eine kleine Geschichte

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von limette263 05.05.10 - 08:34 Uhr

Hallo zusammen,

möchte eine kleine, aber wahre Geschichte erzählen.

Vor ein paar Jahren gab es ein junges Mädchen, 19, in der Ausbildung und ein richtiger Lebemensch.
Partys wurden gefeiert, sie probierte dieses und jenes aus, lebte einfach als gäbe es kein morgen.
Dann kam ein Dämpfer. Schwanger! Was tun? Durch ihre Lebenssituation mit Lehre, ohne festen Partner
fiel die Entscheidung auf Abtreibung. Ihr ging es gut, hatte keine Gewissensbisse oder sonstige schlechte
Gefühle, es war die richtige Entscheidung.
Zwei Jahre später, ausgelernt, eigene Wohnung, viel unterwegs, in Urlaub, auf Parties, einfach ein schönes
Leben. Und dann? Wieder Schwanger! Wieder fällte sie die Entscheidung, daß Kind nicht zu bekommen.
Keinen festen Partner, gerade dabei die Welt zu entdecken, keine gute Konstelation für ein Kind.
Mit 27 lernt die mittlerweile jetzt eine Frau den Mann ihres Lebens kennen.
Gemeinsame schöne große Wohnung, beide einen guten Arbeitsplatz, gehen auf Reisen, genießen ihr Leben.
Doch bald merken sie, es fehlt was. Also? Klar, es wird an Nachwuchs gearbeitet. Und wie es sein soll wird sie
schnell schwanger. Die Freude ist groß. Man sucht Namen aus, kauft Babymöbel, freut sich auf das kleine neue
Lebewesen.
Ende vierten Monats stellt der FA fest, daß der Krümel ziemlich weit unten in der Gebärmutter sitzt, aber da die
Frau keine Beschwerden hat, hat der FA keine Bedenken. Mitte 5ter Monat bekommt die Frau Schmerzen, die
immer stärker werden. Der FA stellt fest, daß sich der MuMu geöffnet hat und verschließt ihn mit einem Ring.
Sonst fällt ihm nichts weiteres auf und setzt nur die Kontrollbesuche in geringeren Abständen.
Nicht lang nach dem Termin wird die Frau nachts wach und denkt sie hat ins Bett gemacht, Weckt ihren Lebens-
gefährten und sie entdecken, daß das ganze Bett voller Blut ist. Also nichts wie ab ins Krankenhaus, im Krankenhaus
können die Ärzte keinen Herzschlag mehr feststellen, die Frau verliert weiter viel Blut und es kommt zu einer Not-OP,
bei der der Frau die Gebärmutter entfernt werden mußte. Es war eine Gebärmutterhalsschwangerschaft, die nicht
rechtzeitig erkannt wurde.
Die Beziehung zu dem Mann zerbrach, aufgrund ihrer Schuldgefühle, ihrer ungewollten aber endgültigen Kinderlosigkeit.
Heute ist die Frau 35, eine unheimlich liebe Person, mit der gut Pferde stehlen ist, aber die sich nicht wirklich an einen
Menschen binden kann.

Ich hab diese Geschichte vor ein paar Tagen von ihr selber gehört, weil wir uns über meinen KiWu unterhalten haben.
Sie bereut bitterlich, daß sie in jungen Jahren unvorsichtig war und ihre Kinder freiwillig hat gehen lassen, ohne dafür
damals Reue zu spüren.
Sie denkt heute, daß es die Strafe für ihr Verhalten war, daß sie nie eigene Kinder haben wird.
Was ich sehr traurig finde, denn diese Schuldgefühle kann ihr niemand nehmen.

Ich bin weder für noch gegen Abtreibungen, jede Frau muß das für sich selber entscheiden.
Das ist Situationsbedingt verschieden. und ich würde nie ein Frau verurteilen, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Denn es gibt sicher gute Gründe für eine Abtreibung (aus der Sicht der betreffenden Person),
aber genauso auch gute Gründe, ein Kind zu behalten.

Ich wünsch allen viel Kraft , die vor so einer Entscheidung stehen und das sie die für sie richtige Entscheidung
treffen können und auch mit ihr Leben.

