Mandel OP und Polypen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von anett170983 05.05.10 - 10:39 Uhr

Hallo an euch hier.

Ich habe einen Sohn der ist 6 Jahre alt, wird am 6.6. nun aber schon 7. Da er schlimme Sprachprobleme hat sind wir schon seit paar Jahre am laufen zu Ärtze und Therapin. Nun waren wir letzte Wochen wieder beim HNO Arzt und er hat ihn gründlich untersucht und dann gesagt wir sollen uns bitte in der HNO Klinik vorstellen. Da er nur durch dem Mund atmen tut ist er auch sehr viel krank, er hat festgestellt das er Nasenpolypen hat die sollen nun endlich raus. Und er hat auch festgestellt das er vergrößerte Mandeln hat. Nun ist bloß nicht klar ob die Mandeln komplett raus sollen oder nur gekappt werden.
Wir waren nun gestern in der HNO Klinik und haben uns ein Termin geben lassen. Die haben dann sofort gesagt das ein KH Aufenthalt von 3-6 Tage notwendig ist je nachdem was gemacht wird. Wenn die Mandeln nur gekappt werden kann er nach 3 Tage nach Hause und wenn sie komplett raus sollen dann nach 6 Tage. Und die sehen das da auch sehr gerne wenn die Mama mit da bleibt.

Hat hier jemand von euch das schon durch? Könnte mir mal einer genau erklären was auf mich zukommt. Und warum muß er solange im KH bleiben? Habe ja auch gehört das ne Mandel-OP sogar ambulant gemacht werden könnte. Hoffe es kann mir jemand helfen weil für mich ist es das erste mal das ein Kinder zur OP muß.

Ohweia ist echt lang geworden, ich danke euch schonmal fürs lesen und für die Antworten.

LG Anett

Beitrag von clapama 05.05.10 - 10:52 Uhr

Hallo!
Ja wir haben das schon durch, allerdings separat.
Erst Polypen raus und Röhrchen im Ohr und, weil es dann mit den Mandelentzündungen unentwegt weiterging ein paar Monate später die Mandeln raus (sie war damals 4).
Die Mandel-OP ist sehr nachblutungsträchtig, deshalb die 6 Tage, so nach ca. 3-4 Tagen lösen sich die Wundverschlußbelege (oder so ähnlich, jedenfalls so wie Kruste auf dem kaputten Knie) und dann kann es nochmal zu Nachblutungen kommen. Ich war damals auch mit im KH, ist auch besser, da sie nicht toben sollen und man sie somit lange ruhig beschäftigen muss... also viel vorlesen, spielen, Puzzle, fernsehen.....!
Schmerzmäßig ist es wohl bei jungen Kindern weniger als wenn sie älter sind, hat sich bei uns im Vergleich mit der älteren Kusine (11) und einer Bekannten(18), die im Nebenzimmer lag, bestätigt.
Hat aber gut geholfen, sie hat heute so gut wie nie eine Halsentzündung, die Mandeln waren so kaputt, dass sie nur noch Krankheitsherd waren.
Wünsche euch alles Gute!!!
Grüße
clapama

Beitrag von anett170983 05.05.10 - 10:58 Uhr

Danke für deine Antwort. Weißt du wie es ist wenn die wirklich nur verkleinert werden? Ist das dann auch so schlimm wegen den Nachblutungen?
Hatten ihr im KH ein zimmer für euch alleine gehabt? Was sollte ich denn alles so mitnehmen meine zum spielen und beschäfftigen. Ist zwar noch ne weile hin bis es los geht (18.6.2010 ist Voruntersuchung und entscheidung was gemacht wird und am 21.6.2010 müßen wir frühs da sein wegen OP) aber dann weiß ich schonmal bescheid.

