Muss meinen Hund abgeben!Komme damit nicht klar! Hilfe!

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von lero4ka 04.05.10 - 23:25 Uhr

Hallo,

ich weis gar nicht mehr weiter.:( Wir sind an einem Punkt angekommen wo wir uns von unserem Hund trennen müssen. Es wird nur und ausschließlich aus Liebe zum Tier gemacht,doch diese Einstellung erleichtert die Seelen nicht. Seitdem feststeht,dass der Hund in eine andere Familie kommt kann ich nicht mehr Nachts ruhig schlafen. Letzte Woche bin ich sehr schlecht oder gar nicht geschlafen:( Ich werde verrückt. Mit dem Kopf verstehe ich,dass es für den Hund viel besser ist . Doch das Herz streikt! Was soll ich bloß machen?

Ist etwas verwirrend was ich hier schreibe, aber in meinem Kopf ist zur Zeit alles durcheinander.

Beitrag von mamelina 05.05.10 - 00:10 Uhr

hi, darf ich dich fragen warum der hund weg muss? denn vieleicht gibts doch noch einen weg das er bei dir bleiben kann.erzähl doch mal etwas darüber denn so ist es schwer dir zu helfen. glg

Beitrag von lero4ka 05.05.10 - 00:45 Uhr

Ich versuche es in Kürze:
Vor 5 Jahren als wir den Hund gekauft haben wohnten wir in einem riesen großen Haus zu zweit. Ich wünschte mir schon immer einen Hund. Und meine Mann schenkte mir einen. Einen süssen Shar-pei welpen. Sowohl das Leben,als auch Familie war "komplett".
Das erste Kind kam erst 3 Jahre später. Doch letztes Jahr müssten wir (nach 10 Jahren) wie auch viele andere Unternehmer GeschäftsInsolvenz anmelden. Das Haus wurde verkauft. Mein Ehemann wurde krank und somit arbeitsunfähig. Absturz in Hartz 4 Bezug. Eine Wohnungssuche stand befor. Leider werden Menschen welche staatliche Unterstützung bekommen nicht besonders nett und freundlich behandelt :( Also eine Familie mit kleinem Kind damals 1,5Jahre, einem Hund und ALG2 Bezug dazu noch schlechte SCHUFA (nach einer Inso kann anders auch nicht sein) hat 0 Chance eine Wohnung zu bekommen. Doch die Gebete wurden erhört und wir bekamen eine Wohnung. Die Freude war riesig: Top Lage,mit Garten zwar renovierungsbedürftig dafür aber so günstig! Unsere Freunde dauerte gerade mal 2 Mon.an bis die Heizperiode anfing. In jede Ecke bildetete sich Schimmel, eine Chouch musste ganz weggeworfen werden (zu spät entdeckt), die Fenster waren Tag und Nacht nass. Also nichts wie Raus aus der Wohnung. Und so fing die Suche von Anfang an! Jetzt nach fast 7 Monaten haben wir eine Wohnung mit Hilfe einer Bekannte, doch diese ist in der Stadt. 3. OG und in der Nähe kaum grünfläche . Der Hund ist schon etwas anders gewöhnt.
Ausserdem bleibt er nicht lange allein höchstens 3 Std. Und wir müssen langsam schauen wie wir aus Hartz 4 rauskommen. Denn das ist kein Traumleben!
Die neue Familie ist sehr freundlich liebt Tiere (haben selber einen kleinen Hund) hat eigenes Haus mit Garten und was noch sehr wichtiger ist es ist immer jemand zu hause, so dass der Hund nicht alleine bleiben muss. Trotzdem bringe ich es nicht übers Herz! Wenn ich ihn anschaue will nur noch HEULEN. Ob ich es schaffe? Ob der Hund dort klar kommt?

So, eine Hintergrund warum der Hund weg kommt.Sorry wenn zu lang.

Beitrag von miss-snowflake 05.05.10 - 06:19 Uhr

Oje, daß hört sich nicht gut an....

Aber für den Hund hört es sich gut an...

Ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst.
Ich glaube, ich könnte daß nicht. Ich würde meinen Hund nicht um die Bohne hergeben, lieber würde ich mich nach einer geeigneten Wohnmöglichkeit umsehen und ein Mädchen organisieren, die mit dem Hund spazieren geht, damit er nicht den ganzen Tag alleine ist, während ich arbeiten bin.

Ich könnte mich aus so einem Grund nicht trennen. Ein Kind gibt man doch auch nciht einfach her, weil die Wohnung ein Kinderzimmer zu wenig hat... ich weiß, ist jetzt nicht gerade DER Vergleich, aber der Hund ist doch bei Euch groß geworden... :-(

LG miss-snowflake

Beitrag von -b-engel 05.05.10 - 07:57 Uhr

Ein Kind gibt man doch auch nciht einfach her, weil die Wohnung ein Kinderzimmer zu wenig hat...


was ist dassss denn??????? was ist den dass für ein vergleich ????

manchmal frage ich mich. ein tier ist ein Tier und ist nicht der geringste Vergleich zu einem Kind !!!!!!!!

Beitrag von kimchayenne 05.05.10 - 08:02 Uhr


ein tier ist ein Tier und ist nicht der geringste Vergleich zu einem Kind !!!!!!!!

Wobei ich für beide eine Verantwortung übernommen habe,aber das Thema hatten wir hier ja schon so oft.
LG KImchayenne

Beitrag von -b-engel 05.05.10 - 08:12 Uhr

das stimmt da hast du recht.

Man hat für beides Verantwortung übernommen.

Aber wenns nicht mehr geht gehts nicht mehr.

Man trennt sich doch auch von seinem Ehepartner wenns nicht mehr geht.
MAn schläfert Tiere ein wenn sie krank sind Menschen nicht und warum ?
Weil es Menschen sind....(wobei ich es oft nicht verstehe das man sie so sehr leiden lässt)

Eine gesunde Tierliebe verstehe ich !!!!
Aber wenn solche vergleiche kommen wie" Dein Kind würdest Du doch auch nicht hergeben..." DANN denke ich ist was falsch gelaufen den das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.....

Beitrag von fliegenpilzz 05.05.10 - 08:04 Uhr

####Ich könnte mich aus so einem Grund nicht trennen. Ein Kind gibt man doch auch nciht einfach her, weil die Wohnung ein Kinderzimmer zu wenig hat... ich weiß, ist jetzt nicht gerade DER Vergleich, aber der Hund ist doch bei Euch groß geworden... ####


Sag mal was schreibst Du denn da??????

Überlegst Du schon ?????


Lies nochmal was Du geschrieben hast !!

####Ein Kind gibt man doch auch nciht einfach her####
Und jetzt ? gelesen ?

Du weist schon was Du von Dir gibst ?????



Beitrag von miss-snowflake 05.05.10 - 20:20 Uhr

Natürlich weiß ich was ich geschrieben habe.

Ich will damit doch niemanden angreiffen, da kommt doch schon gleich wieder die Urbia-Polizei oder wie? #kratz

Ich finde, wenn man sich ein Tier anschafft, dann sollte man auch die schlimmen zeiten Bedenken, Geldnot bei Arbeitslosigkeit, die Wohnsituation, die sich verschlechtern kann, daß kann jedem passieren.

Ich sagte auch, daß ICH daß nicht könnte. Ich habe verantwortung für meinen Hund übernommen, für MICH in guten und in schlechten Zeiten.

Ich vermenschliche meinen Hund nicht, aber ich trage für Ihn Verantwortung bis ans Lebensende. Mehr wollte ich damit nicht verdeutlichen. Wenn es für Euch sooo schlimm rüber kommt, dann entschuldige Ich mich. #schwitz

Beitrag von -b-engel 05.05.10 - 06:21 Uhr

das tut mir leid !!!#liebdrueck
Ich finde ihr handelt seeehr verantwortungsbewust.

