Ich bin am Ende

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lilly_may1981 05.05.10 - 10:39 Uhr

Hallo,


ich muss mir mal einfach alles von der Seele schreiben, sonst platze ich irgendwann.

Wir haben 2 süße Mädchen, knapp 4 und 2.

Leider sind die beiden seit ein paar Wochen sehr sehr anstrengend.

Sie streiten sich, hören nicht, schreien urplötzlich los, etc.

Es vergeht kein Tag, wo ich nicht mit wenigstens einem schreienden Kind unterwegs bin.

Das komisch: Sie machen es nur bei uns. Bei Oma und Opa, oder im Kindergarten: Nichts.

Gestern war es wieder so und ich bin zu Hause heulend zusammengebrochen. Und dann denke ich so über mein Leben nach und mir fällt auf, dass ich nichts mehr davon habe. Der ganze Tag dreht sich um die Kinder.

Die Große ist bis 14 Uhr im Kiga. Die Kleine darf geht erst ab 3 Jahren.

Ich weiß nicht mehr weiter, aber heulen ist ja keine Lösung

Beitrag von scrapie 05.05.10 - 11:09 Uhr

Hi, bei uns ist es nicht anders. Mein Sohn ist 3 1/2 und meine Tochter 1 1/2.

Sie schreien, sie streiten... wenn nicht der eine, dann der andere oder beide gleichzeitig.

Mein Sohn geht bis 12 in den Kindergarten, die kleine kommt im August rein.

Was man da machen kann? Ich glaube die Kinder werden sich nicht so schnell verändern. Nur du kannst an deiner Einstellung etwas ändern. Wenn du lockerer wirst, dann werden auch die Kinder lockerer (oder sie kommen dir zumindest lockerer vor :-))

Kann dein Mann die Kinder nicht am Wochenende mal nehmen, oder jmd nimmt die Kleine für ein paar Stunden wenn die große im kiga ist?

Beitrag von lilly_may1981 05.05.10 - 11:18 Uhr

Hallo,


dann scheinen meine Kinder ja doch normal zu sein ;-)

Ich weiß, dass sie es nicht mit Absicht machen, aber wie gesagt, meine Kräfte sind irgendwann zu ende und dann kann ich nicht mehr.

Mein Mann würde sie gerne mal abnehmen, aber die Große hängt so sehr an mir, dass sie sich nicht von mir trennen mag. Außer im Kiga

Beitrag von scrapie 05.05.10 - 13:01 Uhr

Naja mag oder nicht mag...wenns dir schlecht geht, dann sollten ihre Wünsche im Hintergrund stehen. Sie hat auch nix davon wenn du wegen nem Burnoutsyndrom irgendwann zusammenklappst und im krankenhaus landest.

es ist ja nix unnatürliches wenn du die kinder beim vater lässt, damit muss sie sich abfinden. wenn du immer nur auf ihre wünsche hören willst, dann solltest du dich nicht beschweren, wenn du kein eigenes leben hast.

sie ist groß genug um auch mal ein paar stunden getrennt von dir zu sein.

Beitrag von babe26 05.05.10 - 11:12 Uhr

Bei uns ist es genauso. Aber ich fühle mich deswegen nicht angegriffen. Nur weil sie schlechte Laune haben, muss ich die doch nicht auch haben.
Logisch dreht sich alles um die Kinder. Du musst sie ja auch rund um die Uhr betreuen. Je älter sie werden, desto weniger wird es. Schaff dir Nischen. Was tust du für dich, wenn die Kinder im Bett sind? Unsere gehen zwischen 19:30Uhr und 19:45Uhr ins Bett und dann ist Elternzeit. Entspannen, etwas für sich tun und Kraft für den neuen Tag schöpfen.



Lg, babe26 mit tobias*09.10.05 und sarah *03.06.08

Beitrag von lilly_may1981 05.05.10 - 11:15 Uhr

Hallo,



ich weiß, dass ich lockerer werden muss.

Aber wie gesagt, irgendwann sind keine Kräfte weg.

Leider habe ich niemanden, der die Kinder mal abnimmt. Wir haben vielleicht 2 mal einen Tag für uns als Ehepaar. Das war es.

Wenn die Kinder im Bett sind, bleibe ich auch nicht mehr allzu lange wach, weil ich total erledigt bin.

Neben den Kindern will ja auch noch die Wohnung geputzt werden, Wäsche waschen etc.


