heute mit Chef gearbeitet und abends KÜNDIGUNG im Briefkasten!!!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von stefika1982 04.05.10 - 22:05 Uhr

...ich kann es nicht glauben:

ich war heut wieder arbeiten ( war 3 Tage krank geschrieben wg Übelkeit und Kreislaufproblemen ) und habe den ganzen Tag "relativ" normal mit meinem Chef und meiner Kollegin gearbeitet ( berichtete bereits über letzten Donnerstag! ).

Als ich heute Heim kam, lag ein Einschreiben im Briefkasten ( mein Opa hat es angenommen ).
Und es war meine Kündigung ( während der Probezeit! ).
ICH BIN SPRACHLOS!!!

Was soll ich jetzt tun?

Hab mich für morgen erst einmal wieder krank schreiben lassen, dass ich gleich erstmal zum Arbeitsamt fahren kann und auch einiges weiteres klären kann ( kann er mir einfach so, auch in der Probezeit kündigen? ).
Eigentlich will ich ihn zur Rede stellen, andererseits KANN ich gerade gar nicht. Und will es auch nicht.

Mein Freund ist im Einsatz und kommt ??? wieder ...

Könnt schreien udn heulen und ... keine Ahnung.

WAS SOLL ICH NUR TUN???



Beitrag von emmy06 04.05.10 - 22:08 Uhr

Innerhalb von 2-3 Wochen musst Du Einspruch gegen diese Kündigung einreichen, wende Dich Morgen UMGEHEND an einen Anwalt für Arbeitsrecht!!
In der Schwangerschaft, auch in der Probezeit, bist Du quasi unkündbar. Es gibt da nur wenige Ausnahmen...



LG

Beitrag von sissikatz72 04.05.10 - 22:08 Uhr

Hallo, wenn Du schwanger bist, genießt Du auch in der Probezeit Kündigungsschutz!!!!!!!!!!!!!!
Wehre Dich!
LG Sissi

Beitrag von mss.fatty 04.05.10 - 22:11 Uhr

GENAU!

Beitrag von aldina 04.05.10 - 22:11 Uhr

:-[ Das ist echt hart.Aber sche.. auf deinem blödi chef.:-[Ich würde es nachprüfen lassen beim Anwalt ob er dich so einfach rausschmeissen kann,auch wenn du in der Probezeit bist.Ich drücke dir die Daumen ,das alles gut wird.Und geniesse deine Schwangerschaft.:-)



Aldina mit #stern#baby im Herzen#schmoll

Beitrag von babylove01 04.05.10 - 22:13 Uhr

Hallo,

Alter krass was ist denn in den gefahren? Sorry für meine Aussprache aber mir bleibt bei sowas echt die Spucke grad weg und bin richtig geschockt über so einen Chef! Kann doch echt nicht sowas angehen!

Denke du solltest morgen früh gleich mit der Kündigung zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehen und der wird dir dann alles weitere erklären! Und du hast auch Kündigungsschutz in der Probezeit genau wie jeder andere....

Kopf hoch und lass dich #liebdrueck

LG, babylove01 mit #stern 2006, #blume 2008 & #ei 22.SSW #verliebt

Beitrag von maija 05.05.10 - 09:51 Uhr

Wie jeder andere ist nicht ganz richtig...in der Probezeit hat man eben keinen Kündigungsschutz! deshalb ja auch "Probezeit", ABER:
Wenn du schwanger bist (einzige Ausnahme) hast du auch in der Probezeit Kündigungsschutz!!!

Beitrag von mela05 04.05.10 - 22:15 Uhr

http://www.kinder-aktuell.de/recht-sicherheit/schwangerschaft-probezeit-kuendigung-1213/

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Probezeit.html

http://www.123recht.net/Schwanger---K252ndigung-w228hrend-Probezeit-__f3614.html

Und falls du deinem Chef von deiner SSW noch nichts mitgeteilt hast, hast du jetzt noch 2 Wochen Zeit ihm sie mitzuteilen,

Lass dich von dem Arsch nicht vereppeln, du bist definitiv im Recht und er darf doch nicht kündigen

Mela

Beitrag von stefika1982 04.05.10 - 22:18 Uhr

Kurz zu meiner "Geschichte":

* im Februar 2010 neuen Arbeitsvertrag unterschrieben
* Ende Februar 2010 post. SST
* Mitte März 2010 AG Mitteilung über SS ( !!! )
* AG sagte okay, sie fangen am 1.4. an
* insg. jetzt war ich 8T. wg Übelkeit und Kreislaufprobl. krankgeschrieben

Beitrag von emmy06 04.05.10 - 22:20 Uhr

na und... ändert nix, morgen sofort zum anwalt.....