Hmm könnt ihr euern Hundi besuchen ? bekommt ihr Ab und an Bilder über MAil oder so ?
Ihr könnt ja regelmäsig telefonieren. Das wäre doch toll:-)

So habt ihr immer Kontakt und seht/wisst wie es ihm geht.

ich kenne solch einen Fall und muß sagen es geht beiden Familien samt Hund so besser. Der Hund, dem gehts so gut(riesen GArten immmer jemand da,selbstgekochtes essen teilweise:-) )

Die Neue besitzerin blüht auf, da sie erst einen Hund verloren hatte und die alten besitzer können neu starten, haben es um einiges leichter und haben kontakt und gehen den Hund auch besuchen !!!!
Alles perfekt für alle !!!!!

Viel Glück und KOpf hoch#pro#herzlich

Beitrag von kimchayenne 05.05.10 - 08:08 Uhr

Hallo,
es ist sicherlich keine schöne Situation in der Ihr euch befindet,aber man kann mit einem Hund das alleine bleiben üben,oder vielleicht einen Teenie suchen der mit dem Hund raus geht wenn Ihr arbeiten seid,wobei ja auch die Frage ist ob Ihr schon Arbeit habt,das ist heute ja auch nicht ganz so einfach.Ich würde den Hund nicht abgeben wenn es dir so schlecht dabei geht.Trainiere mit Ihm dann wird er auch lernen länger alleine bleiben zu können und vielleicht schaut Ihr einfach noch weiter nach einer anderen Wohnung.
LG KImchayenne

Beitrag von krumel-hummel 05.05.10 - 06:50 Uhr

Hallo

Ich weiß, wie du dich fühlst.

Aber sehe es doch mal aus der Hundeperspektive: Für das eigene Ego den Hund zu behalten... DAS wäre unverantwortlich! Jedem Tier - egal ob Hund, Katze - Maus - soll es gut gehen. Wenn die einen Dosenöffner das nicht erfüllen können, stehen sie in der Pflicht, sich nach etwas besserem umzusehen!

Wir mussten mal eine Katze hergeben. Wir bekamen sie, da war sie ca. 3 Jahre alt. Auf nachfrage, ob die Katze Kinder kennt und mag bekamen wir "selbstverständlich" zu hören. Tja, es stellte sich heraus, dass die Katze 1. keine Kinder mochte und 2. trächtig war.

Nachdem wir elendig viel Geld beim TA lassen mussten (ein Kitten steckte im Gebrutskanal fest, Kaiserschnitt war nötig), und sich die Katze irgendwann wieder erholt hatte, begann die Siche nach einem Besseren zuhause. Nach 8 Monaten wurden wir fündig. Wir haben heute noch kontakt, die Katze fühlt sich sehr wohl, und das ist die Hauptsache!

Dir wird es noch eine ganze weile schlecht gehen. Aber: wenn es besser ist für das Tier, dann zieh es durch!

Gruß
Hummel

Beitrag von fliegenpilzz 05.05.10 - 08:01 Uhr

Das tut mir seeehr leid für Dich !
Der Hund wird dir mit Sicherheit dankbar sein. Es geht im Leben nicht immer alles wie man es sich vorstellt oder wünscht.

Man kann das Leben einfach nicht immer planen.

Ich wünsche Deinem Hund ganz tolle Besitzer !
Darfst Du den kleinen mal besuchen ?
Evt. kannst Du ja wenn er sich eingelebt hat mal gassi laufen :-)
Rede doch mal mit den neuen Besitzern !!!!!!!


GlG Maria

Beitrag von sandycheeks 05.05.10 - 08:19 Uhr

Es gibt Situationen im Leben, in denen man Entscheidungen treffen muß und zwar mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch. Ihr habt eine Kopf-Entscheidung getroffen dann laß auch mal dem Kopf die Führung und sag Dir immer wieder, das es nicht anders ging und das der Hund den Hunde-Himmel auf Erden bei der neuen Familie haben wird.

Um Dir die Sache zu erleichtern, kannst Du ja gerne in den ersten Wochen noch Kontakt zu den neuen Haltern haben. Telefonieren und Emails mit Bildern sind sicher eine gute Lösung. Auf das Besuchen würde ich aber komplett verzichten.

