Wer von euch hat spotan UND per KS enbunden?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von tabi 04.05.10 - 21:20 Uhr

Hallo,
Frage steht ja schon oben. Wie waren eure Erfahrungen? Wie würdet ihr euch wieder entscheiden und warum? Wo seht ihr jeweils die Vor- und Nachteile?
Bitte bitte keine moralischen Diskussionen oder Kommentare von Frauen ohne KS oder ohne vaginale Geburt.
Es geht mir lediglich um eine Urteilsbildung und um Fakten;-)
Vielen Dank schonmal für euer Antworten
Lg Tabi

Beitrag von itsmyday 04.05.10 - 22:02 Uhr

Hi Tabi!

Ich sehe die Vorteile der Spontangeburt ausschließlich hinterher. Natürlich steht man nach einem KS erstmal auf wie eine alte Frau. Aber mit etwas Pech ist frau mit den Verletzungen durch die natürliche Geburt auch noch tagelang beschäftigt. #schwitz
Und die Schmerzen nach dem KS sind beiweitem nicht so heftig wie die Wehenschmerzen. Keine KS-Mama schreit das halbe KH zusammen, wenn sie das erste Mal aufstehen soll, während Gebärende das regelmäßig tun, nicht wahr?!;-)

Ansonsten ist ein KS natürlich so schön planbar. Ich wußte genau, was auf mich zukommt, eine Spontangeburt ist das wesentlich größere Abenteuer.

Der Moment, wo man den ersten Schrei des Kindes hört und es auf die Brust gelegt kriegt ist bei beiden Geburten gleich einzigartig, wunderbar, magisch. #herzlich

Ich persönlich bin glücklich beides erlebt zu haben.#freu
Für ein weiteres Kind (das vermutlich nicht kommen wird #heul), würde ich einen KS mit natürlichem Wehenbeginn anstreben. Da kann das #baby seinen Geburtstag bestimmen und ist sicher geburtsbereit und ich spare mir diese unsäglichen stundenlangen Wehenschmerzen. #zitter

LG Itsy

Beitrag von minnie85 04.05.10 - 22:38 Uhr

ICH!
Erstes Kind kam per WKS...ich war einfach überfordert, in einer kritischen Phase meines Studiums, wollte es planbar und, wie ich dachte, schmerzarm haben...habe leider nicht an mein Kind und die ganzen Folgerisiken gedacht, auch für mich nicht.
Der KS selbst war nicht so doll, dieses "Wachsein" bei der OP war nix für mich, dieses nicht wegzukönnen, ausgeliefertsein, einfach grässlich! Danach hatte ich selbstverständlich gewisse Wundschmerzen, konnte wie nach jeder OP lange nix heben und Sport war erst nach Wochen wieder drin (hab mich an alle Regeln gehalten, viele machen das nicht...) und RICHTIG fit war ich erst nach gut 1 Jahr wieder. Die Narbe ist bis heute taub, die seelischen Narben verheilen wohl nie.


Zweites Kind kam dann spontan mit Beleghebamme (das BESTE was es gibt!!! Unbedingt mit Beleghebi entbinden!!!)...war eine tolle Geburt, es war sooo schön selbst zu bestimmen, was als nächstes passiert, aktiv zu gebären, meiner Tochter aus eigener Kraft das Leben zu schenken...bin danach direkt nach Hause, die Hebi kam ja zur Nachsorge. War sofort nach der Geburt duschen und wirklich fit, hatte keine Schmerzen hinterher und war für mein Kind da...und auch für mein erstes Kind!

Fazit ist, dass wenn alles okay ist mit Mama und Baby die vaginale Geburt die gesündeste und risikoärmste Variante ist...selbst wenn man Angst vor den Wehen hat (hey, gibt ne PDA wenn mans nicht schafft!) finde ich es heute, auch wenn ich es selbst gemacht habe, unverantwortlich nicht an das Kind zu denken und nen KS zu wollen.

Bei der Spontangeburt hat man hinterher kaum oder keine Schmerzen, ist sofort fit, kann nach Hause gehen...es war einfach stimmiger!

Beitrag von sunflower_33 05.05.10 - 16:21 Uhr

Hallo Tabi,

mein erster Sohn kam 2006 per KS auf die Welt. Er hatte sich nach der Eröffnungsphase auf das Gesicht gelegt und so konnte ich ihn nicht spontan entbinden. Ich fand den KS relativ "brutal", hatte aber anschliessend keinerlei Probleme. Ich war nach 1,5 Wochen schmerzfrei. Da der kleine nicht anders hätte auf die Welt kommen können, habe ich mir auch nie Vorwürfe gemacht.