Beitrag von stefika1982 04.05.10 - 22:26 Uhr

nein, ändert auch nichts.
Wollte es nur einmal erwähnt haben.

Hatte mich damals auch sofort beim Gewerbeaufsichtsamt erkundigt und die sagten mir auch, dass ich auch in der Probezeit nicht kündbar bin und danach hängt es vom Vertrag hab ( habe einen unbefr. arbeitsvertrag ).

Es ist einfach nur WAHNSINN.

Er sagte mir, arbeiten Sie solnage Sie können und dann schauen wir. Ggf. über ein BV.

DAS ist aber KEIN BV.

Weiss mom nicht, was ich tun soll bzw. was richtig udn was falsch ist.
Weil richtig arbeiten "kann" ich da auch nicht mehr.
Mit mir wird so schon um gegangen wie "das letzte", seirdem auch meine Kollegen wissen, dass ich SS bin.

Meine eine Kollegin meinte letzte Wo sogar zu mir, als ich mich krank meldete, ich soll mich bis Sept. krank schreiben lassen ( meine Gyn. stellt ein BV nur aus, wenn es mediz. notwenig ist! ). Darauf meinte sie, dann solle ich mir nen anderen Arzt suchen. Oder gar auch selber kündigen. Wäre nur fair!
Tzzz.
Hallo? Er hatte im März seine Chance, meinen vertrag aufzuheben. Wenn er es nicht tut, muss er mit einer SS "leben".

Beitrag von iggi80 04.05.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

lass Dir vom Arzt ein BV ausstellen. Rein psychisch halte ich die Belastung für bedenklich, dort zu arbeiten, wenn Dein Chef Dich nicht will.

Also geh in Einspruch und kündige AUF KEINEN FALL selbst. Wenn Du ein BV hast, bekommt Dein Chef Dein Gehalt von der Krankenkasse erstattet. Er macht also keine Verluste. Du hast nach der Geburt noch 4 Monate Kündigungsschutz. Das heißt ja nicht, dass Du zurück gehen musst. Dein Chef wird Dich eh dann rausschmeißen. Aber bis dahin bist Du finanziell abgesichert. Solltest Du dann arbeitslos werden, wird Dir diese Zeit angerechnet. Sei einfach egoistisch! Dein Chef ist es schließlich auch!

LG und alles Gute!

Beitrag von kathrinlorius84 04.05.10 - 22:29 Uhr

Hey,

Du kannst die Kündigung durch ein Ärztliches Attest der die Schwangerschaft bestätigt aufheben, gib einfach mal bei google+ schwangerschaft+ probezeit und Kündigung ein da kommen genug Fälle die dir weiterhelfen können.

Beitrag von roxy262 04.05.10 - 23:23 Uhr

hey..

bin auch in der probezeit schwanger geworden... also mein chef war übelst nett zu mir und hat mir gratuliert und nicht son mist abgezogen... also manche leute schrecken echt vor nix zurück!

du bist in der probezeit genauso wie danach unkündbar.. sofort einspruch dagegen erheben, er wusste ja das du schwanger bist und selbst wenn er es nicht wusste kannst es ihm bis 14tage nach erhalt der kündigung immernoch sagen ohne das er dich kündigen kann! steht alles im Mutterschutzgesetz! ich würde morgen nicht zum arbeitsamt gehen sondern erstmal anwalt, das kann ja wohl nicht sein!

in meinem betrieb ist es sogar so das der jetzt verkauft wird, ich hab momentan BV, und trotzdem besteht der chef drauf das alle übernommen werden müssen, auch die schwangeren...

wünsche dir viel kraft und lass dich ned unterkriegen!

lg lisa + #ei

Beitrag von blinki.bill 05.05.10 - 00:02 Uhr



hallo du,


ich kann nicht persönlich von mir reden, aber ich ahbe ine freundin bei der war e sungefähr genauso wie bei dir...

sie ist dann erstmal aufs arbeitsamt gegangen, und dort hat man ihr gesagt das man ind er schwangerschaft währedn der probezeit gekündigt werden kann, wenn es sich zum beispiel darlegt da sman öfter wegen der schwangerschaft krank sein wird...

sie hat e auch nicht geglaubt ist zum anwalt, und selbstd er hat ihr das bestätigt...es war ein gerichtsverfahren und der arbeitgeber hat gewonnen...

also e sgibt wohl bestimmte regeln weshalb man auch in der schwangerschaft gekündigt werden kann..

geh morgen auf amt, vielleicht können die dir ja schon etwa sweiter helfen...und such auf alle fälle hilfe beim anwalt...

ich drück dir die daumen und wünsch dir viel glück...

