:08 Uhr

Ich hab ein Einzelkind und nicht das Gefühl, dass meiner Tochter etwas fehlt.

Ich bin ae und ich weiß gar nicht, wie es anders gehen sollte. Ich muss ja auch Vollzeit arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Da reicht die Zeit so gerade, meine Tochter morgens in die Kita zu bringen und nachmittags abzuholen. Im Sommer kommt sie in die Schule - sowohl vor wie auch nach der Arbeit zwei verschiedene Stellen (Kita und Schule) anzusteuern, würde ich nicht schaffen. Dann Hobbys... ich kann meine Tochter zum Sport bringen/abholen, ohne ständig ein Geschwisterkind mitschleifen zu müssen.

Die Tante meiner Tochter hat zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge, mit 3 Jahren Altersabstand und die beiden kommen gar nicht miteinander aus. Sie versuchen, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen und nicht gemeinsam zu Hause zu sein - so gut wie jeden Nachmittag ist ein Kind bei Freunden oder bei der Oma. Am Wochenende sind sie meist auch abwechselnd bei der Oma... Zusammen spielen geht überhaupt nicht!

Dann habe ich andere Bekannte mit 3 Kindern. Der älteste ist Papas Liebling... Geht mit Papa Fußball spielen, toben, werkeln. Der jüngste ist Mamas kleiner Prinz, weil er halt der Kleinste (und wahrscheinlich das letzte Kind) ist und sie viel fordert. Das mittlere Kind hat es total schwer, ist das einzige Mädchen. Für sie hat ganz, ganz selten mal eins von beiden Elternteilen allein Zeit. Der Papa hat sowieso wenig Interesse an Puppen/Barbies und anderem typischen "Mädchenkram", worauf das Mädchen total abfährt - und an der Mutter hängt ständig der Kleine, der total eifersüchtig ist.

Klar kenne ich auch noch andere Familien, in denen das besser klappt und recht harmonisch abläuft, wo die Kinder schön zusammen spielen. Aber das ist halt nicht vorprogrammiert, nur weil mehrere Kinder da sind.

Beitrag von visilo 05.05.10 - 10:55 Uhr

So wie du es beschreibst habe ich es auch in den Familien mit mehreren Kindern erlebt, mag ja sein das das Einzelfälle sind aber ich kenne halt nur solche Familien und da will ich sicher kein weiteres Kind.

LG
visilo

Beitrag von h-m 05.05.10 - 11:20 Uhr

Na ja, die Cousine und den Cousin meiner Tochter finde ich schon sehr extrem!

Wie schon geschrieben, ich kenne total unterschiedliche Familien, mit Einzelkindern und mit mehreren Kindern... Auch Familien mit mehreren Kindern, wo alles gut läuft - dann welche mit "mißratenen" Einzelkindern - und welche mit fröhlichen, aufgeschlossenen, umgänglichen Einzelkindern...

Ich denke, es hat alles Vor- und Nachteile, man kann es nicht pauschalisieren. Es kommt auf die Lebensumstände und auch auf die Charaktere aller Familienmitglieder an.

Unter anderen Umständen hätte ich wahrscheinlich gerne noch ein zweites Kind, aber so wie es jetzt ist, eben nicht.

Beitrag von kja1985 05.05.10 - 09:04 Uhr

Hallo Tanja,

ich denke alles hat Vor- und Nachteile. Ich stamme selbst aus einer Großfamilie, meine Geschwister sind meine besten Freunde, trotzdem hatten wir alle immer noch ganz viele andere Freunde außerhalb. Also es zentriert sich nicht alles auf die eigene Familie. Und das mit dem gemeinsam spielen ist halt auch so eine Sache, nicht alle Geschwisterkinder sind diesbezüglich kompatibel. Deine Tochter will z.B. Barbie spielen und der kleine Bruder lieber Barbies mit einem Tempo als Fallschirm aus dem vierten Stock segeln lassen ;-)

Bei uns ist es so, dass die beiden sich sehr gern haben und aneinander hängen, aber auch gern mit anderen Kindern spielen. Wenn wir alleine sind spielt auch mal jeder für sich, weil sie einfach nicht nur die gleichen Interessen haben oder sie streiten, weil "einer falsch spielt".

Also es ist nicht alles Gold was glänzt. Ich wünsch euch viel Erfolg beim Schwangerwerden und wenn es nicht klappen sollte wünsche ich euch, dass ihr die Vorteile eines Einzelkindes genießen könnt, die gibt es nämlich auch ;-)

Beitrag von plda0011 05.05.10 - 09:31 Uhr

Hallihallo,

also zur Frage in deiner Überschrift:
Ich als Zweifachmutter würde behaupten Eltern mit nur einem Kind haben es einfacher. Also rein organisatorisch, finanziell, zeitlich und so.

Außerdem hat mein Großer deutlich mehr Aufmerksamkeit von uns bekommen, als unser Kleiner jetzt. Z.B. sind wir früher oft zur Krabbelgruppe gelaufen und waren dann für 500 Meter eine halbe Stunde unterwegs, mit Welt entdecken auf dem Weg. Wenn man einen dreijährigen dabeihat, der mit dem Fahrrad vorausflitzt, wird das schon schwieriger...

Ansonsten sind Geschwister natürlich was tolles. Ich hab selbst welche und würde sie nicht missen wollen. Es sind Menschen, zu denen man eine ganz andere Bindung aufbaut als zu den Eltern oder zu Freunden. Eben ein Hauch mehr Sozialkompetenz zum üben.

Ich habe mir auch immer mehrere Kinder gewünscht, aber ich denke nicht, dass ich nach dem ersten Kind bis zur künstlichen Befruchtung gegangen wäre.

Ich glaube auch nicht, dass deine Kleine "ganz alleine dastehen" wird, weil ihre Freunde Geschwister haben! Bei aller besonderer Bindung, spielen Kinder gerne mit anderen Kindern, vor allem die älteren, die ihre kleine Geschwister "voll nervig" und "unreif" finden ;-). Das trifft auf keinen Fall zu, dass die Aussenwelt da nicht eingelassen wird!!!


Liebe Grüße

Beitrag von plda0011 05.05.10 - 09:35 Uhr

Was ich noch vergessen habe:

Dass sich ganze Familien immer mehr abschotten, wenn die Kinder mehr werden, kann einfach daran liegen, dass sie es nicht mehr auf die Reihe kriegen sich zu verabreden.

Aber die werden dich lieben, wenn deine Kleine sich eines ihrer Kinder als Freund aussucht und es öfters mal einlädt ;-)

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