Letztes Jahr wurde ich erneut schwanger und mir war klar, dass ich es spontan versuchen möchte. Ich hatte es beim ersten Mal ja weit geschafft und fand auch die Schmerzen durchaus auszuhalten.

Nun wollte mein zweiter Sohn sich einfach nicht auf den Weg machen. Die Wehen wurden eingeleitet... dann ging alles so schnell und heftig los, dass ich kaum dazu kam Luft zu holen. Letztendlich mußte die Ärztin mit der Zange nachhelfen, da die Herztöne immer absackten.

Die Verletzungen, die ich bei der zweiten Geburt davon getragen habe sind VIEL VIEL heftiger, als beim KS!! Zweifacher Scheidenriss, Dammriss und ein sehr langer und fieser Dammschnitt. Ich habe heute - über 5 Wochen nach der Geburt - noch große Probleme beim Sitzen und Laufen. Da war der KS ein Kinderspiel gegen.

Nun ist mein Fall ja nicht der übliche. Und ich bereue es nicht, dass ich mich bei der zweiten Geburt gegen einen KS entschieden habe...
ABER: würde ich ein drittes Kind bekommen, würde ich einen Wunsch-KS machen lassen. Wäre mein Mann nicht hier (hat Elternzeit)... ich wüßte nicht, wie ich das alles stemmen sollte.

Und im Nachhinein erzählten mir einige Freundinnen die "problemlose" Geburten hatten, dass sich auch lange Probleme hatten. Von daher kann ich die Argumentation, dass man bei einem KS die Schmerzen nachher hat und bei der spontanen Geburt während der Geburt nicht recht nachvollziehen...

Wünsche Dir viel Glück bei der Findung einer Entscheidung... ist nicht einfach...

LG
Amily

Beitrag von kuebi 05.05.10 - 16:31 Uhr

Hallo Tabi,

also meine ersten beiden hab ich spontan geboren und meinen Kleinen nun per KS.
Ich persönlich würde immer spontan vorziehen. Die Geburten waren anstrengend und schmerzhaft, keine frage. Die erste waren 16,5h und die zweite 23h. Aber ich konnte selber aktiv etwas tun und bestimmen. Die Schmerzen habe ich mittlerweile sogar fast vergessen bzw. verdrängt. Aber das Gefühl als ich sie auf meiner Brust liegen hatte und es geschafft war, kann ich bis heute mit nichts vergleichen und wird wahrscheinlich auch nie was kommen.
Vorteile bei spontan ist für mich, dass ich eben selbst etwas tun konnte, das Gefühl danach und vorallem ich war danach fit wie ein Turnschuh. Hatte nur eine kleine Verletzung bei der ersten, aber kaum gespürt. Ich konnte mich sofort alleine ums Baby kümmern.
Nachteil ist natürlich der Wehenschmerz, das es nicht planbar ist und es länger dauern kann.

Mein KS ist noch relativ frisch 11,5 Wochen. Er war nicht geplant und musste leider gemacht werden. Aus gesundheitlichen Gründen wurde eingeleitet und am 5ten Tag die Blase gesprengt, da gab es kein zurück mehr.
Vorteil war natürlich, dass es meinem Kind danach gut ging und auch noch geht. Hätten wir gleich so entschieden wäre es schnell gegangen. Hatte aber an dem Tag schon 15h Wehen. Also hats sich schon gezogen.
Nachteile waren die Schmerzen, die sich nicht nur über Stunden sondern Tage und Wochen zogen. Ich konnte mich am Anfang nicht richtig um meinen Kleinen kümmern und war auf andere angewiesen. Vorallem schwierig war es für mich das ich mich um meine Großen nicht so kümmern konnte wie ich wollte.

Also wie gesagt, würde ich mich immer für Wehen entscheiden. Beim Kleinen ging es nicht anders und der KS ist ja nicht immer schlecht aber ich würde ihn wirklich nur im Notfall machen lassen.

LG kuebi

Beitrag von tabi 05.05.10 - 20:03 Uhr

Hallo an Alle,
entschuldigt bitte ich war gestern schon im Bett und heute den ganzen Tag unterwegs#schwitz
Ich danke euch allen für eure ehrlichen und hilfreichen Antworten.
Ja es ist echt eine verdammt schwierige Entscheidung für mich. Ich bin eigentlich ein total WSK - Gegner aber lest hier wenn ihr wollt:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&tid=2616006&pid=16591971
Und ich weiß nicht so Recht was ich tun soll, deswegen wollte ich mich mal umhören wie so allgemein die meinung von Mamis ist dei schon beides hinter sich haben.
mein großer kam spontan zur Welt und die Geburt war nicht schrecklich für mich aber die Zeit davor.
#danke auf jeden Fall und lg Tabi

Beitrag von lieke 08.05.10 - 16:43 Uhr

Liebe Tabi,

also deine Geschichte ist ja sehr komplex und deine Lage nicht so einfach zu beurteilen.