Du musst ja eine Trennung vollziehen, d.h. Du musst auch emotional Abstand gewinnen und das erreichst Du nicht wenn Du den Hund besuchen gehst. Außerdem ist das mit großer Wahrscheinlichkeit auch für den Hund sehr verwirrend und wird es neuen Besitzern schwerer machen eine Bindung zu dem Tier aufzubauen. Ein Shar Pei bindet sich sehr eng an seine Menschen und er wird Zeit brauchen sich an seine neue Familie zu binden. Wenn dann dauernd das alte "Rudel" da aufschlägt wird das sicher schwerer für den Hund. Aus Zuneigung zum Hund und um selbst möglichst schnell Abstand zu bekommen würde ich auf Besuche daher gänzlich verzichten.

Beitrag von lero4ka 05.05.10 - 10:25 Uhr

Vielen Dank erstmal für die warme und aufmunternde Worte!

Mit neuen Besitzern schließen wir ein Tierschutzvertrag ab.Dort ist auch eine Probezeit für 3 Monate vereinbart. D.h sollte etwas nicht klappen wollen,so können wir den Hund wieder zurückholen.
Die Besuche würden wir keine machen dem Hund zur Liebe. Telefonieren und Bilder sind aber möglich.
Ich wünsche von ganzen Herzen, dass der Hund sich an neue Familie gewöhnnt und sich wohl fühlt.
Mein faltiger knudeliger Hund. Ich lieb dich so sehr.#heul#schmoll

Beitrag von sternenzauber24 05.05.10 - 12:01 Uhr

Hallo,

Ich weiß jetzt nicht was hier wieder die Vergleiche mit Kind u. Hund sollen, natürlich übernimmt man für Beides Verantwortung. Aber Verantwortung hat viele Gesichter, wenn es dem Hund woanders besser geht, mit Garten, mit Aufsicht ( ich schaff mir keinen Hund an, um ihn mehrere Stunden allein hocken zu lassen), dann finde ich Eure Entscheidung verantwortungsvoll.
Ihr setzt ihn ja nicht irgendwo aus, sondern macht euch richtig Gedanken, macht nen Schutzvertrag etc.
Verantwortungslos sieht anders aus..
Sicher gibt es Tiersitter etc. aber das wäre ja auch in gewisser Weise + verantwortung abtreten+.
Manchmal ergeben sich die Dinge anders, und ich bin mir sicher das ihr die Familie richtig auswählt, und das mit der Probezeit klingt toll.
Manchmal erfordert das Leben Entscheidungen, und liebe heißt auch manchesmal in liebe loszulassen.
Wie gesagt, verantwortung hat sehr viele Gesichter, und zum Thema Kind: auch hier gibt es im übrigen Eltern, die vielleicht selber für ihre Kinder garnicht sorgen können, warum auch immer, auch diese Eltern geben ihre Kinder dann viell. in eine liebevolle Pflegefamilie ( wenn wir bitte schon Hund mit Kind vergleichen, was ich aber absurd finde).
Das leben wäre kein leben, wenn alles nach Plan liefe, so sieht es leider aus.
Gefühle den Hund gehen zu lassen, die traurig machen das ist total verständlich. Allerdings entscheidet Ihr aus Liebe, das zählt.

LG, Julia

Beitrag von maddytaddy 05.05.10 - 17:26 Uhr

Hallo,

Habt ihr schonmal versucht eine Pflegestelle für den Hund zufinden? Vor einigen Jahren sind innerhalb von kurzer Zeit meine Tante, ihre Tochter und ihr Mann gestorben. Übrig blieben nur 2 Kinder.

Eines der Kinder, mein Cousin, hat den Familenhund bis vor kurzem behalten, doch jetzt möchte er studieren und der Hund ist ebenfalls sehr menschenbezogen und kann nicht jeden Tag so lange alleine bleiben. Deshalb wohnt er jetzt unter der Woche bei einer Pflegestelle und am Wochenende oder in den Ferien holt mein Cousin ihn zu sich.

Vielleicht findet ihr sowas ja auch und nehmt euch nochmal ein paar Monate Zeit eine Wohnung mit besserer Lage zu finden. Und das alleine bleiben kann man üben, daran wird es bestimmt nicht scheitern.

Viel Glück!