Beitrag von slowakischemami2010 05.05.10 - 06:16 Uhr

Viel kannst du nicht tun ist mir das selber passiert.Einfach zum Arbeitsamt fahren uns Situation erklären.UNd in Probezeit kann der Schef dich rauschmeissen wann ihm lieber ist ist ja so in der Probezeit.

Beitrag von superaen 05.05.10 - 08:54 Uhr

Hey!
Es scheint Ausnahmen zu geben, aber lies selbst:

3. Gibt es auch Ausnahmen?

Das Kündigungsverbot zugunsten schwangerer Arbeitnehmerinnen kann insbesondere Kleinbetriebe wirtschaftlich hart treffen. Deswegen lässt § 9 Absatz 3 MuSchG Ausnahmen vom Kündigungsverbot grundsätzlich zu.

Der Arbeitgeber kann in besonderen Fällen bei der für seinen Betrieb zuständigen Arbeitsschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung für die Kündigung einer Schwangeren beantragen. Allerdings darf in diesen Fällen der Grund für die Kündigung nicht mit dem Zustand der Frau während der Schwangerschaft oder ihrer Lage bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung in Zusammenhang stehen.

Der Arbeitgeber muss der Aufsichtsbehörde den Grund angeben, warum er der schwangeren Arbeitnehmerin zum jetzigen Zeitpunkt kündigen will und nicht den Ablauf des Kündigungsverbotes abwarten kann.

Die Aufsichtsbehörde muss die Zustimmung zur beabsichtigten Kündigung erteilen, wenn sie die vom Arbeitgeber angeführten Gründe als stichhaltig ansieht. Genehmigt die Aufsichtsbehörde die Kündigung, kann der Arbeitgeber auch einer schwangeren Arbeitnehmerin wirksam kündigen. Verweigert die Aufsichtsbehörde die Zustimmung zur beabsichtigten Kündigung, bleibt das Kündigungsverbot des § 9 MuSchG bestehen.

Darf der Arbeitgeber mit einer Ausnahmegenehmigung kündigen, muss er die Kündigung gegenüber der Schwangeren schriftlich abgeben und den oder die von der Aufsichtsbehörde zugelassenen Kündigungsgründe anführen.


4. Schwanger und trotzdem gekündigt - was tun?

Erhält eine schwangere Arbeitnehmerin eine Kündigung seitens ihres Arbeitgebers, hat sie folgende Möglichkeiten:

Der Arbeitgeber wusste nichts von der Schwangerschaft.

Die Arbeitnehmerin sollte in diesem Fall den Arbeitgeber erst einmal über das Vorliegen einer Schwangerschaft informieren und deren Bestehen durch ein ärztliches Attest nachweisen.

Lag die Schwangerschaft bereits im Zeitpunkt der Kündigung vor, greift das Kündigungsverbot des § 9 MuSchG ein. Die Kündigung wird durch die nachträgliche Mitteilung über die Schwangerschaft unwirksam.

Besteht der Arbeitgeber gleichwohl auf seiner Kündigung, muss die Arbeitnehmerin gegen die Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben.

Der Arbeitgeber wusste von der Schwangerschaft und es liegt keine Ausnahmegenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde vor.

Die Arbeitnehmerin muss sich mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung wehren.

Der Arbeitgeber wusste von der Schwangerschaft und es liegt eine Ausnahmegenehmigung seitens der Aufsichtsbehörde vor.

Die Arbeitnehmerin kann mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht die Kündigung lediglich auf Form- und Fristfehler überprüfen lassen. Da eine Ausnahmegenehmigung für § 9 MuSchG vorlag, ist die Kündigung jedoch zulässig und nicht wegen eines Verstoßes gegen das Kündigungsverbot unwirksam.

Quelle: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Rechtsfragen/s_1063.html#gibt

Viel Glück! #klee
LG
Anne