Wer hat Recht auf den Hund?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von pascal79 05.05.10 - 09:33 Uhr

Hallo zusammen

so ich denke das wird etwas länger aber ich versuche alles reinzupacken was wichtig ist;-)

Am Sonntag bekam ich und meine Frau einen Anruf von Freunden das ihr Labrador/Schäferhund weg muss. Er hätte jetzt schon die zweite Tür kaputtgebissen und eine Matratze zerflückt. Wenn die bis heute Mittag niemanden finden der den Hund nimmt würden sie ihn ins Tierheim bringen#schock

Da wir den Hund seit 6 Jahren kennen war uns wichtig jemanden zu finden. Ich habe selbst 2 Hunde und somit leider kein Platz mehr für ihn. Ich habe dann einen Arbeitskollegen angerufen der einen Bauernhof hat und somit echt Platz ohne Ende für diesen großen Kerl hätte:-D

Er sagte ja und somit habe ich die Freunde angerufen und gemeint wir hätten jemanden. Wir würden ihn abholen um halb drei und den Hund dann dort hinbringen. Wir waren froh eigentlich das sie den Hund endlich abgeben denn ausser 15 min am Tag kam er nicht raus (vor der Tür pinkeln und ... erledigen) Die Wohnung von den ist auch nur 70 qm und hat kein Garten. Für so einen großen Hund einfach kein Leben und aus Langeweile zerflückt er Sachen.

Naja die beiden haben uns alles eingepackt für den Hund und Tasso sowie Impfpass gegeben. Wir den Hund zu meinem Arbeitskollegen gebracht und er blühte auf. Er sah Rasen und durfte toben und spielen alles war Tiergerecht#huepf

Gestern stand dann um halb elf abends die Polizei vor der Tür. Die beiden wollen den Hund zurück und wollen mich wegen Hundeentführung anzeigen#schock

Habe denen die Sache geschildert und auch das die doch alle Papiere abgegeben haben und der Hund es jetzt besser hat. Die haben das Tier ja auch schon umgemeldet und waren beim Tierarzt denn ihm fehlten mehrere Auffrischungen.

Naja jetzt hab ich eine Anzeige am Hals und werden sehen wie es weiter geht. Aber wisst ihr ob die nochmal Recht auf das Tier haben? Ich meine besser kann es ihm doch nicht gehen als auf dem Hof.

Kaputt hat er auch nichts mehr gemacht und er ist abends immer gut kaputt. Da es Freunde waren und schnell gehen musste haben wir nicht an einen Schenkungsvertrag gedacht.#klatsch

Wisst ihr mehr?

Beitrag von similia.similibus 05.05.10 - 09:50 Uhr

Wie das rechtlich aussieht, weiß ich leider nicht. Aber habt ihr mal mit euren "Freunden" persönlich gesprochen, was das soll? Erst wollen sie den Hund ins Heim bringen, ihr findet ein gutes, neues Zuhause für den Hund und sie geben ihn euch mit und dann kommt eine Anzeige, wegen Hundeentführung? Was ist denn da schief gelaufen? #kratz

Beitrag von melina2003 05.05.10 - 09:57 Uhr

Frag die angeblichen Freunde doch mal ob ihr sie wegen Tierquälerei anzeigen sollt ??

LG

Beitrag von hope_elmo 05.05.10 - 10:11 Uhr

Hallo,

also mal langsam:

Eine Anzeige wegen Hundeentführung klingt nett, gibt es aber nicht. Man kann Dich wegen Diebstahl anzeigen (der Hund ist in diesem Fall eine Sache), mehr aber nicht. Da dieser Hund vermutlich keinen höher bezifferten Wert darstellt, wird das Verfahren eingestellt werden (sofern Du keine Vorstrafen hast).

Rechtlich ist der Hund immer noch im Eigentum der Vorbesitzer, da ihr weder einen Kaufvertrag noch eine Rechnung geschrieben habt.

Etwas seltsam erscheint mir noch die Tatsache, dass Du diese Leute als "Freunde" bezeichnest. Auch hier kann irgendwie etwas nicht stimmen.

Gruß, Sabine

Beitrag von risala 05.05.10 - 11:02 Uhr

Hi,

das ist so aber nicht richtig - der Vorbesitzer hat den Hund rausgegeben incl aller Unterlagen (Impfpass) sowie Zubehör und der Ummeldung bei Tasso.

Der Hund wurde bei der Gemeinde bereits umgemeldet, Steuer (und ich gehe auch davon aus Haftpflicht) werden bereits vom neuen Besitzer bezahlt - somit ist er Eigentumsübergang vollzogen, auch ohne schriftlichen Vertrag. Auch mündliche Willenserklärungen sind gültig. Und zugestimmt haben die Vorbesitzer indem sie ALLES für den Hund mitgegeben haben.

Genau auf diese Art hat mein Mann unseren Spitz bekommen:

Sandy wurde von der Vorbesitzerin incl. Impfpass bei (ihren) Bekannten abgegeben mit der Info "ich ziehe heute um - seht, dass ihr den Hund vermittelt bekommt ansonsten gebt ihn ins Tierheim". Und weg war sie. Über eine Freundin meines Mannes hörte er von dem Hund - sah sie, verliebte sich und seit dem lebt sie bei uns (mittlerweile gute 8,5 Jahre).

Nach wenigen Wochen meinte die Vorbesitzerin auch, dass sie den Hund gerne wieder hätte - und ist damit komplett gescheitert. Sandy war zu dem Zeitpunkt umgemeldet, gechippt (hat mein Mann machen lassen) und bei Tasso registiert auf meinen Mann.