Lg Limette #blume

Beitrag von mona98 05.05.10 - 09:07 Uhr

Guten Morgen!
Eine Geschichte die zum Nachdenken bringt.....
Ich werde dazu nicht viel schreiben ,weil ich dann hier Haue kriege....#cool.
Vielleicht soviel....für mich steht LEBEN an allererster Stelle!!Alles andere kann man regeln...
Mona

Beitrag von connie36 05.05.10 - 09:36 Uhr

"....für mich steht LEBEN an allererster Stelle!!Alles andere kann man regeln.."
klar. kann man alles regeln, aber um welchen preis?
machmal geht es nicht anders, auch wenn es keinen med. grund hat.
mit muttermilch und mutterliebe alleine kann man kein kind erziehen, da hängt viel mit dran.
lg conny, die auch kein freund von abreibungen ist, aber bei manchen die notwendigkeit erkennt,

Beitrag von mona98 05.05.10 - 13:08 Uhr

Um welchen Preis........
Wer sagt ,dass es nicht anders geht??
Situationen im Leben ändern sich,oft vollkommen unerwartet.Wie oft liest man hier dass Frauen eine Abtreibung bereuern.Das Leben ist nicht planbar,auch wenn wir das oft meinen!
Für MICH steht das Recht auf Leben an erster Stelle.
Die erzählte Geschichte spricht für sich,oder findest Du nicht?
Wenn ich so lese dass ein Kind gerade nicht passt ,nicht in die Lebensplanung passt,dann dreht sich mir der Magen...am besten ist dann noch ,wenn nach einer Abtreibung ein paar Monate später der Wunsch nach einem KInd da ist....#klatsch.....nein ,da fehlt mir jedes Verständnis....
Nenn es von mir aus Altersstarrsinn:-p,aber das ist meine Meinung Mona

Beitrag von coco1902 05.05.10 - 21:00 Uhr

gute Einstellung.

sehe ich auch so. stand auch vor dem Problem: 3. Kind oder Abtreiben.

wir haben uns sofort für das Kind entschieden, meine Mutter will bis heute Abtreibung. Da hat sie aber Pech, es geht nicht nach ihr.

ich muss mir immer wieder Vorwürfe anhören. :-( wir können nicht aufpassen, wir werden asozial usw... das sagt meine Mutter:-[

Beitrag von mona98 06.05.10 - 13:55 Uhr

Hallo!!
Du ,ab drei Kinder wird es doch erst interessant;-).
Meine Mutter war auch öfter geschockt,ab sie hätte nie von Abtreibung gesprochen...das hätte auch wenig Sinn gehabt!Inzwischen ist sie soooo stolz auf ihre vielen Enkel und manchmal habe ich das Gefühl ,sie würde sich glatt noch eins wünschen#schock.....aber da muß ich passen#cool
Manche Kinder wollen einfach auf die WElt und das ist auch gut so!
Ich wünsche Euch alles Gute ,eine schöne Schwangerschaft.........ach ja ,....ich beneide Dich#hicks Mona

Beitrag von dragonmam 05.05.10 - 09:37 Uhr

traurig traurig!

was ich miterleben musste möchte ich hier nicht schreiben. nur soviel das die person verstarb zu dem zeitpunkt wo das kind hätte kommen sollen!

Beitrag von mariju 05.05.10 - 13:07 Uhr

Das ist wirklich eine harte Geschichte und gerade wünschte ich das ich sie nicht gelesen hätte.

Ich selbst habe vor 11 Jahren (mit 17) eine Abtreibung machen lassen. Wie bei ihr, der schlechteste Zeitpunkt, jung, dumm, naiv ....
Jetzt bin ich in der 19. SSW mit unserem Wunschkind, da macht man sich nach so einer Geschichte schon Gedanken ....

Beitrag von froehlich 11.05.10 - 20:39 Uhr

Eine furchtbare Geschichte - und ich weiß wirklich nicht, ob ich's gut finden soll, daß sie in diesem Forum steht. Was will dieser Beitrag denn bezwecken? Ich finde, Du solltest nicht weiter darüber nachdenken. Du hattest damals Deine Gründe, abzutreiben, jetzt erwartest Du ein Baby - und NIEMAND wird Dich dafür bestrafen, daß Du vor langer Zeit diese Entscheidung getroffen hast....wirklich niemand. Freu Dich auf Dein Kind und denke in die Zukunft!

P.S.: halte Dich von urbia während der Schwangerschaft lieber fern. Habe ich auch getan. Hier gibt's immer SEHR viele Leute, die sich in Katastrophenstories geradezu baden.....da kriegst Du's wirklich mit der Angst zu tun und hast am Ende das Gefühl, jede gelunge Schwangerschaft ist geradezu ein Wunder! Dabei ist's umgekehrt: im Verhältnis geht bei uns in Deutschland nach den ersten 12 Wochen wirklich selten etwas schief! Also, viel Glück und alles Gute!!!!!!

Beitrag von una.x3 05.05.10 - 21:07 Uhr

wow. die geschichte is extrem beruehrend.
ich bin auch erst 17 & schwanger. bin echt froh das ich es behalten hab, spaetestens wenn ich das gelesen haette waere ich vermutlich wirklich deprimiert geworden...

manchmal ist das leben echt unfair..

Beitrag von sneakypie 06.05.10 - 15:07 Uhr

Mit den Schuldgefühlen sollte sie zu einem Therapeuten, der kann ihr sicher helfen.

Gruß
Sneak