Meine Oma - ich einfach nur traurig

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von krebs1985 05.05.10 - 09:32 Uhr

Hallo!

Bei meiner Oma wurde ende April Dickdarmkrebs festgestellt, es ist auch schon zu spät zum operieren.
Man kann jetzt nur noch mit Chemo versuchen etwas zu stoppen denn sie hat schon mehrere Metastasen.
Sie muss das Ding laut den Ärzten schon mehrere Jahre haben....
Aber die Ergebnisse was es für eienr is kommen erst Freitag und nun quält siesich zu Hause mit starken schmerzen, sie schläft nachts nicht mehr, sie schläft dann fast nur noch am Tag und das fast den ganzen Tag, sie is schwach, ihr bauch bläht immer mehr auf.
Ihr gehts also total schlecht.
Mit der chemo konnte man jetzt ohne ergebnisse auch noch nicht anfangen..

Ich habe totale Angst um sie das uns nicht mehr viel zeit bleibt mit ihr.

Hat jemand erfahrung ob in ihrem zustand ne chemo noch bisschen was aufhalten könnte?
Oder ist es bald vorbei?

Ich weiss ihr seid keien Ärzte aber vllt hat jemand ein wenig erfahrung..

Sie ist erst 70 noch viel zu jung zum gehen :-(#schmoll

Danke!

Traurige Grüße Jenny

Beitrag von klytus 05.05.10 - 12:27 Uhr

Hallo!

Das tut mir sehr leid mit deiner Oma#liebdrueck!

In der Familie von meinem Mann gab es auch schon zwei Fälle von Dickdarmkrebs. In beiden Fällen war der Krankheitsverlauf sehr schnell und es blieb nicht mehr viel Zeit zwischen Diagnose und Tod.
Bei der Großtante war es knapp ein Jahr mit Chemo, beim Opa war es innerhalb von 3 Monaten zu Ende, ohne Chemo:-(!

Ich weiß, sowas will man am aller wenigsten hören, aber es ist leider so. Können die Ärzte denn keine Prognose geben?

Ich wünsch dir und deiner Oma alles Gute, nicht jeder Verlauf muss ja immer gleich schwer sein!

lg ena

Beitrag von krebs1985 05.05.10 - 13:17 Uhr

Hallo!

Nein sicher ist da snicht das was man hören möchte aber man muss es so sehen wie es einfach ist.....
So schwer es auch ist.
Nein die Ärzte wollen und können nicht sagen wieviel Zeit sie noch hat, denn heilbar ist er definitiv nicht mehr...
Sie meinten es könnten nur noch wochen sein, Monate oder auch Jahre das weiss man nicht....
Aber ihr ging es jetzt wirklich von Tag zu Tag immer schlechter ich hab kaum mehr Hoffnung....

Liebe Grüße Jenny

Beitrag von klytus 05.05.10 - 13:29 Uhr

Hey!

Ja das ist ein wirklich schreckliches Gefühl!

Ich wünsche euch, dass ihr die verbleibende Zeit so schön und angenehm wie möglich verbringen könnt.

Alles Liebe
ena

Beitrag von krebs1985 05.05.10 - 13:39 Uhr

Danke dir,,

Ich hoffe mal das wir noch viel Zeit mit ihr verbringen können....

Liebe Grüße Jenny

Beitrag von amandea 05.05.10 - 12:35 Uhr

Hallo Jenny!

Ich kann deine Trauer und deine Sorge total verstehen! Es tut mir so leid, war ihr durchmachen müsst!

Ob die Chemo viel bring kann ich dir nicht sagen. Es hört sich so an, als ob sie eher palliativ sein soll. Es könnte aber auch sein, dass sie erst den Tumor verkleinern wollen, um ihn dann doch operativ zu entfernen.

Weißt du wo die Metastasen sitzen?

Gegen die Schmerzen kann deine Oma sicher Schmerzpflaster vom Arzt bekommen. Die werden an der Schulter auf die Haut geklebt und das Pflaster gibt dann kontinuierlich Schmerzmittel ab und muß alle 3 Tage gewechselt werden.

Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit!
Wenn du evtl. noch mehr wissen möchtest oder noch Fragen hast, kannst du mich gerne über die VK anschreiben!