Gruß
Kim

Beitrag von hope_elmo 05.05.10 - 11:51 Uhr

Hallo Kim,

woher nimmst Du denn die von Dir nachstehend genannten Infos???

...... Der Hund wurde bei der Gemeinde bereits umgemeldet, Steuer (und ich gehe auch davon aus Haftpflicht) werden bereits vom neuen Besitzer bezahlt - somit ist er Eigentumsübergang vollzogen, auch ohne schriftlichen Vertrag. Auch mündliche Willenserklärungen sind gültig. Und zugestimmt haben die Vorbesitzer indem sie ALLES für den Hund mitgegeben haben. ........

Im Ausgangsposting steht lediglich:

...... Naja die beiden haben uns alles eingepackt für den Hund und Tasso sowie Impfpass gegeben. ....... Die haben das Tier ja auch schon umgemeldet und waren beim Tierarzt denn ihm fehlten mehrere Auffrischungen. ...........

Die Ummeldung (wo?) sowie der Tierarztbesuch wurde sicherlich von den neuen Leuten gemacht.

Mündliche Willenserklärungen sind zwar grundsätzlich gültig, müssen aber bewiesen werden. Das bedeutet, dass unabhängige Zeugen vorhanden sein müssen, die die Aussagen bestätigen können. Alles andere artet lediglich in einen Streit "pro - contra" aus und führt zu gar nichts.

Auch dieser Fall wird - wie ich schon gesagt habe - ins Leere laufen. Ein Diebstahl wird genauso wenig wie eine geplante Ab- bzw. Übergabe nachgewiesen werden können. Somit steht Aussage gegen Aussage, die - aufgrund des geringen Sachwertes (klingt doof, ist aber nun mal so) - nicht weiter verfolgt werden wird.

Gruß, Sabine

Beitrag von risala 05.05.10 - 12:39 Uhr

Hi,

naja, wenn die TE schreibt "der Hund wurde bereits umgemeldet", dann bedeutet das für mich, dass er bei der Geimende auf den neuen Halter angemeldet / umgemeldet wurde. Wo sonst meldet man einen Hund um?

Hier geht es aber auch darum, dass ALLES was zum Hund gehört ausgehändigt wurde (steht im Eröffnungsthreat). DAS widerspricht einem Diebstahl mMn eindeutig. Zumindest bei uns kommt keiner "mal eben so" an die Impfpässe der Hunde oder die Equidenpässe/Eigentumsurkunden der Pferde ran und Körbchen etc wird ein "Dieb" wohl ebenfalls nicht mitnehmen.

Alles in allem dürfte/wird es mMn eher als "einvernehmliche" Abgabe ausgelegt werden (unsere Erfahrung). Anzeige wg. Diebstahl kann zwar gemacht werden, aber wie Du schon sagtest, das wird nicht verfolgt werden.

Und grundsätzlich ist es auch so, dass z.B. ein gestohlenes und weiterverkauftes Pferd NICHT an den ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden muss, wenn es in gutem Glauben vom neuen Besitzer gekauft wurde (wenn dieser also keine Kenntnis vom Diebstahl hatte). Deshalb wird der Hund hier sehr wahrscheinlich auch nicht an die Vorbesitzer zurück gegeben werden müssen.

Gruß
Kim

Beitrag von minimal2006 05.05.10 - 11:24 Uhr

;-)

Mündliche Absprachen zählen auch!
Und da sie die Unterlagen (Impfpass, Tasso Nr) ect. rausgegeben haben, würde ich mir keinen Kopf machen.
Im Gegenteil, ich würde Anzeige wg. Tierquäöerei erstatten!

Beitrag von risala 05.05.10 - 11:04 Uhr

Hi,

sitz das ganze aus - sie haben den Hund mit allem abgegeben, was zu ihm gehörte - von Entführung / Diebstahl kann da keine Rede sein.

Gruß
Kim

Beitrag von manavgat 05.05.10 - 13:09 Uhr

Ich würde eine Anwältin um Rat fragen.

Wenn Du mit Zeugen nachweisen kannst, worum es ging und Euch die Papiere ausgehändigt wurden, dann hast Du zumindest gute Chancen.

Ich würde auch - im Interesse des Tieres - eine Herausgabe verweigern, bis ein Gericht die Sache geklärt hat.

Es gibt da 2 Dinge, die mir spontan einfallen:

Möglicherweise hat jetzt jemand Geld für den Hund geboten


oder


die glauben, dass ihr ihnen jetzt Geld gebt, damit sie die Anzeige zurückziehen.

Wie dem auch sei, die haben nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn es so war, wie von Dir erzählt.

Gruß

manavgat

Beitrag von pascal79 05.05.10 - 13:19 Uhr

Danke erstmal für eure Antworten;-)

Ich habe nochmals mit der Polizei gesprochen und man meinte zu mir das die nur eine Anzeige aufgeben könnten da ich das Tier nicht rausgebe. Man würde dann allerdings prüfen wo das Tier besser aufgehoben ist und das ist nunmal bei den neuen Besitzern.

Als Besitzer gilt jetzt der Arbeitskollege alleine schon durch die ganzen Abgaben (Papiere des Hundes) und da der Hund schon auf deren Namen läuft.

Im endefekt könnten die mir gar nichts. Es ist keine Strafsache sondern eine Zivilrechtliche Angelegenheit und diese wird nach einer Anzeige (die bis jetzt noch nicht gestellt wurde) über Anwälte laufen.

Wegen Tierquälerrei werde ich aber noch Anzeige erstatten wenn die besagten Freunde (was sie aber nicht mehr sind) weiter machen.

Ich danke euch echt