Ich habe auch beides hinter mit, hätte da aber evtl noch eine 3. Variante für dich, die ich dir allerdings nur empfehlen kann, wenn du gute geburtshilfliche Begleitung hast und damit meine ich vor allem eine Fachkraft, egal ob Arzt oder Hebamme, die dich und deine Geschichte gut kennt und der du vertraust.

Ich habe einen ungeplanten KS hinter mir und wollte danach gerne spontan entbinden. Die 2. Geburt wurde auch vaginal (der Begriff "spontan" passt hier nicht so gut) , allerdings war es eine eingeleitete Totgeburt. Da du über Ängste schreibst......die SS danach war ein psychisches Drama und ich hätte am liebsten nach der Hälfte schon eine "deadline" gehabt, wollte allerdings keinen KS, weil mir immer noch dieses Erlebnis des ersten Schreies fehlte. Und das beim 4. Kind!

Ich habe mich für eine Einleitung entschieden, wobei es klare Regeln gab, was geht und was nicht. Ich habe mich von Woche zu Woche gehangelt und sobald der Mumu etwas auf war, wurde ein Datum für die Einleitung abgesprochen. Zum Glück war das bei mir 3 Wochen vor ET, das Kind war auch sehr reif. Vielleicht wäre das besprechbar? Du hast keine absolute Sicherheit, dass es bei dir auch so früh möglich ist, bei unreifem Befund würde ich nicht einleiten lassen.
Aber du wärest sicherlich mehr im Einklang mit deinem Körper und dem natürlichen Prozeß der Geburt, des Reifens des Kindes usw, und das ist dir ja wichtig, wenn ich dich recht verstehe. Es ist dann planbar, allerdings eher kurzfristig.

Ich habe es nicht bereut. Ich bin immer mittwochs zur Kontrolle, weil mein FA am Tag danach Dienst hat im KH. Sobald der Mumu auf war, wurde die Einleitung geplant. Bin morgens um halb 9 ins KH und hatte um 13:00 mein Kind im Arm. Auch wenn es eine Chance gab, dass es spontan dazwischen passiert, so war der Zeitraum einer Woche auch mit psychischen Stress eher zu übersehen. Würde es so jederzeit dem KS vorziehen!

Aber jede Situation ist anders. Wenn du dich für einen KS entscheidest ist das sicher auch verständlich und ich würde das auch nicht WUNSCH KS nennen.

Alles Gute für dich!

Lieke

Beitrag von yamyam74 06.05.10 - 09:33 Uhr

Ich habe 4 spontan Geburten und einen Not KS.
Die 4 spontan Geburten waren ein sehr schönes Erlebnis für mich dank meiner Hebamme.
Der Not KS war die Hölle, viel Blut verloren. Mein Baby und ich sind ganz knapp einer Bluttransfusion entkommen. Ich war 14 Tage im Krankenhaus, habe mein Baby erst nach 3 Tagen das erste mal sehen können, weil ich nicht aufstehen durfte und der Kleine noch im Brutkasten lag.
Ich hatte Monatelang nach dem KS einen HB von 6 und 7, keine Kraft und habe innerhalb von 4 Wochen weniger gewogen als vor der SS.
Ne, das war nicht toll.

Beitrag von summersunny280 07.05.10 - 14:07 Uhr

Ich würde mich jederzeit wieder für enen ks entscheiden.

Die erste geburt war die hölle ......danach natürlich auch ,abgesehen davon das mein sohn auch noch"schäden" behielt .

Meine tochter wollte ich per ks entbinden und es war traumhaft.
er lief zwar nicht so ab wie geplant aber trotzdem tausendmal besser.
ich bekam leider ne vollnarkose weil die pda nicht wirken wollte.
Meine tochter sah ich leider auch nur kurz da sie in eine kinderklinik musste.
Aber der ks an sich war überhaupt nicht schlimm.
Ich hatte danach nur eine brennen an/in der narbe dadurch weil diese ja heilte.
wär meine tochter dgewesen hätt ich sie am nächsten tag versorgen können.
nicht anders als bei meinem sohn auch .

Das ist aber nur mein empfinden.
Und ich denke ein wks empfindet man sowieso gaaaaaanz anders .