Ich hoffe, es wird besser, irgendwann

Beitrag von babe26 05.05.10 - 11:56 Uhr

mmh,
ich habe auch keinen für meine kinder. tobi geht bis 12uhr in den kiga und dann habe ich wieder beide. den haushalt mache ich aber trotzdem tagsüber. ich laufe nicht mehr bei jedem gezanke hin und komischerweise hält sich das geschreie in grenzen. wenn ich mittags koche, dann spielen sie sogar recht gut miteinander. nachmittags gehe ich viel raus und dann ist schon wieder abendbrot und bettzeit. die tage gehen wirklich schnell um. klar bin ich auch müde, aber meine elternzeit gebe ich nicht her. die ist auch so wichtig für uns als paar, gerade weil wir keinen für die kinder haben. lass dich nicht als frau unterkriegen, sonst verlierst du dich. du bist doch soviel mehr als "nur" mutter:-)

Beitrag von schneutzerfrau 05.05.10 - 12:25 Uhr

Hallo

da es bei uns im moment sehr ähnlich ist fast 5 und gerade 3 Jahre. Habe ich in den letzten Tagen darauf geachtet und sie da ich sehe 100 solcher Postings. Ich glaube es scheint also im Moment wirklich fast überall so zu sein. Bei uns ist es sehr motzig und es wird geschrien und gestritten. ...

Aber ich bin mir sicher egal wie schlimm es ist wir müßen durch halten. Es werden wieder bessere Phasen kommen. GNAZ BESTIMMT!

Vielleicht ist es wichtig das wir uns auszeiten suchen. Was mir sehr schwer fällt im alltag , denn nachmittags kann ich nicht infach so gehen wenn mein mann kommt. Da ich eh schon zwei nachmittage arbeite . so das wir an den anderen tagen meist was zu erledigen haben bzw er dann länger arbeiten muss.
Ich nehme mit zB wie jetzt mittags 30 Minuten. Wenn wir aus dem Kiga kommen dürfen die Mädels etwas fernsehen (30 Min) und ich kann dann mal an den PC oder mal 5 minuten ausruhen oder oder.... Ich denke solche ausruh phasen zwischen durch sind wichtig. so schaffen wir alle drei den Nachmittag viel besser. Ausserdem sind auch die Kinder ausgeruht (den meine kleie maus hält nichts mehr von Mittagschlaf).

Also kopf hoch es wird sicher bald besser , hoffe ich für uns beide :-)

Lg sabrina

Beitrag von nudelmaus27 05.05.10 - 12:40 Uhr

Hallo!

Bei mir war es am Wochenende soweit, meine Tochter (im August 4) ist mal wieder komplett ausgetickt. Nach Stunden habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten, irgendwann saß ich heulend da und sie hörte einfach nicht auf. Sie hat immer mal wieder schlimme Tage, wo man meinen könnte, sie dreht total frei und es wird Zeit die Supernanny zu bestellen.
Und genau wie bei dir ist sie bei Oma und Opa und auch in der Kita total unauffällig.

Eine andere Userin hier hat mir dann geschrieben, dass ja Kinder bedingslos von ihren Eltern geliebt werden und das stimmt ja und von den anderen werden sie halt gern gehabt, wenn sie sich lieb benehmen. Denn Oma würde ganz schnell sich das Kind vom Leib halten, wenn es immer böse wäre und die Kita würde auch einschreiten. Also werden die Kinder da einen Teufel tun und benehmen sich natürlich ordentlich. Zu Hause aber wissen die Kleinen ganz genau, auch wenn sie sich extremst benehmen, man hat sie trotz allem lieb. Genauso wie sie dich immer lieber werden auch wenn du laut wirst.

Gut helfen tut nur durchhalten, mit dem Partner an einem Strang ziehen und konsequent bleiben. Und vielleicht nicht immer nur zu Schimpfen wie schlecht es läuft, sondern eher auch mal die dann wenigen positiven Dinge zu loben.

Meine Tochter ist übrigens seit Montag wieder wie ausgewechselt. Heute hat sie sogar ihr Bett selbst gemacht und mir den Wasserhahn aufgedreht usw., man könnte meinen die wurde über Nacht ausgetauscht.

Glaub mir das wird wieder, die sind gerade echt in dem Alter wo sie ohne Ende provozieren, die Frage ist nur müssen wir uns provozieren lassen ;-)?!

Alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von daviecooper 05.05.10 - 15:13 Uhr

Hallo!

Es ist sicher "nur" eine Phase *daumendrück*!!

Wir haben momentan auch immer wieder solche Probleme mit Charlotte, die nicht hört, bockig ist, Grenzen bis zum Äußersten austestet...#schwitz

Ich habe mich neulich mit meiner Tante (seit übr 30 Jahren Erzieherin) darüber unterhalten und sie meinte, dass es eigentlich ein großer Vertrauensbeweis der Kinder uns Eltern gegenüber ist, wenn sie "nur" bei uns bocken, denn damit zeigen sie, dass sie sich unserer Liebe sicher sind.

Wenn sie Angst haben müssten, dass wir sie bei solchem Vertrauen irgendwann nicht mehr lieben würden, würde sie ihre Wutausbrüche nicht bei uns Eltern, sondern woanders bekommen.

Ich finde, das klingt ziemlich logisch und tröstet vielleicht ein bisschen. Mir sind häusliche Teufelsausbrüche;-) immer noch lieber als ähnliches Verhalten bein anderen Familien, im KiGa oder sonstwo.

LG

daviecooper + Charlotte (*7.7.2006)