LG Anett

Beitrag von clapama 05.05.10 - 11:21 Uhr

Hallo!
Ja wir hatten ein Zimmer für uns (zwar ganz Miniklein, aber 2 Betten passten gerade so), zum Glück mit Fernseher;-)!
Mitgenommen haben wir viele Bücher, CD-Player mit Hörspielen, Malsachen (für unsere Tochter das Wichtigste), Zaubertafel, Spiele und Puzzle.
Man muss ja auch nicht alles sofort mitnehmen, wir haben dann für Papa und Oma und Opa immer Mitbringzettel geschrieben (war wieder ein guter Zeitvertreib!!!)
Wir waren auch im Juni im KH, da war dann das Wetter auch ganz gut, dass wir manchmal im KH-Garten waren (leider nicht auf dem Spielplatz, s.Toben!!!), aber zum Eis essen und Vögel gucken.
Mit Mandelverkleinerungen kenne ich mich nicht aus, da das nicht zur Diskussion stand, die waren einfach komplett kaputt!
Am besten seht ihr das als so eine Art "Mutter-Kind-Urlaub", wo ihr mal gaaaaaanz viel Zeit für Sachen habt, die man sonst viel zu selten macht..... so kann man das den Kindern dann auch ganz gut schmackhaft machen, denn KH klingt für die ja meist nicht so prickelnd...!
Klingt einfacher gesagt als getan (wenn mir das damals jemand gesagt hätte, hätte ich auch um mich geschlagen;-)), ist aber im Nachhinein echt wahr!
Wünsche euch eine richtige Entscheidung und gute Besserung!!!
Grüße
clapama

Beitrag von clapama 05.05.10 - 11:22 Uhr

Ach nochmal Nachtrag: Das mit dem Nachbluten MUSS nicht passieren, KANN nur, bei unserer war alles o.k.!!!

Beitrag von visilo 05.05.10 - 11:00 Uhr

Wir hatten diese OP ( Mandeln kappen und Polypen entfernen) letzten Oktober ( da war Lukas knapp 5) wir haben es aber ambulant machen lassen ( mußten die Laser OP aber selber zahlen). Wir sind früh um 8 Uhr in die Praxis, 9 Uhr war die OP vorbei, kurz nach 10 durften wir nach Hause und um 12 Uhr hat Lukas schon ganz normal Mittag gegessen.
Er hatte auch im Nachhinein kaum Probleme. Er hatte zwar etwas Fieber und hat sich 1-2 Tage etwas schlapp gefühlt aber das wars schon. Der letzte Winter war super er war nicht krank ( sonst hatten wir mindestens 1 mal im Monat irgendwas wo er Antibiotika nehmen mußte) auch seine Sprache ist viel besser geworden.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von sway110283 05.05.10 - 12:55 Uhr

Hi,
eine komplette entfernung der Gaumenmandeln wird dir kein Arzt ambulant machen, da die Gefahr der Nachblutungen einfach viel zu groß ist.
Mein Sohn hat letzte Woche Mittwoch die Gaumenmandel (waren chronisch entzündet) und die Rachenmandeln (Polypen) entfernt bekommen. Zudem hat er in beide Ohren Paukenröhrchen eingesetzt bekommen.
Wären es 'nur' die Polypen und PR gewesen, dann wäre es ambulant gemacht worden, aber durch die OP an den Gaumenmandeln mussten wir 6 Tage bleiben.
Die OP war bei uns morgens. Tim bekam vorher einen Saft der ihn etwas 'dusselig' gemacht hat, so hat er von den ganzen Vorbereitungen eigentlich gar nichts mitbekommen. In den OP kam er gegen 9.15 Uhr und in den Aufwachraum durften wir um 10.45 Uhr, da hat er schon nach uns gerufen.
Die Std danach war schlimm. Er hat geweint und geschrien. Nachdem er dann die Narkose richtig ausgeschlafen hatte ging es. Abends hat er das erste Eis gegessen und ein bisschen was getrunken.
Nach und nach wurde es immer besser. Die ersten Tage hat er sich sehr schwer mit dem trinken getan und gegessen hat er nur das was ich von daheim mitgebracht habe #schwitz. Momentan ist es noch so das das wir kühlen und er wenn er Schmerzen hat Saft bekommt (1-2 mal am Tag).
Und auch wenn mir mein Sohn sehr Leid getan hat und ich mir große Sorgen gemacht habe, so kann ich jetzt schon sagen das es sich auf jedenfall gelohnt hat. Tim kann das erste mal seit Jahren wieder durch die Nase atmen, schnarcht nicht mehr und schläft sehr ruhig.
Jetzt hat er aufgrund der Nachblutungsgefahr noch min. eine Woche Kiga/ Sport/ Fußball Verbot, dann hat er es endgültig überstanden.
Schau mal hier: http://www.diomed.de/produkte/aufklaerungsboegen/hno/halsrachenmund/ (Tonsillektomie), da kannst du dir schon einmal die Aufklärungsbögen aus den KH ansehen oder auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tonsillektomie
LG Daniela