LG
Amandea

Beitrag von krebs1985 05.05.10 - 13:14 Uhr

Hallo!

Danke für die Antwort.

Die Metastasen sitzen an Leber, Magen, Lunge mehr weiss ich grad nich...

Was bedeutet Palliativ?

Nein da shatten wirauch erst gedacht, da ssie mit der Chemo den Tumor verkleinern wollen,um ihn dann operativ zu entfernen aber da hatte meine Oma nachgefragt und die Ärzte meinten das würde nicht mehr gehen auch dann nicht mehr, er ist bei ihr also Definitiv nicht mehr heilbar, es handelt sich wohl nur noch drum es rauszu zögern..

Schmerzen hat sie schon sehr starke.....

Liebe Grüße Jenny

Beitrag von demy 05.05.10 - 14:59 Uhr

Hallo,
palliativ meint man, wenn eine Therapie nicht mehr heilt, sondern der Mensch so krank ist, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, sondern alle auftretenden Krankheitssymtome nur verlangsamt, bzw. erträglicher gemacht werden, um den Patienten auch so schmerzfrei wie möglich zu halten, was bei starken Erkrankungen oft sehr schwer möglich ist.

Hier kannst du auch nachlesen was mit palliativ gemeint ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Palliativmedizin

Ich weiß wie man sich fühlt, ich war schon bei einigen aus meiner Familie dabei wenn jemand gestorben ist, zuletzt mein Vater 2003 an Lungenkrebs.

Gruß
Demy

Beitrag von krebs1985 05.05.10 - 19:57 Uhr

Hallo!

Danke für deine Erklärung.....

LG Jenny

Beitrag von spanki80 06.05.10 - 12:01 Uhr

Hallo Jenny,

ich kann nachfühlen wie es Dir nun geht.
Meine Oma hat vor 10 Jahren, leider auch viel zu früh (mit 70) den Kampf gegen den Krebs verloren. Sie hatte auch Darmkrebs. Auch sie hatte ständig einen aufgeblähten Bauch. Bei ihr wurde versucht der Krebs operativ zu entfernen, doch da stellte man fest das er bereits gestreut hat und der ganze Bauchraum voll war. sie hatte es warscheinlich auch schon mehrere Jahre. Meine Oma bekam dann eine Chemo, die anfangs auch anschlug aber nach einem Hoch lam das nächste Tief. Der Krebs hatte wieder zugeschlagen. Diesmal schlimmer als zuvor. Man sagte meiner Oma das sie nichts mehr für sie tun können und sie kam in ein Hospitz. Ab diesem Tag hat meine Oma mit ihrem Leben abgeschlossen und es ging ihr von Tag zu Tag schlechter. Zum Schluß hat sie uns nicht mehr erkannt. Wir wollten nicht das sie im Hospitz sterben muß und haben sie nach Haus geholt, in ihre vertraute Umgebung. Nach 11 Monaten Kampf gegen den Krebs ist meine Oma friedlich eingeschlafen. Sie ist eines morgens einfach nicht mehr aufgewacht.

Für mich brach eine Welt zusammen, da meine Oma wie eine zweite Mama für mich war. Auch heute nach 10 Jahren trauere ich sehr um sie.

Ich wünsche Deiner Oma alles Glück der Welt, dass sie es schafft!

LG Sandra

Eine #kerze für meine geliebte Oma! Ich werde dich nie vergessen. Für immer hast du einen Platz in meinem Herzen! Ich liebe Dich!

Beitrag von nala22 06.05.10 - 16:30 Uhr

Wie gut kann ich Dich verstehen....

Meine Oma war auch erst 70!!!!

Und sie war voller Krebs, kein Arzt hat das je gemerkt????

Meine Omi muss auch dolle Schmerzen gehabt haben, sie hat viel gejammert und wir dachten sie wolle nur Aufmerksamkeit, da sie ja immer oft beim Arzt war.

Sie kam Dienstag ins KKH und bekam die schreckliche Diagnose..Leberkrebs, Lungenkrebs und Metasasen bis ins Gehirn.

Sie fiel Mittwoch ins Koma und starb ganz plötzlich am Sonntag.

Ich vermisse sie so sehr #heul

Alles Gute Für Dich es tut sehr weh, ich weiss.